ES STEHT GESCHRIEBEN . . .
LEBENSREISEN ZWISCHEN DEN WELTEN
Große Schriftsteller des 20. Jahrhunderts
"Im Anfang war das Wort"
(Johannes-Evangelium)
"Jedes Wort ist - ein Vorurteil"(Nietzsche)
"The Pen is Mightier than the Word"(Bulwer-Lytton)

"Ich weiß, daß man den Menschen weniger durch das geschriebene Wort
als vielmehr durch das gesprochene zu gewinnen vermag, daß jede große Bewegung
auf dieser Erde ihr Wachsen den großen Rednern, nicht den großen Schreibern verdankt.
Die größten Umwälzungen auf dieser Welt sind nie durch einen Gänsekiel geleitet worden.
Die Macht, die die großen historischen Lawinen religiöser und politischer Art ins Rollen
brachte, war seit ewig nur die Zauberkraft des gesprochenen Wortes." (Hitler)

[Freie Rede 1933]
Kanzler Hitler 1933: "Sooo groß war der Schneeball,
mit dem ich die Lawine ins Rollen gebracht habe...!"
[John F. Kennedy, einer der übelsten Demagogen des 20. Jahrhunderts]
US-Präsident Kennedy 1963:
"Ik bin ein Berliner...!"
[Berliner Gruß mit der Rechten, Manuskript zum Ablesen der nächsten Rede immer griffbereit in der Linken]
Ex-US-Präsident Clinton 2002:
"Hail Monica, ik bin auch ein Berliner!"

EIN KAPITEL AUS DIKIGOROS' WEBSEITE
REISEN DURCH DIE VERGANGENHEIT
GESCHICHTEN AUS DER GESCHICHTE

Pardon, mein Führer, Sie irren! Und das ist eigentlich erstaunlich. Nein, Hitler war wahrlich nicht unfehlbar und irrte mehr als einmal (aber das ist eine andere Geschichte); doch gerade bei diesem Zitat hätte man meinen sollen, daß er mal Recht behalten würde. Er hatte die Erfahrung gemacht, daß ein mitreißender Redner, wie er es war, das Publikum in seinen Bann zwingen konnte. Und diese Wirkung hätte sich doch im Zeitalter des Rundfunks, des Kinos und des Fernsehens vervielfachen lassen sollen. Aber nein, mit Hitler und seinem kurzzeitigen Nachfolger Goebbels wurden die letzten Politiker, die frei reden und damit historische Lawinen ins Rollen bringen konnten, begraben, und mit Colin Ross der letzte Schriftsteller, der Vorträge zu halten verstand. Wenn wir heute ins Radio hören oder ins Fernsehen schauen, treiben sich da nur Dummschwätzer und Dilettanten herum, die entweder - wenn sie Politiker[innen] sind - Reden ablesen (meist mehr schlecht als recht, geschweige denn zauberkräftig), die ihnen ihre Ghostwriter aufgesetzt haben, oder - wenn sie "Schriftsteller" sind - (Ab-)Lesungen veranstalten mit dem faden Zeug, das ihnen ihr Verlagslektor vorgekaut hat.

[TELEPROMPTER - Without it you're just a stuttering idiot]

Es zahlt sich auch nicht mehr aus für Politiker, gute Redner zu sein, denn im Bundestag und anderen Quassel-Buden, pardon Cabarets hört eh niemand zu, geschweige denn hin, und die Journaille und die TV-Reporter haben die abgelesenen Reden schon vorab zum Abdruck bekommen, mit Sperrvermerk ("zu veröffentlichen nicht vor... [Datum]") und dem ausdrücklichen Hinweis: "Es gilt das geschriebene Wort" - nur für den Fall, daß die Polit-Deppen zu blöde sind, ihre Manuskripte richtig abzulesen. Aber wenn, dann ist das auch egal, denn in Rundfunk und Fernsehen werden ohnehin nur solche Auszüge gesendet, die mit dem "offiziellen" Text überein stimmen. Vielleicht ist das auch gut so. Ein Politiker des 20. Jahrhunderts hat einmal - bevor er selber zu einem der größten Demagogen seiner Zeit wurde - über seine Kollegen in spe geschrieben: "Wenn die Herren, statt in der großen Versammlung Phrasen zu dreschen, einmal ein Buch schreiben sollen, dann versagen sie vollständig. Dann fällt der falsche Zauber der äußeren Wirkung ab und der Mann steht vor dir in seiner ganzen geistigen Blöße..."


"Dabei sah ich am Horizont nur sieben rote Luftballons..."
[Immer noch besser als sieben rote Socken, Anm. Dikigoros]
[Pausen-Clowns in der Quassel-Bude]
Außenminister Fischer, Bundeskanzler Schröder im Bundestag:
"Voilà, es ist doch alles nur Cabaret" (DER SPIEGEL 5/2002)
[Und die dazu gehörenden Witzfiguren, oder: 
Hauptsache, das Publikum ist zufrieden...!]
"È molto importante per giudicare un regime sapere di che cosa
ride. [Um ein Regime zu beurteilen ist es sehr wichtig zu wissen,
worüber es lacht.]" (I. Silone, Uscita di sicurezza [Notausgang])

Zum Trost: die anderen irren auch. Der Johannes-Evangelist verkennt, daß die Sprache eine relativ späte Erfindung des Menschen ist, die wahrscheinlich weit näher am Ende der Welt steht als an ihrem Anfang (nicht zuletzt weil der Mensch sich mit ihrer Hilfe in die Lage versetzt hat, letztere zu zerstören). Und Nietzsche verkennt, daß "Vorurteile" schon im Tierreich existieren, denn ohne sie wäre ein Überleben gar nicht möglich - aber darüber schreibt Dikigoros an anderer Stelle mehr. Richtig liegt allein und ausnahmsweise der Autor der ersten Zeile der Überschrift (auch über dessen Irrtümer schreibt Dikigoros an anderer Stelle); denn das Reich der Wiedertäufer in Münster, von dem das Theaterstück jenes Titels handelt, entstand tatsächlich aus der Lektüre der geschriebenen (bzw. gedruckten) Bibel - die Leute wurden aufmüpfig, als sie dieses Buch auf Deutsch in die Hände und vor die Nase bekamen, was das gesprochene, von der Kanzel gepredigte Wort nie vermocht hätte - und heute gleich gar nicht mehr vermag. Dikigoros ist als Katholik aufgewachsen; er kann sich Predigten gar nicht anders vorstellen als mehr oder weniger nichtssagende Besprechungen irgendwelcher Bibelstellen aus der Lesung; und Frau Dikigoros, die Protestantin und mit einer lutherischen Pastorin befreundet ist, weiß, daß bei deren Predigten selten mehr als unsubstantiiertes linkes Gewäsch heraus kommt. Bei Hindus und Muslimen gibt es gleich gar nichts anderes als das wörtliche Zitieren des geschriebenen Wortes. Was haben die islamischen Fundamentalisten in Westafrika gleich verboten? Etwa die freie Rede? Nein, alle Bücher mit Ausnahme des Korans - weshalb ihnen die Tuareg völlig zu Recht den Spitznamen "Boko haram [Bücher verboten]" beigelegt haben. Was hat ihr Glaubensbruder Barack Hussein Obama, als er begann, die Vereiniggerten Staaten in eine Orwell'sche Diktatur ("Obamanation") umzuwandeln, an staatlichen Schulen qua "Common Core" als erstes abgeschafft? Den Unterricht in [Handschrift-]Lesen und [Hand-]Schreiben - niemand soll mehr in der Lage sein, den Text der US-Verfassung im Original zu lesen, und niemand soll mehr etwas von Hand schreiben können - Telefonate und E-mails lassen sich nämlich von der Zensur viel einfacher überwachen als Briefe; um den Inhalt der letzteren lückenlos zu kontrollieren, bräuchte man einen Aufwand wie einst die DDR-Stasi, d.h. am Ende würde fast jeder jeden überwachen müssen, und irgendwann würde das ganze System kollabieren.

[Karikatur von Ben Garrison]

Bei den orthodoxen Christen mag es noch anders sein - bei den Griechen war die Kirche stets ein Hort des Patriotismus und selbst der kleinste Pope auf dem Dorf ein geistiger Führer, jedenfalls solange noch die muslimische Fremdherrschaft der Türken bestand; und bei den Russen sowieso, jedenfalls solange noch Väterchen Zar regierte. Aber wer geht schon heute in die Kirche? Allenfalls ein paar alte Mütterchen, die Jugend jedenfalls nicht mehr. Und das Beispiel Griechenlands zeigt, daß es auch in Rußland nicht allein an dem fast acht Jahrzehnte lang währenden Verbot durch das kommunistische Regime liegen kann. Worte sind Schall und Rauch. Allein in der sechsten Zeile der Überschrift irrt Dikigoros selber - absichtlich, denn Bulwer-Lytton hatte nicht "Word [Wort]", sondern "Sword [Schwert]" geschrieben. Aber solche Sätze muß man von Zeit zu Zeit aktualisieren - schon der große Mark Twain hatte aus dem "pen" einen "pencil" gemacht, da er nicht mehr mit der Feder, sondern mit einem Stift schrieb -, und mal ehrlich, liebe Leser: hättet Ihr den kleinen Unterschied bemerkt? (Ob der Original-Satz stimmt oder nicht, darüber kann man trefflich streiten - aber das ist eine andere Geschichte.)

[Exkurs. In der Anthropologie ist immer noch die Meinung verbreitet, daß der Mensch sich vom Tier - außer durch den in der Natur wohl einmaligen Konsum von Alkohol, Tabak u.a. Drogen - vor allem durch die Sprache unterscheide - was nur zeigt, daß auch in der Zoologie überwiegend Fachidioten herum laufen, die vor lauter Menschen das Tier, pardon, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Fast alle Säugetiere und Vögel verfügen über Sprachen, d.h. akustische Verständigungs-Mittel; der Menschen hat sie bloß vielfach noch nicht entschlüsselt oder noch nicht einmal bemerkt, was z.T. daran liegt daß sie weit über das hinaus gehen, was er selber von sich geben und wahrnehmen kann - man denke nur an manche Meeressäuger, die sich auf Ultraschall-Frequenzen verständigen, oder an Fledermäuse, die ein "eingebautes Radar" haben. Der Laut- und Wortbestand primitiver Völker und Stämme - ja sogar einstmals großer Kulturverbände, wie des chinesischen - geht nicht wesentlich über den eines Tieres hinaus. Erst die Erfindung der Schrift unterscheidet den Menschen vom Tier; denn mit ihr können große Gedanken ausgedrückt werden, die über elementare Dinge wie fressen und gefressen werden (und was damit zusammen hängt :-) wesentlich hinaus gehen. Die chinesischen Sprachen sind nur eine Anhäufung (und Übereinanderschichtung, in vier Tonarten :-) banaler Kurzsilben von je einem Konsonant und Vokal; die Schrift, in der sie geschrieben werden, ist dagegen ein Ausdruck höchstentwickelten menschlichen Denkens; sie vermag jeder Silbe Dutzende von [Be-]Deutungen zu geben und erweitert so den geistigen Horizont ihrer Leser immens. (Jedenfalls galt das für die alte chinesische Schrift; die heutige stellt weitgehend nur Ersatz für eine Lautschrift dar und ist damit weniger wert - da umständlicher zu handhaben - als eine "echte" Silben- oder Buchstabenschrift.) Und was das Hitler-Zitat anbelangt, so ist Dikigoros der gegenteiligen Überzeugung, nämlich daß alle großen Umwälzungen der Geschichte durch den Gänsekiel (bzw. durch die Druckerpresse und neuerdings durch das Keyboard :-) geleitet worden sind, und nicht durch das Stimmband. Schaut Euch doch einmal um - heute und in der Geschichte: Wovon werden und wurden denn die großen Weltreiche zusammen gehalten - China, Indien, die Sowjet-Union, das "Haus des Islam"? Etwa durch das babylonische Sprachgewirr ihrer Völker? Wohl kaum, sondern einzig und allein durch die gemeinsame[n] Schrift[en]. Ein muslimischer Marokkaner versteht keinen muslimischen Türken, keinen muslimischen Bengalen und erst recht keinen muslimischen Javaner - aber den Qur'an können sie allesamt lesen - auf Arabisch. Ein Nordchinese versteht keinen Südchinesen, ja, nicht einmal die Sprecher der vielfältigen Dialekte, die man im Westen leichthin unter der Bezeichnung "Mandarin" zusammen faßt, könnten sich untereinander verständigen ohne die gemeinsamen Piktogramme - mit denen sie sich sogar Japanern verständlich machen können, obwohl es kaum zwei gesprochene Sprachen gibt auf der Welt, die so weit von einander entfernt sind wie die chinesische[n] und die japanische. À propos: Im Japanischen ist die Grundbedeutung von "Wort" (Radikal Nr. 149) nicht etwa das gesprochene, sondern das geschriebene Wort. Wenn man daraus ein gesprochenes Wort machen will, muß man erst die Zeichen dafür anhängen, daß es fünfmal durch einen Mund gegangen ist; und will man es gar zur Sprache erheben, muß man das geschriebene und das gesprochene Wort nebeneinander stellen.

Für den Japaner besteht seine Sprache also zu drei Vierteln aus dem geschriebenen und nur zu einem Viertel aus dem gesprochenen Wort; und Dikigoros kann jedem, der nie versucht hat, Japanisch zu lernen und es daher nicht aus eigener Erfahrung weiß, versichern, daß das nicht zu hoch gegriffen ist - eher zu niedrig, denn gesprochenes Japanisch lernt sich relativ schnell; aber geschriebenes Japanisch perfekt zu beherrschen ist eine Lebensaufgabe, an der selbst viele Japaner scheitern. Die Völker des Sowjet-Imperiums sprachen Dutzende Sprachen - aber sie alle wurden auf Kiryllisch geschrieben, auch wenn das auf manche von ihnen ganz schlecht paßte; aber die Klammer hielt - jedenfalls besser als der blöde Spruch "Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" (Daran hält Dikigoros fest, auch wenn in Moskau der Witz erzählt wird, daß der Satz richtig lautete: "Alkoholiker aller Sowjet-Bürger, vereinigt Euch!", und daß die Sowjet-Union auseinander gebrochen sei, als der "Mineral-Sekretär" Gorbatschow ihnen dieses einigende Band nahm :-) Und selbst in Indien - wo die östlichen, südlichen und nördlichen Varianten der Dewnāgrī fast so weit von einander abweichen wie das griechische, das lateinische und das kiryllische Alfabet (aber wer die kennt weiß, daß die Unterschiede eigentlich nur formaler Natur sind, d.h. was die Form der Buchstaben anbelangt - die Alfabete an sich ähneln einander doch ziemlich), so bildeten doch auch sie eine gemeinsame Klammer (bis hin zu den einst indischen Kulturen Hinterindiens und Südostasiens), welche sprachlich nie zu erreichen gewesen wäre. Wenn man mal etwas nachdenkt, wird einem schnell klar, woran das liegt: Sprache[n] und Schrift[en] sind gleichermaßen Informationsträger; und es ist einfach so (und war es vor Beginn des Rundfunk- und Fernseh-Zeitalters noch mehr), daß man nicht jeden, der interessante Informationen bereit hält, persönlich sprechen kann. Selbst die modernen Tonträger halten, "weltgeschichtlich" gesehen, nur von 12 bis mittags, bis sie mehr oder weniger unbrauchbar werden; die Druckerzeugnisse dagegen halten über Raum und Zeit hinweg, um die ganze Welt und über tausende von Jahren. Dikigoros' Webseiten werden alljährlich von einer Viertelmillion Surfern aufgerufen (vielleicht auch von weniger, was ihn besonders freuen würde, weil es bedeutete, daß einige Zugriffe von der oder den selben Personen her rühren, daß also einige Leser zu ihm bzw. zu seinen Seiten zurück kehren) - wie viele dieser Leser könnte er wohl im Laufe seines Lebens mit dem von Person zu Person gesprochenen Wort erreichen? Nichtmal einen Bruchteil! Exkurs Ende.]

Messen wir also der Macht des geschriebenen Wortes ruhig die Bedeutung bei, die ihm zukommt und fragen uns: Was macht einen großen Schriftsteller aus? Einen, den die Kritiker in den höchsten Tönen loben, obwohl niemand ihre Bücher liest (auch wenn "man" sie im Bücherschrank stehen hat, wenn man auf sich hält und seinen Gästen imponieren will)? Oder einen, der Millionen-Auflagen erzielt, weil die überwiegende Mehrheit des Publikums am liebsten seichte Groschen-Romane liest? Nein, liebe Leser, wenn Ihr hier Gras oder Böll, Simmel oder Konsalik erwartet, dann lest bitte nicht weiter, Ihr kämet nicht auf Eure Kosten. (über Bert Brecht schreibt Dikigoros an anderer Stelle.) Für einen großen Schriftsteller hält Dikigoros jemanden, der die von ihm selber miterlebte Geschichte und Politik (was letztlich das gleiche ist) in Literatur umsetzt, und zwar nicht als trockener Berichterstatter (das ist Aufgabe der Historiker, und seien es auch weniger trockene "Populär-Historiker", wie Joachim Fernau, der sicher ein ganz hervorragender Sachbuchautor war, aber eben kein Literat - seine beiden kläglichen Versuche in diese Richtung haben wohl auch ihn selber nicht überzeugt), sondern engagiert, mit einem eigenen Standpunkt - der nicht unbedingt derjenige der Mehrheit oder der Herrschenden sein muß. Wie schrieb einst Flavius Josephus in seiner Einleitung zum "jüdischen Krieg": "Der[jenige] verdient, daß man ihn rühmt und heraus hebt, der Dinge, die früher noch keine Darstellung fanden, der Erinnerung mitteilt und den geschichtlichen Ablauf seiner eigenen Zeit darstellt (...), und dies in einer persönlich geprägten Darstellungsform." Und wenn er dann noch in der Lage ist - wie eben jener Josephus, über den Dikigoros an anderer Stelle mehr schreibt -, nicht an einer einmal gefaßten Meinung fest zu kleben, sondern dem Nietzsche-Wort zu folgen: "nur wer sich wandelt bleibt mit mir verwandt", d.h. wenn er aus den Fehlern der (auch seiner eigenen Lebens-)Geschichte lernt, vielleicht nachdem er sich ein wenig in fremden Ländern umgesehen hat und in der Weltgeschichte herum gereist ist, mit anderen Worten: sich die Welt angeschaut und dabei eine eigene Welt-Anschauung gewonnen hat (die nicht unbedingt mit Dikigoros' Welt-Anschauung überein zu stimmen braucht - jeder sieht die Welt auf seine Weise), dann kommt er auf Schindlers, pardon Dikigoros' Liste der vor dem geistigen Holocaust des Vergessens zu rettenden Schriftsteller.

* * * * *

Dikigoros hegt freilich den Verdacht, daß nur wenige seiner Zeitgenossen die Frage nach den größten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts so beantworten würde wie er selber. Muß er sich rechtfertigen? Wahrscheinlich. Schreibt er nicht an anderer Stelle, daß die guten Reiseschriftsteller des 20. Jahrhunderts allesamt aus Mitteleuropa und Nordamerika kommen? Ja, hat er. Und nun sind aus diesen Regionen gerade mal zwei Autoren dabei, und das sind ausgerechnet zwei Preußen jüdischer Abstammung - von denen der eine bereits in den USA zur Welt kam -, die den politisch korrekten Gutmenschen ein Dorn im Augen sind, weil sie beide ihr Judentum verleugneten und weil ihre Sozialkritik von rechts kam statt von links, wie sich das nach der heute herrschenden Meinung doch gehörte. Aber wen sonst hätte er auswählen sollen? Die bedeutendsten wären wohl noch Walt Disney und Rolf Kauka; nach ihnen haben die USA und Deutschland keine wirklich großen Schriftsteller mehr hervor gebracht. [Dikigoros weiß, daß er mit dieser Aussage in ein Wespennest sticht; aber es ist so: Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts haben die meisten Erwachsenen kaum noch Zeit zum Lesen und überlassen das den Kindern; die wiederum bevorzugen nun mal die viel geschmähten Comics, und auf dem Gebiet haben die beiden Genannten ganz unzweifelhaft Großes geleistet.] Die deutschsprachige Schweiz auch nicht, denn Frisch und Dürrenmatt waren wohl doch nur zwei unverbesserliche linke Schwätzer. Und auch aus seinem Mutterland Österreich-Ungarn fällt ihm außer Sigmund Freud (der jedoch ein Kind des 19. Jahrhunderts war) niemand ein. Arthur Koestler vielleicht, oder Stefan Zweig (der Lieblings-Autor von Frau Dikigoros)... aber Dikigoros hält nicht viel von Menschen, die ihr Leben fort werfen, weil sie es nicht mehr in den Griff bekommen - also offenbar nicht in der Lage sind, sich ihre Probleme von der Seele zu schreiben. (Was Arthur Koestler anbelangt, so gibt es noch einen anderen Grund, aber über den schreibt Dikigoros an anderer Stelle.)

Deshalb scheidet auch Albert Camus aus (aus dem vielleicht noch etwas geworden wäre). Und andere Franzosen? André Gide war wie Freud ein Kind des 19. Jahrhunderts; über Jean Giraudoux und über Jules Romains schreibt Dikigoros an anderer Stelle. Sartre? Darf Dikigoros zitieren, was ein sowjet-russischer Besatzungsoffizier 1945 voll Verachtung schrieb: "Frankreich. Abglanz all des Herrlichen, das jemals in der Kultur Europas zu finden war. Abglanz, aber auch nicht mehr. Nachfahren Bonapartes und Voltaires, Zeitgenossen Pierre Pétains und Jean-Paul Sartres. Alles nur Vergangenheit. Der Existentialismus - eine Lehre, wie man sich über Wasser halten kann..." André Malraux? Der mauserte sich zwar äußerlich vom Kommunisten zum Gaullisten, aber innerlich war er einfach nicht lernfähig, weder politisch noch sonstwie - der abgebrochene Orientalistik-Student hat den Orient, besonders Indien, China und Indochina, so mißverstanden wie vor und nach ihm wohl kaum ein Europäer des 20. Jahrhunderts. Aber wieso in Italien ausgerechnet Ignazio Silone und nicht etwa Alberto Moravia alias Aron Pinkerle? Die Antwort ist so schwierig nicht: Beide haben viel Gutes - und weniger Gutes - geschrieben; aber der erstere hat aus seinen Fehlern und Irrtümern gelernt, während der letztere zwar einige psychologisch hervorragend gemachte Kurzgeschichten über zwischenmenschliche Gefühle wie Liebe, Neid und Haß geschrieben hat, aber politisch wie Malraux immer ein vernagelter Kommunist geblieben ist, der sich nicht entblödete, auf dem Höhepunkt der so genannten "Kultur-Revolution" durch Rot-China zu reisen und anschließend ein Buch zu veröffentlichen, in dem er jene mörderische Kultur-Vernichtungs-Orgie als "die größte Errungenschaft der Menschheits-Geschichte" feierte. Das gleiche gilt in Spanien für den Gegensatz zwischen dem fast in Vergessenheit gestorbenen José María Gironella und dem von einigen als "größten Schriftsteller seines Jahrhunderts" hoch gejubelten Kommunisten José Ramón Sender. Sucht Dikigoros denn nur Renegaten, die von links nach rechts gewandert sind? Nein, wer speziell die sucht, der besorge sich "The God That Failed [Ein Gott der keiner war]" von Richard Grossmann und Franz Borkenau - mit Texten von und über Arthur Koestler, Ignazio Silone, Richard Wright, André Gide, Louis Fischer und Stephen Spender - und vielleicht noch etwas von und über André Glucksmann. Aber Dikigoros zieht sich diesen Schuh nicht an: Über einige Umfaller in die andere Richtung hat er bereits in einem anderen Kapitel seiner "Reisen durch die Vergangenheit" geschrieben (in dem es ihm nicht so sehr auf die Politik ankommt); und Céline, Salomon, Gironella, Mishima und Forsyth waren nie Kommunisten. (Nur weil die letzteren jeden, der nicht ihr Anhänger oder Mitläufer ist, zum "Rechten" stempeln, muß das ja nicht stimmen.) Lebensreisen müssen nicht notwendigerweise von links nach rechts oder von rechts nach links führen; wer das glaubt, folgt einem vereinfachten Schablonendenken, das den wenigsten Menschen gerecht wird. Sie müssen auch nicht von oben nach unten oder von unten nach oben führen - das gibt es nur in Romanen. Meist dümpeln sie mehr oder weniger ereignislos vor sich hin - aber dann sind es eigentlich keine echten Reisen; bei den Menschen, die Dikigoros interessant findet, verlaufen sie zickzack.

Aber blicken wir einmal über den europäischen Tellerrand hinaus: Hat Dikigoros denn überhaupt keine Ahnung von der Literatur Amerikas? Daß er die nordamerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts nicht für bedeutend hält (mit Ausnahme des o.g. Preußen jüdischer Abstammung und vielleicht noch Thomas Wolfes, aus dem sicher ein ganz Großer geworden wäre, hätte er nicht in noch jüngeren Jahren als Camus das Zeitliche gesegnet), darin werden ihm selbst die Kritiker-Päpste zustimmen - was er freilich nicht unbedingt als Kompliment auffaßt. (Nein, liebe Hemingway-Fans, kommt Dikigoros bitte nicht mit dieser Lusche! Der hat sich seine angeblich autobiografischen Abenteuer doch allesamt aus den Fingern gesogen - oder aus der Rum-Flasche -, und was dabei heraus gekommen ist, ist weder sprachlich noch inhaltlich der Rede wert. Auch und vor allem nicht sein Geschwafel über das Glockenläuten im Spanischen Bürgerkrieg, den er fleißig in den Bars und Kneipen von Madrid verfolgte, hauptsächlich anhand einseitiger Zeitungs-Lektüre von linksaußen. Kein Wunder, daß er aus diesen frei erfundenen "Erlebnissen" nichts fürs Leben gelernt hat - außer vielleicht noch mehr zu saufen als er es eh schon gewohnt war. Wenn man ihm überhaupt etwas glauben darf, dann ist es der Inhalt seiner Briefe, in denen er sich rühmt, im Jahre 1945 eigenhändig 122 Deutsche ermordet zu haben - durchweg entwaffnete Gefangene und wehrlose Zivilisten, darunter zehnjährige Kinder, die er von hinten abknallte, einfach so, aus Spaß an der Freud', wie auf der Hasen-Jagd. [Aus der deutschen Neuauflage sind diese Stellen jetzt gestrichen, nicht aber aus der amerikanischen; der Verleger geht halt - mit Recht - davon aus, daß das US-Publikum so etwas nach wie vor gerne liest und gut findet.]) Graham Greene war noch ein Kandidat; aber letztlich mußte er hinter Frederick Forsyth zurück stehen, dem er in vielem [zu] ähnlich war. (Und er hat es auch bei den Reiseschriftstellern nicht ganz geschafft; irgendwo muß Dikigoros halt die Grenze ziehen). Und der britische Jude David Yallop ist zwar ein äußerst scharfsinniger Beobachter, und er versteht das Beobachtete auch richtig zu deuten und seine Schlüsse mutig und überzeugend zu Papier zu bringen - Dikigoros zählt nicht nur zu seinen Lesern, sondern auch zu seinen Bewunderern -; aber um als Chronist seiner Zeit zu gelten, hat er sich doch allzu sehr auf die schwärzesten Kapitel jener Zeit kapriziert - selbst unsere Zeitgeschichte besteht eben nicht nur aus Verbrechen und deren Vertuschung. Und die lateinamerikanischen Schriftsteller? Dikigoros hat sie alle ausgiebig studiert (nicht so sehr aus literarischem Interesse, als um seine Spanisch-Kenntnisse zu verbessern); aber von Carlos Fuentes (Mexiko) bis Gabriel García Márquez (Kolumbien), von Jorge Luis Borges (Argentinien) bis Mario Vargas Llosa (Peru) hat er nur schlechte Schreiber mit krausen Gedanken angetroffen (als besonders mißlungen empfindet er Fuentes' pseudo-historische Romane und Llosas Ausflug in die Politik).

Und Asien? Nun, Solzhenitsyn ist viel mehr "Asiate" als er vielleicht selber wahr haben will; aber lassen wir ihn mal außen vor. Indien? Wen hat es hervor gebracht? Weder der Westinder Naipaul noch der Muslim Rushdie sind richtige Inder - eher das Gegenteil. Der durch und durch anglisierte - und an dieser seiner Anglisierung irre gewordene - Gujrātī Gāndhī und der etwas weltfremde Bengale Tākhur (alias "Tagore") waren allenfalls halbe Inder und als Schriftsteller absolute Nieten - daran ändert auch kein Nobel-Preis etwas. Und sonst? Inder sind merkwürdig konservative Menschen. Sie lesen noch immer lieber die Bhagwadgītā als all das moderne Zeug (das ist, als würden die Griechen noch immer lieber die dem Kleinasiaten [H]Ómer[os] zugeschriebenen Bücher lesen als die des Kreters Kazantzákis) - deshalb lohnt es sich für einen Inder des 20. Jahrhunderts wohl gar nicht, ein großer Schriftsteller zu werden...

Und Fernost? Das "neue" China hat seine alte Kultur und Literatur - über die Ihr Euch hier informieren könnt (sogar auf Deutsch :-) - mit der "Kultur"-Revolution ausgelöscht (was ganz wörtlich zu verstehen ist: Schriftsteller und andere "Intellektuelle" wurden liquidiert, die alten Bücher verbrannt, die alte Schrift abgeschafft, pardon "reformiert" und vergessen), und ebenso die seiner meisten Nachbarvölker (zu denen Dikigoros auch die Nicht-Han-Chinesen zählt - doch das ist eine andere Geschichte). Aber warum in Japan Mishima Yukio, und nicht Kimifusa alias "Kobo Abe" (der Lieblings-Autor von Dikigoros' Japanisch-Lehrer), der doch geradezu prädestiniert scheint für diese Reise in die Vergangenheit? War er nicht Kommunist, hat er sich nicht mit "sunano onna" [Die Frau von den Dünen - nicht die Frau in den Dünen, wie meist falsch übersetzt wird; das würde "sunano nakame onna" heißen] von der KP abgewendet (die ihn ein paar Monate zuvor 'rausgeworfen hatte)? Tja, so scheint es; aber Dikigoros überzeugt das noch lange nicht - weder davon, daß Kobo Abe sich innerlich vom Kommunismus gelöst hat noch davon, daß er ein großer Schriftsteller war. (Dikigoros hat das langweilige "Dünen"-Buch im Gegensatz zu den meisten Kritikern nicht nur gelesen, sondern es auch zusammen mit seinem Sensei ins Deutsche übersetzt.)

Und der austronesische Sprachraum, der es an Ausdehnung und Kopfzahl doch mit dem indischen und chinesischen ohne weiteres aufnehmen kann? Ach, das ist ein trauriges Kapitel. Die drei K - Kommunismus, Koran und Korruption (in alfabetischer Reihenfolge) - haben auch dort, wie in vielen anderen Zonen der Finsternis auf dieser Welt, zu einem Verfall all der Voraussetzungen geführt, die ein großer Schriftsteller im Sinne von Dikigoros' Definition benötigt: Teilhabe an oder wenigstens Informationen über das politische Leben, freier Zugang zu den historischen Quellen und die Freiheit des geschriebenen Wortes, das ja auch veröffentlicht werden muß, um Wirkung zu entfalten, ohne direkte oder indirekte Zensur. [Ahnt der geneigte Leser, warum es in Mitteleuropa seit 1945 - dem Jahr, als die drei eingangs genannten Personen starben - kaum noch großen Redner und Schriftsteller gegeben hat?] Es mag anerkennenswert sein, wenn ein paar kleine Lichter, wie die Indonesier Mochtar Lubis und Pramudya Ananta Toer - untereinander übrigens Todfeinde - tapfer, aber letztlich erfolglos gegen den Stachel des indonesischen Terror-Regimes löcken; aber das macht sie noch nicht zu großen Schriftstellern. Bleiben wir also bei den hier vorgestellten - sie sind es allemal wert und entschädigen für viele andere, die uns in der Schule, an der Universität, auf der Buchmesse oder sonstwo untergejubelt worden sind.

[verba volant] [schreibender Mönch]
"Worte im Flug vergehen, Schriften bleiben bestehen" [lateinisches Sprichwort]

ROMAIN ROLLAND
(L. Saint Juste, 1866-1944)

LOUIS-FERDINAND CÉLINE
(L.-F. Destouches, 1894-1961)

IGNAZIO SILONE
(Secondo Tranquilli, 1900-1978)

JOHN STEINBECK
(1902-1968)

ERNST VON SALOMON
(1902-1972)
mit einem Anhang zum Fragebogen der Hessischen
Landesregierung zur Einbürgerung von Ausländern


GEORGE ORWELL
(Eric A. Blair, 1903-1950)

JOSÉ MARÍA GIRONELLA
(1917-2003)

ALEKSANDR SOLZHENITSYN
(1918-2008)

MISHIMA YUKIO
(Kimitake Haraoka, 1925-1970)

FREDERICK FORSYTH
(*1938)

UND DIESE SEITEN EMPFIEHLT DIKIGOROS ZUR VERTIEFUNG:

ALLGEMEINES:
Nachgedanken - ein Literaturportal (von Christian v. Montfort)
Bekenner-Literatur ehemaliger Sozialisten (von Wolfgang Strauss)

SILONE:
Gebrochene Biographie. Zum 100. Geburtstag von Ignazio Silone (von Werner Olles)
Pankraz, die Habsburger und die Demokratie als Gott (Besprechung von Hans-Hermann Hoppe, Democracy - The God That Failed)
nur noch bei Dikigoros: Demokratie: Der Gott, der keiner ist (von Martin Möller, wie vor)

SALOMON:
Der doppelte Ernst (von Hans P. Rissmann) [eigentlich war es ein dreifacher Ernst, wie der nachfolgende Artikel zeigt]
Abschied vom Aufstieg. Die 'Generation Golf' ist in der Krise (von Jan Brandt/taz)
[scharfsinniger Essay über die bestürzende Aktualität Ernst Glaesers, Ernst von Salomons und der 'Generation 1902']
Der Tote Preuße Das Porträt: Ernst von Salomon (beide von Markus Klein)
[lies mich] Pulsion de mort (von Valerio Evangelisti/Le Monde diplomatique, Mai 2003)

ORWELL:
Mit Gewehr und Feder. Schriftsteller aus aller Welt im Spanischen Bürgerkrieg (von Fritz Raddatz)
Spilling the Spanish Beans (George Orwell zur Berichterstattung über den Spanischen Bürgerkrieg 1937)
The Freedom of the Press (George Orwells von der britischen Zensur unterdrücktes Vorwort zu 'Animal Farm')
Oceanea/USSR. Stalinism and Nineteen Eighty-Four (von Ian MacDonald, 1988)
[Dikigoros teilt die Auffassung des Autors im Ergebnis nicht. Die stalinistische SU war das Vorbild
für 'Animal Farm'; für 'Oceania' dürfte indes vielmehr das britische 'Empire' Pate gestanden haben.]
Orwell & Marx. Animalism vs. Marxism (von Howard M. Unger, 1994)
George Orwell und das britische Außenministerium (von Fred Mazelis, WSWS, 17.10.1998)
George Orwell 1984 - 1998: Big Brother, Newspeak, Der gläserne Bürger (von Hans-Jürgen Martin - aktualisiert 2004 unter leicht verändertem Titel)
Die Selbstverstümmelung des Geistes. George Orwells Roman '1984' (von Marko Martin, DIE WELT, 13.03.1999)
WWW-Tipp der Woche 7/2000 (von Norbert Schnitzler)
[Etwas chaotisches Sammelsurium über George Orwell, Ernst Busch, Arthur Koestler, Alfred Kantorowicz und Giordano Bruno, nach dem Motto: "Unter Berufung auf Orwell wird eine Menge Unsinn vertreten." Leider trägt Schnitzler selber dazu bei, derartigen Unsinn zu verbreiten, indem er zwei Aufsätze von Michael Rademacher verlinkt, wonach Vorbilder des totalitären ("engsoz.") Staates "Ozeanien" in '1984' nicht Großbritannien und Sowjet-Rußland, sondern das Deutsche Reich und Japan gewesen seien.]
Charles' George Orwell Links (von Charles, einem - ansonsten anonymen - Kanadier)
(Die Seite enthält u.a. eine Sammlung von zwei Dutzend Kurzaufsätzen zu Orwells 100. Geburtstag, von denen Dikigoros freilich nur zwei - "Big brother a reality" und "Party Like It's 1984" - empfehlen kann. Die anderen backen bestenfalls Gemeinplätzchen wieder auf, schlimmstenfalls entblöden sie sich nicht, "beweisen" zu wollen, daß unsere heutigen Zustände mit denen, die Orwell in '1984' beschrieben hat, ganz und gar nicht nicht zu vergleichen seien.)
Orwell Today (von Jackie Jura - z.Z. wohl die ultimative Orwell-Seite auf Englisch)
Vom Sprachdiktat zum Orwellstaat (von Viktor Farkas)
Lizenz zum Schnüffeln. Briten wehren sich gegen staatliche Big-Brother-Methoden (von Jasmin Fischer)
Geschichte nach EU-Norm (von Rudolf Walther)
Gegen die Kriminalisierung der Geschichte (von Peter Nowak)
Schützenswerte Privatsphäre - Digital Economy Bill (von Thofi)
The Memory Hole (ein wahrscheinlich zum Scheitern verurteiltes Projekt; aber man soll ja die Hoffnung nie aufgeben :-)

SOLZHENITSYN:
Die letzten Kreise der Hölle (Rezension zu Anne Applebaum, Der Gulag)
Der Gulag in Bildern (Kritik an Tomasz Kizny, Der Gulag, von Benedict Maria Mülder)
Kerze im Wind - zum 80. Geburtstag von Alexander Solschenizyn (von Dietrich Möller)
Archiv der Vorurteile (Richard Reichensperger)
(Polemiken eines inkompetenten Schmierfinken - die Dikigoros seinen Lesern gleichwohl nicht vorenthalten will, da sie typisch sind für die "Argumentation" der Solzhenitsyn-Feinde)
Die Nolte-Furet-Korrespondenz (Wolfgang Strauss)
Klischees einer Vergangenheit, die einfach nicht vergehen will (von Arno Lustiger)
("Selektive Wahrnehmung durch die antisemitische Brille: Hohmann, Solschenizyn und die Rolle der Juden in der russischen Geschichte")
Antisemitismuskeule contra Solschenizyn (Wolfgang Strauss - die Antwort auf Lustiger)
Der umstrittene Patriarch. Alexander Solschenizyn wird 85 (von Juri Ginsburg)
Miteinander - nebeneinander - gegeneinander? (von Ulrich M. Schmid/Neue Zürcher Zeitung)
[Da maßt sich ein Professor für Slawistik ein historisches Urteil über Solzhenitsyn an, das ihm schwerlich zusteht]
Gebet für Rußland. Zwei Bücher von Alexander Solschenizyn (von Martin Möller)
(Unbequeme Rezension eines Ex-DDR-Bürgers zu "Zwischen zwei Mühlsteinen. Mein Leben im Exil" und "Was geschieht mit der Seele während der Nacht"?)

YUKIO:
How to Write in Japanese (von Robert Trumbull, 1965)
Yukio Mishima - A Man Torn Between Two Worlds (von Philip Shabecoff, 1970)
Japans Neue Rechte: Ideologie, Organisation, Aktionen (von Andreas Hippin, 1994)
Mishima - Japans letzter Samurai (von Martin Schwarz)
La beauté de Mishima (von "Karila")

FORSYTH:
The Unofficial Frederick Forsyth Homepage (von Alan Ford)


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