![[Marlon Brando 1955]](brandofliege.jpg)
























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*Brando - der nicht mit weißen Frauen "konnte" - trennte sich sofort von ihr und leitete die Scheidung ein, nachdem ihre Mutter ihm erzählt hatte, daß sie richtig Joan O'Callaghan heiße, in Cardiff geboren sei und daß ihr Vater kein Bengale, sondern ein Ire - ihr Ehemann William O'Callaghan - sei. Anna Kashfi blieb jedoch ihr Leben lang dabei, daß sie Halbinderin sei, nämlich das uneheliche Kind ihrer Mutter und eines Bengalen namens Devi Kashfi, in Dārjīling geboren, und daß William O'Callaghan lediglich ihr Stiefvater sei. Die Wahrheit ist schwer festzustellen: Die Mutter hätte als Weiße eine außereheliche Affäre mit einem "Eingeborenen" unmöglich zugeben können; und Gentests gab es noch nicht. Unstreitig - aber wenig beweiskräftig - ist, daß sie in den 1930er Jahren in Kålkattā und in den 1940er Jahren in Cardiff lebte. Freilich sah ihre Tochter eher wie eine Bengalin aus denn wie eine Engländerin oder gar Irin:
**1992 wurde das Märchen verbreitet, "Bodyguard" sei der erste Hollywood-Film, in dem die Hauptdarsteller ein gemischt-rassiges Liebespaar spielten; tatsächlich lag dieses Experiment schon 35 Jahre zurück. Allerdings handelte es sich um einen Betrug am Zuschauer: Sowohl Marlon Brando als auch seine Partnerin, die Kanadierin Patricia Owens, waren - entgegen dem Filmplakat, das einen "exquisiten neuen japanischen Star" verspricht - reinrassige Weiße.
Der erste Hollywood-Film, in dem die beiden Hauptrollen auch gemischt-rassig besetzt wurden, war "The Omega Man" von 1971 mit Charlton Heston und Rosalind Cash.
***Brando erhält für seine Regie auf dem Filmfestival von San Sebastián 1961 die Goldene ****Am Wounded Knee Creek (South Dakota) hatte 1890 eine Einheit des 7. Kavallerie-Regiments einige hundert Anhänger des geistig umnachteten, zwei Wochen zuvor getöteten Ex-Häuptlings "Sitting Bull" getötet, nachdem ein Indianer, den sie entwaffnen wollten, einen Schuß auf sie abgegeben hatte - willkommener Vorwand für eine Überreaktion, die später zum "Massaker" aufgebauscht wurde. Im Februar 1973 überfielen Terroristen des "American Indian Movement (AIM)" die demokratisch gewählte Regierung des Indianer-Reservats Pine Ridge, nahmen Geiseln und riefen eine unabhängige "Oglala Nation" aus. Die US-Regierung, die sich nicht in die Angelegenheiten des autonomen Reservats einmischen wollte, ließ die Gegend lediglich von der Nationalgarde abriegeln. Eine einseitige Medienkampagne führte zur Verherrlichung der "Aktivisten", vor allem nachdem ein (!) Terrorist von einer verirrten Gewehrkugel der Nationalgarde getötet wurde und so zum "Martyrer" hoch gejubelt werden konnte. Im Mai 1973 kapitulierten die Terroristen. Die Anführer hatten Glück: Sie wurden vor US-Gerichte gestellt und zu milden Haftstrafen verurteilt (von denen nicht eine einzige voll abgesessen wurde). Die Mitläufer hatten weniger Glück: Sie wurden von ihren Blutsbrüdern entweder gleich gelyncht oder in Gefängnisse des autonomen Reservats geworfen und dort später ermordet - ohne daß dies jemals thematisiert worden wäre, schon gar nicht von Brando & Co. *****Brando heiratet danach nicht wieder. Allerdings hat er noch mehrere Kinder, u.a. mit seiner guatemaltekischen - nach anderen Quellen: puertorikanischen - "Haushälterin" Maria Cristina Ruiz. Er bleibt stets seiner Linie treu, sich nicht mit weißen Frauen zu liieren. Sein einziges weißes Kind ist die von ihm adoptierte Tochter seiner "Assistentin" Caroline Barrett - deren leiblicher Vater er aber wohl nicht ist. Auffallend ist Brandos Spleen, seinen Söhnen ausländische Mädchen-Namen zu geben, wie "Devi" oder "Miko". weiter zu Kyō Machiko zurück zu Schauspieler des 20. Jahrhunderts heim zu Von der Wiege bis zur Bahre |