Der Fragebogen von 2006 - was Sie schon immer über Deutschland wissen sollten

DER FRAGEBOGEN VON 2006
der Hessischen Landesregierung
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(Was  Sie  schon  immer über
Deutschland wissen sollten)
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[Deutschland für Anfänger]
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mit über 100 Antworten
gesammelt & bebildert
von Nikolas Dikigoros

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(Anhang zu: Ernst von Salomon)

55 Jahre, nachdem Ernst von Salomon seinen Bestseller Der Fragebogen heraus gebracht hatte, fühlte sich auch die Hessische Landesregierung bemüßigt, einen "Fragebogen" zu veröffentlichen. Der Unterschied war allerdings, daß den ersteren Ausländer - von bösen Zungen auch "Besatzer" genannt, später zu "Befreiern" befördert - verfaßten, um Deutsche auszubürgern bzw. ihnen ihre Freiheit und/oder ihre politischen Rechte zu nehmen; den letzteren verfaßten dagegen besonders gute Deutsche - einer von ihnen wird uns in einer Antwort auf die 97. Frage wieder begegnen -, um Ausländer nicht einbürgern zu müssen. Da dieser zweite Fragebogen inzwischen so bekannt ist, daß er sich selbst bis zu unseren englischen Freunden und Verbündeten herum gesprochen hat und diese ihn zum Anlaß genommen haben, einige (nicht ganz ernst gemeinte? Der britische Humor ist ja berühmt-berüchtigt!) Antworten nebst Illustrationen zu veröffentlichen, will Dikigoros nicht zurück stehen, auch um besagte Freunde ein wenig zu korrigieren. Allerdings stammen die folgenden Antworten bis auf wenige Ausnahmen nicht von Dikigoros persönlich - die meisten hat er lediglich kommentiert (sofern sich eine Kommentierung nicht erübrigte :-) Die Antworten haben er und seine Frau gesammelt in ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis aus braven und weniger braven Deutschen, EU- und Nicht-EU-Ausländern, eingebürgerten und noch nicht eingebürgerten - und solchen, die sich gar nicht einbürgen lassen wollen. Alle Altersgruppen sind vertreten, von 13 bis 89, Männlein und Weiblein vieler verschiedener Bildungs- und Berufsgruppen - bei den originellsten Antworten hat sie Dikigoros mit angegeben; er hofft, daß er diese Untersuchung zum Einbürgerungstest im Laufe der Zeit noch ausweiten kann.

[englische Übersetzung 
des Fragebogens in der 'Times'. Links oben die belgische Flagge; rechts ein besonders in England bekannter und beliebter Politiker aus Österreich. Copyright: Focus Online]

1. Frage: Wie viele Einwohner hat Deutschland?
Antwort: Das kommt darauf an, wie man "Deutschland" definiert.
Nachfrage: Nehmen Sie die Bundesrepublik Deutschland.
2. Antwort: Das macht es nicht viel einfacher. Auf dem Boden der BRD leben ca. 83 Mio Personen, inclusive illegaler und legaler Ausländer mit und ohne BRD-Paß. Die Zahl der Deutschen wird sich aller Voraussicht nach bis zum Jahre 2050 halbieren, deshalb müssen dringend noch mehr Fremde ins Land geholt werden, damit die BRD ihren deutschen Charakter völlig verliert.
(In der BRD leben inzwischen knapp 16 Millionen Personen mit "Migrationshintergrund", d.h. Ausländer; ebenso viele Deutsche haben die Alliierten im und nach dem Zweiten Weltkrieg umgebracht; damit rückt das erklärte Ziel der Roosevelt, Morgenthau, Eisenhower usw., auf dem Gebiet des vormaligen Deutschen Reiches einen "Bevölkerungsaustausch" vorzunehmen, immer mehr in greifbare Nähe, Anm. Dikigoros.)

2. Frage: Nennen Sie drei Flüsse, die durch Deutschland fließen!
Antwort: Maas, Memel, Etsch.

[Überholte Karte Mitteleuropas]

Nachfrage: Seien Sie nicht albern, die 1. Strofe des Deutschlandliedes ist verboten. Nennen Sie gefälligst andere!
2. Antwort: Was sind Sie denn für ein Deutscher?
2. Nachfrage: Nordi.
3. Antwort: Dann Elbe, Alster und Trave.
3. Nachfrage: Wieso "dann"?
4. Antwort: Na, wenn ich "Donau" gesagt hätte, hätten Sie wahrscheinlich gesagt: "Seien Sie nicht albern, das ist ein bayrischer Fluß!"

3. Frage: Nennen Sie drei deutsche Mittelgebirge!
Antwort: Brauchen die jetzt auch schon einen deutschen Paß? Ich dachte immer...
Nachfrage: Nennen Sie drei Mittelgebirge in Deutschland!
2. Antwort: In Deutschland oder in der Bundesrepublik Deutschland?
2. Nachfrage: Egal, keine Ausflüchte!
3. Antwort: Vogesen, Schwarzwald, Riesengebirge.
3. Nachfrage: Vorsicht, Sie begehen ja schon wieder Gedankenverbrechen!
4. Antwort: Wieso? So steht es im Brockhaus!
4. Nachfrage: Welche Auflage?
5. Antwort: Weiß nicht, die, die ich mir gekauft habe, als ich 1983 nach Deutschland gekommen bin.
5. Nachfrage: Dann merken Sie sich: Heute liegen die Vogesen im Elsaß und das Riesengebirge im Sudetenland.
6. Antwort: Ja und?
6. Nachfrage: Das Elsaß gehört heute zur Republik Frankreich und die Sudeten zur Tschechischen Republik, Sie Ignorant!
7. Antwort: Warum sagen Sie einmal "Republik Frankreich" und einmal "Tschechische Republik"? Sagen die Franzosen nicht auch "Französische Republik"?
8. Nachfrage: Ich stelle hier die Fragen! Sie wollen sich ja nicht nach Frankreich einbürgern lassen, oder?
9. Antwort: Nein, aber langsam überlege ich mir, ob das nicht klüger wäre.
10. Nachfrage: Na, wenn Sie denen erzählen, daß die Maas ein deutscher Fluß ist, sind Sie schon nach der 3. Frage durchgefallen.
11. Antwort: Wenn Sie mir schon nicht verraten wollen, warum ich die Tschechei "Tschechische Republik" nennen soll...
12. Nachfrage: Weil schon Hitler die Tschechei "Tschechei" genannt hat und...
12. Antwort: Pardon, das stimmt doch gar nicht. Hitler hat die Rest-Tschechei, d.h. ohne das Sudetenland und die Slowakei, offiziell "Böhmen und Mähren" genannt. Aber er hat die Mongolei und die Walachei und die Türkei so genannt, und trotzdem sagen Sie heute nicht "Mongolien", "Walachien" und "Türkien", obwohl das viel mehr Sinn machen würde, weil die Türken ihr Land auch selber "Türkye" nennen.
13. Nachfrage: Warum lassen Sie mich nicht ausreden? Ich wollte sagen: "... und besetzt hat." Das trifft ja wohl auf die anderen von Ihnen genannten Länder nicht zu; also besteht keine Veranlassung, sie jetzt anders zu nennen. Und bevor Sie noch mehr Unsinn erzählen: Die Transkei und die Ciskei gibt es nicht mehr, denn die sind von dem schwarzen Terror-Regime in Südafrika - das Sie aber unter keinen Umständen so nennen dürfen, denn unser Bundespräsident ist ein großer Freund jenes Regimes - aufgelöst und die autonomen Stämme, die sie bewohnten, gleichgeschaltet worden.
13. Antwort: Wie gesagt, Hitler hat die Tschechei offiziell nie so genannt; er hat allerdings die Slowakei "Slowakei" genannt, und die verdankt ihre Entstehung sogar ihm, und er hat sie in der Endphase des Zweiten Weltkriegs auch besetzt. Warum nennen Sie sie also heute noch so, und nicht "Slowakien"? Und überhaupt: Warum benennen Sie nicht auch Deutschland in "Deutschlandien" um? Hat nicht schon Hitler...?
13. Nachfrage: Wie gesagt, ich stelle hier die Fragen; und ich kann Ihnen nur raten, im Ernstfall andere Antworten zu geben als die, die Sie hier gegeben haben.
[Nachtrag: Was weder Dikigoros noch sein Gesprächspartner im Zeitpunkt des Interviews wissen konnten: Nachdem der Kaschube Günter Grass sich als ehemaliger Soldat der Waffen-SS geoutet hat, wird in amtlichen Kreisen der BRDDR erwogen, die "Kaschubei" in "Kaschubien" umzubenennen; dies, obwohl jener Landstrich bis 1945 "Westpreußen" genannt und der Name "Kaschubei" von Hitler nachweislich nie gebraucht wurde. Allerdings wurde jenes Gebiet - das die Polen 1919 besetztbefreit hatten - 1939 von Hitlers Truppen befreitbesetzt und bis 1945 auch von Truppen der Waffen-SS gegen Stalins Rote Armee verteidigt, was nach der offiziellen BRDDR-Geschichtsschreibung zweifellos ein schweres Kriegsverbrechen darstellt.]

4. Frage: Wie heißt die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland?
Antwort: Washington D.C. (boshafter deutscher Student, 21)
Zusatzfrage: Worin liegt der Hauptunterschied zwischen Berlin und Washington D.C. hinsichtlich der Bevölkerung?
2. Antwort: In Washington D.C. tendiert der Ausländeranteil ohne Diplomaten gegen null, weil die über 75% Neger alle als US-Bürger gelten; dagegen liegt der Ausländeranteil in Berlin bei fast 50%, weil noch längst nicht alle Türken dort als als BRD-Bürger gelten; aber dem soll dieser Test ja abhelfen.
Nachfrage: Hast du gar nicht mitbekommen, daß dieser Test nur für das böse, 'schwarz' regierte Hessen gilt? In Berlin sollen demnächst alle Ausländer auch ohne Test einen BRD-Paß bekommen, wenn es nach der roten Regierung geht.
3. Antwort: Und ich dachte, es ginge um die deutsche Staatsangehörigkeit, nicht bloß um die hessische Landesangehörigkeit oder die Berliner Stadtangehörigkeit. Aber man lernt ja nie aus.

5. Frage: Wie viele Bundesländer hat die Bundesrepublik Deutschland?
Nennen Sie sieben Bundesländer und ihre Hauptstädte!
Antworten:
a) fünfzehn
b) Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln, Bremen (deutsche Schülerin, 15)
Was soll diese Quatschfrage? Wenn Sie den durchschnittlichen Amerikaner nach den Hauptstädten von New York, Texas und Kalifornien fragen, wird er Ihnen antworten: New York City, Dallas und Los Angeles. Und wenn Sie ihn fragen, nach wem Washington, Chicago und San Diego benannt sind, wird er Ihnen antworten: Nach einem Indianerhäuptling, nach einer Basketballmannschaft und nach Diego Maradona. Was erwarten Sie denn von jemandem, der im deutschen Fernsehen täglich erzählt bekommt, daß der Colorado River nach einer Lakritzmischung benannt ist und daß Kühe lila sind? (Amerikanerin, 25, ehemalige Austauschschülerin).
Nachfrage: Was schlagen Sie vor, dagegen zu tun? Diese Werbung für Haribo-Lakritzen und Milka-Schokolade verbieten?
2. Antwort: Nein, aber wenn Ihnen das mit den Bundesländern so wichtig ist, sollten Sie es machen wie wir: Bringen Sie oben links in Ihrer Fahne ein Feld an, und für jedes Bundesland setzen Sie einen Stern hinein. Übrigens sieht man ja kaum Fahnen bei Ihnen. Bei uns hat jeder anständige Bürger ein Sternenbanner zuhause; Ihre Flagge sieht man dagegen selbst vor öffentlichen Gebäuden nur dann, wenn irgendein Politiker gestorben ist, auf Halbmast.
[Nachbemerkung Dikigoros: Diese Antwort ist seit der Fußball-WM 2006 überholt!]


6. Frage: Nennen Sie drei Staaten, die an die Bundesrepublik Deutschland grenzen!
Antworten:
Italien, Spanien, Türkei (deutsche Schülerin, 15, wie vor)
Kenn ich sogar sechs: Polen, Österreich, Frankreich, Schweiz, Niederlanden, Dänmark (einbürgerungswilliger Muslim, 35, Asylantrag rechtskräftig abgelehnt, seit 11 Jahren in der BRD geduldet, lebt mit Frau und sechs Kindern von Sozialhilfe)
Nachfrage: Sie kennen sich aber gut aus...
2. Antwort: Ja, sind alle Scheißeländer!
2. Nachfrage: Wie bitte?
3. Antwort: Ja, in Polen nur Katholiken, in Österreich seit 60 Jahre Juden in Regierung, in Frankreich nicht wollen Gottesstaat, in Schweiz nackte Schlampe in Fernsehshow, in Niederlanden verurteilen Muslim, die haben getöten schwule Glatzkopf die gehetzen gegen Islam, in Dänmark sogar haben beleidigen unsere Profet und haben nicht gestrafen Journalist, und Regierungschef haben nicht entschuldigen.

[Auf daß Frankreich niemals ein islamisches Land werde!]

[M. Hunziker] [Pim Fortuyn, von Muslimen ermordet] [Dänische Karikatur]

3. Nachfrage: Aber in Deutschland gibt es auch Menschen, die keinen islamischen Gottesstaat wollen...

4. Antwort: Ach, das ist ganz kleine Minderheit, wird nur immer übertrieben. Deutschland wunderbare Land, in alle Städte Moscheen. Wenn wir in Regierung, Scharia einführen, alle Schlampen gesteinigen, alle Journalisten die beleidigen unsere Profet Kopf ab, alle Juden vergasen, ich lieben Hitler, ich lieben Deutschland.
4. Nachfrage: Aber Frau Hunziker ist gar keine Schweizerin, sondern Italienerin, die Karikaturen, über die sich alle so aufgeregt haben, kamen gar nicht von einer dänischen Zeitung, sondern von einem muslimischen Asylanten in Dänemark, der sie in Ägypten veröffentlicht hat, und Herr Fortuyn war ein großer Bewunderer Hitlers.
5. Antwort: Aber war schwul.
5. Nachfrage: Die Bürgermeister von Berlin, München, Hamburg und Bremen sind auch schwul, und große Muslimfreunde; Herr Wowereit ist gerade im Begriff, eine große, 'zig Millionen Euro teure Kampagne zur Einbürgerung aller Ausländer ohne Ansehen von Rasse, Religion und kulturellem Hintergrund zu starten, und das, obwohl Berlin so gut wie bankrott ist. Was wollen Sie denn mit denen machen?
6. Antwort: Kastriere, Kopf ab. Und Niederlanden auch ohne Fortün Scheißeland, weil zeigen Einwanderer Film von Obenohnestrand. Italia und Ägypt auch Scheißeländer, müssen endlich überall einführen Sharia, dann gesteinigen und Kopf ab.
(Anm.: Ein Kollege von Dikigoros, der bei dem Interview zugegen war, hat den Betreffenden beim zuständigen Ausländeramt und bei der zuständigen Staatsanwaltschaft angezeigt - er hat bis heute nicht mal eine Eingangsbestätigung erhalten. Zwei Zeitungsredaktionen, denen er die Geschichte zur Veröffentlichung angeboten hat, haben gekniffen. Deutschland ist wirklich ein wundersames, pardon wunderbares Land, und die BRD ist ein wunderbarer Rechtsstaat, in dem volle Pressefreiheit herrscht!
Nachtrag: Zwei Wochen später erhielt der Kollege ein kurzes Schreiben, das ihm in dürren Worten mitteilte, daß die beschuldigte Person namentlich nicht bekannt und auch nicht zu ermitteln sei. "Da haste dir wohl eine falsche Identität unterjubeln lassen," meinte der Kollege. "Ach was, der Mann wohnt seit Jahren in einem Haus, das von einem meiner Mandanten verwaltet wird." - "Ach, das ist nicht etwa der Typ, von dem du mir mal erzählt hast, daß er die Anmeldung immer vertrauensvoll seinen Mietern überläßt?" - "Der ist gemeldet, er bezieht doch Stütze! Aber Du weißt ja, daß man arabische Namen so oder so transkribieren kann - hat er sich halt etwas anders geschrieben, das fällt doch niemandem auf, die Überweisungen kommen an, auch wenn der eine oder andere Buchstabe abweicht; aber bei den Behörden fällt er damit durchs Computerraster - so wird eben im öffentlichen Dienst bei uns gearbeitet!")

7. Frage: Welche Voraussetzungen muß man erfüllen, um deutscher Staatsbürger zu werden?
Antwort: Mann? Männer müssen 100 dusselige Fragen richtig beantworten; Frauen habens leichter, die brauchen nur einen Deutschen zu heiraten und drei Jahre zu warten.
[Anm. Dikigoros: Der Kandidat irrt - auch ausländische Männer brauchen nur eine Deutsche zu heiraten und drei Jahre zu warten; Deutsche, die dumm genug sind, das mitzumachen, gibt es auch beim weiblichen Geschlecht mehr als genug; Dikigoros kennt mehrere Fälle persönlich - nicht nur aus seiner Anwaltspraxis.]

8. Frage: Nennen Sie drei Gründe, warum Sie deutscher Staatsbürger werden wollen?
Antwort: Wie soll ich das beantworten können? Ich bin doch gebürtige Deutsche!
Nachfrage: Es gibt viele, die von sich behaupten, gebürtige Deutsche zu sein, aber das Pech gehabt zu haben, außerhalb der BRD geboren zu sein und deshalb keinen bundesrepublikanischen, sondern z.B. einen sowjet-russischen Paß zu haben.
2. Antwort: Aber ich bin auch gebürtige Bürgerin der Bundesrepublik!
2. Nachfrage: Die meisten, denen ich diesen Fragebogen vorlege, sind gebürtige BRD-Bürger; ich will ja gerade wissen, ob die den richtig ausfüllen können, um beurteilen zu können, ob es fair ist, das von einem einbürgerungswilligen Ausländer zu verlangen!
3. Antwort: Ich nehme mal an, daß die an den Segnungen unseres Sozialsystems teilhaben wollen, auf gut Deutsch: die wollen bei uns schmarotzen!
3. Nachfrage: Pardon, Madame, aber wer immer in unser Sozialsystem einwandert, egal ob legal oder illegal, kann hier, um Ihrer Wortwahl zu folgen, nach Herzenslust schmarotzen, auch ohne Deutscher zu sein - dafür brauchts keinen BRD-Paß.
4. Antwort: Aber das Wahlrecht...
4. Nachfrage: Glauben Sie wirklich, daß das Recht, alle paar Jahre ein Kreuzchen auf einer von den Parteien vorgefertigten Liste zu machen, den Aufwand wert ist? Ich meine, in den Augen eines Ausländers.
5. Antwort: Tja, dann weiß ichs auch nicht - vielleicht, weil sie sonst keinen Wehrdienst leisten dürfen?
5. Nachfrage: Sie sind schon nah dran!
6. Antwort: Ach so, sie dürfen sonst keine Beamte werden!
6. Nachfrage: Und die beiden übrigen Gründe?
7. Antwort: Hm... ach so - wenn sie einen Mord begangen haben und ihnen zuhause dafür die Todesstrafe droht, können sie als Bundesbürger nicht mehr ausgeliefert werden.
7. Nachfrage: Da machen Sie sich mal keine Sorgen, die werden auch ohne BRD-Paß nicht ausgeliefert. Schließlich sind wir hier im Schlaraffenland - wußten Sie das nicht?
8. Antwort: Nee, ganz und gar nicht.
8. Nachfrage: Könnte es sein, daß Sie sich bei Mickey Mouse und Donald Duck, Asterix und Obelix besser auskennen als bei den Gebrüdern Grimm und Ludwig Bechstein? Das Märchen vom Schlaraffenland ist altes deutsches Kulturgut!
9. Antwort: Also, erstens habe ich mal gehört, daß die Märchen der Grimms eigentlich aus Frankreich stammen, und zweitens kenne ich die sehr gut, auch das vom Schlaraffenland. Und mir ist noch nicht aufgefallen, daß einem hier die gebratenen Händl ins Maul fliegen oder daß das Geld auf den Bäumen wächst.
9. Nachfrage: Sie haben Recht, Madame, daß von den mehreren hundert Märchen ein knappes Dutzend aus Frankreich stammen, darunter einige der bekanntesten; aber gerade das Märchen vom Schlaraffenland kommt mit Sicherheit aus Deutschland, das haben schon Sebastian Brant und Hans Sachs gekannt. Und was die Einzelheiten anbelangt: Noch die Menschen des 19. Jahrhunderts hätten es durchaus so empfunden, daß das Geld bei uns auf den Bäumen wächst - schauen Sie sich die wertlosen Papierlappen aus Altholz, die keiner Inflation und keiner Währungsreform stand halten, doch mal an! Und die gebratenen Hähnchen können Sie heute doch fix und fertig an der Grillbude kaufen; zu Zeiten der Gebrüder Grimm, ach was sage ich, noch zu Zeiten meiner Oma mußten Sie die erstmal schlachten, dann rupfen und stundenlang zubereiten, da gab es noch keine Elektro-Öfen, geschweige denn den Bratmaxe an der nächsten Ecke. Und einiges ist doch zeitlos und heute aktueller denn je. Erinnern Sie nicht den Satz: "Den aber, welchen das allgemeine Stimmrecht als den Faulsten und zu allem Guten Untauglichsten erkannt, der wird Herrscher über das ganze Land und hat ein großes Einkommen"?
10. Antwort: Nein, der Satz kommt bei den Grimms mit Sicherheit nicht vor; und von Bechstein kenne ich ihn auch nicht.
[Anm. Dikigoros: Die Frau hat - beinahe - Recht. In der Grimm'schen Kurzfassung kommt der Satz tatsächlich nicht vor; und die in der BRDDR gar nicht existierende, unsichtbare Zensur hat es geschafft, ihn auch aus allen modernen Bechstein-Ausgaben zu entfernen, u.a. aus allen, die im Internet kursieren. Und da es das Märchen dort umsonst gibt, wird sich wohl kaum noch jemand die Mühe und die Kosten machen, etwa die letzte vollständige Ausgabe - von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt, 1983 - anzuschaffen. Ihr seht, welche Angst die Herrschenden selbst vor Märchen haben! Und da Dikigoros zuvor die Fassung von Hans Sachs erwähnt hat, will er noch nachtragen, daß der seinerzeit sogar den Föderalasmus, pardon Föderalismus voraus gesehen hat. Bei ihm folgt auf den Vers mit dem Herrscher - König - über das ganze Land nämlich noch einer über die Landesfürsten, die wüst, wild, unsinnig, grob und unverständig sind. Welcher Ministerpräsident eines Bundeslandes könnte sich davon frei sprechen? Aber wer kennt schon noch Hans Sachs? War das nicht ein Vorläufer des Faschismus? Schließlich hat Wagner eine Oper über ihn geschrieben - "Die Meistersinger von Nürnberg" -, die auch Hitler mal besucht haben soll und die außerdem noch Anfang 1945 aufgeführt wurde, also ein "Durchhaltestück" und "Kriegspropaganda" war; das reicht heutzutage aus, um für alle Zeiten verfemt zu sein!]

9. Frage: Was verstehen Sie unter "Reformation" und wer hat sie eingeleitet?
Antwort: Ich weiß, daß das irgendwas mit der evangelischen Religion zu tun hat, aber ich bin Katholikin - muß ich das wirklich wissen?
Nachfrage: Ich bin auch kein Protestant und weiß es - also?
2. Antwort: Irgendwann haben sich Luther, Calvin, Zwingli und noch so ein paar evangelische Fieslinge zusammen getan und die Kirche gespalten. Wer der erste war, weiß ich nicht genau, ich glaube Jan Hus (polnische Altenpflegerin, Ende 30, noch unentschieden, ob sie sich um die deutsche Staatsangehörigkeit bewerben soll).
[Anm.: Frau Dikigoros ist Lutheranerin, muß es also genau wissen. Sie glaubt immer noch felsenfest daran, daß Dr. Martin Luther anno 1517 zu Wittenberg 95 evangelische Thesen ans Kirchentor genagelt hat, und daß damit die Reformation begann, so wie andere Leute an die Jungfräulichkeit der Mutter Gottes, den Weihnachtsmann oder den Osterhasen glauben. Ob solche Glaubensfragen geeignet sind, heraus zu finden, wer ein guter Deutscher wird und wer nicht, wagt Dikigoros freilich zu bezweifeln. Außerdem ist Vorsicht geboten: Luther war bekennender Anti-Semit oder genauer gesagt Anti-Judaist, auch wenn die BRDDR-Zensur alle diesbezüglichen Passagen aus seinem Werk - und das sind gar viele - sorgfältig getilgt hat; es könnte also eines Tages strafbar sein, ihn zu kennen! Dann müßte die politisch korrekte - und auch historisch korrektere - Antwort tatsächlich "Jan Hus" lauten.]

10. Frage: Welche Versammlung tagte im Jahr 1848 in der Frankfurter Paulskirche?
Antwort: Eine Versammlung spinnerter Professoren und anderer selbsternannter "Gelehrter", die sich einbildeten, legitimiert zu sein, über eine neue deutsche Verfassung zu bestimmen. Sie boten diversen deutschen Fürsten einen imaginären Thron mit einer imaginären Krone an, ernteten aber allenthalben nur Hohn und Spott. Nachdem sie sich ein paar Monate herum gestritten und unheimlich viel Bier gesoffen hatten, gingen die meisten von ihnen wieder nach Hause; der Rest, der die Kirche nicht verlassen wollte, wurde von der Polizei zwangsgeräumt. 100 Jahre lang krähte kein Hahn nach ihnen (nicht einmal Otto Hahn, vgl. Frage 96 :-), erst 1949 entblödeten sich einige Politiker nicht, sie als "Vorbild" für die deutsche Verfassung hinzustellen.

11. Frage: Die erste Republik mit demokratischer Verfassung in Deutschland wurde 1918 ausgerufen.
Wie wird diese erste deutsche Republik genannt?
Antworten:
a) Die Frage ist falsch gestellt. Als 1918 ein gewisser Scheidemann - ohne jegliche Legitimation - "die Republik" ausrief, gab es noch gar keine republikanische Verfassung, geschweige denn eine demokratische, denn die des Kaiserreichs - die demokratischer war als viele Verfassungen so genannter "demokratischer Republiken" von heute - galt ja nicht mehr.
b) Ist das als historische Frage gemeint?
Nachfrage: Wie Sie meinen, keine Ausflüchte!
2. Antwort: Also wie wurde sie genannt?
2. Nachfrage: Ja, meinetwegen.
3. Antwort: von 1919 bis 1933 "Deutsches Reich", von 1933-1945 "Systemzeit" oder "Republik der Novemberverbrecher"...
3. Nachfrage: Danke, so genau wollte ich es gar nicht wissen.
4. Antwort: Sie wollen nicht wissen, wie man sie heute nennt und warum?
4. Nachfrage: Ich glaubs Ihnen, behalten Sie es lieber für sich, insbesondere letzteres ist zu peinlich...

12. Frage: Wann ging diese erste deutsche Republik zu Ende?
Antwort: Wenn man diese "erste deutsche Republik" an der Weimarer Verfassung festmacht, dann 1945, denn solange galt die weiter; erst die alliierten Besatzer lösten das Deutsche Reich auf.

13. Frage: In welchen Jahren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Deutschland eine Diktatur?
Antwort: Was verstehen Sie unter einer Diktatur?
Nachfrage: Es geht hier nicht darum, was ich persönlich unter einer Diktatur verstehe, sondern was die Einwanderungsbehörde darunter versteht.
2. Antwort: Nämlich?
2. Nachfrage: Nun, eine Regierung ohne parlamentarische Mehrheit.
3. Antwort: Hm... dann gibt es gleich zwei Antworten.
3. Nachfrage: Nämlich?
4. 1930-33, die Zeit der präsidialen Notstandskabinette unter Brüning, v. Papen und Schleicher. Und 1945-49, die Zeit der alliierten Militärregierung, als alle Deutschen völlig rechtlos waren.
4. Nachfrage: Und die Zeit dazwischen?
5. Antwort: Ja wie, hatte Hitler nicht immer eine parlamentarische Mehrheit?

14. Frage: Wie hieß die damals herrschende Partei?
Antwort: Die Diktatoren herrschten damals wie gesagt ohne Parteien.
[Anm.: Dikigoros: Gemeint ist natürlich die NSDAP. Dazu schrieb der Historiker und Spiegel-Redakteur Heinz Höhne, Autor des anerkannten Standardwerks "Der Orden unter dem Totenkopf": "Hitler wehrte sich dagegen, die Totalität des Staates zu verwirklichen, deren Errichtung er jahrelang versprochen hatte. Er verhinderte, was jedem Parteigenossen selbstverständlich erschienen war: die Übernahme des Staates durch die Partei. Die NSDAP wurde zwar einzige legale Partei im Dritten Reich, aber ohne je die totale Macht zu erlangen. Partei und Staat durften sich niemals vereinigen, wenn Hitler auch wiederholt ihre Verschmelzung ankündigte. Selbst das Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat billigte der Partei nur eine propagandistische Aufgabe zu, als 'Trägerin des deutschen Staatsgedankens'. Wo immer die Partei versuchte, sich neben Hitler als eigenständige Macht zu etablieren, entzog er ihr den Boden. Ein ausgeklügeltes Verfahren der Multiplikation verhinderte, daß einer der Parteiunterführer sich mit einem anderen gegen Hitler verschwören konnte. Himmler, Göring, Goebbels, Darré und wie sie noch alle heißen mochten - jeder von ihnen erhielt weitreichende Aufgaben, aber keine genauen Kompetenzen..." Höhne nannte das zusammenfassend "ein System dauernder Selbstbehinderung" mit einem "Chaos der Kompetenzen und Hierarchien"; ein britischer Staatsrechtler, der nicht wüßte, wovon da die Rede ist - also unter Auslassung der Namen -, würde das "a system of checks and balances" nennen und es als Kennzeichen einer besonders guten Demokratie und eines besonders guten Rechtsstaats hinstellen. Wenn das so gewesen wäre, würde das wohl einen, wenn nicht sogar den grundlegenden Unterschied zwischen dem politischen System des Dritten Reichs und dem der mehr oder weniger totalitären Ein- oder Mehr-Parteien-Diktatur darstellen, wie es heute in den meisten Staaten der Welt vorherrscht - auch in den so genannten "Demokratien". (Der Begriff "Volks-Demokratie" ist ein Pleonasmus, denn "Demos" ist ja das griechische Wort für "Volk" :-) Dikigoros vermag allerdings nicht zu beurteilen, ob Höhne in diesem Punkt richtig lag; er schrieb das zu einer Zeit, als es Mode war, alles dem "Alleinherrscher" Hitler in die Schuhe zu schieben, um seine Partei ebenso wie deren Wähler weiß zu waschen. Dikigoros bezweifelt grundsätzlich, daß eine solche "Alleinherrschaft" überhaupt möglich ist; ohne Mittäter und Beihelfer geht nichts.]

15. Frage: Erläutern Sie den Begriff "Holocaust"!
Antwort: Gab es da nicht mal so eine Plakataktion von Lea Rosh?

[Plakat von Lea Rosh]

(Anm. Dikigoros: Es handelt sich um die englische Verballhornung des griechischen Wortes "holokavtomai", vollständig verbrannt werden, im Gegensatz zum "normalen" Opfer, bei dem das Opfertier - bei den Juden bis in die Zeit des Alten Testaments hinein auch der Opfermensch, wie die Geschichte von Isaak zeigt - nur gebraten und anschließend bei einer sakralen Feier gemeinsam verzehrt wurde. Der Begriff wurde erstmals von Briten des 16. Jahrhunderts auf die Hinrichtung puritanischer [fundamentalistischer] Calvinisten und Terroristen durch die katholische Königin Maria ["Bloody Mary"] angewendet - die Verbrennung auf dem Scheiterhaufen. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff von jüdischen Lobbyisten-Verbänden und "pressure groups" wieder aufgegriffen und in schamlosester Weise mißbraucht, um das, was 1941-44 in einigen Konzentrationslagern auf dem Boden des "Generalgouvernements" und des "Protektorats Böhmen und Mähren" geschehen war, kommerziell auszuschlachten. Eine Vorreiterrolle spielte dabei die "Jewish Claims Conference", die offiziell allerdings erst anno 2008 als kriminelle Vereinigung entlarvt wurde.)

16. Frage: Wenn jemand den Holocaust als Mythos oder Märchen bezeichnet: Was sagen Sie dazu?
Antwort: Ich hab' nichts gegen Märchen. Was ist denn das, Mühtoß?
[Anm. Dikigoros: zur Definition des "Mythos" vgl. hier. Es entbehrt nicht einer gewissen Tragikomik, daß ausgerechnet der Holocaust - der reale, nicht das, was die Macher des Shoa-business später daraus gemacht haben - Katalysator war für die Verwirklichung des eigentlichen Mythos der jüdischen Diaspora, nämlich daß der alttestamentarische Gott Jahwe den Israeliten das Recht auf Landnahme in Palästina unter Ausrottung aller anderen dort lebenden Völker und Stämme mit Feuer und Schwert gegeben habe. Aber das war hier wohl nicht gemeint.]

17. Frage: Erläutern Sie den Begriff "Existenzrecht" Israels?
Antwort: Wieso schreiben Sie "Existenzrecht" in Anführungsstrichen?
Nachfrage: Gemeint ist natürlich "Existenzrecht Israels"!
2. Antwort: Heißt das, daß Sie den Staat Israel ebenso wenig anerkennen wie die "DDR"?
2. Nachfrage: Lassen Sie die Anführungsstriche einfach ganz weg, verdammt nochmal!
3. Antwort: Haben Sie das Existenzrecht der DDR jemals anerkannt?
3. Nachfrage: Ersetzen Sie "Existenzrecht" durch "Lebensrecht"!
4. Antwort: Ich erkenne das Lebensrecht der Juden an; sie können alle in die USA auswandern und dort leben. Sagen Sie mal, das ist jetzt schon die dritte Frage zu diesem leidigen Thema. Prüfen Sie hier eigentlich, ob jemand die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen kann oder die israelische? Das letztere wäre müßig, denn die Israelis geben niemandem ihre Staatsangehörigkeit, der nicht Jude ist - da könnte er so viele Fragebögen ausfüllen wie er wollte! Fragen Sie doch mal einen der vielen tausend Juden aus Osteuropa, die Sie jeden Monat ungeprüft ins Land lassen und mit "Wiedergutmachungsgeldern" pampern, ob er das Existenzrecht der Palästinenser anerkennt!
4. Nachfrage: Die Nazis haben aber leider keine Araber, sondern Juden...
5. Antwort: Was meinen Sie mit "leider"?
5. Nachfrage: Ich stelle hier die Fragen. Meinen Sie wirklich, Ihre Landsleute könnten Sympathien wecken, wenn sie ständig für ihre vermeintlichen Rechte Selbstmordanschläge gegen Zivilisten verüben?
6. Antwort: Jemand hat mal gesagt: "Jeder Staatsbürger ist verpflichtet, für sein Land zu sterben; niemand ist verpflichtet, für sein Land zu lügen." Schämen Sie sich eigentlich nicht, in einem Staat zu leben, der die Lüge von 6 Millionen getöteten Juden zur Richtschnur seiner Politik macht? Meine Leute tun nur ihre Pflicht.
7. Nachfrage: Der Satz, den Sie da eben zitiert haben, ist 250 Jahre alt und stammt nicht von einem Deutschen, sondern von einem Franzosen. Wenn Sie glauben, daß die 5. Republik auf weniger Lügen gegründet ist als die BRD, warum bewerben Sie sich dann nicht um die französische Staatsangehörigkeit?
7. Antwort: Sollen die Leute, die von Verbrechern regiert werden, alle auswandern und das Land ihren Feinden überlassen? Wie jedes Jahr 'zigtausende Ihrer Landsleute die BRD verlassen? Wir Palästinenser werden nicht gehen, auch wenn die Flüchtlingslager...
8. Nachfrage: ...von Verbrechern regiert werden? Hamas? Fatah?
8. Antwort: Die belügen uns wenigstens nicht. Und wenn sie es täten, würden wir...
9. Nachfrage: ... für sie sterben, weil Montesquieu das zur Pflicht erklärt hat?
9. Antwort: Nein, sie zum Teufel jagen. Jemand, der kein Franzose war, hat vor 80 Jahren geschrieben: "Wenn eine Regierung droht, das Volk in den Untergang zu führen, dann ist Widerstand dagegen nicht nur das Recht, sondern die Pflicht eines jeden Staatsbürgers." Aber dieses Zitat kennen Sie wahrscheinlich nicht.
10. Nachfrage: Doch, ich kenne sogar die richtige Fassung, während Sie nur die arabische Übersetzung rückübersetzt haben. Was glauben Sie, warum das Buch, aus dem Sie das haben, bis heute in der BRD verboten ist, während es überall sonst auf der Welt, insbesondere in Palästina, ein Bestseller ist?
10. Antwort: Soll das eine einbürgerungsrelevante Frage sein?
11. Nachfrage: Warum zum Teufel wollen Sie die Juden unbedingt aus Nahost vertreiben? Die sind nun mal da, und die waren schon vor über 2000 Jahren dort.
11. Antwort: Wenn Sie aus Ostdeutschland kämen, würde ich zurück fragen: Warum wollen Sie unbedingt Schlesien und Pommern zurück haben? Die Polen sind nun mal da, und die waren wahrscheinlich schon vor über 2000 Jahren dort.
12. Nachfrage: Mein Großvater kam aus der Provinz Posen; aber da gibt es einen ganz wesentlichen Unterschied. Vor 2000 Jahren gab es in Schlesien, Pommern, West- und Ostpreußen nur Sümpfe und Wälder; alles, was dort 1945 an Städten, Landwirtschaft und Industrie bestand, hatten die Deutschen aufgebaut; also hatten sie ein moralisches Recht darauf - finden Sie nicht?
12. Antwort: Ich verstehe nicht, worauf Sie mit Ihrer Frage hinaus wollen.
13. Nachfrage: Auf den Unterschied zwischen den Polen und den Deutschen einerseits und den Israelis und den arabischen Palästinensern andererseits. Die Polen haben 1945 blühende Landschaften geraubt und sie im Laufe der Jahre durch ihre Unfähigkeit völlig herunter gewirtschaftet. Die Araber waren dagegen 2.000 Jahre lang nicht in der Lage, in "Palästina" etwas Vernünftiges aufzubauen; das haben vielmehr die Israelis binnen ein, zwei Generationen getan - gibt ihnen das nicht ein moralisches Recht darauf, das zu behalten?
13. Antwort: Wir sind hier im Rheinland. Was würden Sie sagen, wenn eines Tages die Italiener nach Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Neuss und Xanten kämen und sagten: Unsere Vorfahren haben das alles vor 2000 Jahren hier aufgebaut, und die unfähigen Germanen haben es geraubt und herunter gewirtschaftet; jetzt wollen wir es wieder haben?
14. Nachfrage: Darauf würde ich antworten: Bitte, Ihr könnt die paar hundert Quadratmeter, aus denen Eure befestigten Lager bestanden, zurück haben und in den Ruinen Freilichtmuseen, Pizzerien oder sonstwas betreiben, wenn Ihr dazu in der Lage seid - aber ohne Zuschüsse aus deutschen Steuergeldern -; alles andere haben meine Vorfahren aufgebaut. Aber ich fürchte, die Palästinenser kämen, wenn Sie dieses Modell auf den Nahen Osten übertrügen, nichtmal zu Freilichtmuseen, sondern bestenfalls zu einem Haufen Wüstensand, auf dem sie zelten können. Und um nochmal auf die ehemals deutschen Ostgebiete zurück zu kommen: Ich habe nicht das geringste Interesse daran, die zurück zu holen; wir haben uns schon das von den Russen ruinierte Mitteldeutschland ans Bein gebunden mit 16 Millionen Ossis als Kostgänger, was uns beinahe das Genick gebrochen hätte - wie kämen wir dazu, uns auch noch Millionen Tschechen und Polaken aufzuhalsen, da wir sie nun mal leider nicht zurück treiben können wo sie her gekommen sind und hingehören?
14. Antwort: Sie haben sie doch sogar in die EU aufgenommen!
15. Nachfrage: Ja, das war der größte Fehler, den die Politiker West- und Mitteleuropas in den letzten 50 Jahren begangen haben und für den man die Verantwortlichen allesamt an die Wand stellen sollte. Ist Ihnen eigentlich klar, wie großzügig die Israelis mit Ihnen verfahren sind? Niemand hat Sie vertrieben - Sie hätten durchaus alle im Lande bleiben können, wenn Sie nur den israelischen Staat anerkennen würden, der viel besser für Sie sorgen würde als Jordanien, Syrien oder Ägypten, geschweige denn diese verbrecherische "Autonomiebehörde" der PLO! Warum gehen Sie nicht zurück?
15. Antwort: Weil ich hier bleiben will! Was soll ich in Groß-Israel? Ich kann Hebräisch - im Gegensatz zu Deutsch - weder lesen noch schreiben und nur mühsam sprechen und verstehen. Hier habe ich mein Auskommen, dort stünde ich vor dem Nichts; und in meinem Alter nochmal ganz von vorne anzufangen...
16. Nachfrage: Und wenn die Palästinenser einen eigenen Staat bekämen, von der EU, sprich der BRD finanziert - wie es die "Autonomiebehörde" ja jetzt schon ist -, und wenn wir Ihnen Ihre Rente dorthin nachschicken würden?
16. Antwort: Auch dann würde ich lieber in Deutschland bleiben.
17. Nachfrage: Auch ohne deutschen Paß - denn den bekommen Sie nicht, wenn Sie nicht bereit sind, wenigstens ein Lippenbekenntnis zum Existenzrecht Israels abzulegen?
17. Antwort: Auch ohne deutschen Paß.
(Palästinenser, 62, seit über 30 Jahren als anerkannter Asylant in der BRD lebend, fließend Deutsch sprechend).

18. Frage: Welches Ereignis fand am 20. Juli 1944 statt?
Antwort: Sie meinen, welches Ereignis fand da nicht statt?
Nachfrage: Meinetwegen auch das, aber komm mir jetzt nicht damit, daß das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft abgesagt wurde wegen der Luftangriffe auf Berlin!
2. Antwort: Wegen welcher Luftangriffe?
2. Nachfrage: Vergiß die Luftangriffe - was war am 20. Juli 1944?
3. Antwort: Da hat eine kleine Gruppe adeliger Offiziere versucht zu putschen, um das Kaiserreich wieder herzustellen. Bei einem Terroranschlag auf das Führerhauptquartier haben sie zwar zahlreiche Menschen ermordet, aber Hitler hat überlebt, weil der Anführer zu feige war, bis zur Zündung seiner Bombe auszuharren .
3. Nachfrage: Kennst du irgendeinen der Attentäter?
4. Antwort: Woher denn, die haben sie doch hingerichtet, lange bevor ich geboren war.
4. Nachfrage: Ich meine, ob Du den einen oder anderen wenigstens dem Namen nach kennst.
5. Antwort: Moment mal, da stand doch erst kürzlich was in der Zeitung... Richtig: v. Stauffenberg, der war auch Nazi, jedenfalls solange wie es bergauf ging. Später haben die Ratten dann das sinkende Schiff verlassen.

[Stauffenberg] [Die Ratten betreten das sinkende Schiff]

5. Nachfrage: Was soll's, ich wäre schon froh, wenn nicht noch mehr Ratten das sinkende Schiff betreten würden...
Mensch, wenn Du so antwortest, wirst Du nie eingebürgert; das ist die eine Frage, deren richtige, pardon falsche Beantwortung Dir niemand verzeihen wird. Die Legende vom 20. Juli 1944 ist die Lebenslüge der BRD, aber glaub bloß nicht, daß die Lebenslügen der anderen Staaten und Völker besser sind.
6. Antwort: Was soll ich denn nun sagen?
6. Nachfrage: Also schön, zum Mitschreiben: Am 20. Juli 1944 unternahm die ganz überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes aus gut-demokratischer Gesinnung den Versuch, das ungeliebte NS-Regime, an seiner Spitze den teuflischen Diktator Adolf Hitler, zu stürzen. Leider scheiterte das Attentat des adeligen Ehrenmannes Graf Claus Schenck v. Stauffenberg, und er wurde ruchlos von den bösen Nazis ermordet. Seither gedenken alle anständigen Deutschen jener Heldentat und ihrer Täter alljährlich in tiefer Anteilnahme. Erst kürzlich habe auch ich wieder unter Aufbietung meines letzten Spargroschens einen dicken Lorbeerkranz gekauft und persönlich an seinem Ehrenmal niedergelegt und drei Avemaria gebetet, daß er bald heilig gesprochen wird.
7. Antwort: Drei Avemaria? Also ich glaube, ich werde mir das mit dem Einbürgerungsantrag nochmal überlegen...
(Gymnasiast, 17, nicht auf Anhieb als Türke zu erkennen, hoffnungsvoller Nachwuchsfußballer bei einem bekannten Verein nördlich von Köln [Nachtrag: dort inzwischen "aussortiert" und bei einem NRW-Ligisten spielend])

Antwort: Da ist ein Attentat gegen Hitler gescheitert. Und der Attentäter wäre nächstes Jahr 100 geworden. Da werden Sie sicher wieder groß feiern.
Nachfrage: Donnerwetter, da wissen Sie aber gut Bescheid, wie kommt denn das? Das Thema betrifft doch die Palästinenser gar nicht?
2. Antwort: Sie bemerken es bloß nicht, weil Sie auf einem Auge blind sind. Wenn Ihre Leute einen Anschlag auf Hitler unternehmen, dann sind es tapfere Helden. Aber wenn meine Leute Anschläge auf die Israelis unternehmen, dann sind es feige Terroristen. Sie merken gar nicht, wie sehr Sie da mit zweierlei Maß messen, und dazu noch völlig verkehrt. Ihr Stauffenberg war ein Feigling, er hatte Angst zu sterben, sonst hätte sein Anschlag nämlich Erfolg gehabt. Meine Leute dagegen sind mutig, weil sie genau wissen, daß sie bei dem was sie tun sterben, auch wenn sie keinen Erfolg haben.
2. Nachfrage: Erstens ist das nicht mein Stauffenberg; den betrachte ich persönlich genau wie Sie als Feigling. Und Mut ist das letzte, was ich den palästinensischen Terroristen absprechen würde. Aber Sie wollen doch nicht im Ernst den Anschlag auf eine Gruppe hoher Militärs einschließlich des Oberbefehlshabers im Krieg vergleichen mit Anschlägen auf Frauen, Kinder und andere wehrlose Zivilisten mitten im Frieden?
3. Antwort: Die Palästinenser leben nicht 'mitten im Frieden', wie Sie das nennen, sondern mitten im Krieg, und wir kämpfen gegen ein brutales Besatzungsregime. Die israelischen Soldaten töten unsere Frauen und Kinder, warum sollen wir das umgekehrt nicht auch tun? Außerdem sind die israelischen Frauen ebenso Reservisten wie die Männer, und ihre Kinder werden eines Tages auch Soldaten sein, wenn wir sie nicht vorher töten.
3. Nachfrage: Oder die Israelis Sie. Merken Sie nicht, daß Sie damit genau das eines Tages provozieren werden? Und wie rechtfertigen Sie die Mordanschläge islamischer Terroristen überall anderswo in der Welt, wo sie nicht unter einem wie auch immer gearteten Besatzungsregime leben?
4. Antwort: 'Überall auf der Welt' ist wohl etwas übertrieben von Ihnen. Aber wenn Sie Afghanistan meinen, weil dort auch Ihre Landsleute Opfer von Anschlägen werden, kann ich nur sagen, daß Sie auch da mit zweierlei Maß messen: Die Truppen der Amerikaner, Deutschen und anderer Westler haben das Land überfallen, ohne Kriegserklärung und ohne jeden Grund, denn die Anschläge vom 11. September 2001 sind nicht von Afghanistan ausgegangen, sondern von Saudis, die z.T. in Deutschland lebten. Warum haben die Amerikaner da nicht Deutschland oder Saudi-Arabien überfallen? Die Taliban sind Freiheitskämpfer, denn die verteidigen nur ihr eigenes Land gegen ausländische Aggressoren; als die Russen Afghanistan überfallen hatten, haben das übrigens noch alle anerkannt, auch die Amerikaner und die Deutschen, die haben sie sogar finanziert, ausgerüstet und ausgebildet.
4. Nachfrage: Pardon, aber wollen Sie bestreiten, daß das Äl-Qaidā-Pack, das sich in Afģānistān eingenistet hat, ebenfalls aus 'ausländischen Aggressoren', wie Sie das nennen, besteht? Warum kämpfen die Talibän nicht gegen die? Dann könnten die Westmächte sofort abziehen!
5. Antwort: Um mit den abgezogenen Truppen welches andere islamische Land anzugreifen? Pakistan oder den Iran?
5. Nachfrage: Sie tun so, als ob sich die Anschläge muslimischer Terroristen immer gegen böse Besatzungsregimes richten, aber dafür haben Sie nur zwei Beispiele gefunden. Was ist denn mit den Anschlägen innerhalb islamischer Länder, z.B. Irāq oder Algerien?
6. Antwort: Im Irak richten sich die Anschläge gegen eine vom Westen gewaltsam eingesetzte Marionetten-Regierung, die Besatzern gleich steht, genau wie die in Kabul. Und in Algerien hat ein ebenfalls dem Westen höriger Staatspräsident seine eigene Bewegung verraten und die FLN verboten, die bei freien Wahlen... sonst reden Sie doch immer so groß von der Demokratie!"
6. Nachfrage. Pardon, aber der algerische Präsident hat bei der letzten Wahl, die kein einziger internationaler Beobachter, auch kein islamischer, beanstandet hat, glatte 85% bekommen, und das bei einem halben Dutzend Gegenkandidaten. Meinen Sie wirklich, daß angesichts dieses Umstands die FNL und ihre Sympathisanten ein moralisches Recht zu ihren Anschlägen haben?
7. Antwort: Ich hätte nicht gedacht, daß ausgerechnet Sie so naiv sind, diesen Vollidioten, die die UNO als 'Wahlbeobachter' bezeichnet, zu glauben. Die fanden doch auch an den Wahlen in Venezuela und Rußland nichts auszusetzen; die könnten Sie sogar nach Nordkorea und Zimbabwe schicken, ohne daß die etwas beanstanden würden, so blind sind die. Außerdem ist das doch kein Argument; Hitler hätte, wenn er 1944 Wahlen abgehalten hätte, auch 85% der Stimmen bekommen, egal wieviele Gegenkandidaten er zugelassen hätte, wahrscheinlich sogar mehr als 85%. Meinen Sie wirklich, daß angesichts dieses Umstands die Attentäter vom 20. Juli ein moralisches Recht zu ihrem Anschlag hatten?
7. Nachfrage: Meine Meinung steht hier nicht zur Debatte, sondern Ihre, aber wenn Sie sie hören wollen: Ich glaube nicht, daß sich das vergleichen läßt.
8. Antwort: Darf ich Ihnen trotzdem eine persönliche Frage zum Thema stellen?
8. Nachfrage: Was wollen Sie mit meiner persönlichen Antwort anfangen?
9. Antwort: Ich möchte etwas von einem Christen erklärt haben, das ich als Muslim, obwohl ich schon sehr lange in Ihrem Land lebe, noch immer nicht verstanden habe.
9. Nachfrage: Das wundert mich nicht, denn wer ist hier schon noch Christ. Aber nehmen Sie mal an, ich wäre es, so ein bißchen kenne ich mich da ja noch aus. Aber fragen Sie mich jetzt nicht, ob Stauffenberg ans liebe Jesulein oder die Heilige Jungfrau geglaubt hat oder ob ich glaube, daß er vor seinem Attentat zu Gott gebetet hat.
1. Gegenfrage: Sie verurteilen unsere Martyrer; aber sind nicht auch Ihre Heiligen das zumeist dadurch geworden, daß sie als Martyrer, d.h. für ihren Glauben, gestorben sind?
1. Gegenantwort: Ja, aber die haben niemanden getötet im Vertrauen darauf, daß sie sich zur Belohnung im Firdaus mit einem Haufen Jungfrauen und schwulen Jünglingen verlustieren und unbegrenzte Mengen Alkohol saufen dürfen, sondern sich nur selber töten lassen.
2. Gegenfrage: Ja, wie Ihr Jesus, dieser Masochist, oder Selbstmord begangen, wie Ihr Odin. Übrigens haben auch Ihre germanischen Vorfahren daran geglaubt, daß Krieger, die im Kampf für den eigenen Glauben fallen, nach Wallhall kommen und dort in alle Ewigkeit Met trinken dürfen, während die, die nicht im Kampf fielen, in die Hölle kamen. Halten Sie das für sinnvoller? Sie verurteilen auch unser Gebot, in einer Situation der Schwäche unseren Glauben zu verbergen, und nennen das Heuchelei. Aber finden Sie es wirklich besser, sich lauthals zu seiner Religion zu bekennen, nur um dafür zu sterben?
2. Gegenantwort: Nein, jedenfalls ist Ihre Methode der heimlichen Vorbereitung des Jihād sicher die klügere. Aber Sie fragen den Falschen. Meine Religion schreibt mir nichts dergleichen vor, ich bin weder Odin-Anhänger - obwohl ich soviel weiß, daß man "Hel" nicht einfach mit "Hölle" übersetzen kann - noch Christ noch Jude.
3. Gegenfrage: Und trotzdem haben Sie so viel Verständnis für die Zionisten. Wußten Sie, daß die Juden sogar noch weiter gehen als die Christen und sich gegenseitig umbringen, einschließlich Frauen, Kinder und unschuldiger Zivilisten, wie Sie das nennen, wenn ihnen die Gefahr droht, zwangsbekehrt zu werden? Dabei droht ihnen eine solche Gefahr von Muslimen doch gar nicht, und von Christen auch nur in der Gestalt von ein bißchen Wasser. Sind die Juden so wasserscheu?
3. Gegenantwort: Die Juden müssen sich in einem solchen Fall gegenseitig umbringen, weil ihnen ihre Religion den Selbstmord verbietet; das letztere halte ich übrigens für einen sehr sympathischen Zug des Judentums.
4. Gegenfrage: Das erstere auch? Hatten Sie mir nicht mal erzählt, wie sehr Ihnen die Japaner imponieren? Und wie war das mit dem rituellen Bauchaufschlitzen?
4. Gegenantwort: Ich bin auch kein Buddhist oder Shintoïst, wenn Sie das meinen. Aber lassen wir es gut sein. Sie wissen jedenfalls, was am 20. Juli 1944 geschah; und wie Sie das einordnen war ja nicht gefragt.
(Palästinenser, 62, wie vor [17. Frage])

19. Frage: Was geschah am 8. Mai 1945?
Antwort: keine Ahnung, äh, Moment mal... (nach einem Blick auf die 20. Frage): Zusammenbruch des "Dritten Reiches".

20. Frage: Nach dem Zusammenbruch des "Dritten Reiches" war Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt.
Wer waren die vier Besatzungsmächte?
Antwort: Russen, Polen, Amis und Türken (deutscher Schüler, 15)
Nachfrage: Was sollen die denn gemeinsam gehabt haben?
2. Antwort: Das waren alles Diebe. Die Russen haben den Wodka geklaut, die Polen die Autos, die Amis die Armbanduhren, und die Türken die Handys.
2. Nachfrage: Aber waren wir denn mit den Türken überhaupt im Krieg?
3. Antwort: Ja, die sind uns in den letzten Kriegswochen noch in den Rücken gefallen; das hat mir mein Opa mal erzählt. Stimmt es etwa nicht?
3. Nachfrage: Doch, aber das trifft auf viele Staaten zu und muß ja nicht gleich bedeuten, daß das alles Besatzungsmächte wurden - oder?
4. Antwort: Aber die Türken sind doch immer noch da!

21. Frage: In welchem Jahr wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet?
Antwort: 1945 (deutsche Schülerin, 13)

22. Wie hieß der erste deutsche Bundeskanzler?
Friedrich Ebert (deutsche Studentin, 25)
Otto v. Bismarck (deutscher Rentner, 89)
Helmut Kohl (deutsche Schülerin, 15)
(Anm. Dikigoros: Die zweite Antwort ist korrekt. Bismarck war 1866-71 der erste Kanzler des Norddeutschen Bundes. Die Frage ist falsch formuliert; gemeint war wahrscheinlich: "Wie hieß der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland?" Darauf hätte man als gebildeter Mensch mit einem Zitat aus dem Struwwelpeter - typisch deutsches Kulturgut - antworten können: "Konrad, sprach die Frau Mama, ich geh' fort und du bleibst da...")

[Daumenlutscher Konrad aus dem 'Struwwelpeter']

23. Frage: Was bedeutet "DDR"?
Antwort: "Der dumme Rest"

24. Frage: Welches Ereignis fand am 17. Juni 1953 in der DDR statt?
Antwort: Woher soll ich das wissen? Da war ich noch nicht geboren.
Nachfrage: Na, denk doch mal ein bißchen nach, was das SED-Regime seinen Untertanen angetan hat.
2. Antwort: Ach so, der Mauerbau!

25. Frage: Was verstehen Sie unter dem deutschen "Wirtschaftswunder"?
Antwort: Es ist ein Wunder, daß die immer noch nicht vollständig zusammen gekracht ist (boshafter deutscher Student, 21)
(Anm. Dikigoros: In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre kam es durch den Fleiß und die Genügsamkeit der Westdeutschen, insbesondere ihre Bereitschaft zum Konsumverzicht - die den Ossis nach 1990 so völlig abging, was der Hauptgrund für das wirtschaftliche Scheitern der "Wiedervereinigung" war -, was eine hohe Spar- und Investitionsrate ermöglichte, zu einem weit überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum; hierfür verwendeten gewisse Dummschwätzer den Begriff "W." - obwohl der Aufschwung mit einem "Wunder" gleich gar nichts zu tun hatte; vielmehr war er das Resultat harter, entbehrungsreicher Arbeit.)

26. Frage: Erläutern Sie den Begriff "Mauerbau" (1961 in Berlin)!
Antwort: Wenn Sie mir die Antwort schon verraten, was soll ich denn dann noch dazu sagen?
[Anm. Dikigoros: Der Mauerbau wurde auf Wunsch von Bundeskanzler Konrad Adenauer zwischen dem US-Präsidenten John F. Kennedy und dem Sowjet-Führer Chruschtschëw verabredet, damit Mitteldeutschland nicht infolge der vielen Republikfluchten in den Westen ausblutete. Er hatte zur Folge, daß die BRD verstärkt ausländische Gastarbeiter ins Land holte, um dem Arbeitskräftemangel abzuhelfen.]

27. Frage: Welcher deutsche Bundeskanzler bekam den Friedensnobelpreis?
Antwort: Helmut Schön (deutscher Schüler, 15)

[Bundeskanzler Helmut Schön mit der Nobelpreismedaille] [Bild eines anonymen Alkoholikers]

Nachfrage: Sagt Dir der Name Willy Brandt etwas?
2. Antwort: In welchem Zusammenhang?
2. Nachfrage: Na, Bundeskanzler, Bundestag...
3. Antwort: Ach so - der hat den Reichstag angezündet!
3. Nachfrage: Wie bitte?
4. Ja, mein Opa hat mal gesagt, der Reichstag und der Bundestag sind beide von einem Brand zerstört worden. Das wird dann wohl der gewesen sein.

28. Frage: In welchem Jahr kam es zur deutschen Wiedervereinigung?
Antwort: Sie meinen zur Wiedervereinigung Deutschlands?
Nachfrage: Ja.
2. Antwort: Mehrmals: 1871, 1938...
2. Nachfrage: Halt, das war doch nicht gemeint!
3. Antwort: Ach, Sie meinen doch nicht etwa den Zusammenschluß von BRD und DDR 1990 - aber das war doch keine Wiedervereinigung, geschweige denn die Deutschlands!

29. Frage: Nennen Sie die Bundesländer, die heute auf dem Gebiet der ehemaligen DDR existieren!
Antwort: Alle?
Nachfrage: Ja, natürlich, alle neune.
2. Antwort: Sachsen, Thüringen, Anhalt, Mecklenburg, Vorpommern, Hinterpommern, Schlesien, Brandenburg, Berlin.
2. Nachfrage: Mensch, verstehen Sie keinen Scherz? "Alle neune" ist doch ein Ausdruck vom Kegeln! Es gibt nur fünf neue Bundesländer, also streichen Sie vier wieder!
3. Antwort: Also, bei Anhalt bin ich mir nicht so sicher, ich glaube, Mecklenburg und Vorpommern gehören irgendwie zusammen, und Sachsen und Thüringen vielleicht auch. Ach so, und Brandenburg-Preußen wurde ja 1945 aufgelöst (Wessi, 31, Beamtin im mittleren Justizdienst).

30. Frage: der 9. November hat in der deutschen Geschichte eine besondere Bedeutung. Welche Ereignisse fanden statt...
Antwort: 9.11.1918: Novemberrevolution, 9.11.1923 Marsch zur Feldherrnhalle...

Nachfrage: Halt, danach war nicht gefragt...
2. Antwort: Wonach denn dann?
2. Nachfrage: Darf ich mal ausreden? Welche Ereignisse fanden statt am 9.11.1938 und am 9.11.1989?
3. Antwort: Was war denn daran bedeutend?
3. Nachfrage: Na...
4. Antwort: Pardon, aber weder haben die Ereignisse am 9.11.1938 zum Zweiten Weltkrieg geführt noch die des 9.11.1989 zur Wiedervereinigung. Wer etwas anderes behauptet, betreibt Geschichtsklitterung. Erst im Rückblick wurden diese an sich völlig unbedeutenden Ereignisse hochgekocht. Aber die Novemberrevolution führte zum Ende des Kaiserreichs.
4. Nachfrage: Glauben Sie nicht, daß das Kaiserreich nach der Kriegsniederlage auch so untergegangen wäre? Die Alliierten wollten den Kaiser doch als Kriegsverbrecher hinrichten!
5. Antwort: Nein, sie wollten zwar Kaiser Wilhelm persönlich hinrichten; aber wer sagt denn, daß sie die Monarchie ganz abschaffen wollten?
5. Nachfrage: Und die Reichskristallnacht?
6. Antwort: Sie meinen die Reichspogromnacht?
6. Nachfrage: Quatsch - da gab es doch keine Pogrome, wie zur gleichen Zeit in Polen, der UdSSR, Britisch-Palästina und den USA!
7. Antwort: Seien Sie froh, daß Sie diesen Test nicht machen müssen...

[Niemals wieder DDR]

31. Frage: Wo sind die Grundrechte der deutschen Staatsbürger festgelegt?
Antwort: Auf dem Boden der Verfassung.

32. Frage: Wie heißt die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland?
Antwort: FDGO

33. Frage: In welchem Jahr ist sie in Kraft getreten?
Antwort: 1990.
(Anm. Dikigoros: Die Antwort ist korrekt, denn das, was 1990 in Kraft getreten ist, hat mit dem, was 1949 so genannt wurde, nicht mal mehr die Präambel gemeinsam.)

34. Frage: Von wem geht in der Bundesrepublik Deutschland alle Staatsgewalt aus?
Welche Vorteile ergeben sich daraus für die Bürgerinnen und Bürger?
Antworten:
a) von der Bundeswehr und der Polizei.
b) die sind immer gut geschützt, denn die Polizei ist Dein Freund und Helfer (deutscher Rentner, 89)

[bewaffneter Bundeswehrsoldat mit Rotkäppchen schützt das Volk am Hindukusch] [bewaffneter Polizist hilft seinen Freunden]

Nachfrage: Mensch, wir leben doch jetzt in einer Demokratie!
2. Antwort: Ja, und? Auch die muß geschützt werden!
2. Nachfrage: Aber was bedeutet denn "Demokratie"?
3. Antwort: Wehrhafte Demokratie.
3. Nachfrage: Nein, ich meine etymologisch. Das ist doch ein Fremdwort. Wenn man es übersetzt, was heißt es dann?
4. Antwort: Woher soll ich das wissen? Ich kann kein Latein!
4. Nachfrage: Na schön, fangen wir mal andersherum an. Was ist denn das Gegenteil von der Demokratie? Und von wem geht da die Staatsgewalt aus?
5. Antwort: Die Volksdemokratie. Aber natürlich gibt es auch dort Militär und Polizei, z.B. die Volksarmee und die Volkspolizei.
5. Nachfrage: Eben - und wo liegt dann der Unterschied?
6. Antwort: Hmm... dort sind Militär und Polizei halt nicht so demokratisch.
6. Nachfrage: Sondern?
7. Antwort: Wie der Name schon sagt: völkisch, und das ist schlecht, denn wenn man das Volk bewaffnet, dann macht es immer gleich Krawall.

[1789 : bewaffnetes Volk macht Krawall] [2005 : bewaffnetes Volk macht Krawall]

7. Nachfrage: Aber ist das Gegenteil von "Demokratie" nicht "Diktatur"?
8. Wieso? Du hast doch nach der Staatsgewalt gefragt. Ich kennen viele Staaten, die "Volksdemokratie" hießen oder heißen, aber keinen, der sich "Diktatur" nennt; oder hast Du schon mal von der "Diktatur China" gehört oder von der "Diktatur Korea"? Daß das Gegenteil der Demokratie die Volksdemokratie ist, müßtest Du doch auf der Schule gelernt haben - oder hast Du im Geschichtsunterricht nicht aufgepaßt? Und sowas hat Abitur...

[Alle Gewalt geht vom Volke aus]

(noch 34. Frage)
a) von den politischen Parteien.
b) sie brauchen sich um nichts mehr selber zu kümmern, denn die Partei, die Partei, die hat immer Recht (Journalist, 39, seit 1995 in der EU lebend).
Nachfrage: Seien Sie nicht albern. Hier ist nicht nach Ihrer Meinung gefragt, sondern nach Fakten und...
2. Antwort: Pardon, aber das sind die Fakten.
2. Nachfrage: Lassen Sie mich doch ausreden. Fakten und Gesinnung; in diesem Fall geht es um Gesinnung. Also antworten Sie gefälligst, was im Grundgesetz steht und was Sie als gesinnungstreuer Deutscher vorgeben müssen zu glauben.
3. Antwort: Die Staatsgewalt geht vom Volk aus - fragt sich nur von welchem. Und wenn wirklich mal ein Politiker "dem" Volk aufs Maul schaut, wird er gleich als "Populist" verunglimpft.
3. Nachfrage: Müßten Sie darüber nicht froh sein? Wenn es nach Volkes Stimme ginge, würde nämlich überhaupt kein Ausländer mehr eingebürgert, und die, die sich noch ohne triftigen Grund in der BRD aufhalten, würden schleunigst abgeschoben.
4. Antwort: Sie wollen mich doch wohl nicht als Ausländer bezeichnen, bloß weil ich nicht in den Grenzen der BRD von 1949 zur Welt gekommen bin? Ich bin gebürtiger Wiener!
4. Nachfrage: Verdammt lang her, daß das eine deutsche Stadt war...
5. Antwort: Bis 1866 hätte niemand daran gezweifelt, und bis 1945 jedenfalls kein Wiener.
5. Nachfrage: Sag ich doch, verdammt lang her... Aber wenn Sie mir eine persönliche Zusatzfrage gestatten: Warum wollen Sie als EU-Ausländer überhaupt einen BRD-Paß haben - ist Ihnen der österreichische nicht gut genug?
6. Antwort: Ich habe nicht gesagt, daß ich einen österreichischen Paß habe, sondern nur, daß ich in Wien geboren bin.
6. Nachfrage: Aha - Sie sehen auch nicht sehr deutsch aus. Woher stammen Ihre Vorfahren?
7. Antwort: Aus Lemberg.
7. Nachfrage: Aber Jude können Sie nicht sein, sonst bekämen Sie den BRD-Paß ja ohne Fragebogen.
8. Antwort: Ich bin Christ. Wie kommen Sie bloß darauf, daß alle Lemberger Juden waren?
8. Nachfrage: Na, irgendwie müssen die 6 Millionen doch zusammen kommen.
9. Antwort: Lemberg hat bis 1918 zu Österreich gehört - aber die Republik Österreich ist nicht bereit, mich auf dieser Basis einzubürgern; soviel zu Ihrer Zusatzfrage. Dabei waren wir immer national gesinnt; mein Großvater hat in der Division Galizien gekämpft, wenn Sie wissen, was das war. Er ist im April 1945 vor Graz gefallen, im Kampf um die Freiheit...
9. Nachfrage: Freiheit wessen wovon? Österreichs von Deutschland?
10. Antwort: Europas vom Bolschewismus. Was hat Ihr Großvater damals getan?
10. Nachfrage: Ich gehe mal politisch korrekt davon aus, daß er brav darauf gewartet hat, daß die Alliierten ihn vom National-Sozialismus befreiten.
11. Antwort: Saß Ihr Großvater im KZ?
11. Nachfrage: Leider nicht, sonst könnte ich heute noch Wiedergutmachung einklagen.
12. Antwort: Aber wer außer den KZ-Häftlingen ist denn 1945 in Deutschland von den Alliierten befreit worden?
12. Nachfrage: Alle, die eine Armbanduhr hatten, von derselbigen. Und was die KZ-Häftlinge angeht, so hat mein Großvater mit eigenen Augen gesehen, wie die Alliierten die auf der Cap Arcona in den letzten Kriegstagen von ihrem Leben befreiten, aber das ist eine andere Geschichte.
13. Antwort: Eine Geschichte der Staatsgewalt oder der Gesinnung?
13. Nachfrage: Der Staatsgewalt. Aber um auf die Gesinnung zurück zu kommen: Die Ihres Großvaters ist heute nicht mehr gefragt; das behalten Sie also besser für sich, wenn Sie eingebürgert werden wollen, sonst müssen Sie vorher noch einen Umerziehungskurs absolvieren; in Deutschland sind NS-Kriegsverbrechen nämlich erblich und unverjährbar.
14. Antwort: Davon steht aber nichts im Grundgesetz.
14. Nachfrage: Deshalb sage ich es Ihnen ja, damit Sie trotzdem Bescheid wissen.
15. Antwort: Mein Großvater war kein Kriegsverbrecher. Schon Adenauer hat gesagt, daß die Verbände der Waffen...
15. Nachfrage: Halten Sie bloß den Mund und vergessen Sie Adenauer. Heute stehen selbst die Angehörigen der "normalen" Wehrmacht unter Generalverdacht, Kriegsverbrecher gewesen zu sein; und jeder Angehörige der Division Galizien gilt automatisch und unwiderlegbar als Verbrecher, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, neuerdings sogar von Scotland Yard. Wenn Sie bestreiten, daß Ihr Großvater ein Kriegsverbrecher war, dann unterstellt man Ihnen, auch ein Holocaust-Leugner zu sein, und das ist in der BRD das Staatsverbrechen schlechthin... Darf ich Ihnen trotzdem noch eine Zusatzfrage stellen?
16. Antwort: Bitte.
16. Nachfrage: Wenn Halitschina wieder unabhägig würde, würden Sie zurück gehen?
17. Antwort: Wieso "wieder" und wieso "zurück"? Es war noch nie unabhängig, und ich war noch nie dort. Aber natürlich würde ich trotzdem sofort hin gehen, allerdings vorzugsweise mit deutschem Paß; dort würden sie nämlich jemanden, der nicht im Lande geboren ist und die Landessprache nicht fehlerfrei spricht, nicht einbürgern.

[Wappen Lembergs, der Hauptstadt Galiziens]

35. Frage: Welches Recht schützt Artikel 1 der bundesdeutschen Verfassung?
Antwort: Das deutsche Volk
Nachfrage: Wo steht denn das?
2. Antwort: In Absatz 2.
2. Nachfrage: Und was steht in Absatz 1?
3. Antwort: Das verstehe ich nicht - was soll denn da geschützt werden?
(einbürgerungswilliger Nicht-EU-Ausländer, 39, nach Lektüre desselben)

36. Frage: Wie heißt das höchste gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland und wer bestimmt seine Mitglieder?
Antworten:
a) Bundesverfassungsgericht
b) die Parteien

37. Frage: Unsere Verfassung garantiert Grundrechte. Nennen Sie vier!
Antwort: Recht auf Asyl, Recht auf Wehrdienstverweigerung und Streik, Recht auf Sozialhilfe, Recht auf bezahlten Urlaub

38. Frage: In der Verfassung ist verankert, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Erläutern Sie diesen Grundsatz!
Antwort: Das ist schwierig. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, aber ich glaube, die Deutschen sind gleicher; deshalb will ich ja auch die deutsche Staatsangehörigkeit haben.
(Anm. Dikigoros: Ein gebildeter Mensch; er hat offenbar Orwell gelesen :-)

39. Frage: Einer Frau soll es nicht erlaubt sein, sich ohne Begleitung eines nahen männlichen Verwandten allein in der Öffentlichkeit aufzuhalten oder auf Reisen gehen zu dürfen: Wie ist Ihre Meinung dazu?
Antwort: Da gebe ich Ihnen in Bezug auf Deutschland vollkommen Recht; bei Ihnen kann man sich ja nicht mal als Mann alleine auf die Straße wagen bei all den kriminellen Jugendbanden, die mir übrigens größtenteils aus Ausländern zu bestehen scheinen. Und nach Ihren Gesetzen sind viele von denen ja auch noch strafunmündig, selbst wenn sie Mord und Totschlag begehen! Bei uns ist es zum Glück noch nicht so schlimm; da genügt es auch, wenn eine Frau von einer Verwandten weiblichen Geschlechts begleitet wird. Übrigens ist "erlaubt sein zu dürfen" ein Pleonasmus, wer diesen Fragebogen verfaßt hat sollte erstmal richtiges Deutsch lernen! (Professor aus Pākistān, 45, z.Z. in Berlin)

[Deutsche Frau (links) mit männlichen Verwandten in der Öffentlichkeit] [Pakistan, Du hast es besser! Frauen im Burqā]

Nachfrage: Wollen Sie mir weismachen, daß die Frauen bei Ihnen nur deshalb in Begleitung ausgehen müssen, weil sie sonst belästigt werden könnten, und daß zwei Frauen da weniger gefährdet wären? Ist es nicht vielmehr so, daß die Begleitperson dazu da ist, um die Frau zu überwachen, damit sie Ihnen nicht davon läuft oder Sie betrügt?
2. Antwort: Warum sollte sie das tun? Sie hat es doch gut bei mir!
2. Nachfrage: Warum müssen Frauen dann bei Ihnen draußen im Tschādår herum laufen?
3. Antwort: Bei uns laufen nur Flüchtlingsfrauen aus Afģānistān im Chādar herum; unsere Frauen trauen allenfalls einen Burqā.
3. Nachfrage: Burqe me chīchare khānā...
4. Antwort: Dieser dumme Spruch trifft jedenfalls auf meine Frauen nicht zu.
4. Nachfrage: Wollen Sie mir vielleicht auch erzählen, daß die Frauen in vielen islamischen Ländern beschnitten werden, damit sie nicht auf der Straße belästigt werden?
5. Antwort: Bei uns in Pakistan werden Frauen nicht beschnitten; ich kenne aber mehrere nicht-islamische Länder in Afrika, wo sie beschnitten werden.

[Verbreitung der Frauenbeschneidung in Afrika]

Das hat also mit der Religion nichts zu tun - im Qur'an steht auch nichts davon. Ich halte das übrigens für barbarisch und frage mich, warum die Frauenbeschneidung in einigen westlichen Ländern sogar auf Krankenschein finanziert wird, z.B. in Holland und Frankreich.
5. Nachfrage: Vergessen Sie's, Sie wollen sich ja nicht in Holland oder Frankreich einbürgern lassen.
6. Antwort: Ich will mich auch nicht in Deutschland einbürgern lassen - ich bin doch nicht bekloppt!
6. Nachfrage: Wie wärs mit Saudi-Arabien? Dort werden die Frauen zwar nicht beschnitten; aber wenn sie Pech haben und es brennt, darf die männliche Feuerwehr sie nicht retten, sondern sie müssen brav verbrennen.
7. Antwort: Wann und wo soll denn das gewesen sein?
7. Nachfrage: Vor vier Jahren, auf einer Mädchenschule in Mekka. Weil die Schülerinnen nicht verschleiert waren, durften sie das brennende Gebäude nicht verlassen; und die, die es dennoch versucht haben, wurden von der Religions-Polizei wieder hinein geprügelt.
8. Antwort: Was ist denn das für eine Räuberpistole? So etwas wäre bei uns nicht möglich!
8. Nachfrage: Glauben Sie mir etwa nicht?
9. Antwort: Doch, wenn Sie es sagen... Aber ich bin Sunnit und Sindhī - was gehen mich die wahhabitischen Kameltreiber in Arabistān an? Sollen die doch mit ihren Frauen und Mädchen anstellen was sie wollen!

40. Frage: Wer kann in der Bundesrepublik Deutschland einen Antrag auf Ehescheidung stellen?
Antwort: Nur der Rechtsanwalt (vor den Familiengerichten herrscht Anwaltszwang)!

[Rechtsanwalt stellt Antrag auf Ehescheidung - Karikatur von Daumier]

Nachfrage: Aber finden Sie nicht auch, daß es sinnvoll ist, wenn sich um so wichtige Dinge Leute kümmern, die Ahnung vom Recht haben?
2. Antwort: Wer glaubt, daß ein Rechtsanwalt das Recht waltet, der glaubt auch, daß ein Lampenputzer Lampen putzt, daß ein Hirschfänger Hirsche fängt, daß ein Gabelstapler Gabeln stapelt, daß ein Zitronenfalter Zitronen faltet...


2. Nachfrage: Hören Sie auf - wo haben Sie bloß all diese blöden Wörter aufgeschnappt?
3. Antwort: Na, immerhin lebe ich seit über 20 Jahren in Deutschland!

41. Frage: Beschreiben Sie den Grundgedanken der Gewaltenteilung:
Antwort: Die politischen Parteien reißen sich alles unter den Nagel und teilen dann die Macht und die Staatsknete untereinander auf; dabei darf ein- und derselbe Parteibonze zugleich Mitglied des gesetzgebenden Parlaments, der Regierung und von bis zu zehn Aufsichtsräten sein. Auch die höchsten Richterstellen werden streng nach Parteibuchproporz vergeben; damit ist der Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Jurisdiktion Genüge getan.

42. Frage: Erläutern Sie den Begriff "Religionsfreiheit"!
Antworten:
Die Freiheit der Klassenzimmer von Kruzifixen (boshafter Bayer).
Die Freiheit, im Klassenzimmer ein Kopftuch zu tragen (boshafte Türkin).
(Anm. Dikigoros: Das ist die Freiheit, die im Westen allen Nichtchristen, insbesondere Juden und Muslimen, gewährt wird, ihre Religion auszuüben, ohne daß Wechselseitigkeit verbürgt ist, d.h. in der Türkei sind christliche Kirchen nach wie vor verboten, und von Saudi-Arabien bis Afganistan steht auf Konvertieren zum Christentum die Todesstrafe, auch und gerade wenn die Betroffenen aus Deutschland kommen. Das verdanken wir der genialen Politik der christ-demokratischen und anderer Parteien in der BRDDR.)

43. Frage: In Filmen, Theaterstücken und Büchern werden manchmal die religiösen Gefühle von Menschen der unterschiedlichen Glaubensrichtungen verletzt. Welche Mittel darf der Einzelne Ihrer Meinung nach anwenden, um sich gegen so etwas zu wehren, und welche nicht?
Antworten:
a) Strafanzeige gem. § 166 StGB erstatten.
b) Selbst noch ein paar Verletzungen hinzufügen, diese jemand anderem unterschieben und damit in Ägypten und anderswo in der islamischen Welt hausieren gehen um den Krieg der Kulturen noch weiter anzuheizen.
(Antwort von Dikigoros persönlich - aus gegebenem Anlaß und um niemanden in Verlegenheit zu bringen. Solche Fragen fordern Lügen und Heuchelei von Seiten der Muslime ja geradezu heraus!)

44. Frage: In Deutschland gibt es eine gesetzliche Schulpflicht für alle Kinder und Jugendlichen. In welchem Alter beginnt die Schulpflicht, wann endet sie?
Antwort: Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Übrigens, in allen anderen Fragen heißt es mit geradezu peinlicher Penetranz "Bundesrepublik Deutschland" - weshalb heißt es hier nur "Deutschland"? (Rechtsanwalt türkischer Abstammung mit BRD-Paß, 37, aus Köln-Klettenberg)
Nachfrage: Weichen Sie nicht aus, Herr Kollege, lassen Sie Hamburg einfach weg.
2. Antwort: Die Schulpflicht beginnt, sobald das Schulamt die Eltern schriftlich darauf hinweist; das kann im 6. oder 7. Lebensjahr sein. Aber das ist doch nicht der Punkt.
2. Nachfrage: Sondern?
3. Antwort: Sie reiten immer so großartig auf Artikel 6 Grundgesetz herum [Schutz von Ehe und Familie, Anm. Dikigoros]; aber darunter verstehe ich, daß ich bestimmen kann, wie ich meine Frau und meine Kinder erziehe, insbesondere ab wann und wielange ich sie zur Schule schicke, ob sie am Religions- und Sportunterricht teilnehmen usw. Ihre Frau ist Lehrerin; Sie wissen ebenso gut wie ich, daß die Kinder auf den meisten Schulen - insbesondere auf den Klitschen, welche die meisten Ausländerkinder besuchen - schlechten Einflüssen ausgesetzt sind; meine Frau habe ich mir aus Anatolien kommen lassen, als braves, unverdorbenes Mädchen mit Herzensbildung. Das ist mir zehnmal lieber als so eine Schlampe von einem deutschen Gymnasium mit Einserabitur, die sich nachts in Discotheken herum treibt, Drogen konsumiert und sich am Ende AIDS einfängt.
3. Nachfrage: Pardon, es geht hier nur um die Schulpflicht; niemand zwingt Sie, Ihre Töchter auf weiterführende Schulen zu schicken und Abitur machen zu lassen; aber Sie werden mir doch beipflichten, daß es sinnvoll ist, wenn sie lesen, schreiben und rechnen lernen, oder?
4. Antwort: Wo haben Sie lesen, schreiben und rechnen gelernt?
4. Nachfrage: Äh... von meinen Eltern.
5. Antwort: Sehen Sie, meine Kinder auch.
5. Nachfrage: Von Ihrer Frau, die selber nicht lesen und schreiben kann?
6. Antwort: Wer sagt Ihnen, daß meine Frau nicht lesen und schreiben kann?
6. Nachfrage: Sagten Sie nicht, Sie hätten sie aus Anatolien...
7. Antwort: Ja, aber selbstverständlich habe ich ihr Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht!
7. Nachfrage: Auch auf Deutsch?
8. Antwort: Die Türken schreiben seit 1927 mit derselben Schrift wie die Deutschen, und die Ziffern sind auch dieselben.
8. Nachfrage: Weichen Sie mir nicht aus - spricht Ihre Frau Deutsch? Und welche Sprache bringt sie Ihren Kindern bei?
9. Antwort: Meine Frau bringt meinen Kindern Türkisch bei, und ich ihnen Deutsch.
9. Nachfrage: Und Sie glauben, daß das ausreicht?
10. Antwort: An der Grundschule in unserer Straße sind über 90% der Schüler Ausländer oder "Aussiedler", die eine andere Muttersprache sprechen als Deutsch. Und Sie glauben, daß meine Kinder dort ein besseres Deutsch lernen als von mir?
10. Nachfrage: Und wenn Sie sie auf eine ordentliche Privatschule schicken würden?
11. Antwort: Tue ich doch, jedes Wochenende, zur Koranschule, damit sie anständige Menschen werden!
11. Nachfrage: Wenn Sie so denken - warum sind Sie dann Deutscher geworden?
12. Antwort: Ich bin nicht Deutscher geworden, ich bin Türke.
12. Nachfrage: Ich meine, warum haben Sie dann die Staatsangehörigkeit der BRD angenommen?
13. Antwort: Ja, wieso denn nicht? Sie wissen ebenso gut wie ich, daß unsere, die muslimische Gesellschaftsordnung weltweit auf dem Vormarsch ist. Ihre dagegen ist dem Untergang geweiht. Ihre Frauen gehen zur Schule, zur Universität, zur Arbeit und sonstwohin, aber dann heiraten sie nicht mehr, und wenn doch, dann bekommen sie keine Kinder mehr oder jedenfalls nicht genug. Ihre westlichen, dekadenten Völker sterben aus - was übrigens nicht am Christentum liegt, sondern daran, daß Sie selber an nichts mehr glauben; noch vor einem Jahrhundert war das nämlich auch bei Ihnen noch anders. Aber wenn wir in ein paar Jahrzehnten die Mehrheit haben und ganz demokratisch die Macht in der BRD ergreifen - und das werde ich noch mit erleben -, gibt es doch keinen Grund, weshalb ich als Angehöriger der Mehrheitsvolkes nicht auch einen Paß dieses Staates haben sollte! Übrigens werden wir dann Türkisch zur Amtssprache machen, Sie brauchen sich also um die Sprachkenntnisse meiner Frau und meiner Töchter nicht zu sorgen.
13. Nachfrage: Als Jurist müßten Sie doch ebenso gut wissen wie ich, daß es nicht an der Dekadenz unserer Völker liegt, sondern an unseren Gesetzen. Es ist nun mal so, daß bei uns Abtreibung auf Krankenschein finanziert wird, aber z.B. IVF, das sich kaum jemand aus eigener Tasche leisten kann, nicht. Und daß es so gut wie unmöglich ist, als Deutscher in Deutschland ein deutsches Kind zu adoptieren.
14. Antwort: Jedes Volk hat die Gesetze, die es verdient. Aber keine Sorge, sobald wir an der Macht sind, werden wir ganz legal, mit Zweidrittelmehrheit im Bundestag, die Sharia als einziges Gesetz einführen, dann wird Abtreibung mit dem Tode bestraft; und es wird für jeden anständigen Menschen zur selbstverständlichen Ehrenpflicht, die verwaisten Kinder seiner Verwandten zu adoptieren. Und diesen ganzen Kram mit künstlicher Befruchtung usw. brauchen wir nicht; aber für Deutsche und andere vom Aussterben bedrohte Minderheiten werden wir vielleicht eine Sonderregelung finden, daß ihnen die Krankenkassen IVF bezahlen; allerdings glaube ich offen gestanden nicht, daß das viel helfen wird. Ihre Frauen bekommen nämlich vor allem deshalb keine Kinder mehr, weil sie statt dessen lieber außer Hauses gehen, um Geld zu verdienen, mit dem sie sich dann irgendwelchen überflüssigen Krimskrams kaufen. Damit wird Schluß sein, wenn wir erst die Gesetze bestimmen - und dann ist auch die Arbeitslosigkeit mit einem Schlag beseitigt.
14. Nachfrage: Es gibt Leute, die Ihnen darauf entgegnen würden: "Das sind doch Nazi-Methoden."
15. Antwort: Nicht alles, was die Nazis gemacht haben, war schlecht. Aber das sage ich Ihnen nur unter uns. Offiziell würde ich darauf antworten: "Hitler war ein großer Bewunderer Atatürks; wir lehnen Atatürk und seinen Laïzismus strikt ab." Im übrigen können wir für die Deutschen und Ihre Frauen eine Ausnahme machen, damit sie weiter arbeiten gehen und abtreiben dürfen; es ist ja nicht unser Problem, wenn Sie Völkerselbstmord begehen, sondern Ihr eigenes.

15. Nachfrage: Und wenn wir noch rechtzeitig die Notbremse ziehen, niemanden mehr einbürgern und auch keine weiteren Türken mehr ins Land lassen?
16. Antwort: Den Zeitpunkt haben Ihre Politiker schon verpaßt. Erstens würden unsere Frauen, d.h. die, die schon einen BRD-Paß haben, es auch so schaffen mit ihrer zehnmal höheren Geburtenrate als der deutschen; und zweitens wird die Türkei in ein paar Jahren EU-Mitglied; dann bekommen wir auf einen Schlag einen Schub von ca. 10 Mio Türken zusätzlich in der BRD. Diesmal werden wir uns nicht an den Toren Wiens aufhalten lassen. Wir werden dort weiter machen, wo unsere Vorfahren 1683 aufgehalten worden sind, und wir werden noch weit über die Grenzen Österreichs und der BRD hinaus gehen.
16. Nachfrage: Nämlich?
17. Antwort: Der Endkampf wird unter den islamischen Völkern ausgetragen. In ein paar Jahrzehnten werden die Araber und Schwarzafrikaner in Frankreich die Macht übernommen haben, und die Pakistanis und Schwarzafrikaner in England. Gegen die werden wir Krieg führen, und verlassen Sie sich darauf, wir werden nicht den Fehler wiederholen, den Ihr Hitler bei Dünkirchen gemacht hat!
17. Nachfrage: In Frankreich und England gibt es doch kaum Türken - warum wollen Sie die auch noch erobern?
18. Antwort: Wir können uns keine feindlichen Mächte im Rücken leisten, wenn wir das alte Osmanische Reich in den Grenzen von 1683 wiederherstellen wollen, zu dem auch die arabischen Gebiete gehören, d.h. Nordafrika und der Nahe Osten; und irgendwann werden wir auch die islamischen Republiken der ehemaligen Sowjetunion, Chinas und Indiens hinzunehmen. Am Ende werden wir nicht nur die Länder rund ums Mittelmeer beherrschen, sondern auch die rund um den Indischen Ozean, bis zu den Filipinen.
18. Nachfrage: Und dafür brauchen Sie einen Paß der Bundesrepublik Deutschland?
19. Antwort: Nein, die wird dann natürlich "Islamische Republik Deutschland" heißen.

[Früher sagte man: 'Ein Volk, ein Reich ein Führer']

45. Frage: Was ist der Grund für die gesetzliche Schulpflicht?
Antwort: Das Grundgesetz (einbürgerungswilliger Nicht-EU-Ausländer, 39, nach fleißiger Lektüre desselben)

[Grundgesetz]

Nachfrage: Wie kommen Sie denn darauf? Wo im Grundgesetz soll das stehen?
2. Antwort: Grundrechte, Artikel 7.
2. Nachfrage: Aber hier geht es doch nicht um Rechte, sondern um Pflichten! Denken Sie mal nach - wer ist denn für die Schulen verantwortlich?
3. Antwort: Der Minister.
3. Nachfrage: Welcher Minister?
4. Antwort: Der Schulminister.
4. Nachfrage: Aber gibt es denn so etwas überhaupt? Wozu gibt es denn in Deutschland die Bundesländer?
5. Antwort: Damit die Parteipolitiker mehr Posten bekommen können.
5. Nachfrage: Ja, das auch, das ist heute vielleicht sogar der wichtigste Grund. Aber es gibt noch andere, z.B. die Wahrung der Kulturhoheit. Was gehört denn zur Kultur und wo wird sie vermittelt?
6. Antwort: Ah, Fernsehen, deshalb hat jedes Land einen eigenen Fernsehsender.
6. Nachfrage: Richtig. Und was noch?
7. Antwort: Eine eigene Fußball-Oberliga.
7. Nachfrage: Sie machen mir Spaß. Das wäre allerdings schon ein großer Fortschritt der Föderalismus-Reform, wenn die Bundesländer auf der Grundlage der Fußball-Oberligen zusammengelegt würden. Aber mit dem Fernsehen waren Sie schon näher dran. Was müssen Sie denn haben, um richtig Fernsehen zu können?
8. Antwort: Eine Brille.
8. Nachfrage: Ja, zum Sehen; aber Sie wollen ja vielleicht auch etwas hören, oder?
9. Antwort: Ah, dann ein Hörgerät.
9. Nachfrage: Ja, zum Hören, aber zum Verstehen?
10. Antwort: Ich verstehe nicht.
10. Nachfrage: Na, die deutsche Sprache müssen Sie können! Und wo haben Sie die gelernt?
11. Antwort: Auf Arbeit.
11. Nachfrage. Ja, aber nun nehmen wir mal an, Sie wären schon als Kind nach Deutschland gekommen oder hier geboren. Wo hätten Sie sie dann gelernt?
12. Antwort: Weiß nicht.
12. Nachfrage: Na, auf der Schule natürlich.
13. Antwort. Na kaum, da hätte ich doch nicht die Sprache gelernt, sondern allenfalls Lesen und Schreiben; aber nur, wenn ich die Sprache vorher schon gekonnt hätte.
13. Na schön, dann sollen sie auf der Schule eben Lesen und Schreiben lernen.
14. Antwort: Aber das brauche ich doch gar nicht zum Fernsehen!
14. Nachfrage: Sagen Sie mal, können Sie lesen und schreiben?
15. Antwort: Muß ich das können, um Deutscher zu sein? Ich habe deutsche Kumpel auf Arbeit, die können auch kaum schreiben.
15. Nachfrage: Ja, die waren vermutlich auf der Gesamtschule. Aber nehmen wir mal an, Sie hätten Kinder...
16. Antwort: Wieso nehmen wir mal an? Ich habe Kinder, und sicher mehr als Sie.
16. Nachfrage: Wie schön. Und - gehen die zur Schule?
17. Antwort: Natürlich gehen die zur Schule; aber lesen und schreiben haben sie dort nicht gelernt. Die Lehrer sind halt unfähig.
17. Nachfrage: Aber haben Sie nicht den Eindruck, daß Ihre Kinder auf der Schule doch etwas fürs Leben lernen können?
18. Antwort: Ja, das Kämpfen und den Umgang mit Waffen, das können sie sicher einmal gut brauchen.
18. Nachfrage: Fällt Ihnen sonst nichts zum Thema Schulpflicht ein?
19. Antwort: Doch. Vielleicht sollte ich nach Bayern umziehen. Ich habe gehört, daß die Kinder dort nicht mehr zur Schule gehen müssen, wenn sie kein Deutsch können.

46. Frage: Nicht immer sind Eltern mit dem Verhalten ihrer Kinder einverstanden.
Welche Erziehungsmaßnahmen sind erlaubt, welche verboten?
Antwort (türkischer Diplomat im Ruhestand, mit einer Deutschen verheiratet und fließend Deutsch sprechend; jetzt wieder in der Türkei lebend, aber noch regelmäßig in Deutschland zu Besuch, zwei Töchter in Deutschland verheiratet, eine in der Schweiz): Meine Kinder sind gut erzogen und tun nur, was ihre Eltern wollen; also bin ich auch immer mit ihrem Verhalten einverstanden. Das liegt wahrscheinlich daran, daß ich sie damals rechtzeitig aus der deutschen Schule genommen habe, wo den Kindern nur Ungehorsam beigebracht wird und sie gegen ihre Eltern aufgehetzt werden, besonders die Mädchen. Wissen Sie, wir haben zwei Begriffe für Erziehung: "eğitim" - das ist die formale Ausbildung an der Schule - und "terbiye" - das ist die echte Erziehung, zuhause in der Familie.
Nachfrage: Ich weiß, und ich finde es interessant, daß Sie "terbiye" als die echte Erziehung bezeichnen.
2. Antwort: Wieso ist das für Sie so interessant?
2. Nachfrage: Weil das auch das Wort für "Dressur" ist. Sie glauben also, daß man Kinder wie Hunde oder Äffchen dressieren kann?
3. Antwort: Entschuldigen Sie mal, das deutsche Wort "erziehen" kommt von "Zucht" - oder umgekehrt. Vor ein paar Jahrzehnten wußte man auch in Deutschland noch, daß ein Zusammenhang zwischen Erziehung und "Zucht und Ordnung" besteht, ohne sich daran zu stören, daß es auch das Wort "Tierzucht" gibt. Heute scheint man das alles vergessen zu haben. Ihre Schulen sind Schrott, und zwar schon vom Ansatz her.
3. Nachfrage: Zum Beispiel?
4. Antwort: Koëdukation z.B. ist ganz schlecht, da kommen die Kinder nur auf dumme Gedanken, das haben neueste Forschungen doch ganz klar und eindeutig ergeben; sie führt dazu, daß die Geschlechter keinen Respekt mehr voreinander haben. Respekt ist aber sehr wichtig in einer Gesellschaft, und daran mangelt es der Ihren ganz gewaltig: Frauen respektieren ihre Männer und Kinder ihre Eltern nicht mehr; und das alles wird nicht aufgewogen durch Ihre verlogene "Gleichberechtigung" - die sowieso nie echt sein kann, weil Männer und Frauen, Erwachsene und Kinder nun mal nicht gleich sind. Deshalb wollen immer weniger Männer bei Ihnen heiraten und Kinder haben. Warum zieht bloß niemand die Konsequenzen aus dieser traurigen Erkenntnis?
[Anm. auf Frage von Lesern: Dikigoros hat an dieser Stelle nicht nachgehakt, ob sein Gesprächspartner mit Respekt "saygı", "riayet" oder "itibar" meinte; er selber sieht da keinen großen Unterschied in der Sache, sondern eher in der Etymologie - auch im Deutschen ist ja "Respekt" nichts weiter als die Übersetzung von "Rücksichtnahme" ins Küchenlatein. Er hat sich dieses Nachhaken für den Begriff "Ehre" aufgespart, s.u.]
4. Nachfrage: Welche wären das denn Ihrer Meinung nach?
5. Antwort: Getrennte Schulen für Jungen und Mädchen, kein Nachmittagsunterricht und erst recht keine Ganztagsschulen, damit die Eltern noch etwas Einfluß auf die Erziehung behalten.
5. Nachfrage: Worin unterscheiden sich denn Ihrer Meinung nach die Erziehungsmethoden in der Familie von denen in der Schule, wie Sie sie sich wünschen?
6. Antwort: Die Eltern dürfen ihren Kindern auch mal eins hinter die Löffel geben, wenn sie nicht spuren.
6. Nachfrage: Die Lehrer nicht?
7. Antwort: Na, jedenfalls nicht meinen.
7. Nachfrage: Meinen Sie nicht, daß diese Doppelmoral in den Erziehungsmethoden zu dem führt, was wir heutzutage nicht nur an der Rütli-Schule in Berlin sehen? Mit Ausländerkindern, die sich partout nicht erziehen und in eine Gesellschaft integrieren lassen wollen?
8. Antwort: Sie irren, wenn Sie meinen, daß diese Kinder nicht integriert wären. Sie sind voll und ganz in unsere Kultur und in unsere Gesellschaft integriert, nur halt nicht in Ihre. Und wissen Sie, woran das liegt? Daran, daß Sie ihnen gar keine Leitkultur und gar keine Leitmoral als Alternative anbieten, weil Sie selber gar keine mehr haben. Sie beschweren sich, daß unsere Kinder Ihre Sprache nicht richtig lernen; dabei tun das die meisten deutschen Kinder doch auch nicht mehr; hören Sie sich doch mal an, was die daher reden, das ist zur Hälfte Englisch, zur anderen Hälfte falsche Grammatik. Und die Musik aus Ihren Radios und die Filme aus dem Fernseher - fast alles englisch oder amerikanisch; und da wundern Sie sich, daß wir lieber unsere eigenen Sender in unserer eigenen Sprache über Satellit hören und sehen. Und Sie haben auch keinen echten Glauben mehr, weder an eine Religion noch an sonst etwas; Sie haben nur noch absolute Beliebigkeit der Werte, und das nennen Sie dann "Toleranz" und bilden sich auch noch etwas darauf ein. Aber mit sowas können junge Menschen nichts anfangen, die brauchen Vorbilder, die brauchen einen moralischen Halt...
8. Nachfrage. Ach ja, und das sieht dann so aus, daß Brüder ihre Schwestern ermorden, um die so genannte "Ehre der Familie" zu retten? Welche "Moral" steckt denn hinter diesen "Ehrenmorden"? Ist das nicht eine merkwürdige Vorstellung von "Ehre"?
9. Antwort: Ich könnte Ihnen antworten: Sie, die Deutschen, haben nicht nur keine Kultur, sondern auch keine Ehre mehr, Sie wissen gar nicht mehr, was das ist und haben deshalb kein Recht, so zu fragen.
9. Nachfrage: Ich weiß sehr wohl, was Ehre ist, und ich weiß auch, was Türken darunter verstehen. Allerdings finde ich es ziemlich dreist, daß Sie Ihre ganz unterschiedlichen Begriffe von Ehre alle in einen Topf werfen und sie dann den Deutschen pauschal absprechen wollen. Ich räume ja ein, daß sich die "Ehre" im Westen immer mehr auf das reduziert, was Sie "şeref" nennen - aber den Begriff kennen auch Sie, und Sie werden mir zugeben müssen, daß es die Türken darin noch nicht besonders weit gebracht haben - jedenfalls weniger weit als die Deutschen. Und auch mit "şan" mögen sich die Deutschen zwar seit 1945 nicht mehr sonderlich bekleckert haben - aber die Türken doch wohl schon viel länger nicht mehr - der Zusammenhang zwischen "vefa" und "vefat" besteht doch auch bei Ihnen längst nur noch auf dem Papier. Und was "namus" anbelangt - das Wort, das Sie eigentlich meinen -, so genießen wir Deutschen nach meiner Erfahrung in den meisten Teilen der Welt noch einen ziemlich guten Ruf, auch in der Türkei, mit welchem Recht auch immer. Sie sind doch Diplomat gewesen und auch ziemlich weit herum gekommen - würden Sie das gleiche in Bezug auf die Türken behaupten wollen?
10. Antwort: Darauf könnte ich Ihnen antworten, daß es nicht nur eine nationale "namus" gibt, sondern auch eine persönliche; aber nehmen wir mal zu Ihren Gunsten an, daß Sie in Sachen Ehre eine positive Ausnahme sind unter den Deutschen. Doch dann müssen Sie auch diese meine Antwort akzeptieren: Zur Zeit Ihrer Großeltern war Ehebruch auch bei Ihnen noch strafbar.
10. Nachfrage: Aber nicht mit dem Tode.
11. Antwort: Gut, vor 100 Jahren nicht mehr, aber vor 200 Jahren wurden auch bei Ihnen Ehebrecher noch gesteinigt, und zwar von je her, wenn Sie mal die "Germania" des Tacitus lesen. Glauben Sie wirklich, daß alles, was sich Jahrtausende lang in der ganzen Welt bewährt hat, plötzlich falsch ist, weil Sie im Westen das seit ein paar Jahrzehnten anders machen? Gerade in Sachen Mord sind die Deutschen doch furchtbare Heuchler. Bis zu ihrer Geburt dürfen Kinder bei Ihnen straffrei ermordet werden, das nennen Sie "Abtreibung"; selbst im Kindbett dürfen sie noch gegen eine simple Bewährungsstrafe ermordet werden; aber danach darf man sie nicht einmal mehr richtig erziehen, eine Ohrfeige gilt schon als "Körperverletzung". Und was die Todesstrafe anbelangt: Gefängnis ist nicht besser, denn entgegen Ihren verlogenen Theorien wird im Knast niemand "resozialisiert", sondern in den meisten Fällen erst richtig zum Verbrecher. Und bei lebenslanger Freiheitsstrafe würde Resozialisierung, selbst wenn sie statt finden würde, doch ohnehin keinen Sinn machen.
11. Nachfrage: Weichen Sie mir nicht aus.
12. Antwort: Ich weiche Ihnen nicht aus. Sie verstehen unsere Familienordnung nicht, weil Sie selber keine intakte mehr haben. Sie glauben, daß der Staat so ohne weiteres an deren Stelle treten kann. In Ihrem Grundgesetz steht, daß der Staat von der Wiege bis zur Bahre alles überwacht: von der Erziehung in Kindergarten und Schule über das Zusammenleben in Ehe und Familie, Arbeit und Rente, bis zur Beerdigung und Friedhofsordnung. Aber dieses System hat sich nicht bewährt, Sie sehen doch, daß es nach gerade mal etwas mehr als hundert Jahren vor dem Zusammenbruch steht. Und wenn Sie dann keine Familienstrukturen mehr haben, die das auffangen können...
12. Nachfrage: Sie meinen also, daß die Familie auch die Rechtsprechung einschließlich der Strafgewalt übernehmen sollte?
13. Antwort: Ich weiß, daß das Ihren Staat am meisten stört; Sie nennen das "Selbstjustiz" und Rache einen "niederen Beweggrund", der einen Totschlag in Ihren Augen zum Mord macht. Aber das ist falsch. Erstens ist Rache kein niederer, sondern ein ganz natürlicher Beweggrund, vielleicht der natürlichste überhaupt; und zweitens handeln die Männer, die die Ehre der Familie wiederherstellen, indem sie eine Frau töten, gar nicht aus Rache, sondern zur Abschreckung, und Prävention ist auch nach Ihrer Rechtsfilosofie ein legitimes Motiv für die Strafverfolgung und Bestrafung.
13. Nachfrage: Wenn Sie es so sehen, haben Sie natürlich Recht: Wer tot ist, kann nicht noch einmal Ehebruch begehen; aber wäre es dann nicht das beste, wenn Sie zur Prävention gleich alle Ehefrauen direkt nach der Hochzeit umbringen, bevor sie auch nur den ersten Ehebruch begehen können?
14. Antwort: Seien Sie doch nicht zynisch; ich meine das in einem viel weiteren Kontext.
14. Nachfrage: Nämlich?
15. Antwort: Wenn Sie mal einen Moment vergessen, daß Sie deutscher Jurist sind, würden Sie mir zustimmen, daß die Rettung von vielen guten Menschenleben die Auslöschung eines einzelnen, schlechten Menschenlebens rechtfertigt?
15. Nachfrage: Worauf wollen Sie hinaus?
16. Antwort: Sehen Sie, unsere Familien bestehen nicht aus einem geschiedenen Elternteil und einem Einzelkind, sondern aus Vater, Mutter und mehreren Kindern, und ggf. weiteren Verwandten, die keinen eigenen Hausstand finanzieren können. Bei uns ist es so: Wenn eine Tochter, Schwester oder Nichte durch Ehebruch die Familienehre zerstört hat, dann finden ihre Schwestern keinen Mann mehr. Dadurch werden viele junge Menschen nicht geboren, das ist wie Abtreibung.
16. Nachfrage: Ach, und wenn Sie die Ehebrecherin umbringen, dann bekommen deren Schwestern wieder einen Mann, weil ihre Familie ja so ehrenhaft ist? Wissen Sie, mich würde das eher abschrecken, in eine solche Familie hinein zu heiraten.
17. Antwort: Als Mann oder als Frau? Als Frau könnte Ihnen doch gar nichts passieren, denn die Bestrafung ist Sache der eigenen Familie, nicht die der Schwäger. Und als Mann? Würden Sie da lieber in eine Familie heiraten, von der Sie wüßten, daß die Töchter ihren Männern ungestraft Hörner aufsetzen dürfen? Was glauben Sie, wie viele deutsche Männer, die von ihren Frauen betrogen wurden und die sich nach ihrer Scheidung finanziell krumm legen müssen, um diese Hure und ihren Hurenbock für den Rest ihres Lebens auszuhalten, die am liebsten umbringen würden? Und wie viele dankbar wären, wenn die Familie seiner Schwiegereltern ihnen das abnehmen würde? Ich glaube, daß unser System gesünder und gerechter ist als Ihres. Es ist ja nicht so, wie Sie andeuten wollen, daß nun gleich alle Ehefrauen getötet würden, ganz im Gegenteil: Eben weil sie wissen, daß ihnen die Todesstrafe für Ehebruch droht, sind unsere Frauen in der Regel viel treuer als Ihre.
17. Nachfrage: Wollen Sie an der Treue meiner Frau zweifeln?
18. Antwort: Nehmen Sie's nicht persönlich, ich habe doch schon gesagt, daß ich bereit bin, Sie als positive Ausnahme anzuerkennen. Aber Sie sind doch Scheidungsanwalt - versuchen Sie nicht, mir etwas vorzumachen, Sie wissen selber, daß ich Recht habe. Das dürfen Sie natürlich nicht zugeben, sonst würden Sie Ihre Zulassung verlieren; schließlich haben Sie eine Justiz-Ministerin, die selber eine ehrlose Hure ist.
18. Nachfrage: Wieso?
19. Antwort: Auch das wissen Sie ebenso gut wie ich: Sie hat Vaterschaftstests verboten, damit nicht heraus kommt, wenn eine Frau ihren Mann betrogen hat, und zwar nicht einfach nur betrogen, sondern ihm sogar ein fremdes Kind untergeschoben hat. Eine solche Frau nenne ich Hure, und ebenso eine Kanzlerin, die so etwas in ihrem Kabinett duldet. Das kommt davon, wenn man Frauen in die Politik gehen läßt. Männer, die so etwas wählen und sich von so etwas regieren lassen, haben keine Ehre.

19. Nachfrage: Aber das wollen Sie doch wohl nicht verallgemeinern. Kennen Sie nicht die Sprüche von den Sozis, von wegen: Ferkel muß weg?

[Ferkel muß weg]

20. Antwort: Das ist ein guter Spruch; wenn ich Deutscher wäre, würde ich SPD wählen, nicht die christliche Hurenpartei.
20. Nachfrage: Pardon, aber Frau Zypries, die Justiz-Ministerin, gehört der SPD an - wußten Sie das nicht?
21. Antwort: Dann vielleicht die Grünen, bei denen ist Cem Özdemir, ein guter Muslim.

[Cem Özdemir, M.d.B.]

21. Nachfrage: Aber Frau Künast, die ehemalige Landwirtschafts-Ministerin, die regelmäßig Currywurst aus Schweinefleisch ißt und für die Schweinepest verantwortlich war, ist auch bei den Grünen!
22. Antwort: Also alles Hurenparteien...
22. Nachfrage: Mit diesem Vergleich beleidigen Sie die Angehörigen des ältesten Gewerbes der Welt, das in Deutschland ganz legal und derzeit der wahrscheinlich einzig krisenfeste Wirtschaftszweig ist. Glauben Sie im Ernst, daß irgendein Freier der Welt für Sex mit... Personen wie Renate Künast, Angela Merkel und/oder Brigitte Zypries auch nur einen Cent hinlegen würde?

23. Antwort: Nein, wahrscheinlich nicht. Na, dann sollen Sie dem US-Präsidenten in den A... kriechen und S... fressen.

23. Nachfrage: Da tun Sie Frau Merkel aber bitter Unrecht - die ist eine große Türkenfreundin und freut sich über jede Frau, die ein Kopftuch trägt, auch und gerade in Deutschland - wo es doch in der Türkei verboten ist! Wahrscheinlich würde sie selber eines tragen, wenn sie jetzt nicht so eine schicke neue Frisur hätte! Und ganz besonders freut sie sich, wenn schon kleine Mädchen bei uns mit verhülltem Haupt herum laufen, was es nicht mal in Ländern gibt wie Afģānistān, wo für erwachsene Frauen der Tschādår Pflicht ist.

Aber wie dem auch sei - was wollen Sie denn sonst wählen? Vielleicht die FDP? Da denken ja einige über Merkel & Co. genau wie Sie!

24. Antwort: Nein, igitt, der Westerwelle ist doch schwul. Nein, ich müßte wohl eine neue Partei gründen, die auch anständige Menschen wählen können, eine Partei des Islam.
24. Nachfrage: Und wenn Sie an der Macht wären, was dann?
25. Antwort: Dann würde ich die Gesetze ändern und diese Huren öffentlich steinigen lassen.
25. Nachfrage: Besitzen Sie eigentlich noch Ihre diplomatische Immunität?
26. Antwort: Na klar, glauben Sie, sonst würde ich gegenüber einem deutschem Anwalt so offen sprechen? Bei Ihnen gibt es doch weder Gedanken- noch Meinungsfreiheit, und die Wahrheit vertragen die Deutschen am allerwenigsten, die steht grundsätzlich unter Strafe.
26. Nachfrage: Was meinen Sie denn damit schon wieder?
27. Antwort: Die Fragen 15-19. Mich wundert nur, daß Sie von Türken nicht auch noch die verlogene Erklärung verlangen, daß sie anerkennen, mit Hilfe der Deutschen 6 Millionen Ermenier vergast zu haben.
27. Nachfrage: Was würden Sie denn einen Deutschen in spe fragen?
28. Antwort: Erläutern Sie den Begriff "Morgenthauplan". Erläutern Sie den Begriff "Selbstbestimmungsrecht der Völker". Was geschah am 13. Februar 1945 in Dresden?
28. Nachfrage: Solche Dinge zu wissen ist den Deutschen heute verboten - wußten Sie das nicht?
29. Antwort: Doch - eben darauf will ich ja hinaus. Was glauben Sie denn, warum ich nicht mehr in Deutschland leben will? Ich weiß sehr wohl, daß sich in meinem Land in letzter Zeit auch vieles zum Schlechteren verändert hat; aber ich würde es um nichts in der Welt gegen Ihres eintauschen. In meinem Land gibt es wenigstens noch Ehre.
29. Nachfrage: Sie reden soviel von Ehre - kann denn nach Ihrer Meinung ein ehrbarer Türke überhaupt eine fremde Staatsangehörigkeit annehmen, z.B. die deutsche?
30. Antwort: Nein, eine solche Person verliert ihre Ehre, genauso wie ein Muslim, der zum Christentum konvertiert.
30. Nachfrage: Ihr Lösungsvorschlag - auch steinigen?
31. Antwort: Die Hinrichtungsart überlasse ich Ihnen.
31. Nachfrage: Aber Ihre Töchter...
32. Antwort: Meine Töchter sind nicht zum Christentum konvertiert, und sie haben auch ihre türkische Staatsangehörigkeit behalten.
32. Nachfrage: Und um zu kontrollieren, daß das auch so bleibt, kommen Sie jedes Jahr zweimal nach Deutschland?
33. Antwort: viermal, und zweimal in die Schweiz. Aber ich komme nicht eigentlich, um sie zu kontrollieren - das brauche ich nicht.
33. Nachfrage: Sondern?
34. Antwort: Ich hoffe immer noch, daß ich meine Töchter und ihre Familien eines Tages überreden kann, in die Türkei auszuwandern.
34. Nachfrage: Da wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen viel Erfolg - Inch Allāh!
[Anm. Dikigoros: Glaubt Ihr immer noch, liebe Leser, daß nur ein paar arme, ungebildete Unterschichtler aus dem tiefsten Anatolien solche Meinungen vertreten, wie es Euch die Gutmenschen und Politnarren weismachen wollen? Dann träumt mal schön weiter!]
[Nachtrag November 2008: Nun ist der gute Cem Özdemir sogar zum Bundesvorsitzenden der "Grünen"-Partei gewählt worden, nachdem sich die Schwaben gegen die Hessen durchgesetzt haben, die ihrem Landesvorsitzenden Tarek Al-Wazir den Vorzug gegeben hätten. Warum auch nicht? Schließlich haben im selben Monat auch die US-Amerikaner einen kenyanischen Krypto-Muslim zum Präsidenten gewählt!]

47. Frage: Welche Möglichkeiten haben Eltern, die Partnerwahl ihres Sohnes oder ihrer Tochter zu beeinflussen? Welche Handlungen sind verboten?
Antworten:
a) Das wüßte ich auch gerne; aber die machen ja eh was sie wollen (deutsche Familienrichterin, 42, geschieden, allein erziehende Mutter eines Sohnes und einer Tochter im Teenageralter)
b) Die Kinder ganz zu enterben, wenn sie die Falschen heiraten, darum gibt es den Pflichtteil (deutsche Studentin, 25)
Ich darf meine Töchter nicht mit Ungläubigen verheiraten, das gibt nur Ärger, und für meine Söhne darf ich keine Mitgift verlangen; deshalb hat der Sohn von Helmut Kohl nicht in Deutschland, sondern in der Türkei geheiratet (nicht-einbürgerungswilliger Türke, 59, gute Deutschkenntnisse, Gastarbeiter a.D., jetzt arbeitslos, sieben Kinder, vierzehn Enkel, alle in Deutschland lebend, keiner in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stehend).
Nachfrage: Aber Kohl hat doch damals die Hochzeitsfeier bezahlt, für 175.000.- DM.
2. Antwort: Das glaub' ich nicht, woher soll der denn soviel Geld gehabt haben? Ich denke, der war nicht korrupt?!?

b) Ich glaube, in Deutschland darf man seine Söhne nicht mit mehr als einer Frau verheiraten (überzeugter Muslim, selbständiger Kleinkaufmann - Familienbetrieb -, gute Deutschkenntnisse, noch schwankend, ob er einen Einbürgerungsantrag stellen soll)
Nachfrage: Falsch. Richtig ist, daß ein Deutscher nicht mehr als eine Frau heiraten darf. Als ausländischer Staatsbürger muslimischen Glaubens dürfen Sie selbstverständlich bis zu vier Frauen heiraten, wenn die Eheschließung in einem Land mit muslimischer Rechtsordnung nach den dort gültigen Vorschriften vollzogen wird; dann erkennt auch die BRD das an.
2. Antwort: Ach, aber wenn der muslimische Fußballer Mehdi Mahdavikia in Teheran zwei Frauen heiratet, wird er in Deutschland gleich vor Gericht gestellt, und die BILD-Zeitung hetzt drei Tage hintereinander auf der ersten Seite über "den iranischen Bigamisten"...
2. Nachfrage: Also, erstens wird er nicht vor einem Strafgericht angeklagt, sondern seine zweite Ehefrau erwägt, ihn vor einem Zivilgericht zu verklagen, und auch nicht, weil die Zweitehe gesetzlich verboten wäre, sondern weil er so dumm war, einen Ehevertrag zu unterschreiben, in dem steht, daß er keine andere Frauen hat. Finden Sie es richtig, daß man in solchen Verträgen lügt?
3. Antwort: Die Tochter unserer Nachbarn hat vor Jahren mal einen Arbeitsvertrag geschlossen, in dem sie versichert hat, nicht verheiratet und nicht schwanger zu sein, und hat den Job bekommen. In Wirklichkeit war sie verheiratet und schwanger, vier Monate später hat sie Babyurlaub angemeldet. Der Arbeitgeber hat versucht, sie zu entlassen, aber das Arbeitsgericht hat gesagt: Die Frau darf lügen, weil die Frage, ob sie verheiratet und schwanger ist oder nicht, ihre höchstpersönliche Angelegenheit ist, die niemanden sonst etwas angeht. Warum soll dann der Mann in solch höchstpersönlichen Angelegenheiten nicht lügen dürfen? Außerdem glaube ich das nicht.
3. Nachfrage: Was glauben Sie nicht?
4. Antwort: Daß die zweite Frau von Mahdavikia nichts von seiner ersten Ehe wußte. Die ist doch seit Jahren die beste Freundin seiner ersten Frau! Wenn deren Anwältin also so einen Passus in den Ehevertrag eingeschmuggelt hat, dann war das arglistige Täuschung. Aber viel wird sie sowieso nicht herausschlagen bei der Sache.
4. Nachfrage: Wieso nicht?
5. Antwort: Na, bei so kurzer Ehedauer - weniger als ein Jahr - wird sich die Abfindung wohl in Grenzen halten.
5. Nachfrage: Wenn sie ein Kind von ihm bekommt, wird er schon zahlen müssen, egal wie lange die Ehe gedauert hat. Aber mal eine persönliche Frage: Ich wäre bei "verbotene Handlungen" auf alles mögliche gekommen, aber auf die Mehrehe ganz zuletzt - wieso ist Ihnen das so wichtig?
6. Antwort: Weil ich deren Verbot für eine Mischung aus Heuchelei und Schwachsinn halte.
6. Nachfrage: Wie bitte?
7. Antwort: Na sicher. Überlegen Sie doch mal: Ein Mann ist nicht monogam, das ist eine biologische Tatsache. Warum soll er also nicht mehrere Frauen haben, falls er sich das leisten kann?
7. Nachfrage: Wenn die Männer, die sich das leisten können - also das reichere Viertel - jeweils vier Frauen hätten, würde das doch bedeuten, daß die übrigen Männer - immerhin drei Viertel - leer ausgingen. Was wollen Sie denn mit denen anstellen? Sie alle als Şahit-Selbstmordattentäter in den Jihād schicken?
8. Antwort: Werden Sie doch nicht gleich unsachlich. Sie tun ja gerade, als ob alle Männer gleichzeitig um alle Frauen konkurrieren würden. Das ist doch pure Statistik. Tatsächlich heiraten die Männer doch nicht alle vier Frauen gleichzeitig, sondern eine nach der anderen, d.h. wenn die älteren Frauen sowieso nicht mehr im heiratsfähigen Alter wäre.
8. Nachfrage: Wieso nicht?
9. Antwort: Ich meine im gebärfähigen Alter. Das läuft doch bei Ihnen in der Praxis genauso: Die Männer, die es sich finanziell leisten können, heiraten nach und nach mehrere Frauen, bisweilen sogar mehr als vier, bloß daß sie die älteren nicht behalten, sondern sich von ihnen scheiden lassen - ist das keine Polygamie? Und um welchen Preis: Für die Kinder ist es doch eine Katastrofe, mit nur einem Elternteil aufzuwachsen; aber auch viele Väter werden durch eine Scheidung in den Ruin getrieben, und selbst wenn nicht: Materielle Abstriche müssen beide Elternteile auf jeden Fall hinnehmen - es ist nun mal teurer, zwei getrennte Haushalte zu führen als einen gemeinsamen. Unsere Lösung ist wirtschaftlich und sozial viel verträglicher.
9. Nachfrage: Und die Männer mit weniger Geld sollen in den Puff gehen?
10. Antwort: Das tun sie doch sowieso. Bei Ihnen leben weit über 75% der jungen Leute zwischen 16 und 26 - also im besten Alter zum Kinderkriegen - entweder noch bei ihren Eltern oder aber ohne festen Partner in Single-Haushalten. Welch ein Irrsinn - haben Sie mal ausgerechnet, wielange es noch dauert, bis die Deutschen ausgestorben sind, wenn sie so weiter machen?
10. Nachfrage: Und Sie glauben, sie könnten das durch die Polygamie ändern?
11. Antwort: Natürlich. Überlegen Sie doch mal, warum das so ist!
11. Nachfrage: Nämlich?
12. Antwort: Weil Ihre jungen Leute - vor allem die Frauen - extrem hohe materielle Ansprüche haben. Die kann ein junger Mann aber normalerweise nicht befriedigen; deshalb wäre es klüger, wenn die Männer erstmal beruflich etwas auf die Beine stellen, bevor sie heiraten, und wenn die Frauen einen älteren Mann heiraten würden, der ihnen etwas bieten kann.
12. Nachfrage: Auch als Zweit-, Dritt- oder Viertfrau?
13. Antwort: Immer noch besser als ein 20-jähriger Student, geschweige denn als gar nicht verheiratet und nur als heimliche Maitresse eines monogam verheirateten Mannes. Daß viele junge Frauen und Mädchen zu letzterem bereit sind, müßte Ihnen doch zu denken geben!
13. Nachfrage: Hm... Materiell gesehen mögen Sie ja Recht haben; aber ob es, wenn Sie schon biologisch argumentieren, sinnvoll ist, wenn die Kinder überwiegend von alten Männern gezeugt werden? Denn Sie plädieren ja wohl nicht für Seitensprünge der Frauen mit Studenten und anderen jüngeren Männern, oder?
14. Antwort: Ich könnte auch soziologisch argumentieren. Je größer der Altersunterschied, desto besser hält eine Ehe.
14. Nachfrage: Das halte ich aber für ein Gerücht - wie kommen Sie denn darauf?
15. Antwort: Das ist kein Gerücht, sondern eine statistische Tatsache, und es ist doch auch leicht zu erklären, warum.
15. Nachfrage: Nämlich?
16. Antwort: Das ist wie in einem Unternehmen: Einer muß der Boss sein und die Verantwortung tragen; wenn alle alles mitentscheiden wollen, läuft am Ende gar nichts. Sie haben doch ein Sprichwort: Viele Köche verderben den Brei.
16. Nachfrage: Glauben Sie nicht, daß es auch sinnvoll sein kann, sich in gewissen Dingen die Verantwortung zu teilen?
17. Antwort: Nein, ich glaube an Arbeitsteilung - jeder soll auf seinem Gebiet die Entscheidungen treffen. Die Frau ist für Küche und Kinder zuständig, oder wenn Sie so wollen, für die Innenpolitik, und der Mann für die Außenpolitik. Ihr Gesellschaftssystem krankt daran, daß diese Arbeitsteilung infolge einer verfehlten Erziehungspolitik nicht mehr funktioniert. Ihren jungen Mädchen werden heutzutage allerlei Flausen in den Kopf gesetzt, von wegen gleichberechtigte Partnerschaft usw. Einer gleichaltrigen Frau ist es unter diesen Umständen psychologisch fast unmöglich, sich einem Mann unterzuordnen. Wenn er dagegen in einem Alter ist, wo er ihr Vater sein könnte, wird ihr das viel leichter fallen; das trägt zum sozialen Frieden in der Ehe, in der Familie und letztlich in der Gesellschaft bei. Warum glauben Sie denn, daß in Deutschland über die Hälfte der Ehen geschiehen werden, viel öfter als noch vor ein, zwei Generationen? Weil die Altersunterschiede eingeebnet worden sind und die Frauen alles besser wissen wollen. Und wenn der Mann sich das nicht gefallen lassen will, wirft sie eben alles hin und läßt sich scheiden - ist ja in Deutschland ganz einfach.
17. Nachfrage: Ach - in den muslimischen Ländern etwa nicht? Da braucht der Mann doch nur zu sagen: "Ich verstoße Dich"!
18. Antwort: Das ist so ein dummes Klischee. Im Gegensatz zu Deutschland, wo man keinerlei stichhaltige Begründung braucht, um sich scheiden zu lassen, kann man bei uns die Frau nicht so einfach verstoßen, wie Sie sich das vorstellen. Es muß schon einen schwerwiegenden, nachprüfbaren Grund geben, wie Untreue, Kinderlosigkeit o.ä., sonst bekäme der Mann eine Menge Ärger mit den Verwandten der Frau, die er verstößt.
18. Nachfrage: Also ein Messer zwischen die Rippen - dann würde ich doch lieber Geschiedenen-Unterhalt zahlen, ob mit oder ohne stichhaltigen Grund... Aber im Ernst: Können Sie mir auch nur ein Land nennen, wo Polygamie richtig gut funktioniert?
19. Antwort: Alle islamischen Staaten Afrikas und Asiens.
19. Nachfrage: Und Sie meinen wirklich, daß deren Gesellschaften gesund sind? Wirtschaftlich hängen die doch total von uns ab, auch die vermeintlich reichen Länder, die bloß davon leben, daß sie uns, den dekadenten Westlern, das Erdöl verkaufen, zu dessen Vorhandensein sie nichts weiter beigetragen haben, als daß sie ihren und ihrer Kamele Arsch mal über den Sand geschoben haben, unter dem es lagert. Warum verlassen denn so viele junge Leute aus jenen Ländern Afrikas und Asiens ihre tollen Gesellschaften, wo sie vier Frauen haben könnten, und kommen ausgerechnet zu uns? Warum sind Sie her gekommen?
20. Antwort: Diese jungen Leute kommen nicht, weil es bei ihnen zuhause so schlecht läuft - oder können Sie mir ein muslimisches Land in Afrika und Asien nennen, dessen Volk wie das deutsche vom Aussterben binnen weniger Generationen bedroht ist? Sie kommen, weil sie viele Frauen und Kinder haben wollen und hier noch genug Platz ist.
20. Nachfrage: Und weil sie hier finanziell bestens versorgt werden, ohne arbeiten zu müssen, so daß sie sich voll und ganz aufs Kinderkriegen konzentrieren können?
21. Antwort: "Bestens versorgt" würde ich das nicht gerade nennen, aber als Flüchtlinge dürfen die meisten ja nicht legal arbeiten. Ich darf es, und ich tue es, und meine ganze Familie hilft mit, so gut sie kann; wir fallen Ihren Sozialkassen nicht zur Last.
21. Nachfrage: Ist es nicht so, daß Sie Ihren Landsleuten, die hier von Sozialhilfe leben, exotische Lebensmittel verkaufen? Also leben Sie indirekt doch von unseren Sozialkassen.
22. Antwort: Ach was, ich könnte inzwischen auch von meinen deutschen Stammkunden leben. Sie kommen doch auch jede Woche.
22. Nachfrage: Von den paar Euro wollen Sie überleben?
23. Antwort: Kleinvieh macht auch Mist.
23. Nachfrage: Mal ehrlich - wie viele Frauen haben Sie?
24. Antwort: Für die deutschen Behörden offiziell eine. Aber nach dem, was Sie mir heute erzählt haben, überlege ich, ob ich die anderen nicht auch endlich offiziell als solche anmelden soll. Dafür verzichte ich gerne auf die Einbürgerung.

48. Frage: Die Wahlen zu den deutschen Parlamenten müssen nach Artikel 38 der Verfassung allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim sein. Erklären Sie diese Wahlgrundsätze!
Antworten:
a) allgemein hieße, daß auch Ausländer mitwählen dürfen; aber weil sich da niemand dran hält, will ich endlich Deutscher werden.
b) unmittelbar hieße, daß keine Parteien zwischen Wähler und Kandidatenaufstellung stehen dürften; aber daran hält sich auch niemand.
c) frei heißt, daß ich frei bin, jeden zu wählen, der das passive Wahlrecht hat, aber nur wenn er auf einer Parteiliste steht.
d) gleich heißt, daß jede Stimme das gleiche Gewicht hat, egal ob jemand geisteskrank ist oder nur das Wahlgesetz nicht verstanden hat, es sei denn, seine Partei erreicht nicht mindestens 5% der Stimmen, dann ist sie gar nichts wert, jedenfalls wenn er Deutscher ist; als Däne oder Sorbe hat er mehr Rechte, da gilt die 5%-Klausel nicht. Auch bei Europawahlen gilt das Gleichheitsprinzip nicht; da hat ein Luxemburger fünfmal soviel Stimmrecht wie ein Deutscher; aber die Luxemburger würden mich wohl nicht einbürgern.
e) geheim heißt, daß die Kennzeichnungen, mit denen die einzelnen Wahlzettel bestimmten Wählern zugeordnet werden können, eigentlich nur zu statistischen Zwecken verwendet werden dürften - aber wer kann das schon kontrollieren?

49. Frage: Erläutern Sie den Begriff "Mehrparteienprinzip".
Antwort: Das ist zum Beispiel, wenn es wie jetzt eine große Koalition gibt (Filialleiterin mit BRD-Paß, 43).

50. Frage: Begründen Sie, warum die Wahlen in der ehemaligen DDR nicht unseren demokratischen Wahlgrundsätzen entsprachen!
Antwort: In der DDR konnten die Wählerinnen und Wähler von den Wahllisten einzelne Kandidaten streichen, die ihnen nicht gefielen; das verletzte die Rechte der politischen Parteien, von denen alle demokratische Staatsgewalt ausgeht (vgl. Frage 34). In der BRD ist sowas zum Glück nicht möglich, da entscheiden alleine die Parteien, wer gewählt werden kann und wer nicht.


weiter zur Fortsetzung (Teil II - Fragen 51-100)

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