DIE  EDLEN  WILDEN
UND DER FLUCH DES GOLDES

PIERRE BRICE als "Gentleman Winnetou"
(und LEX BARKER als "Old Shatterhand")
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Harald Reinl: WINNETOU I - III (1963-65)

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"Ich kann nur klagen - aber nichts ändern"
"Mehr als das Recht bedeutet der Friede"

"Na, wenn Ihr das gelesen habt, muß es wohl wahr sein, denn
alles was man über den Westen liest ist unumstößlich wahr"


EIN KAPITEL AUS DIKIGOROS' WEBSEITE
DIE [UN]SCHÖNE WELT DER ILLUSIONEN

(von Filmen, Schauspielern und ihren [Vor-]Bildern)
)

Das erste Buch, das Dikigoros, kaum daß er lesen gelernt hatte, von seiner Patentante zum Geburtstag geschenkt bekam, war der "Winnetou". Das lag nicht etwa daran, daß seine Tante aus Radebeul bei Dresden stammte, dem letzten Wohnort des Autors, sondern es war damals auch außerhalb Sachsens noch allgemein üblich, junge Knaben jenes Buch lesen zu lassen, und das ist eigentlich verwunderlich, denn er ist nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, zur Zeit der alliierten Besatzung und der re-education, als viele "belastete" Bücher verboten und ihre Autoren verfemt waren, darunter manche, denen man objektiv weit weniger vorwerfen konnte als diesem: Es handelte sich immerhin um das Lieblingsbuch und den Lieblingsautor des bösen Naziführers Adolf Hitler! Und auch sein Inhalt war mehr als befremdlich: Er war nicht einfach nur amerika-feindlich und deutsch-freundlich im allgemeinen, sondern im besonderen dazu geeignet, die Verbrechen, die man den Deutschen gerade mühsam einzutrichtern begonnen hatte, zu relativieren durch die ungleich größeren Verbrechen der Amerikaner an den Indianern. Noch im Jahre 1977 sollte der große Cyniker unter den Populär-Historikern des 20. Jahrhunderts, Joachim Fernau, in Hallejula, seiner General-Abrechnung mit der Geschichte der USA, in deutlicher Anspielung auf den "Winnetou" über die "Ausrottung" der Indianer schreiben: "Ich kann mir zur Not Pizarro und Cortez erklären, aber nicht jene Menschen, die ohne Grund, ohne Haß, ja nicht einmal mit dem Hauch eines Wahns ein Volk von der Erde vertilgten... Ich weiß, was in Hellas an Furchterregendem geschah, in Rom, im Mittelalter, in der Inquisition, in der Französischen Revolution, in den Lagern der Engländer, der Russen, der Deutschen, in China, in Spanien, in Abessinien... Aber endgültig unheimlich wird [mir] der Mensch erst dann, wenn er die Taten ohne Wahn, ohne Rausch, ohne Fahne, ohne Glauben, sogar ohne Haß begeht. Nicht einmal Haß haben sie gefühlt, gar nichts..." Das war starker Tobac, denn eigentlich war das "Relativieren des Holocaust" damals in der BRD bereits strafbar; und der - vorsorglich schon nach Italien emigrierte - alte Preuße räumte offen ein, daß es ihn einige Überwindung wohl begründeter Angst gekostet hatte, jene Sätze zu schreiben; aber sein Mut wurde belohnt: Halleluja wurde zum Bestseller (auch wenn er nicht an die Verkaufszahlen des Winnetou heran reichen sollte; aber der war ja gewissermaßen konkurrenzlos :-). Dabei irrte Fernau in der Sache: Hätten die Amerikaner wirklich ohne Haß gehandelt, dann hätte die US-Regierung irgend etwas erfinden müssen, um das Töten zu "rechtfertigen", etwas wie "Remember the Alamo", "Remember the Maine", "Remember the Lusitania", "Remember Pearl Harbor" oder "Remember the Holocaust" - denn die Amerikaner haßten weder die Mexikaner noch die Spanier noch die Deutschen noch die Japaner -; aber im Falle der Indianerkriege hatten sie das nicht nötig, denn die Amerikaner haßten die Indianer auch so von ganzem Herzen. (Ein Haß, der durchaus auf Gegenseitigkeit beruhte und auf den wir noch einmal zurück kommen werden; aber es ist müßig, wenn die Moralapostel fragen, wer mit dem Hassen angefangen hat.) Wie dem auch sei, sowohl Halleluja als auch Winnetou sind bis heute von ernsthaften Eingriffen der staatlichen Zensur verschont geblieben, die den Vorwurf des Völkermords an den Indianern hätten vertuschen oder auch nur abmildern können.

Nicht verschont blieben Mays Werke freilich von privaten Eingriffen des Bamberger "Karl-May-Verlags", die seine Texte ganz erheblich verändert haben sollen - wie vor allem die Konkurrenz vom Kröner-Verlag nie müde wird, zu betonen. Diese Änderungen betreffen allerdings - anders als die späteren Verfilmungen - nicht so sehr den Inhalt als die Sprache und die Rechtschreibung; da sind sie indes massiv und fangen bereits beim Namen des Autors und den Titeln seiner Werke an. Der den meisten Lesern als "Karl May" bekannte Schriftsteller hieß nämlich richtig "Carl May", und der Titel seines bekanntesten Buches vollständig: "Winnetou der Rote Gentleman". Zwar trat acht Jahre nach dessen Erscheinen eine Rechtschreibreform-Konferenz zusammen, die beschloß, künftig "k" statt "c" zu schreiben, "t" statt "th" und noch ein paar Änderungen; aber erstens galt das nicht für Eigennamen (May dürfte einer der ersten gewesen sein, der seinen Namen umschrieb - was zugleich die Vorwürfe gegenüber seinem Verleger relativiert), und zweitens hielt sich zunächst eh kaum jemand dran. Erst im Ersten Weltkrieg ging man dazu über, die vermeintlich "welschen" Schreibweisen durch vermeintlich "deutsche" zu ersetzen. So wurde aus dem "C" in Carl, Camenz, Carin, Cassel, Catharina, Claudia, Claus, Clemens, Coblenz, Cöln, Cölln, Cöpenick (die beide 1920 in Groß-Berlin aufgingen), Conrad, Copernicus, Cornelia, Cottbus, Cracau, Cuno, Francfurt, Monica usw. ein "K", Lessing ein "Kamenzer", Goethe ein "Frankfurter" und der Schuster Vogt zum "Hauptmann von Köpenick" (aber das ist eine andere Geschichte). Socialdemocraten und andere Circusclowns bekamen dagegen ein "Z" verpaßt - jedenfalls an erster Stelle. Warum aus dem Clown kein "Klaun" wurde, weiß Dikigoros nicht; vielleicht weil man ihn dann mit dem Dieb associirt, pardon assoziiert (mit - deutschem? - "ie"!) hätte? Wie dem auch sei, nur einige wenige Glückliche, die sowohl mit einem "K" als auch mit einem "Z" verwechslungsfähig geworden wären, wie das Städtchen Celle, durften ihr "C" behalten. (Und aus unerfindlichen Gründen auch die Commerzbank, während die Sparcasse sich in "Sparkasse" umbenennen und der Commerzienrat seine Visitencarten ebenso ändern lassen mußte wie all die Directoren, Doctoren, Docenten und sonstige Academiker, egal ob sie dort als Capitalisten einen Credit oder als Kapitalisten ein Darlehen aufnehmen wollten. Kottbus bekam sein "C" nach dem Zweiten Weltkrieg zurück, warum und wann genau weiß Dikigoros nicht.) Dem Normal-Consumenten, pardon -Verbraucher fiel das freilich gar nicht weiter auf, der hatte ganz andere Sorgen: Die von den Briten aufgezogene völkerrechtswidrige Handelsblockade gegen Deutschland nannte man ohnehin nicht mehr - wie noch gut hundert Jahre zuvor, zur Zeit Napoleons - "Continentalsperre", also auch nicht "Kontinentalsperre", und im Ergebnis war es egal, pardon gleichgültig, ob man im Colonialwarenladen keine Citronen bekam oder im Kolonialwarenladen keine Südfrüchte, ob der Confisier weder Cakes noch Confiture führte, von deren Calorien man hätte corpulent werden können oder der Zuckerbäcker weder Kekse noch Marmelade, von deren Kalorien man hätte dick werden können, dto ob es im Café weder Cacao noch Mocca oder im Kaffee weder Kakao noch Mokka gab, und ob im Local weder Liqueur noch Cognac credenzt oder im Lokal weder Likör noch Weinbrand kredenzt wurden. (Hauptsache, die Nicotinisten, pardon Nikotinisten, bekamen im Club, pardon im Klub, weiterhin ihre Cigarren und Cigaretten, pardon Zigarren und Zigaretten, und die bekamen sie, denn das Deutsche und das Osmanische Reich waren ja Verbündete, und der türkische Tabac, pardon Tabak, galt sogar bis 1945 als dem amerikanischen aus Virginia überlegen.)

Und mit den Namen für Menschen, Orte und Victualien, pardon Lebensmittel war es ja nicht getan: Überzählige Klaviere und Kommoden wurden ebenso zu Brennholz verarbeitet wie Claviere und Commoden, und Kasserollen ebenso eingeschmolzen wie Casserolen - in Frankreich wurden sie gleich zu Stahlhelmen umfunctionirt, pardon umfunktioniert -, denn Metall für die Kriegsindustrie war knapp, und es wurde auch nicht weniger knapp, wenn man Cupfer und Zinc künftig "Kupfer" und "Zink" schrieb (und das Product, pardon Produkt ihrer Coalition, pardon Legierung, "Bronze" statt Bronce ) - wobei man nicht ganz consequent, pardon konsequent war, denn die Insel, nach der das erstere Metall benannt war, mutierte von "Cypern" nicht zu "Kypern", sondern zu "Zypern", obwohl alle Völker, die jemals dort gelebt haben, den Anfangsbuchstaben als "K" aussprachen und bis heute aussprechen, nicht als "Ts". Kanonen, die über den Kanal von Kalais bis zu den englischen Kanaillen schossen, konnte man daraus ohnehin ebenso wenig herstellen wie Canonen, die über den Canal von Calais bis zu den englischen Canaillen geschossen hätten. In den Lazaretten fehlte es allenthalten an Carbol, pardon Karbol, nur die Occasionen für macabre Condolenz-Visiten, pardon Anlässe für makabre Beileids-Besuche wurden immer häufiger. Der Officier wurde zum Offizier (allen voran der Lieutenant, der zum Leutnant wurde, und der Capitain, der bei der Marine zum Kapitän wurde und beim Heer entweder zum Rittmeister oder zum Hauptmann), das Casino zum Kasino, die Cantine zur Kantine, das Armee-Corps, pardon -Korps zur Heeresgruppe, das Bataillon zum Sturmbann, die Compagnie zur Kompanie, und die Kürassiere und die anderen Kameraden von der Kavallerie hatten im Zeitalter der gepanzerten Tanks bald ebenso ausgedient wie die Cuirassiers und die anderen Camaraden von der Cavallerie. Der Kavalier stand nicht höher im Kurs als einst der Cavalier en Cours bei den zunehmend emancipirten, pardon emanzipierten Damen (nein, die wollten französisch bleiben, nicht zu "Frauen" herab gestuft werden - obwohl das alte deutsche Wort "vrouwe" doch gar nicht abwertend gemeint war, sondern im Gegenteil ursprünglich nur die "Dame von Stand" bezeichnet hatte!), die sich beim Coiffeur, pardon Frisör die Haare bald zum Bubikopf schneiden lassen sollten - was übrigens nicht als schick, sondern noch immer als "chic" galt, vielleicht weil "Schickse" im Jiddischen soviel bedeutete wie Cocotte, pardon Kokotte? A propos: Manche Wörter änderten mit der Schreibweise auch ihre Bedeutung. Im Krieg - und in den Jahren danach - machten viele Betriebe Pleite, und so wurde aus dem französischen Wort für Wettbewerb, "Concours" (dessen ursprüngliche Bedeutung sich noch in dem deutschen Wort "Konkurrenz" erhalten hat, die ja bekanntlich nicht nur das Geschäft beleben, sondern auch in einen ruinösen Preiskampf ausarten kann), das, was auf Italienisch "bancarotta" heißt - natürlich ebenfalls mit "k" statt "c" geschrieben, also "Bankrott" -, und dessen ursprüngliche Bedeutung verengte sich im Deutschen zum "betrügerischen Konkurs" - korrupt und kriminell ist halt auch nicht besser als corrupt und criminell. Ist das alles nun eine Bereicherung und/oder Reinigung der deutschen Sprache gewesen, oder hat es nicht bloß Confusion, pardon Verwirrung gestiftet? Oder war das einfach nur eine schlechte Comédie, pardon Komödie in unzähligen Acten und Scenen, pardon Akten und Szenen? Darüber kann man durchaus contrairer, pardon konträrer Ansicht sein und trefflich streiten. Dikigoros läßt auch noch mit sich discutiren, pardon diskutieren, ob es richtig war, aus der Ziehharmonica eine Ziehharmonika zu machen; aber warum nun aus dem Accordeon ein "Akkordeon" und aus den Maccaroni "Makkaroni" werden mußten, das begreift er nicht - dann doch lieber gleich Nudeln!

Zurück zu Winnetou - und ähnlichen Romanen Carl Mays (er hatte Stücker 73 geschrieben, von denen immerhin 43 dankenswerter Weise vom "Projekt Gutenberg" ins Netz gestellt worden sind). Indem man Jungen diese zur Lecture, pardon Lektüre gab, schlug man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Zum einen war es "heroïscher" Stoff, zum anderen regte er die Fantaisie, pardon Fantasie und die Abenteuerlust der Knaben an. (Daß hier ja niemand "Aventiure" sagt statt "Abenteuer"; das, was gemeint ist, hat zwar weder etwas mit Abend zu tun noch mit teuer; aber man könnte ersteres ja für französisch halten - dabei kommt es schon im Nibelungenlied vor, aber das ist eine andere Geschichte -, also bleibt getrost bei Eurer Verballhornung!) Und schließlich war May das, was man heutzutage einen "Gutmenschen" (nein, keinen Bonhomme :-) nennen würde: Er machte sich für die Schwachen stark, für die armen, edlen Indianer, die fast ausgerottet worden waren von den bösen, d.h. weißen Amerikanern. (Die man in Deutschland schon etwas früher so schrieb - der letzte, der sie "Americaner" schrieb, war der alte Preuße Wilhelm v. Humboldt; doch richtig ausgesprochen wurden und werden sie ohnehin nur von den Sachsen - sicher auch von Carl May, der ja einer war -, nämlich "Amerigoner", denn sie wurden weder nach einer America noch nach einer Amerika benannt, sondern nach einem Amerigo Vespucci! [Wobei böse Zungen behaupten, das sei auch bloß ein Druckfehler, denn richtig habe der Mann "Alberigo" geheißen - den Namen "Amerigo" habe es nie gegeben. Aber dann paßt das hier umso besser, denn für den Namen "Winnetou" gilt ja das gleiche.] Und auch über die Aussprache "Indioner wollt Ihr, liebe Nicht-Sachsen, Euch bitte nicht moquieren, pardon mokieren, denn die Leute heißen auf Spanisch - woher das Wort ja kommt - nicht "Indias", sondern "Indios" :-) Damit konnte man gleich zweierlei beweisen: daß die Deutschen (May war nicht nur ein typischer Gutmensch, sondern auch ein guter Deutscher, kein vaterlandsloser Gesell' - damit hob er sich wohltuend von vielen anderen modernen Schriftstellern ab) keine Racisten, pardon Rassisten waren, ganz im Gegensatz zu den Amerikanern, die ja noch immer ihre Neger discriminirten, pardon diskriminierten (bei May kamen fast immer auch ein paar gute Neger vor, wenngleich nur in Nebenrollen) - mit welchem Recht stellten ausgerechnet die die Deutschen wegen ihrer Juden an den Pranger? [Diese Frage stellte wohlgemerkt nicht erst Fernau; und Dikigoros will hier auch nichts Schlechtes über Carl May sagen; seine Bücher sind unterhaltsamer, gut geschriebener Lesestoff für die Jugend - mehr aber auch nicht; insbesondere entspringen sie überwiegend nicht der historischen Wahrheit, sondern lediglich der reichen Fantasie des Autors.]

[als 'jugendgefährdend' verboten] [erlaubt]

Exkurs. Junge Mädchen jener Generation, wie Frau Dikigoros, bekamen statt dessen das œuvre, pardon, die Werke von Else Ury zu lesen, vor allem die "Nesthäkchen"-Reihe, deren Original-Ausgaben heute in der Bananen-Republik Deutschland als "jugendgefährdendes", da "prä-faschistoïdes" Gedankengut indicirt, pardon indiziert sind und auf dem grauen Markt Spitzenpreise erzielen; die meisten Bände hat man inzwischen umgeschrieben, den politisch-correcten, pardon korrekten Gutmenschen zum Gefallen; allein "Nesthäkchen und der Weltkrieg" gibt es nicht mal mehr in einer censirten, pardon zensierten Ausgabe ad usum Dummviehi, pardon Delphini, nicht wegen des lesbisch angehauchten Titelbildes - da schwirren doch, wie Ihr oben rechts sehen könnt, inzwischen ganz andere Sachen unbehelligt durchs world wide web, außerdem gilt es heuer ja fast schon als Empfehlung, schwul oder lesbisch zu sein -, sondern weil der Text als durch und durch nazistisch verseucht gilt. (Zur Zeit gibt es wieder einen Versuch, ihn der Öffentlichkeit im Internet zugänglich zu machen; aber der Verfassungsschutz der BRD wird sicher alles daran setzen, auch diese Bemühungen - wie schon so viele andere zuvor - zu unterbinden.) Statt dessen wurde von einer gewissen Marianne Brentzel ein Buch mit dem Titel "Nesthäkchen kommt ins KZ" zusammen geschmiert - die deutsch-national gesinnte Jüdin Else Ury starb bei einem alliierten Terror-Bombardement auf das Concentration Camp, pardon Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, in das die Nazis sie verschleppt hatten. Manche Leute haben halt das Pech, daß sie es niemandem recht machen können - nicht einmal der Nachwelt: 1979 besaß die UNESCO die Geschmacklosigkeit, das KZ zum "Weltkulturerbe" zu ernennen (was manche unter "Kultur" verstehen...), und 1995 "erarbeiteten" einige Schulkinder des Berliner Robert-Blum-Gymnasiums unter Anleitung einer politisch-korrekten Lehrerin - nach eigenem Bekunden angeregt durch den Kinofilm "Schindlers Liste" - die neue Erkenntnis, daß Else Ury noch am Tage ihrer Einlieferung vergast wurde - was bis dahin völlig übersehen worden war - und daß es die vier großangelegten Bombenangriffe der Alliierten auf Auschwitz-Birkenau nie gegeben hat - die wurden ins Archiv des iphpbb-Forums "Unerwünscht und vergessen" verbannt. Die wertvollen neuen Forschungs-Ergebnisse der Berliner Schulkinder wurden dagegen von einem/einer (?) gewissen Winnetou, pardon Winniwuk als der Weisheit letzter Schluß in diversen Internet-Lexika verbreitet, mit einem kräftigen Seitenhieb auf Dikigoros' "ganz üble" Winnetou-Seite, die "schon seit längerer Zeit ein Ärgernis im Internet" sei. A propos: In Nordeuropa bekamen junge Mädchen früher Astrid Lindgrens "Pippi Långstrump" zu lesen (die auch in Deutschland unter dem Namen "Pippi Langstrumpf" bekannt wurde), deren Original-Ausgabe zuerst 1983 in Schweden und zuletzt 2006 in Norwegen als "Ärgernis" erkannt und folgerichtig verboten wurde. Nicht weil sie sexuell anstößig wäre - auch da schwirren inzwischen ganz andere Sachen durchs www, wie Ihr unten rechts seht -, sondern weil Pippis Vater, der Seeräuber Efraim, auch Negerhäuptling h.c. in der Südsee ist, und das geht doch nicht, denn alle Menschen sind gleich, folglich gibt es auch keine Neger, geschweige denn Negerhäuptlinge. Seht Ihr die Zeichen an der Wand, liebe Leser? Wenn Ihr die Winnetou-Romane lesen und die Winnetou-Filme sehen wollt, dann tut das möglichst bald; denn eines nicht allzu fernen Tages könnten sie verboten werden, weil es politisch unkorrekt ist, ein Indianerhäuptling zu sein.

[in Norwegen verboten] [politisch unkorrekt] [erlaubt]

Nachtrag zum Exkurs. Im Jahre 1989 war ein Negerhäuptling Negerkaiser Kongolese namens Kaisa I. in die damalige Hauptstadt der BRD, Bonn am Rhein gekommen. Zunächst schmarotzte er sich als Asylant durch, dann fand er eine DummeDeutsche, die ihn heiratete und ihm so erst das Bleiberecht, dann die Staatsbürgerschaft der BRDDR verschaffte. 20 Jahre lang widmete er sich als "Journalist" der Aufgabe, "rassistische" Literatur aufzuspüren und verbieten zu lassen. Im Jahre 2009 durfte er endlich den Erfolg feiern, daß auch in der deutschen Ausgabe von "Pippi Langstrumpf" fortan das rassistische Wort "Negerhäuptling" durch das Wort "Südseehäuptling" ersetzt wurde. Aber das reichte ihm noch nicht aus, denn es gab ja immer noch öffentliche Bibliotheken, in denen alte Auflagen herum standen, die das böse Wort enthielten. Zwei Jahre später, anno 2011, war es endlich so weit: Die schlimmen Bücher wurden verbranntaussortiert und vernichtet. (Dem Verlag war es nur recht - so konnte er gleich die Neuauflage auf Steuerzahlerkosten gut verkaufen :-) So rückt der Tag immer näher, da auch das rassistische Wort "Indianerhäuptling" durch die politisch-korrekte geografische Bezeichnung "Nordamerikahäuptling" ersetzt werden wird - hoffentlich verwechseln das einige Leser dann nicht mit dem US-Präsidenten, der ja inzwischen auch ein NegerSüdseehäuptling ist - angeblich jedenfalls soll er von der Südseeinsel Hawaii stammen; daß er in Wahrheit gebürtiger Kenyaer ist, kann nicht sein, weil es nicht sein darf bzw. weil er dann nicht Nordamerikahäuptling sein dürfte. Exkurs und Nachtrag Ende.]

[Tapferer Kämpfer gegen die weiße Rassistin Astrid Lindgren: Kaisa I. von Zaire] [Südseehäuptling und US-Präsident: Barack Hussein Obama]

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