Die [un]schöne Welt der Illusionen
Von Filmen, Schauspielern und ihren Vor-Bildern
"Geschichte macht am Ende, wer sie verfimt!"

In geschichtslosem Land gewinnt die Zukunft, wer die Erinne-
rung füllt, die Begriffe prägt und die Vergangenheit deutet

"Oh, I can see by your eyes you must be lying, well you think I haven't got a clue...
You're crazy if you think that you can fool me, 'cause I've seen that movie too"
["Ich sehe an deinem Blick, daß du lügst. Du denkst, ich hätte keine Ahnung...
Aber du bist verrückt wenn du denkst, du könntest mich zum Narren halten,

DENN ICH HABE DEN FILM AUCH GESEHEN"]

[Laterna Magica]
[Kinofilm][Uncle Sam]

EIN KAPITEL AUS DIKIGOROS' WEBSEITE
REISEN DURCH DIE VERGANGENHEIT
GESCHICHTEN AUS DER GESCHICHTE

Früher wurden schöne Illusionen über die Großen der Geschichte von Schaustellern und Theater-Ensembles erzeugt, auf den Brettern, von denen man einmal sagte, daß sie die Welt bedeuten (aber das ist eine andere Geschichte). Heutzutage, genauer gesagt seit Beginn des 20. Jahrhunderts, reisen statt dessen Filmrollen um die Welt, d.h. die Scheiben, auf die der Zelluloid-Streifen gespult wird. Aber von diesen Rollen will Dikigoros hier nicht berichten, sondern von den anderen Rollen - denen der Schauspieler, welche das Leben mehr oder minder großer Reisender durch die Weltgeschichte spielen und die damit in den Augen und Ohren des Publikums, im Bewußtsein der Nachwelt oft an deren Stelle treten. Je nach Drehbuchautor und Regisseur treten sie dabei auch die historische Wahrheit in bisweilen erschreckendem Ausmaße mit Füßen. Und manchmal hat Dikigoros den unschönen Eindruck, daß ein Film desto erfolgreicher ist (sowohl in seiner Wirksamkeit als auch in finanzieller Hinsicht), je mehr er das tut, jedenfalls wenn er sich die hier vorgestellten Filme so anschaut.

Über die Auswahl kann man sicher streiten. Der Amerikaner Gore Vidal (der sowohl Drehbuchautor als auch Regisseur ist, und von dem das erste Zitat im Untertitel stammt) hat eine ganz andere Liste aufgestellt, von "Young Mister Lincoln" (1939, mit Henry Fonda als US-Präsident in spe) bis "Rambo I-III" (mit Sylvester Stallone als Vietnam-Veteran John Rambo). Aber Dikigoros meint, daß Vidal sich da ausgerechnet auf Filme kapriziert hat, welche die historische Wahrheit nicht - oder jedenfalls nicht wesentlich - verfälscht haben. Das gilt auch und gerade für die "Rambo"-Filme, die sogar ein wichtiger Anstoß waren, die bis dahin tot geschwiegene Wahrheit über das schmutzige Ende des unseligen Vietnam-Kriegs ans Licht zu bringen und sein fast noch schmutzigeres Nachspiel: das Verleugnen der amerikanischen Kriegsgefangenen in Vietnam und die schäbige Behandlung der Heimkehrer im eigenen Lande. Nein, liebe Leser, diese Filme verherrlichen den Krieg trotz aller reißerischer "Action" nicht - im Gegenteil! Das sieht man schon am Namen des "Helden": Tatsächlich hieß der erste Amerikaner, der im Vietnam-Krieg fiel, John Rambo - wenigstens seinen Namen wird die Nachwelt nicht so schnell vergessen. Andere Filme wurden vom Publikum einfach zu wenig ernst genommen, um nachhaltig auf seine Vorstellung von der historischen Wirklichkeit einzuwirken oder sonst irgend etwas zu bewirken, und diese Wörter gebraucht Dikigoros nicht von ungefähr: Die "Wirklichkeit" ist das, was auf die Nachwelt ein-wirkt oder etwas bei ihr be-wirkt (auch als "selbsterfüllende Profezeihung", die eine ursprünglich gar nicht vorhandene Realität ver-wirklicht), unabhängig von der "Wahrheit", dem was tatsächlich war - insoweit ist der Begriff austauschbar mit dem Wort "Wirksamkeit".

[Exkurs, den sprachlich nicht interessierte Leser getrost überspringen mögen. Leider ist im Deutschen das hübsche englische Wortspiel zwischen "Real History (wahrer Geschichte)" und "Reel History (Filmrollen-Geschichte)" nicht möglich - sonst würde es zumindest im Untertitel dieser "Reise durch die Vergangenheit" auftauchen. Überhaupt läßt schon die sprachliche Erfassung dieses Fänomens bei uns einiges zu wünschen übrig: So bezeichnen die Deutschsprachigen infolge eines filologischen Mißverständnisses das, was im Französischen "Verwirklicher (Réalisateur)" heißt, mit dem französischen Wort für "Gutsverwalter (Régisseur)". Lediglich 1933-1945 nannte man ihn zeitweise "Spielleiter"; aber da man sich nach dem Untergang des "tausendjährigen Reiches" solch bösen "Nazi-Vokabulars" nicht mehr bedienen wollte, heißt der Réalisateur seitdem wieder fälschlich "Regisseur" - zum Zeichen demokratisch-gutmenschlicher Gesinnung. Letztlich nicht durchgesetzt hat sich auch die neu-deutsche Bezeichnung "Filmemacher", die eine Zeit lang im Schwange war, wohl in Anlehnung an die Bezeichnung "Liedermacher" für Chanson- oder Schlager-Komponist. Wohlgemerkt, auch Dikigoros ist für die Ersetzung überflüssiger Fremdwörter durch deutsche Begriffe - er hätte nichts gegen Miesmacher statt Pessimist, Bangemacher statt Profet, Muntermacher statt Amfetamine, Dickmacher statt Pralinen, Busenmacher statt Silikon-Implantat, Regenmacher statt Meteorologe, Krankmacher statt Ökoprodukte, Lärmmacher statt Discothek, Plattmacher statt Sanierer, Pleitemacher statt Bankrotteur oder Schuldenmacher statt Politiker, pardon statt Kreditnehmer. Aber wie weit soll man das treiben? Abgasmacher statt Automobil? Armmacher statt Sozialsystem? Bildermacher statt Fotograf? (Jawohl, so wurden die vorübergehend in der rororo-Reihe "Anders Reisen" bezeichnet!) Totmacher statt Killer? Maschinenmacher statt Ingenieur? Bettenmacher statt Hotelier? Essenmacher statt Maître de Cuisine? Blaumacher statt Alkoholika? Lungenkrebsmacher statt Zigarette? Alles durchaus richtige Umschreibungen; aber gibt es dann noch einen Unterschied zwischen Fotograf, Maler und Zeichner? Oder zwischen Mörder, Totschläger und fahrlässigem Autofahrer? Oder zwischen Schokolade, Marzipan und Sahnecreme? Oder zwischen Bier, Wein und Schnaps? Oder zwischen Schröder und Stoiber, Möllemann und Fischer, Gysi und Schill? Bisweilen scheint es Dikigoros, als ob diese selbst ernannten Schützer, pardon Schutzmacher der deutschen Sprache vor lauter machen weniger zu ihrer Bereicherung als vielmehr zu ihrer Verarmung beitragen - deshalb bleibt er persönlich bei "Regisseur" (auch wenn's streng genommen falsch ist :-). Exkurs Ende.]

So fehlen hier denn auch Filme wie z.B. "The Green Berets [Die grünen Barette]" von und mit John Wayne, die vielen "Steiner"-Filme (hier nur stellvertretend genannt für viele andere reine Kriegsfilme im allgemeinen und zwielichtige Streifen über den Zweiten Weltkrieg im besonderen) sowie die zahl-(und oft auch sehr erfolg-)reichen, mehr oder weniger frei erfundenen Lebens- und Liebesgeschichten populärer Künstler und Sportler (wobei es den Filmemachern vor allem die Boxer angetan zu haben scheinen, von "Gentleman Jim" [Corbett] über "Raging Bull" [Jake LaMotta], "The Greatest" [Cassius Clay alias Muhammad Ali] und "Bubi Scholz" bis zu "Joe and Max" [Joe Louis und Max Schmeling]). Aber die Geschmäcker sind halt verschieden - Vidal erwähnt von den hier vorgestellten Filmen keinen einzigen auch nur mit einem Wort. Gerade mal drei - "Lawrence of Arabia", "Scarface" und "All the King's Men" - erscheinen in der umfangreichen Liste der 200 größten Filme des 20. Jahrhunderts; ihr Verfasser, Tim Dirks, hat seiner Auswahl halt ein anderes Verständnis von "Größe" zugrunde gelegt. Umso wichtiger findet Dikigoros, daß er jene bedauerliche Lücke schließ, indem er diese Filme hier vorstellt.

Um nicht mißverstanden zu werden: Dikigoros will hier nicht irgendwelche Filme bekritteln, die einfach nur Geschichte falsch darstellen - da hätte er viel zu tun, denn deren Zahl ist Legion. Aber die meisten davon haben nicht das bewirkt, worauf es Dikigoros hier ankommt: Das Publikum stellt sich Jesus Christus und Pontius Pilatus nicht vor wie Max von Sydow und Telly Savalas in "The Greatest Story Ever Told [Die größte Geschichte aller Zeiten]", geschweige denn wie Willem Dafoe und David Bowie in "The Last Temptation of Christ [Die letzte Versuchung Christi]", nicht Odysseus wie Kirk Douglas, nicht Semiramis wie Rhonda Fleming, nicht Salomon und die Königin von Saba wie Yul Brunner und Gina Lollobrigida, nicht Tarquinius Superbus wie Massimo Serato, nicht Xerxex wie Richard Egan, nicht Alexander den Großen wie Richard Burton (geschweige denn wie Colin Farrell), nicht Hannibal wie Victor Mature, nicht Caesar wie Klaus-Maria Brandauer (geschweige denn wie Jeremy Sisto), nicht Vercingetorix wie Christopher Lambert, nicht Hermann den Cherusker wie Hans von Borsody, nicht Septimius Severus wie Pierre Brice (der war "Winnetou" :-), nicht Konstantin den Großen wie Cornel Wilde (der war "Lancelot" :-), nicht Justinian wie Orson Welles oder Georges Marchal, nicht Theodora wie Gianna Maria Canale, nicht Alarich wie Anthony Steel, nicht Attila und Aëtius wie Gerard Butler und Powers Boothe, nicht Karl den Großen wie Christian Brendel, nicht Alfred den Großen wie David Hemmings, nicht Friedrich Barbarossa wie Rutger Hauer, nicht Dschingis Khan wie John Wayne (dafür hat der zu oft den Cowboy gespielt) oder wie Omar Sharif, nicht Marco Polo wie Horst Buchholz oder Ian Somerhalder, nicht Kolumbus wie Gérard Depardieu (der war "Obelix" :-), nicht Oswald Mosley wie Jonathan Cake, nicht Pizarro wie Robert Shaw, nicht Martin Luther wie Bernhard Minetti, Niall MacGinnis oder Joseph Fiennes in dem gleichnamigen Film von Eric Till (und, da wir gerade dabei sind: auch nicht Papst Leo X wie Uwe Ochsenknecht - der ist und bleibt Hitlers "falsche Hand" Konrad Kujau aus "Schtonk" - oder Friedrich den Weisen wie Peter Ustinov - der ist und bleibt Kaiser Nero aus "Quo vadis"), nicht Johanna die Wahnsinnige wie Aurora Batista, nicht Heinrich VIII von England wie Charles Laughson (obwohl der ihn sogar zweimal gespielt hat: einmal in "The Private Life of Henry VIII" - für das er 1933 den Oscar bekam - und einmal 20 Jahre später in "Young Bess"), geschweige denn wie Robert Shaw in "A Man For All Seasons" (obwohl der zum besten Film des Jahres 1966 gewählt wurde) oder wie Richard Burton in "Königin für tausend Tage", nicht Anna Boleyn wie Henny Porten oder wie Irene Papas, nicht "The Virgin Queen" Elizabeth I wie Bette Davis (obwohl Dikigoros sie sich immer so vorgestellt hat - aber "The Private Lifes of Elizabeth and Essex" war ein so grottenschlechter Film, daß selbst sie ihn nicht retten konnte) oder wie Flora Robson, geschweige denn wie Cate Blanchett, nicht Maria Stuart wie Zarah Leander, Katherine Hepburn oder Vanessa Redgrave (die waren immer nur sie selber, ohne jemals in einer Rolle "aufzugehen"), nicht Felipe II von Spanien (oder Kardinal Richelieu oder Abraham Lincoln oder John Brown) wie Raymond Massey (der war bereits auf den Botschafter Chauvelin in "The Scarlet Pimpernel" festgelegt), nicht Guy Fawkes wie Matheson Lang (was ein Jammer ist, denn mit dem gleichnamigen Film von 1923 hätte Dikigoros nicht nur die filmische Lücke zwischen Mittelalter und Neuzeit verringern können, sondern auch treffliche Parallelen ziehen zwischen Robert Bruce und seinem Namensvetter Robert Catesby, und schließlich hätte er den Haß Cromwells und seiner Zeitgenossen in England auf "die" Katholiken leichter erklären können; aber Lang war einfach zu sehr auf die Fantasie-Rolle des "Mr. Wu" festgelegt - er gab sogar seiner Autobiografie den Titel "Mr. Wu schaut zurück"; so gibt es auf dieser "Reise durch die Vergangenheit" keinen Exkurs "Warum es manchmal auch ein Antiheld tut"), nicht Wallenstein wie Rolf Boysen, nicht Charles II wie Sam Neill, nicht "Bonnie Prince Charlie", den letzten Stuart, wie David Niven, nicht William Pitt wie Robert Donat (der war - und blieb - Edmond Dantès aus der Verfilmung des Romans "Der Graf von Monte Christo" von Alexandre Dumas), nicht Madame Dubarry wie Dolores del Rio, nicht Maria Theresia wie Paula Wessely, nicht Königin Luise von Preußen wie Ruth Leuwerik (was in beiden Fällen sehr schade ist, denn beide waren großartige Schauspielerinnen, und die Geschichte beider Herrscherinnen wäre äußerst reizvoll zu verfolgen), nicht den Marquis de Lafayette wie Michel le Royer, nicht Marie Antoinette wie Norma Shearer oder Kirsten Dunst (die es fertig brachten, zwei der größten Flops der Filmgeschichte zu verursachen), nicht Robespierre wie Richard Basehart, nicht Napoleon Bonaparte wie Charles Boyer in "Marie Walewska" oder wie Rod Steiger in "Waterloo", geschweige denn wie Marlon Brando in "Désirée" (auch schade, denn die beiden waren sicher ähnliche Typen), nicht Simon Bolivar wie Maximilian Schell, nicht Benito Juárez wie Fausto Tozzi oder wie Paul Muni (der war Al Capone :-), nicht Ludwig II. von Bayern wie O. W. Fischer, nicht Otto v. Bismarck wie Paul Hartmann, nicht Wilhelm II wie Werner Hinz, nicht Buffalo Bill wie Paul Newman, nicht Alfred Dreyfus wie Heinrich George oder José Ferrer, nicht Pancho Villa wie Pedro Armendariz oder Telly Savalas, nicht Manfred v. Richthofen wie John Phillip Law (geschweige denn wie Matthias Schweighöfer :-), nicht Lettow-Vorbeck wie Christian Doermer, nicht Eamon de Valera wie Alan Rickman, nicht Mussolini wie Rod Steiger, nicht Rommel wie James Mason, nicht Canaris wie O. E. Hasse, nicht Speer wie Heino Ferch, nicht Hitler wie Charly Chaplin (der besser seinen Glaubensbruder Hans Beimler, den Führer der deutschen Kommunisten im Spanischen Bürgerkrieg, gespielt hätte, dem er viel ähnlicher sah) in "Der große Diktator" (weshalb Dikigoros über jenen Film nur am Rande des "Schtonk"-Kapitels schreibt), geschweige denn wie Albin Skoda in "Der letzte Akt" oder wie Bruno Ganz in "Der Untergang" (der da eine ganz erbärmliche Vorstellung abliefert; in keinem anderen Film hat er schauspielerisch derart versagt, wie übrigens auch seine Mitspieler - vielleicht lag das auch am Regisseur?), nicht Edward VIII wie Edward Fox (obwohl der nicht nur genau so hieß, sondern ihm auch verblüffend ähnlich sah; aber er war und blieb fürs Kino-Publikum der "Schakal" in "The Day of the Jackal" nach dem gleichnamigen Roman von Frederick Forsyth), nicht General MacArthur oder Josef Mengele wie Gregory Peck (der steht vielmehr den einen für "Captain Hornblower", den anderen für "Captain Ahab" aus "Moby Dick" - aber beide sind nur Romanfiguren), nicht Nehrū wie Roshan Seth, Benjamin Gilani, Robert Ashby oder Pratap Sharma, nicht Tito wie Richard Burton, nicht de Gaulle wie Bernard Farcy, nicht Che Guevara wie Omar Sharif, Francisco Rabal, Julio Quesada oder Benicio del Toro, nicht Mao Tse-tung wie Conrad Yuma in "The Chairman", nicht Muhamad Reza Pahlävi und Soraya wie Errol Sander und Anna Valle, nicht Idi Amin wie Forest Whitaker in Der letzte König von Schottland (auch wenn seine Claqueure das gerne behaupten), nicht Karol Wojtyla alias Papst Johannes Paul II wie Sam Neill (was ein Jammer ist, denn jene verlogene Lobhudelei hätte sich prächtig geeignet als Aufhänger für eine Abrechnung mit der Propaganda-Geschichte der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert; aber Zanussi hat "Da un paese lontano" einfach ein Vierteljahrhundert zu früh gedreht, ebenso wie Mike Nichols "Primary Colors" - Bill Clinton lebte noch, und John Travolta spielte ihn zwar überraschend gut, aber er war einfach noch zu sehr auf die Hauptrolle in "Grease" festgelegt), nicht Maggy Thatcher wie Meryl Streep, nicht Heinrich VIII, Bismarck, Harun Al-Rashid, Friedrich Wilhelm I, Ohm Krüger oder Nero wie den Deutsch-Amerikaner Theodore Frederick Janez alias Emil Jannings, obwohl der den Römer anno 1923 eigentlich besser spielte als der "britische" Deutsch-Russe Peter Ustinov knapp drei Jahrzehnte später. Aber Jannings spielte zu viele Rollen zu gut, als daß ihn das Publikum auf eine Gestalt festgelegt hätte - "der Mann mit den sieben Masken", wie man ihn kürzlich genannt hat, konnte schließlich nicht alle zugleich sein, und so blieben es bloße Rollen. [Nur böse Zungen behaupten, daß Jannings sich dem Publikum allzu sehr als "Professor Unrat" in "Der Blaue Engel" eingeprägt habe. Wenn dem so wäre, dann sicher nicht wegen seiner überragenden schauspielerischen Leistung oder wegen der tollen Rolle, sondern weil dieser mittelmäßige Schinken mit geradezu peinlicher Penetranz ständig wiederholt wird - es ist der Paradefilm Marlene Dietrichs -, während praktisch alle wirklich großen Filme von und mit Emil Jannings bis heute verboten sind, vor allem diejenigen, von denen sich die Briten auf den Schlips getreten fühlen könnten - und bei welcher wahrheitsgetreuen Verfilmung ihrer Geschichte könnten sie das nicht?]

Das gleiche gilt für Vivien Leigh, die 1945 in "Caesar and Cleopatra" die Königin von Ägypten viel besser spielte als Elizabeth Taylor 18 Jahre später (aber halt auch die Lady Hamilton - ohne auch diese Figur nachhaltig zu prägen, weshalb Dikigoros sie bei der Besprechung des gleichnamigen Films nur in Klammern gesetzt hat -, die Anna Karenina und vor allem die Scarlett O'Hara in "Gone With the Wind [Vom Winde verweht]") und in noch viel stärkerem Maße für Christopher Lee, den "Mann mit den tausend Gesichtern" (obwohl man bei ihm zuerst immer an das Gesicht von "Dracula" mit den Vampirszähnen denkt :-) und für Charlton Heston, der so ungefähr alle historischen Personen gespielt hat, die noch nicht anderweitig vergeben waren: von Moses und Johannes dem Täufer über Ben Hur und Michelangelo bis hin zu den US-Präsidenten Andrew Jackson und Franklin Delano Roosevelt, aber keine von ihnen zu prägen vermochte. (Für die meisten seiner Fans ist er wohl der - fiktive - Omega Man; und Frau Dikigoros - eine Kapazität auf dem Gebiet der Filmgeschichte - verbindet mit ihm am ehesten die Hauptrolle in "Planet of the Apes [Planet der Affen]" :-) [Deshalb stellt Dikigoros Hestons beste Rollen - "El Cid" und Buffalo Bill - an anderer Stelle vor (und ohne ihn :-)] Und Anthony Quinn, der Halb-Indianer aus Mexiko - der immerhin den berühmten Indianer-Häuptling "Crazy Horse" in "They Died With Their Boots On" und den Bruder des legendären mexikanischen Revoluzzers Emiliano Zapata in "Viva Zapata" gespielt hat (und, nebenbei bemerkt, auch den Hunnenfürsten Attila, den Profeten Muhamad und den Reeder Onassis) - ist ausgerechnet als Kreter Alexis Zorbas aus "Zorba the Greek [Zorba der Grieche - welch eine Beleidigung für jeden echten Kreter!]" in die Filmgeschichte eingegangen, während der oben erwähnte Grieche Telly Savalas [der Name ist echt - "Telly" ist die Kurzform von Aristoteles, was sich heute "Aristotélli" ausspricht] zur Personifizierung des New Yorker Polizei-Leutnants "Kojak" wurde. (Zum Trost: Auch der Darsteller des Emiliano Zapata, Marlon Brando, ist als solcher vergessen - er steht vielmehr für den Mafiaboß Don Vito Corleone in "The Godfather [Der Pate]". "Der Pate wird 80", sollte eine deutsche Illustrierte noch 32 Jahre - und unzählige Filmrollen - später zu seinem Geburtstag titeln. Gewiß eine große Rolle und eine große schauspielerische Leistung - aber eben nur eine Fantasie-Figur, auch wenn ihr Erfinder, Mario Puzo, gewisse Anleihen bei historischen Personen gemacht haben soll :-)

Manchmal scheint es, als ob nicht nur der Profet im eigenen Lande nichts gilt, sondern auch nicht der Schauspieler in der Rolle des eigenen Landsmanns. Bei Charles Boyer, Anthony Quinn und Telly Savalas könnte man das vielleicht noch damit erklären, daß sie eben doch keine sooo großen Darsteller waren. Aber auch der Kelte Sean Connery hat es nicht vermocht, sich an die Stelle des vermeintlich keltischen Königs Arthus zu setzen - für die Kinogänger ist und bleibt er der englische "Agent 007" alias James Bond (obwohl er den nicht annähernd so gut gespielt hat wie seine späteren Rollen). Und der Hamburger Hans Albers (der immerhin eine so bedeutende historische Persönlichkeit wie den großen Afrika-Forscher und Beinahe-Hamburger Carl Peters gespielt hatte, und zwar sehr beeindruckend; es ist eine seiner besten Rollen - leider ist der Film bis heute verboten, denn auch er tritt den Briten kräftig auf den Schlips) war für die Zuschauer immer nur der Lügenbaron Münchhausen. Dabei wäre er so gerne von diesem Bild weg gekommen - nach dem Krieg setzte er Himmel und Hölle in Bewegung, um die Hauptrollen in "Des Teufels General" oder "Der Hauptmann von Köpenick" zu bekommen, intervenierte sogar bei Carl Zuckmayr persönlich - aber Helmut Käutner gab sie ihm nicht, und so blieb er denn Münchhausen. [Der Lügenbaron ist übrigens ebenso wenig eine historische Person wie der britische Geheimdienstler - auch wenn auf gewissen Webseiten das Gegenteil behauptet wird -, während ein durchaus vergleichbarer Filmheld, "El Zorro" alias Don Diego de la Vega, zwar ein historisches Vorbild hat, aber zwischen zu vielen Schauspielern zerrieben worden ist - von Douglas Fairbanks über Tyrone Power, Guy Williams, Clayton Moore, Duncan Regehr und Alain Delon bis Antonio Banderas -, um von einem einzelnen in Beschlag genommen zu werden; deshalb beschränkt sich Dikigoros auf einige diesbezügliche Anmerkungen, wenn er den Film über seinen Zeitgenossen Cromwell vorstellt. Gleich beides gilt für den als Kinostoff so beliebten Robin Hood: Nicht nur wurde das Kinobild des "edlen Räuberhauptmanns" zwischen zu vielen Schauspielern zerrieben, sondern die Historiker haben inzwischen zu viele angebliche Vorbilder in der Geschichte für ihn er-, pardon ge-funden, als daß Dikigoros noch an seine historische Existenz als Einzelperson glauben könnte. Bemerkenswert auch, daß es dem Regisseur Gore Vidal, der diese Mechanismen doch selber durchschaut, ja entdeckt zu haben glaubte, gleichwohl nicht gelungen ist, etwa Malcolm MacDowell als Caligula oder Peter O'Toole als Tiberius in den Hinterköpfen des Publikums zu verankern. Nun, ein Pornofilm wie "Caligula" eignet sich vielleicht doch nicht so gut, Geschichte zu verkaufen, auch wenn er sich auf historische Quellen stützen mag und eine Gruppe von Witzbolden um "Gerd the Fritz" ihn kürzlich in die "Film-Liste der Erotik" aufgenommen hat; außerdem war O'Toole schon anderweitig besetzt - er ist und bleibt "Lawrence von Arabien".] Ganz zu schweigen von den vielen Schauspielerinnen, die Eleonore von Aquitanien, Johanna, die Jungfrau von Orleans, oder Katharina die Große von Rußland dargestellt haben - keine von ihnen hat dem Publikum den Blick auf das Original verstellt, nicht einmal Katherine Hepburn in dem preisgekrönten Film "The Lion in Winter", und schon gar nicht die nichtssagenden Gänschen, mit denen man später die Hauptrollen der Fernseh-Schinken besetzt hat.

Manchen hat auch die so genannte "höhere" Politik einen Strich durch die Rechnung gemacht: Zweifellos wären Heini Haschkowetz alias "Ferdinand Marian" als Josef Oppenheimer alias "Jud Süß" und Manart Kippen als Josif Dschugaschwili alias "Stalin" in die Filmgeschichte eingegangen (beide haben sie ihre Vorbilder ganz hervorragend gespielt und überzeugend verkörpert) - obwohl der "Stalin" in "Mission to Moscow" nicht die Hauptrolle war, anders als in vielen anderen Filmen, in denen ihn erst Mikhail Gjelowani und später Andro Koboladse bis zum Erbrechen gespielt haben, ohne ihn zu prägen (Georgier einen Georgier, das konnte ja nichts werden! :-) -, wenn nicht sowohl "Jud Süß" als auch "Mission to Moscow" nach dem Krieg als Propagandafilme verboten worden wären, der erstere, weil er zu anti-semitisch, der letztere, weil er zu pro-sowjetisch war und deshalb nicht mehr in die Zeit des Kalten Krieges paßten. (Dagegen sind die beiden italienische Filme aus der Epoche des Fascismus, die Dikigoros Euch hier vorstellt, nie verboten worden, obwohl sie eindeutig Mussolini und den Fascismus verherrlichten; aber "Scipione l'Africano" war - anders als etwa "The Crusades", aber das war ja eine Produktion der Siegermacht USA, und das Sujet war gut getarnt - nicht anti-semitisch (obwohl Hannibal und die Karthager heute als "Semiten" gelten), und "Condottieri" hatte in Giovanni Medici keinen Gegner Englands zum Helden, sondern einen Gegner Deutschlands.) Und vielleicht wäre der Tiroler Luis Trenker als der Schweizer Johann August Sutter in die Filmgeschichte eingegangen, wenn die alliierten Besatzer nach dem Krieg nicht auch "Der Kaiser von Kalifornien" verboten hätten, oder Emil Jannings als der Buren-Präsident "Ohm Krüger", wenn man den so oft gespielt hätte wie den "Blauen Engel" und statt dessen den letzteren verboten hätte - aber darüber zu spekulieren ist müßig. [Dikigoros hat immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, den einen oder anderen dieser verbotenen Filme hier dennoch vorzustellen; aber es würde ja wenig Sinn machen, wenn die meisten seiner Leser sie nicht sehen können. Aus dem gleichen Grunde hat er auch auf "Agonija (Rasputin, Gott und Satan)" von Elem Klimow verzichtet, der erst Jahre lang verboten war, weil der Film zu offensichtliche Parallelen zwischen dem Tsarenreich und der Sowjet-Union zog; und als er dann doch noch freigegeben wurde, lag die letztere bereits in ihrer eigenen Agonie, und keiner interessierte sich mehr für die hervorragende schauspielerische Leistung Aleksej Petrenko's, der den falschen Mönch ebenso blendend verkörperte wie Anatolij Romaschin den Tsaren Nikolaj.]

Dagegen verkörpern die jüdische "Engländerin" Elizabeth Taylor die griechische "Ägypterin" Kleopatra, die waschechte Wienerin Rosemarie Albach alias "Romy Schneider" die bayrische Prinzessin "Sissi", die sich so gar nicht in Wien zurecht finden wollte, der Ruhrpötter Otto Gebühr den ur-preußischen "Alten Fritz", der Australier Erroll Flynn den Amerikaner Custer oder der russisch-jüdische "Amerikaner" Isur Danielowitsch Demsky alias "Kirk Douglas" den thrakischen "Römer" Spartacus in einem Maße, daß die dahinter stehenden historischen Persönlichkeiten völlig verdeckt werden - die meisten Zuschauer kennen die Königin von Ägypten, die Kaiserin von Österreich, den König von Preußen, den General der Nordstaaten und den Anführer des Sklaven- und Gladiatorenaufstands im Alten Rom ansonsten nur noch dem Namen nach. Noch einen Schritt weiter gehen Filme wie "Der Hauptmann von Köpenick" oder "Des Teufels General": Die meisten Zuschauer kennen zwar die Namen der Schauspieler Heinz Rühmann und Curd Jürgens, nicht aber auch die des Schusters Heinrich Voigt oder des Generals Harras - geschweige denn den der dahinter stehenden Person, Ernst Udet. Hier ist das, was einige auf Neu-Deutsch "Identity Grabbing [Identitätsklau]" nennen, bis zur Perfektion gediehen, d.h. die cineastische Wirklichkeit hat in all diesen Fällen die historische Wahr-heit verdrängt, unsere Wahr-nehmung vernebelt, und auch Dikigoros fällt es bisweilen schwer, diesen Nebel zu lüften. Wie schrieb einst der polnische Satiriker Stasnislaw Jerzy Lec: "Die Geschichte lehrt, wie man sie fälscht; und je mehr wir uns der Wahrheit nähern, desto mehr entfernen wir uns von der Wirklichkeit." [Der erste Teil des Satzes wird öfters zitiert, mit dem zweiten wissen offenbar nur wenige etwas anzufangen.] A propos Wirklichkeit - Dikigoros hat oben erklärt, daß dieses Wort von "Wirkung" kommt, und obwohl er hier ständig von prägenden Bildern spricht, muß er doch noch kurz darauf hinweisen, daß im Zeitalter des Tonfilms nicht nur die Gesichter, sondern auch die Stimmen der Darsteller prägend gewirkt haben - weshalb er auch bevorzugt Links auf die Originale legt, wenngleich sich manche Leser an Fremdsprachen stören mögen. Aber wer ausländische Filme nur in deutsch synchronisierten Fassungen sieht, verpaßt womöglich einen mitentscheidenden Aspekt - oder hat sich noch nie jemand gefragt, wieso James Bond, Old Shatterhand, John Steed und Captain Kirk alle die gleichen Stimme haben (nämlich die von Gert Günther Hoffmann), ebenso wie John Wayne, Kirk Douglas, Robert Mitchum, Lee Marvin und Bud Spencer (nämlich die von Arnold Marquis) sowie Claudia Cardinale, Anita Ekberg, Gina Lollobrigida und Raquel Welch (nämlich die von Beate Hasenau)? Und so gut verstellen können die sich auch nicht, daß sie da einen markanten Unterschied heraus arbeiten könnten.

* * * * *

Nicht nur einige Filme, sondern auch einige historische Persönlichkeiten mag der geneigte Leser hier vermissen, insbesondere aus der Antike und dem Mittelalter. [Und auch aus der Neuzeit mögen einige fehlen. Das Graybrook Institute hat kürzlich eine Liste aufgestellt der "20 einflußreichsten Persönlichkeiten des zweiten Jahrtausends, die unsere Gegenwart geprägt haben" (tatsächlich sind es 27, da die Positionen 8, 9, 13, 16 und 18-20 doppelt besetzt sind :-), von der sich hier gerade mal zwei ganze (Cromwell und der letztplazierte Gandhi) und zwei halbe (Washington und Lincoln, die - zusammen mit Bismarck - bei Friedrich dem Großen auf- bzw. untertauchen) wieder finden.] Aber keine Angst, Dikigoros hat die anderen nicht vergessen; daß er sie hier nicht vorstellt, liegt in der Natur der Sache, des Films, begründet, dem sich manche historische Gestalten - wie Heinrich VIII von England oder Napoleon I - einfach entziehen. (Bisweilen liegt es auch nicht an der Gestalt, sondern an der Unfähigkeit der modernen Regisseure - man denke nur an die stümperhaften Versuche von Bernardo Bertolucci, John Lone als Pu Yi, den letzten Kaiser von China, zu etablieren, oder von Martin Scorsese und Jean-Jacques Annaud, in Kundun bzw. Sieben Jahre in Tibet noch zu Lebzeiten des in den Medien omnipräsenten Dalai Lama Tenzin Thuthob Tsarong bzw. Jamyang Jamtsho Wangchuk an dessen Stelle zu setzen.) Anderer, vor allem mittelalterlicher Personen - z.B. König Arthus, Kaiser Karl oder Jeanne d'Arc - haben sich schon andere Medien angenommen, wie die Sage oder das Theater, deren prägende Wirkung in diesen Fällen bis heute noch kein Film (trotz zahlreicher Versuche) zu übertreffen vermocht hat. Deshalb hat Dikigoros diese gescheiterten Versuche links liegen lassen und sich hier auf Filme beschränkt, die entweder mehr bewirkt haben beim Publikum als Sagenbuch und Theaterstück, oder aber einen Stoff erstmals (oder erstmals in dieser Form) aufgegriffen haben. Der geneigte Leser, Kinogänger und Fernseh-Zuschauer möge sich sein eigenes Urteil bilden, nachdem er Dikigoros auf einer kleinen Reise durch ihre (Vor-)Geschichte(n) begleitet hat.

[Motion Picture]

Carmine Gallone: Scipione l'Africano (1937)
mit Annibale Ninchi als Scipio Africanus
(und Camillo Pilotto als Hannibal)


[Projektor] Stanley Kubrick: Spartacus Rebels (1961)
mit Kirk Douglas als Spartakus
(Anhang: "Lust For Life")

Joseph Mankiewicz: Cleopatra (1963)
mit Elizabeth Taylor als Königin Kleopatra
und Richard Burton als Marc Anton


Mervin LeRoy: Quo vadis (1951)
mit Peter Ustinov als Nero Caesar


Cecil DeMille: The Crusades (1935)
mit Henry Wilcoxon als Richard Löwenherz,
Josef Schildkraut als Conrad de Montferrat
. . . und Ian Keith als Sultan Saladin

Mel Gibson: Braveheart (1995)
mit Mel Gibson als William Wallace
und Patrick McGoohan als Edward I

Exkurs: Warum Dikigoros manche Filme nicht bespricht

Dracula (viele Filme von vielen Regisseuren)
mit Christopher Lee als Vlad[islavs] Tepes


Sergej Jutkewitsch: Skanderbeg/Skënderbeu (1953)
mit Akaki Khorava als Georgios Kastrioti


Luigi Trenker: Condottieri (1937)
mit L. Trenker als Giovanni de' Medici


Chakri Chalerm Yukol: Suriyothai
mit M. L. Piyapas Bhirombhakdi
als Somdet Phra Suriyothai


Exkurs: Warum manche Filmhelden noch der Entdeckung harren

Vatroslav Mimica/Mario Tota: Solimano il conquistatore
mit Stane Potokar als Nicolas Orlovic alias Miklós Zrinyi
und Loris Gizzi als Sultan Süleyman II "der Prächtige"


Rouben Mamoulian: Queen Christina (1933)
mit Greta Garbo als Königin Kristina von Schweden


Ken Hughes/Ken Hutchison: Cromwell (1970)
mit Richard Harris als Oliver Cromwell
und Alec Guinness als Charles I

Mike Newell: The Man in the Iron Mask (1976)
mit Richard Chamberlain als Louis XIV
(und als Philippe de Gascogne)




Gustav Ucicky: Das Flötenkonzert von Sanssouci (1931)
mit Otto Gebühr als König Friedrich II. von Preußen



Alexander Korda: That Hamilton Woman (1941)
mit Laurence Olivier als Admiral Horatio Nelson
und Vivien Leigh als Lady Emma Hamilton

Exkurs: Warum es manchmal mit dem Identitätsklau nicht klappt

Luis Trenker/Kurt Bernhardt: Der Rebell (1932)
mit Luis Trenker als Severin Anderlan alias Andreas Hofer

(und einem Anhang über das gleiche Fänomen bei Wilhelm Tell)



Roberto Rossellini: Viva l'Italia (1960)
mit Renzo Ricci als Giuseppe Garibaldi



Ernst Marischka: Sissi I - III (1955 - 1957)
mit Romy Schneider als Elisabeth von Österreich
und Karl-Heinz Böhm als Kaiser Franz Joseph



Raoul Walsh: They Died With Their Boots On (1942)
mit Errol Flynn als General George Armstrong Custer
und Olivia de Havilland als Elizabeth Bacon Custer


Exkurs: Warum es manchmal keines historischen Vorbilds bedarf

Harald Reinl: Winnetou I - III (1963 - 1965)
mit Pierre Brice als Apatschen-Häuptling Winnetou
und Lex Barker als "Old Shatterhand" Scharlih

(Anhang: Warum die deutsche "Wiedervereinigung" auch im Kino
gescheitert ist: Gojko Mitic als Osceola, Tecumseh und Ulzana)


Edward Zwick: The Last Samurai [Der letzte Ritter] (2003)
mit Kensaku Watanabe als "Katsumoto" alias Saigō Takamori
und Tom Cruise als "Nathan Algren" alias Jules Brunet


Exkurs: Warum es manchmal überhaupt keines Vorbilds bedarf

Sergej Eisenstein: Bronjenósets [Panzerkreuzer] Potëmkin (1925)
mit vielen anonymen Massen (aber keinem Hauptdarsteller)


Helmut Käutner: Der Hauptmann von Köpenick (1956)
mit Heinz Rühmann als Flickschuster Heinrich Voigt


Pantelis Voulgaris: Elevtherios Venizelos (1980)
mit Minas Christídis als Elevthérios Venizélos


David Lean: Lawrence of Arabia (1962)
mit Peter O'Toole als T. E. Lawrence


Exkurs: Warum manche Filme nicht gedreht werden durften

Steven Spielberg: The Forty Days of Musa Dagh
mit Antonio Banderas als Gabriel Bagradian


Howard Hawks: Scarface - Shame of the Nation (1930/1932)
mit Paul Muni als Tony Camonte alias Al[fredo] Capone


Robert Rossen: All the King's Men (1949)
mit Broderick Crawford als Willie Stark
alias "Kingfish" Huey Pierce Long


Helmut Käutner: Des Teufels General (1955)
mit Curd Jürgens als General Harras alias Ernst Udet

Theodor Kotulla: Aus einem deutschen Leben (1977)
mit Götz George als Franz Lang alias Rudolf Höß


Richard Attenborough: Gandhi (1982)
mit "Ben Kingsley" als Mohandās K. Gāndhī


Helmut Dietl: Schtonk (1992) (noch einmal stark erweitert)
mit Uwe Ochsenknecht als Fritz Knobel alias Konrad Kujau
(und Götz George als Hermann Willié alias Gerd Heidemann)


[Filmrollen]

[Links] UND DIESE SEITEN EMPFIEHLT DIKIGOROS ZUR VERTIEFUNG:
ALLGEMEINES:
80 Jahre Ufa: Traumfabrik Babelsberg (von Rüdiger Ruhnau)
Der manipulierte Blick (von Hans-Jürgen August)
("Die Veränderung von Bildern war ein machtpolitischer Faktor in Diktaturen - heutzutage ist sie medialer Alltag")
Wir müssen Bilder erfinden, die weh tun (Interview von Peter Zander mit Volker Schlöndorf)
[Freimütiges Eingeständnis eines deutschen Regisseurs, wie leicht ihm die Überwindung der "Schamgrenzen" gefallen ist zur
politisch-korrekten Verfälschung der jüngsten deutschen Geschichte bis zur - von ihm selber empfundenen - Lächerlichkeit.]
Der Krieg und die Medien (von Peter Poprawa, mit von Dikigoros eingefügten Karikaturen von Oliphant und Marlette)
[Fazit: man braucht gar nicht mehr ins Kino zu gehen - ein Blick in die Fernseh-Nachrichten genügt schon!]
Medienwaffen: Kinder, Frauen und Soldaten. Propagandaführung im Krieg (von Peter Forster)
Die gute Propaganda (Auszug aus Edward Bernay's Klassiker "Propaganda" von 1928)
[read me] Indianer, Insekten, Japaner (von Ronald Düker) ("Von Alamo bis Pearl Harbor, von John Ford bis
CNN: Krieg und Film bildeten in der amerikanischen Kulturgeschichte von Anfang an eine Allianz")
[read me] Amerikas Kreuzzug gegen die Hunnen (von Hermann Joseph Hiery)
[aus dem hervorragenden Sammelband "Angst und Politik in der europäischen Geschichte", herausgegeben von F.
Bosbach/Uni Bayreuth. Dikigoros empfiehlt besonders die Ausführungen über den Film "America must conquer".]
A Critical Comparison Between Japanese and American Propaganda during World War II (von Anthony V. Navarro)
The Vilification of Enemy Leadership in World War II (von Herbert A. Friedman)
Demonizing the Enemy a Hallmark of War (von Michael S. James)
Alles Mögliche, nur keine Unschuld. Jenseits der Feindbilder (von Gerhard Midding)
Teaching the Article (von Todd Bennett)
("Culture, Power, and Mission to Moscow. Film and Soviet-American Relations during World War II")
Movies Are Never What They Seem (von Keith Swadkins)
[Zeigt, daß sich das Publikum ein falsches Bild nicht nur von Personen macht, sondern auch von Lokalitäten]
Of Black Centaurettes, Twin Towers, and Political Correctness: The Question of Censorship (von Alexandre Paquin)
Rezeption der Antike im Film (aus dem "Lateinforum" von Bernhard Efinger) mit vielen guten Links
SCIPIONE L'AFRICANO:
Hannibal (von Jona Lendering - Bestandteil der Seite Livius)
SPARTACUS REBELS:
Mvnera Gladiatoria (von Alain Canu - Bestandteil der Seite Noctes Gallicanae)
Die ultimative Seite zum Thema (deren Lektüre freilich Kenntnisse des Lateinischen und Französischen voraussetzt :-)
Morituri te salutant (von Cornelia Kempf)
("Alles über Gladiatoren und die Spiele im antiken Rom")
[exclusive] nur noch bei Dikigoros: Vom Menschenopfer zum Massenspektakel - Wesen und Entwicklung der Gladiatur (von O. Schipp)
[Pünktlich zu Beginn des 3. Golfkrieges - in der Nacht auf den 20. März 2003 - teilte Oliver Schipp mit, daß er sich von allem, was Dikigoros hier und anderswo gegen den islamischen Terror geschrieben hat, distanziere. Die Frage, ob er Angst vor Rache-Anschlägen der muslimischen Fundamentalisten habe, verneinte er und erklärte, daß er vielmehr deren Sympathisant sei. Kurz vor Saddam Husseins Niederlage nahm er seinen Aufsatz aus Protest vom Netz.]
So blutig mochten es nur die Römer in der Arena (von Berthold Seewald - Besprechung von Christian Mann, Die Gladiatoren)

CLEOPATRA:
The House of Ptolemy: Caesar, Cleopatra, and Marcus Antonius (von Adam D. Philippidis)
[umfangreiche Link-Sammlung - wer die studiert hat, braucht kaum noch weitere Leseempfehlungen]
Separating the Facts from the Fiction. What You Don't Know About Kleopatra (von Karen Essex)
Marcus Antonius, Pharao? (von Bart van Wassenhove alias "Q. Pomponius Atticus" - leider etwas kurz geraten)
CAESAR AND CLEOPATRA (von George Bernard Shaw - die erste Quelle des Films)
Antonius und Cleopatra (von William Shakespeare - die zweite Quelle des Films; dazu Informationen von "Andriz")
Kleopatra und Marcus Antonius waren doch nicht schön (nach Lindsay Allason-Jones)
("Das Bild von Kleopatra als schöne Verführerin... ist eine dieser ewig währenden Mythen, die verewigt wurden, weil Menschen wie Elizabeth Taylor Kleopatra spielten.")
QUO VADIS:
Les mauvais empereurs romains au cinéma (von Emmanuel Denis)
Der große Brand Roms und danach (von Hans Krause)
[Der althergebrachte Standpunkt, wie ihn heute (nur) noch die christliche Geschichtsschreibung vertritt.
Der Verfasser stützt sich weitgehend auf Hans Dieter Stövers "Christenverfolgung im Römischen Reich.
Ihre Hintergründe und Folgen", der wiederum fast kritiklos die antiken Klatschspaltenschreiber rezitiert]

[exclusive] Nur noch bei Dikigoros:
Quo Vadis Kaiser Nero? Rehabilitation des Nero Caesar und der Stoïschen Philosophie (von Lothar Baus)
(herausragende Arbeit, in der man nachlesen kann, was Dikigoros aus Zeit- und Platzgründen weggelassen hat)
Nero und der Brand von Rom. Antique Quellen und moderne Deutung (von Janina Lücke)
Nero. Christenverfolgung und andere Verleumdungen (von Heike Jackler)
[Hauptquelle der beiden letzteren Aufsätze ist das Werk von Massimo Fini: Nero, 2000 Jahre Verleumdung]
On the Fiddle. Budge Burgess finds a more myth-scattering account of the Roman emperor
[Besprechung des Buches "Nero: The Man Behind the Myth" von Richard Holland]
Nero rehabilitiert? (von Martin Schmid)
("Nero gilt heute bei vielen als Ungeheuer - aber gibt es gar keine Zweifel?")
Opfer der Legenden. Wie Nero zum Sündenbock der Geschichte wurde (von Richard Herzinger)
[Nur böse Zungen würden behaupten, daß Herzinger die Parallelen zur Geschichts-
schreibung über Hitler bewußt gezogen hat - ein Schelm, wer Böses dabei denkt!]
Martin Schouten: Marinus van der Lubbe (Rezension von Wolfgang Bortlik)
Der Reichstagsbrand - Ende einer Fälschung (von Karl-Heinz Janßen)
Schatten der Vergangenheit. Reaktionen auf ein Buch (von Alexander Bahar)
Unter den Staubmänteln der Geschichte (von Ulrike Baureithel)
Flammendes Fanal. Der Reichstagsbrand 1933 (von Klaus Wiegrefe)
Reichstagsbrand. Vom Fanal zum Skandal (von Melitta Wiedemann)
Der Reichstagsbrand in neuem Licht (von Jürgen Schmädeke, Alexander Bahar & Wilfried Kugel)
Der allergrößte Brand (von Andreas Platthaus/FAZ vom 11.12.2003)
[exclusive] Nur noch bei Dikigoros:
Objektivitätsstreben und Volkspädagogik in der NS-Forschung.
Das Beispiel der Reichstagsbrand-Kontroverse
(von Uwe Backes)
Peter Ustinov. Das Herz der Seichtheit (von "Hausmann")
Historical Precedents of the 9/11 events (von Jim Marrs - dem selbsternannten "Weltfriedensführer")
Ein Mann mit vielen Gesichtern (von Astrid Wirtz)
[Vom Sieg des Tourismus über den Faschismus. Peter Ustinov spielt Bush - und bellt für die Unicef.]
THE CRUSADES:
The Medieval World in Film (von Deborah Vess) [leider funktionieren viele Links nicht]
Die Kreuzzüge (hervorragende Linksammlung der Universität Tübingen)
Der 3. Kreuzzug (von Karine Brandt) [so prosaïsch war es in Wahrheit]
Richard Löwenherz und sein Nachruhm (von M. Prietzel)
[read me] Dialog mit Saladin. Lessings 'Nathan' und die Toleranz (von Hans-Peter Raddatz)
("In der unhistorischen Verzeichnung der Herrscher-Persönlichkeit Saladins wurde die Ringparabel
zur Prägeform moderner Realitätsverweigerung, die historische Fakten ausblendet oder umdeutet")
Antisemitismus im nationalsozialistischen Film (von Klaus Kreimeier)
Der Teufel persönlich. Über Hitler, schiefe Vergleiche und Marcel Reich-Ranicki (von Marcus Sander)
[Interview mit dem abgebrochenen Geschichtsstudenten, selbsternannten Hitler-Keksperten ("Hitler. Eine Karriere") und
FAZ-Karrieristen Joachim Fest. Fazit: Hitler war der Teufel persönlich, Saddam nicht; daher verbietet sich ein Vergleich.]

Der ewige Hitler (von Uwe Schmitt/DIE WELT)
[Über einen Aufruf des US-Magazins The Nation an die Politiker Amerikas, "der so idiotischen wie
lieb gewonnenen Sitte zu entsagen, ihre Gegner mit Hitler- und Holocaust-Analogien zu überziehen".]

Waiting for Saladin (von Irfan Husain)
BRAVEHEART:
Braveheart - Ein Held wie Häd? (von Marc W. Hadorn)
[die wohl beste und jedenfalls umfangreichste deutschsprachige Seite zum Thema - Wertarbeit made in Switzerland]
Braveheart (The Baronage Press and Pegasus Association) [historisch-kritische Seite mit weiterführenden Links]
Robert the Bruce. King of Scotland (aus der Genealogy Home Page von Lori & John Barnett)
Braveheart. In ewiger Erinnerung an William Wallace (aus unerfindlichen Gründen anonym)
[Die frühere URL dieser Seite ist von einem gewissen David R. Ross gekauft worden - der sie auf seine Seite "Walk for Wallace" umgeleitet hat - und die URL der früher an dieser Stelle empfohlenen Seite "Freedom-of-Scotland" von einem Reiseunternehmen. Dikigoros hat noch nicht heraus bekommen, wo die alte Seite geblieben ist.]
Sir William Wallace (von Roy Campbell)
[Ein Bestandteil der umfangreichen Seite Scottish History, auf der sich - an versteckter Stelle - auch der Marsch der Soldaten des Robert Bruce findet]
Cross of St George (auch nach dem Umzug von Tripod auf einen eigenen Server noch immer anonym)
[die "patriotische" englische Antwort auf die Wallace-Seiten der schottischen Nationalisten - auch mit Artikeln zu "Cromwell"]

[Inzwischen gibt es über 1.200 Internet-Seiten, die sich mit der Geschichte von William Wallace und ihrer Verfilmung durch Mel Gibson in "Braveheart" befassen; dies ist die erschreckend kleine Auswahl derjenigen, deren Lektüre lohnt. Allerdings sind besonders die ersten drei so hervorragend, daß mit ihnen eigentlich alles zu diesem Thema gesagt ist. Auch die Seite von Roy Campbell auf "Electricscotland" ist gut - aber leider ignoriert sie den Film Braveheart völlig.]
CONDOTTIERI:
Italy's City-States (University Calgary - u.a. mit einem Kapitel "The Medici in Florence")
CROMWELL:
Life in England under Oliver Cromwell (anonym)
Who was Oliver Cromwell? (von Ruth Mark)
The Curse Cromwell (von Martin Wallace) [aus: "A Little History of Ireland"]
DER MANN IN DER EISERNEN MASKE:
"The Man in the Iron Mask". A Tribute to Richard Chamberlain (von Francisca & Alie Heidema)

DAS FLÖTENKONZERT VON SANSSOUCI:
Der Französisch-Indianische Krieg [das ist der, den die Deutschen den "Siebenjährigen Krieg" nennen]
(von Siegfried Weny, dessen "Indianer-Web" sicher die beste deutschsprachige Indianer-Seite im Internet ist)
[read me] The Apotheosis of George Washington (von Laura Dove, Lisa Guernsey, Scott Atkins & Adriana Rissetto)
[herausragende Arbeit, die für Washington leistet, was Dikigoros' Bericht für Friedrich II zu leisten versucht]
The Culture of the Media. Propaganda and Modern Mass Communication (World Free Internet)
("The iconic images of men like George Washington and Abraham Lincoln are far removed from the reality")
Der Denkmalkult im 19. Jahrhundert. Kontinuität und Wandel (von Christian Wagner)
Führerkult mit Perücke. Preussenbilder im deutschen Film (von Heinz Kersten)
[Der Verfasser hat offenbar die drei vorigen Aufsätze nicht gelesen, sondern die heutzutage so beliebten "Dritte-Reich-Scheuklappen" aufgesetzt und dann munter drauf los geschrieben. Das ist typisch deutsch - ganz im Gegensatz zum "Führerkult mit Perücke", der jenseits des Atlantiks in weit höherem Maße gepflegt wurde und wird.]
Im Westen nichts Neues (von Jürgen Keiper)
Von Sanssouci zum Sportpalast (von Anke-Marie Lohmeier)
(Rezension zu: Helmut Korte, Der Spielfilm und das Ende der Weimarer Republik)
[exclusive] Nur noch bei Dikigoros: Historische Persönlichkeiten im Film des Dritten Reiches (von Ingo Bach)
(Friedrich der Große und Bismarck als Kronzeugen für Antiparlamentarismus und Kriegsbegeisterung)
[Der Tagesspiegel hat diesen Beitrag aus seinem eigenen und sogar aus dem Google-Archiv löschen lassen]
Die UFA-Page (von Rolf Krekeler)
THAT HAMILTON WOMAN:
Lord Nelson and Sea Power (von Leigh Kimmel)
Remaking History Hollywood Style (von Judith Crist: "Lost Horizons are lost while that Hamilton woman rides again")
[Um diesen Aufsatz zu lesen muß man sich bei Texas Monthly registrieren (es kostet aber nichts und tut nicht weh :-)]
Lord Nelsons größte Stunde (von Sten Nadolny)
Ein Hoch auf den alten Haudegen (von Peter Nonnenmacher)
("200 Jahre nach der Schlacht von Trafalgar feiern die Briten Admiral Nelson und träumen manchmal noch vom Glanz vergangener Tage")
[Die beiden letzten Aufsätze sind etwa gleichzeitig entstanden. Der erstere käut brav die längst überholten Klischees aus den Geschichts- und Mächenbüchern der britischen Propaganda wieder; der letztere versucht, ein wenig gegenzusteuern.]
DER REBELL:
"1000 Jahre Österreich"? (von Lothar Greil - DS 1995)
Der 11. September 2001 und der Tiroler Freiheitskampf von 1809 (von Felix Mitterer)
[Das ist nicht irgendein Spinner, sondern der, der das Drehbuch zu "Die Freiheit des Adlers" ausgesponnen hat]
Andreas Hofer - Kämpfe von 1809 am Bergisel (von A. Prock)
Der Held ist tot! Es lebe der Mensch! (von "Misanthrop", 27. August 2002)
("Essay zur tragischen Person des Andreas Hofer, dem Helden der Gegenaufklärung")
Unschuld vom Lande (von Stephan Grigat - Jungle World, 16. März 2005)
("Österreich verklärt sich zum ersten Opfer des Nationalsozialismus und feiert sich im Jubeljahr als Friedensmacht")
(und hier der vermeintlich gleiche Artikel auf einer Webseite jüdischer Lobbyisten)
Was ist aus uns geworden? - Ein Häufchen Sand am Meer... (von Fred Ritzel)
("Deutsche Nachkriegsgefühle an Beispielen aus der populären Musik")
VIVA L'ITALIA:
nur noch bei Dikigoros: La vera storia della Sicilia 'italiana' (von Antonio Pagano/Associazione Culturale Due Sicilie)
Garibaldi un eroe? Solo un colonizzatore! (vom "Movimento per l'autonomia")
150. Jahrestag - was hält Italien noch zusammen? (von Birgit Schönau)
Jenseits von Rom. Italien ist Mailand und Turin - der Rest zählt nicht (von Thomas Schmid)
Nichts zu feiern - Italien feiert seinen 150. Geburtstag (von Catrin Dingler)
THEY DIED WITH THEIR BOOTS ON:
Errol Flynn: Hollywood's Greatest Swashbuckler & Greatest Enigma (von D. Weiner)
(das Kapitel über "They Died With Their Boots On" enthält zahlreiche Abbildungen aus dem Film)
[Read me] BigCountry - Die wahre Geschichte des 'Wilden Westens' (von Heiner Neuhaus)
[die umfangreichste und wohl beste deutschsprachige Webseite zu diesem Thema]
The American Civil War 1861-1865 (von Linda Ervin)
Gettysburg (von Graham J. Morris - eines der vielen interessanten Kapitel auf seiner Webseite "Battlefield Anomalies")
George Armstrong Custer (Monroe County Library & Historical Museum)
General George A. Custer (von H. Pilory)
Garryowen, Limerick, Ireland (Geschichte, alter und neuer Text)
A Brief Biography of General Philip Henry Sheridan (von Bob Miller/Perry County Historical Society)
"THE ONLY GOOD INDIAN IS A DEAD INDIAN" (von Wolfgang Mieder)
HISTORY AND MEANING OF A PROVERBIAL STEREOTYPE
[der erste Artikel von DE PROVERBIO; "schwere Kost", aber sehr lesenswert]
The Last Stand of Crazy Horse (von Kenneth W. Hayden/Wild West Magazine)
Little Bighorn (von Diane Merkel)
Custer's Last Stand - Legend into History (von David Cornut)
SISSI:
Das Kaiserliche Wien (Jugendheim Gersbach)
(Eine - reich bebilderte - Exkursion in die habsburgische Donaumetropole)
Titania und die Esel. Kaiserin Elisabeth und ihre Männer (von Sigrid-Maria Grössing)
Königreich Ungarn - Siebenbürgen (Bestandteil der hervorragenden Seite Die Donaumonarchie von Ralph Anton)
Die Namensmagyarisierung in Kislöd/Kischlud im Jahre 1868 (von Emil Magvas)
Kollektiv-Madjarisierung (von Anton Tressel nach Paul Flach)
Der lange Weg zurück. Zeittafel zur Geschichte der Donauschwaben (von Lisa Flassak)
Das Erbe der Habsburger - Weniger Korruption und mehr Vertrauen in die Verwaltung (von Rainer Sommer)
("Noch heute erinnert man sich in Norditalien wehmütig an die Effizienz und Fairness der habsburgischen Verwaltung")
Romy Schneider (von Phoebe - mit vielen Bildern aus "Sissi")
WINNETOU:
Die Indianer von Nord- und Mittelamerika (von Simone Sturm)
Mythos Winnetou - eine Legende wird entschlüsselt. Von der Sehnsucht nach Supermännern, der Natur und edlen Wilden
(aus "Karl-May-Filmstars" von Thomas Müller) [inhaltlich ganz hervorragende Seite - leider noch immer mit erheblichen technischen Schwächen. Mit etwas Glück findet man dort u.a. eine umfangreiche Biografie des Winnetou-Regisseurs Harald Reinl - und mit einer guten Lupe kann man sie sogar entziffern. Bitte auch den Link zum Autor anklicken; er enthält neben einer kurzen Selbstvorstellung einige sehr lesens- und nachdenkenswerte Ausführungen zur Moral der Winnetou-Filme]
Das Klischee des edlen Wilden. Betrachtet am Beispiel der nordamerikanischen Indianer (von Torsten Bewernitz)
Ein Indianer, der keiner ist (von Monika Goetsch)
("Der Mythos vom edlen Wilden - warum die Deutschen den roten Mann so lieben")
Hatte Winnetou ein historisches Vorbild? (von Bernhard Hillenbrand)
("Die wahre Geschichte vom Apatschenhäuptling Cochise und seinem weißen Freund Tom Jeffords")
'Winnetou'. Ein Name und seine Quellen (von Werner Poppe)
Karl May als 'Lebenshilfe' - über einen Klassiker der Trivialliteratur (von Udo Leuschner)
Weiter Weg zu Winnetou (Rudolf Augstein über den nach Radebeul zurückgekehrten Schriftsteller Karl May)
Karl May paßt zum Nationalsozialismus wie die Faust aufs Auge (von Erich Heinemann)
Der Schmock der Woche: Michael Lüders, Experte für dies und das (von Henryk M. Broder, 15. April 2003)
("Daß er [M.L.] in den Ruf kommen konnte, ein 'Experte' für den Islam, für den Nahen und Mittleren Osten und für die arabische Mentalität zu sein, gehört zu den Langzeitschäden, die Karl May zu verantworten hat.")
Mit Karl May zum Generalplan Ost (von Sebastian Susteck/Netzeitung, 20. Mai 2003)
Amerika im Osten. Hitlers mörderische Osteuropa-Pläne (von Sebastian Susteck/Heise, 21. Mai 2003)

[So kann man ein- und dieselbe Rezension (zu Marcus Hahn), leicht umformuliert, binnen zwei Tagen gleich zweimal verkaufen. Man sollte es kaum für möglich halten, welch absurde Blüten die so genannte Literatur-"Wissenschaft" heutzutage treibt: Carl Mays Vorstellungen eines von braven, anständigen Deutschen besiedelten Amerikas als "Vorbild" für Hitlers "mörderische" Siedlungspläne in Osteuropa. Daß sowohl die USA als auch Osteuropa längst vor Carl May diese segensreiche Entwicklung genommen hatten und daß diese lediglich von den alliierten Verbrechern und Völkermördern - in den USA schon im Ersten Weltkrieg, in Osteuropa erst nach dem Zweiten Weltkrieg - umgekehrt wurde, konnte May noch nicht ahnen, Hitler noch nicht wissen, und Hahn und Susteck dürfen es nicht wissen, da sie Kinder unserer Zeit sind, deren politisch korrekte Gutmenschen diese Fakten mit einem umfassenden Tabu belegt und unsere Geschichts- und Mächenbücher entsprechend zensiert haben.]
Die letzte Grenze (von Ekkehard Koch/Karl-May-Stiftung - einer der wenigen, die sich über jenes Tabu hinweg setzen)
PANZERKREUZER POTËMKIN:
Bronenosez "Potemkin" (Linksammlung des Deutschen Filminstituts zu Zensurentscheidungen)
Die Gnade des obersten Filmkritikers - die sowjetische Führung und Sergej Eisenstein (von Larisa Rogovaja)
Eisenstein: Tanz der Montage (von Stefan Gmünder)
Historical Narrative in the Battleship Potemkin (von Gregg Severson)
Über Dokumentarfilme und ihre Verwertbarkeiten (von Edgar Roski/Le Monde diplomatique)
DER HAUPTMANN VON KÖPENICK:
Carl Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick (von Michael Hamann)
Carl Zuckmayer im Internet Heinz Rühmann im Internet (beide von Helmut Zenz)
[umfangreiche "wissenschaftliche" Fleißarbeiten, jeweils mit Bildteil, Biografie, Werkverzeichnis, Bibliografie und Internet-Links, leider mit der bei solchen Arbeiten heutzutage übl(ich)en Selbstzensur. So fehlt z.B. - wie in allen Dikigoros bekannten Veröffentlichungen über Rühmann - das den Polit- und Wirtschaftsbonzen gleichermaßen peinliche Theaterstück "Mit den besten Empfehlungen" von Hans Schubert, obwohl die Rolle des braven Buchhalters Josef Plötzl zu Rühmanns stärksten schauspielerischen Leistungen überhaupt zählt.]
Wilhelm Voigt, der 'Hauptmann von Köpenick' (von Klaus Weissbrodt)
VENIZELOS:
Venizelos and the last phase of unification (anonym)
War of Independence (von Burak Sansal) [die selben Ereignisse aus türkischer Sicht]
Die 'Kleinasiatische Katastrophe'. Ein unbewältigtes Trauma der neueren griechischen Geschichte (von Ekkehard Kraft)
When 'Greek' meets 'Greek' (anonym)
[böse Seite hellenistischer Fundamentalisten aus Australien (!) über das Schicksal der "griechischen" und "türkischen" Flüchtlinge nach der von Venizelos verschuldeten "Megali Katastrofi" in Kleinasien.]
Griechen und Türken weinten gemeinsam (von Johannes L. Kuppe)
[Besprechung des historischen Romans "Die Ameiseninsel" von Yasar Kemal zum selben Thema]
Not Even My Name (Besprechung des gleichnamigen Buches von Thea Halo)
("ein Bericht aus erster Hand über den türkischen Völkermord an 3 Millionen Christen")
Chronology Of The Greek Tyranny 1919-1922 (die - anonyme - Gegenrede der türkischen Seite)
Die Verwirklichten Ziele Der Megalo Ydea (vom selben anonymen Verfasser. Sein Deutsch ist greulich, einige Inhalte seines Aufsatzes auch; aber vielleicht lernt er ja irgendwann dazu und nimmt ein paar Korrekturen vor.)
LAWRENCE:
Lawrence von Arabien (von Alfred Ohswald)
(Filmkritik mit Links zu Lawrence's Autobiografie "The Seven Pillars of Wisdom [Die Sieben Säulen der Weisheit]",
Wilson's Biografie "Lawrence of Arabia", Neulens "Feldgrau in Jerusalem" und Feigls Biografie "Musil von Arabien")
Filming T. E. Lawrence: Korda's Lost Epics (von Nicholas J. Cull)
Sur les traces de Lawrence d'Arabie (von Jean-Christophe Loubet del Bayle)
Eines Weißen Mannes Bürde (von Willi Winkler, mit einer boshaften Anmerkung von Dikigoros)
Aufstand in der Wüste - Lawrence von Arabien neu gelesen (von Peter Bexte)
Lawrence of Arabia & the Light Horse (von Mal Booth/Australian War Memorial)
MUSA DAGH:
La strage degli Armeni (Associazione Bersaglieri di Torino)
Tall Armenian Tale. The Other Side of the Falsified Genocide (von "Holdwater")
Zum Vorwurf des Genozids an den Armeniern (Stellungnahme der türkischen Internet-Community, 2005)
SCARFACE:
Crime and Gangster Films (von Tim Dirks)
American Mafia (von Rick Porrello)
Al Capone (von David Amoruso) [Bestandteil der Seite "The US-Italian Mafia/The Chicago Outfit"]
Al Capone (Chicago Historical Society) Al Capone (von Marilyn Bardsley) [zwei ambitionierte biografische Seiten mit
jeweils mehreren Fortsetzungen zum "Durchklicken", die einander jedoch in einigen Punkten erheblich widersprechen]
(Weitere Links zu z.T. recht beachtlichen Seiten über Capones Zeitgenossen Dean O'Banion, Bugs Moran, Johnny Torrio,
Hymie Weiss, Frankie Yale usw. finden sich im Text; sie hier alle zu nennen würde vom Hölzchen aufs Stöckchen führen.)
ALL THE KING'S MEN:
Back by Populist Demand - Huey Long (von T. Harry Williams)
DES TEUFELS GENERAL:
Drei Szenen aus dem Spielfilm "Des Teufels General" (ausgewählt von Wolfgang Näser)
[für alle, die keine Zeit oder Lust haben, sich den ganzen Film anzusehen oder das ganze Drehbuch zu lesen]
Des Teufels General (von "Vanitas Berrymore" - wer immer sich dahinter verbirgt :-)
[umfang- und kenntnisreicher Vergleich zwischen Buchfassung, Theaterstück und Film, vor dessen Lektüre Dikigoros nicht wußte, daß Zuckmayer 1963 zu der Auffassung gelangte, daß seine Original-Fassung "Nazi-Deutschland" nicht genügend verteufelte, weshalb er eine Neufassung in Anlehnung an Käutners Film schrieb.]
Fliegermiliz! Die verpaßte Chance in der deutschen Luftmacht der 30er Jahre
[Anonyme Seite etwas zwielichtiger Scharnhorst-Fans, welche jedoch die Versäumnisse der deutschen
Luftrüstung vor dem und im Zweiten Weltkrieg sowie das Versagen Udets sachlich korrekt wiedergibt]
Die kleinen Luftstreitkräfte der Achsenmächte Nahkampfflieger Die verlorene Luftmacht (wie vor)
AUS EINEM DEUTSCHEN LEBEN:
Aus einem deutschen Leben. Zum Tod des Filmregisseurs Theodor Kotulla (von Peter W. Jansen/NZZ)
Der NS-Völkermord (vom Deutschen Historischen Museum - dem inoffiziellen Sprachrohr der Bundesregierung)
Rudolf Höß. Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz (von Armin Besant/Shoa.de)
Rudolf Hoess, Commandant of Auschwitz: Testimony at Nuremburg, 1946 (veröffentlicht von Paul Halsall)
[Höß' "Zeugenaussage" bei den Nürnberger Prozessen. Er versichert darin, alle Angaben "freiwillig und ohne Zwang" gemacht zu haben und den englischen Text, den er unterzeichnete, zu verstehen. Tatsächlich handelte es sich nicht um eine Aussage ("testimony"), sondern um eine eidesstattliche Versicherung ("affidavit"), über die Höß später, in polnischer Untersuchungshaft, schrieb: "Was in dem Protokoll drin steht, weiß ich nicht, obwohl ich es unterschrieben habe. Doch Alkohol und Peitsche waren auch für mich zuviel." Die Polen beließen es dann nicht bei Alkohol und Peitsche...]
How the British Obtained the Confessions of Rudolf Hoess (von Robert Faurisson/Radio Islam)
[Traurig, daß man für ein solches Thema ausgerechnet auf eine Islamisten-Seite zurück greifen muß]
Das Bayerische in Himmler - Friedensnobelpreis für Felix Kersten? (ein SPIEGEL-Artikel aus dem Jahre 1953)
Abstand vom Anstand (von Stefan Haacke/junge welt)
[über Gerhard Schröder, Heinrich Himmler und dessen "Posener Rede" vom 4. Oktober 1943]
Les grands noms de l'histoire (von Yannick Rub)
[Für alle, die an Dikigoros' These aus dem Nachtrag zweifeln: Da stellt ein Schweizer Student der Geschichte Heinrich IV von Frankreich ganz offen in eine Reihe mit Himmler, Hitler und noch ein paar anderen "Größen". Ursprünglich - bis zum Jahre 2002 - befand sich diese Seite sogar auf einem Server der Universität Neuchâtel; kurz nachdem Dikigoros das hier staunend zur Kenntnis gegeben hatte, mußte sie "umziehen".]
Von Auschwitz wollen wir nichts hören (von Martin Blumentritt, 14.02.2000)
[nur damit die geneigten Leser einmal sehen, mit welch ungenierter Begeisterung Deutschlands Feinde bis heute ihrer eigenen Kriegsverbrechen gedenken - bitte auch den Link zu Blumentritts Glaubensbruder Elsässer anklicken]
"Tagesstand der Geschichtsschreibung" (von Sven Felix Kellerhoff, 24.09.2003)
("Wie frei darf der Spielfilm mit der Realität des Holocaust umgehen? Zum Streit um Margarete von Trottas 'Rosenstraße'")
[Die Frage ist berechtigt, aber in diesem Zusammenhang falsch gestellt. M.v.T. wird nicht etwa angefeindet, weil sie an der "Realität des Holocaust" vorbei gedreht hätte, sondern weil sie aufzeigt, daß entgegen der herrschenden Meinung mit entsprechender Zivilcourage doch etwas dagegen getan - und erreicht - werden konnte! Das ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich hinter dem Satz verstecken: "Mein Widerstand hätte ja doch nichts bewirkt; am Ende wäre ich nur selber im KZ gelandet." Der unterschwellige Vorwurf an M.v.T. lautet, daß sie sich nicht an die stillschweigende Übereinkunft der Gutmenschen hält, solche Facetten des Gesamtbildes, die in den offiziellen Geschichtsbüchern unterdrückt werden, auch im Film zu unterdrücken.]
Die Tatsachen über die Ursprünge der deutschen Konzentrationslager und ihre Verwaltung (von Stephen A Raper)
[Bitte nicht alles, was da geschrieben steht, unkritisch glauben, liebe Leser - es mögen Tatsachen sein, die auch mal der Erwähnung bedürfen; aber es sind nicht "Die" Tatsachen, denn es gab auch andere, die der Artikel wohlweislich verschweigt. Doch aus diesem Geist der Verharmlosung sind Filme wie "Aus einem deutschen Leben" entstanden.]
GANDHI:
Writings Online (Mahatma Gandhi Research and Media Service)
(Linksammlung zu Schriften von und über Gāndhī)
nur noch bei Dikigoros - und SEHR lesenswert: The Gandhi nobody knows (von Richard Grenier)
India Inc rediscovers Mahatma Gandhi (von Priya Ganapati)
[mit Vorsicht zu genießen, aber wichtig für das Verständnis der Legendenbildung um Gāndhījī]
Der Mythos Gandhi. Die Entzauberung eines Idols (anonymer Beitrag auf "Sozialismus.net")
[Es geht Dikigoros hier allein um die Fakten - über deren Bewertung man trefflich streiten kann.]
The Truth About India's Independence Gandhi Was a Misfit in India (beide von François Gautier)
SCHTONK:
Selling Hitler (von H. Keith Thompson/Institute for Historical Review)
[wohlwollende Rezension des gleichnamigen Buches von Robert Harris]
Der Hintergrund ("Im Heft 18/1983 begann der STERN mit der Veröffentlichung der Tagebücher Adolf Hitlers.")
"Die Menschen werden leider nicht schlau" (von U. Pieper/Junge Welt)
Ein Gespräch mit Ex-Stern-Reporter Gerd Heidemann im August 1998
[exclusive] nur noch bei Dikigoros: Ihr Kampf (von Gitta Sereny am 20. April 2002)
nur noch bei Dikigoros: Paranoïde Komplottjäger. Wer fälschte die Hitler-Tagebücher? (von Karsten Wilke am 26. April 2002)
[die - leider etwas ins Lächerliche gezogene - Reaktion auf Sereny]
Alte Nazis steckten hinter Hitler-Tagebüchern (von Gitta Sereny am 07. Mai 2002) - die Reaktion auf Wilke?
Das Tagebuch der Anne Frank (Kirche zum Mitreden, 01.07.2002)
Der Mann mit den Kladden (von Kai Renner/Süddeutsche Zeitung vom 13.03.2003)
("Vor 20 Jahren besorgte Gerd Heidemann dem Stern gefälschte Hitler-Tagebücher")
Seifenblase "Hitler-Tagebücher" (Stuttgarter Zeitung vom 19.04.2003)
("Vor 20 Jahren: Gefälschte Kladden stürzen den 'Stern' in die Krise")
Das schwarze Schaf im Wolfspelz (von Gisela Sonnenburg/taz vom 07.06.2003)
("Vor 20 Jahren ereignete sich mit den angeblichen Hitler-Tagebüchern der größte Betriebsunfall der deutschen Presse.
Die zentrale Figur des Skandals, der damalige Stern-Reporter Heidemann, sieht jetzt die Zeit der Abrechnung gekommen")
[exclusive] Nur noch bei Dikigoros: Teure Blähungen und ein Skandal - Konrad Kujau schrieb 'Hitlers Tagebücher' (von Thomas Aretz & Bernward Klein)
[Der Beitrag ist ein ausgezeichneter Beleg dafür, wie ein Film-Märchen binnen 20 Jahren an die Stelle der Geschichte treten kann: Zwei junge Dösel vom Bonner General-Anzeiger, die damals die Stern-Affaire gar nicht mitbekommen, aber immerhin später im Kino "Schtonk" gesehen haben, stellen es in der "Jahrhundert-Chronik" ihrer Zeitung so dar, als sei das ganze eine Art Dokumentar-Film gewesen: von der unhaltbaren These des Alleintäters Konrad Kujau über den nicht-existenten Inhalt ("Blähungen") bis zum falschen "F", das gar keines war, lassen sie kein Film-Klischee aus. So wird Geschichte gemacht!]
[exclusive] Nur noch bei Dikigoros: "Er war einer wie wir und einer von uns..." (von Klaus Harpprecht)
(nach 20 Jahren hat die F.A.Z. diesen Aufsatz aus dem Jahre 1983 noch einmal abgedruckt - und schnell wieder vom Netz genommen)

Das Medienmonopol (von M. A. Verick)


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