Robert ("Bobby") Fischer

[9. März 1943 - 17. Januar 2008]

Von der Parteien Gunst und Haß ver-
wirrt, schwankt sein Charakterbild
in der Geschichte
(F. v. Schiller)

[Bobby Fischer]
[Autogramm Fischer]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1943
09. März: Robert ("Bobby") James Fischer wird in Chicago/Illinois geboren.
Am selben Tag zerstört die USAAF durch Terror-Bombardements die meisten unverteidigten Städte Siziliens, der mutmaßliche Heimat des modernen, "europäischen" Schachspiels. (Dikigoros erwähnt das, da die "Sizilianische Verteidigung" Fischers bevorzugte Schacheröffnung werden sollte.)
Über seine Eltern gibt es zahlreiche Gerüchte, aber keine belastbaren Beweise.
Beide sollen jüdischer Abstammung gewesen sein - was Fischer jedoch stets mit Nachdruck bestritt. Seine Mutter Regina, geb. Wender, soll gebürtige Schweizerin gewesen sein, die erst ins Deutsche Reich, dann in die Sowjet-Union und schließlich in die USA emigrierte. Wer sein biologischer Vater war ist unsicher. Als sicher gilt nur, daß sein juristischer Vater Hans-Gerhardt Fischer und seine Mutter sich kurz nach Bobbys Geburt scheiden ließen.*

1946
März: Schachweltmeister Aljechin stirbt in Portugal, wo der böse Diktator Salazar ihm - wie so vielen anderen politisch Verfolgten auch - am Ende des Zweiten Weltkriegs Asyl gewährt hatte.

1947
Die Fédération Internationale d'Échecs [FIDE] - bis dato ein Verein von eher mäßiger Bedeutung - nimmt die Sowjetunion des braven Onkels Stalin (eines lupenreinen Demokrators) auf und schließt dafür das Gründungsmitglied Spanien aus, wo der böse Diktator Franco regiert. Da der SU-Schachverband über 600.000 registrierte Spieler einbringt, wird er zum mächtigsten Mitglied.
Binnen weniger Jahre reißt die FIDE erst die Ausrichtung der Weltmeisterschaften - erstmals 1948 -, dann auch die Vergabe von Meistertiteln - ab 1950 - an sich.
(Wer diesen Punkt gerne etwas ausführlicher behandelt hätte, klicke den Link oben auf Aljechin an - Dikigoros will sich hier nicht wiederholen.)

1948/49
Bobbys Mutter nimmt Stellen als Grundschullehrerin (nach anderen Quellen: als Krankenschwester) erst in Mobile/Arizona, dann in Brooklyn/New York an, wo Bobby aufwächst und wo ihm seine ältere Schwester Joan das Schachspielen beibringt.
(Später soll er auch einem Schachclub beigetreten sein; welchem - vielleicht auch mehreren, sei es gleichzeitig oder nacheinander - ist unsicher.)

1955
Juli: Bobby nimmt erstmals an der US-Juniorenmeisterschaft (für unter-21-jährige) teil, erntet jedoch keine Lorbeeren.
Er landet im breiten Mittelfeld (der 11.-21. - bei 25 Teilnehmern - sind punktgleich).

1956
März: Bobbys Mutter meldet ihren Sohn in der Schachschule von John Collins an. Der Erfolg stellt sich prompt ein.
Juli: Bobby gewinnt bei seiner zweiten Teilnahme die US-Juniorenmeisterschaft.
Man darf das nicht überbewerten. Schach hatte damals in den USA einen ziemlich niedrigen Stellenwert. Es gab dort schon lange keinen Weltklassespieler mehr - mit Ausnahme des polnischen Großmeisters Samuel Reshevsky; das einstige "Wunderkind" kam jedoch allmählich "in die Jahre". (Den Großmeistertitel darf man, wenn man ihn einmal zweimal [die GM-Norm mußte zweimal erfüllt werden] erworben hat, sein Leben lang führen, ungeachtet der aktuellen Spielstärke.) Die United States Chess Federation [USCF] nagte notorisch am Hungertuch. Dikigoros erinnert sich noch, daß der 1961 von Walt Disney in die Duck'sche Comic-Welt eingeführte Professor Ludwig von Drake [dts.: Primus von Quack] in einem seiner ersten Abenteuer ein großes Schachturnier gewinnt und anschließend die Flucht vor seinen zahlreichen Gläubigern antreten muß, die ihm das Preisgeld gleich wieder abjagen, nur um am Ende zu erfahren, daß das eh bloß Spielgeld für die Fernsehkameras war. Noch 1964 mußte die US-Schachmeisterschaft mangels finanzkräftiger Sponsoren ausfallen. (Solche Probleme hatten populäre Sportarten wie Baseball, Basketball, Boxen, [American] Football oder [Eis-]Hockey in den USA nie.)

1957
Juli: Bobby verteidigt seinen US-Juniorentitel erfolgreich, wird aber nicht etwa zur Jugend-WM geschickt, sondern erhält statt dessen eine Einladung zur US-Meisterschaft für Erwachsene, die im
Dezember beginnt.

1958
Januar: Bobby gewinnt überraschend die US-Meisterschaft, was ihm den FIDE-Titel "Internationaler Meister" einträgt.


Dennoch darf er nicht mit zur "Schacholympiade" in München, da die Erasmus High School eine Beurlaubung verweigert. Fischer verläßt die Anstalt daher am Ende des Schuljahrs ohne Abschluß.**
Wie ihm Erasmus Jahre später - nachdem er Schachweltmeister geworden ist - bescheinigen kann, ein brillanter, ja genialer Schüler gewesen zu sein mit einem IQ von 184, ist Dikigoros schleierhaft. Man muß kein professioneller Schriftsachverständiger sein, um Bobbys Unterschrift eher im Bereich von IQ 84 zu verorten. (Man muß auch keine Intelligenzbestie sein, um gut Schach zu spielen :-)
Beim Interzonenturnier in Portorož qualifiziert sich Bobby ebenso überraschend für das WM-Kandidatenturnier (was noch keinem 15-jährigen gelungen war und im 20. Jahrhundert auch keinem anderen mehr gelingen sollte); das trägt ihm den FIDE-Titel "Großmeister" ein.

1959
Fischer scheitert im Kandidatenturnier an Michail Tal, der ihn in allen vier Partien schlägt (jeder der 8 Kandidaten spielt gegen jeden jeweils 4 Partien, 2x mit Weiß, 2x mit Schwarz) und im folgenden Jahr Weltmeister wird.
Tal ist einer von nur zwei Spielern, gegen die Fischers "Record" eine negative Bilanz aufweist. (Der andere ist Efim Geller, der freilich nie Weltmeister wurde.) Beide bevorzugten sie äußerst riskante Eröffnungen und Mittelspiel-Kombinationen, und da war der sieben Jahre ältere und entsprechend erfahrenere M.T. dem jungen B.F. halt noch überlegen. (Nach 1959 sollte T. nie mehr gegen F. gewinnen. Allerdings bestritten sie da nur noch 7 Partien: B.F. gewann 2, und 5 endeten remis.) Im Zeitalter des Computerschachs hätten sie damit keinen Blumentopf gewonnen, geschweige denn Weltmeisterschaften.

1960
Bei verschiedenen internationalen Turnieren scheitert Fischer am späteren Weltmeister Boris Spasskij, am späteren Vizeweltmeister Wiktor Kortschnoj und an Reshevsky.
Beim Turnier von Bled scheitert er dagegen an sich selber: Wiewohl er ungeschlagen bleibt und sogar gegen Tal gewinnt, agiert er insgesamt zu vorsichtig und spielt 11x Remis, so daß es nur zum 2. Platz hinter dem amtierenden Weltmeister reicht, der ein höheres Risiko eingeht und dadurch mehr Partien gewinnt.

1961
Fischer bestreitet einen auf 16 Partien angelegten Zweikampf gegen Reshevsky, den er jedoch wegen Unstimmigkeiten mit den Veranstaltern nach 11 Partien (bei Gleichstand) abbricht.

1962
Bei der Schacholympiade in Warna geht Fischer sowohl als Einzelspieler wie auch mit dem US-Team leer aus. Jedoch gelingt ihm ein bemerkenswerter Sieg gegen den argentinischen Großmeister Miguel Najdorf, und zwar ausgerechnet mit der nach diesem benannten Variante der "Sizilianischen Verteidigung". Er gilt seitdem als deren bester Kenner.
Fischer gilt bald auch als bester Kenner des "Königsgambits" und der "Königsindischen Verteidigung". (Alles Eröffnungen, von denen Normalsterbliche besser die Finger lassen sollten - Dikigoros hat sie nie gespielt.)
Fischer gewinnt das Interzonenturnier in Stockholm, kann sich jedoch im anschließenden WM-Kandidatenturnier nicht durchsetzen.
Die Schuld daran gibt er "Mauscheleien" der SU-Kandidaten, die unter einander gerne Remis schieben oder sogar absichtlich gegen "ihren" eigenen Favoriten verlieren. (Fischer haßte Unentschieden; nach dem Reinfall von Bled spielte er immer - auch mit Schwarz - auf Sieg, was ihn u.a. die Goldmedaille bei der Schacholympiade 1966 kosten sollte, als er in der letzten Runde ein Remisangebot ablehnte und die Partie dann noch verlor.) War sein Vorwurf berechtigt? Gegenfrage: Wie hätte er wohl reagiert, wenn ihm Paul Keres drei Jahre zuvor das gleiche vorgeworfen hätte, nämlich absichtlich gegen seinen Freund und Kupferstecher Tal 0:4 verloren zu haben, um ihm - der Tal 3:1 geschlagen hatte - den Weg zur Weltmeisterschaft zu verbauen?
Danach zieht sich Fischer vorübergehend aus der internationalen Schachszene zurück.
Er nimmt jedoch weiterhin an US-Meisterschaften teil, die er achtmal - bis 1967 - gewinnt und dabei insgesamt nur drei Partien verliert. Er spielt auch bei einigen Schach-Olympiaden für das US-Team - bis 1970 (1974 nimmt er nicht teil, da die FIDE nicht bereit ist, ihm eine Extrawurst - eigenen Spielraum außerhalb der Turnierhalle - zu braten) -, kommt aber auch mit der Mannschaft nie über eine Silbermedaille hinaus.

1965
Fischer erhält eine Einladung zum Capablanca-Gedächtnisturnier in Havanna; das US-Außenministerium verweigert ihm jedoch ein Ausreisevisum für Kuba.
Das ist umso schäbiger, als das selbe Außenministerium nur ein Jahr später offenbar kein Problem damit hat, dem gesamten US-Team - incl. Fischer - eine Ausreisegenehmigung zwecks Teilnahme an der Schacholmypiade in Havanna zu erteilen. (Es ist viel gerätselt worden, wann und weshalb Fischers Feindseligkeit gegenüber der US-amerikanischen Regierung begann; Dikigoros hält dafür, daß bei dieser Gelegenheit zumindest der Grundstein gelegt wurde - was immer später noch hinzu gekommen sein mag.)

1966
Die FIDE erklärt den 20. Juli (sie wurde am 20.07.1924 gegründet) zum "Weltschachtag" und verhindert so, daß die BRD dieses Datum zu ihrem neuen Nationalfeiertag macht (jedenfalls solange der Deutsche Schachbund Mitglied ist :-). Es bleibt daher vorerst beim 17. Juni - obwohl schon kaum mehr jemand weiß, warum und wieso.***

1966/67
Fischer kehrt auf die internatioale Schachbühne zurück, kann auch einige Turniere gewinnen, scheitert aber im Interzonenturnier - hauptsächlich an seiner eigenen Dickköpfigkeit.
(Als die Turnierleitung es ablehnt, ihm immer neue Extrawürste in Sachen Spieltermine zu braten, verzichtet er - in Führung liegend - auf eine weitere Teilnahme.)

1969
Fischer - der nicht an der US-Meisterschaft teilnimmt, da ihm das Preisgeld zu niedrig ist - schreibt ein Buch mit dem Titel "Meine 60 bemerkenswertesten Partien", womit er weit mehr Geld verdient.
(Außer in der Sowjet-Union, wo massenhaft Raubkopien zirkulieren, für die Fischer keine Kopeke und erst recht keinen Cent sieht - was nicht unwesentlich zu seinem Haß auf "die Sowjets" beigetragen haben dürfte. Er beziffert die Höhe der ihm entgangenen Tantiemen auf rund 100,000 US$.)
Es wird bis ins 21. Jahrhundert wiederholt neu aufgelegt; viele Großmeister - darunter auch der spätere Weltmeister Garry Kasparow - bekennen sich dazu, es mit Gewinn studiert zu haben.)
Trotz seines Meisterschaftsboykotts kauft ihm die USCF gegen harte Grüne ein paar tausend US$ in harten Devisen einen Platz im Interzonenturnier ("Bestechung" kann man das nicht nennen, denn ein Schachgroßmeister ist ja kein "Amtsträger" im Sinne des Gesetzes :-), indem es ein armes Schwein einen Großmeister aus Ungarn sowie dessen potentielle Ersatzleute zu einem "freiwilligen Verzicht" bewegt.

1970
April: Fischer gewinnt die (inoffizielle) "Blitz"-Weltmeisterschaft überlegen.
November/Dezember: Fischer gewinnt das Interzonenturnier überlegen.

1971
Mai-August: Fischer gewinnt das Kandidatenturnier ebenso überlegen. (Er verliert in beiden Wettbewerben jeweils nur eine Partie - von 23 bzw. 21.)
Der kommende WM-Kampf gegen den Sowjetbürger**** Spasskij wird - vor allem in den USA - zum ideologischen "Kampf der Systeme" hochstilisiert - von gewissen Medien sogar zum Kampf "auf Leben und Tod".

[Fischer - The Deadly Gamesman, LIFE-Titel, 12. November 1971]

Daß Fischer und Spasskij, die sich von früheren Turnieren her kennen, persönlich gute Freunde sind (was sie ihr Leben lang bleiben sollten) wird dabei auf beiden Seiten bewußt ignoriert. Die Sowjets stellen heraus, daß Fischer Spasskij noch nie geschlagen hat (in 5 Partien hatte er 3x verloren und 2x remisiert); die USA verweisen auf Fischers höhere Elo-Zahl (2785 : 2660).*****

[Kampf der Systeme 1972]

1972
Juli-September: In Reykjavik/Island besiegt Fischer den Titelverteidiger, obwohl er die ersten beiden Partien leichtfertig "verschenkt" hat, am Ende mit einem klaren 4-Punkte-Vorsprung. Dies trägt ihm neben dem Weltmeistertitel ein Preisgeld in Rekordhöhe von 250.000 US$ (um das zuvor lange gefeilscht worden war, angeblich sogar unter Beteilung von Henry Kissinger, dem Pferdeflüsterer Sicherheitsberater von US-Präsident Richard Nixon) ein - auch ein Jahr nach Kündigung des Bretton-Wood-Abkommens und der damit einsetzenden Inflation noch immer eine ungeheure Summe, nach heutiger Kaufkraft ca. 2,5 Mio US$.

[Bobby Fischer auf dem Höhepunkt seiner Karriere]

Daraufhin nimmt das Interesse der US-Amerikaner am Schachspiel sprunghaft zu. Schachclubs schießen wie Pilze aus dem Boden. Die Zahl der USCF-Mitglieder verdoppelt sich bis Jahresende. An praktisch jedem Wochenende werden in den USA mehrere Turniere ausgetragen mit z.T. äußerst lukrativen Preisgeldern selbst für die "niederen" Spielklassen.
(À propos lukrativ: Fischer soll mehrere hoch dotierte Angebote außerhalb der Schachszene, seinen neuen "Celebrity"-Status als Werbeträger zu Geld zu machen, ausgeschlagen haben.)

1974
Juni: Fischer legt seinen WM-Titel nieder.
(Über die Motive sind viele müßige Spekulationen angestellt worden. Er selber nannte als Grund die Weigerung der FIDE, einige von ihm verlangte Regeländerungen - nicht des Spiels, sondern des Austragungsmodus' - einzuführen. Über jene Änderungen kann man streiten. Unstreitig ist dagegen der Titelverzicht an sich. Wie Fischer angesichts dessen 18 Jahre später ernsthaft behaupten konnte, er sei noch immer Weltmeister und könne/solle/müsse seinen Titel in einem Rückkampf gegen Spasskij verteidigen, ist wohl nicht nur Dikigoros schleierhaft.)

1975
April: Die FIDE erklärt Anatolij Karpow, den Sieger des Kandidatenturniers, zum neuen Weltmeister.

1976/77
Fischer lehnt wiederholte Angebote seitens der FIDE, gegen Karpow um die Weltmeisterschaft zu spielen, ab.
Die FIDE steht gerade vor einer Zerreißprobe - aber nicht wegen Fischer. Ihr Präsident, Ex-Weltmeister Max Euwe, hatte die Schacholympiade 1976 nach Tel Aviv vergeben, woraufhin die arabischen Staaten ihre Teilnahme absagten. Das wäre zu verschmerzen gewesen, denn gute arabische Schachspieler gibt es etwa so viele wie gute isländische Kameltreiber; aber die Staaten des Ostblocks schlossen sich dem Boykott an und hielten statt dessen eine "Gegenolympiade" in Tripolis ab, wo Ģađđāfī gerne als Ersatz-Gastgeber einsprang. (Der interne Streit endet damit, daß Euwe 1978 abgesägt abgewählt wird zugunsten von Florencio Campomanes.)

1977
Fischer besiegt in drei Partien einen Schachcomputer des Massachusetts Institute of Technology mit Leichtigkeit - was jedoch kaum Aufmerksamkeit, geschweige denn Aufsehen erregt. Computerschach steckt noch in den Kinderschuhen - selbst das stärkte Programm hat kaum eine Chance gegen halbwegs versierte menschliche Spieler.

1984
Fischer protestiert gegen seine Aufnahme in die "Encyclopaedia Judaica".
(Ein müßiges Ansinnen. Worauf sollte sich ein etwa vor Gericht geltend zu machender Unterlassungsanspruch stützen? Auf Beleidigung? Auf Rufschädigung? Aber der Schaden wäre schwierig zu beweisen :-)
Er erreicht damit nur, als "Antisemit" verschrien zu werden, verbunden mit dem Vorwurf, er habe "Die Protokolle der Weisen von Zion" und Hitlers "Mein Kampf" im Bücherschrank stehen (wer mag da "geplaudert " haben?) und - horribile dictu - sogar gelesen.
Beide Bücher sind in den USA nicht verboten. Warum auch? Im Gegensatz zu gewissen anderen Staaten brauchen die USA - noch - keine Angst zu haben, daß sich ihre Bürger über umstrittene Bücher selbständig informieren.
Fischer reagiert darauf mit dem Satz: "Ich bin kein Antisemit; Araber sind auch Semiten, und ich habe nichts gegen Araber."


1985
Karpow verliert seinen WM-Titel an Kasparow.
Der jüdische Bankster sehr ehrenwerte belgische Geschäftsmann, Filanthrop, Kunst- und Sport-Mäzen Bessel Kok (der mit dem internationalen Zahlungssystem SWIFT Milliarden scheffelt) nimmt das zum Anlaß, in Konkurrenz Ergänzung zur FIDE seinen eigenen Schachverband aufzumachen - natürlich nur mit den Besten der Besten. Er nennt ihn "World Chess Grandmaster Association [Weltvereinigung der Schachgroßmeister]". Der Zuspruch unter den aktuellen Großmeistern hält sich allerdings in Grenzen. Daher offeriert er

1990
Fischer ein Preisgeld von 2,5 US$ für einen "WM-Rückkampf" gegen seinen alten Freund und Rivalen Spasskij in Brüssel. (Beide sind ja noch immer historische "Großmeister" - der einmal erworbene Titel erlischt nie :-) Fischer lehnt dieses Angebot jedoch als "zu niedrig" ab.


1991
Kok zieht sich daraufhin von "SWIFT" und - weniger überraschend - "WCGA" zurück und wendet sich anderen "wohltätigen" Projekten zu.
Dezember: Die SU bricht auseinander wird einvernehmlich aufgelöst.
Der Westen wird von übermächtigen starken sowjetischen Spielern überflutet. Viele "Eingeborene" - auch aus Dikigoros' persönlichem Bekanntenkreis - beenden daraufhin ihre Schachkarrieren.
Manche Beobachter sehen darin den Anfang vom Ende der westlichen Schachbegeisterung. Die eigentlichen Zeichen an der Wand - vor allem das Aufkommen immer stärkerer Computerprogramme - sehen nur die wenigsten.


1992
Juli: Fischer läßt sich vom jugoslawischen Bankster Jedzimir Vasiljević mit einem Preisgeld von 5 Millionen US$****** (davon 3,35 Mio für den Sieger - eine zuvor und auch danach nie wieder erreichte Rekordsumme) zu einem "WM-Rückkampf" gegen Spasskij ködern, der von
September bis November in Sveti Stefan und Belgrad ausgetragen wird.
(Beide waren pleite und brauchten dringend Geld. Fischer hatte sein Preisgeld von 1972 aufgebraucht - nachdem er ein Drittel davon einer obskuren Sekte der "Worldwide Church of God" gespendet hatte -; Spasskij hatte seit Jahren kein lukratives Turnier mehr gewonnen und hielt sich mühsam mit Ligaspielen im Verein, Schaukämpfen und Simultanveranstaltungen über Wasser.)
Fischer siegt überlegen (10 Siege, 5 Niederlagen, 15 Remis).


Falls sich jemand über die Flagge Tricolore wundern sollte: Spasskij war 1978 französischer Staatsbürger geworden. Er hatte die SU 1976 verlassen, nachdem diese seine Ehefrau Marina - eine in Moskau lebende Französin, mit der er seit 1975 in 3. Ehe verheiratet war - unter dem Vorwurf der Spionage des Landes verwiesen hatte. Er brach jedoch - anders als Kortschnoj, der die SU im selben Jahr verließ - nicht gleich alle Brücken hinter sich ab, sondern spielte noch bis zur Schacholympiade 1982 einschließlich für die Mannschaft des sowjetischen Schachverbands, den er erst 1983 verließ, nachdem dieser ihm als Ausländer den Großmeister-Ehrensold gestrichen hatte. Vereinsmäßig spielte er bis kurz vor der WM-Neuauflage in der Bundesliga für die SG Solingen - eine "Legionärstruppe" ohne einen einzigen Deutschen -, mit der er dreimal Deutscher Mannschaftsmeister und einmal sogar Europapokalsieger wurde. Danach spielte er noch für einige französische Vereine.
Die US-Regierung reagiert scharf: Sie behauptet, Fischer habe mit dieser "geschäftlichen Betätigung" das kürzlich verhängte Wirtschaftsembargo gegen Serbien und Montenegro verletzt.******* (Darauf stehen bis zu 10 Jahre Gefängnis.) Überdies habe er verabsäumt, seinen Gewinn in den USA zu versteuern.
Fischer wird zum Staatsfeind erklärt und zur Fahndung ausgeschrieben. (Wenigstens wird er - anders als Vasiljevićs Freund Milošević - nicht gekidnapt und in Gefangenschaft ermordet :-) Er setzt nie wieder einen Fuß in die USA.
Er bemüht sich jedoch nicht um eine neue Staatsangehörigkeit - obwohl sich zu diesem Zeitpunkt noch die halbe Welt um ihn gerissen hätte -, sondern behält blauäugig seinen US-amerikanischen Paß.

1993-99
Fischer lebt in Budapest bei der Familie Polgár.
Die Schwestern Judit, Zsuzsa und Zsófia Polgár dominieren in den 1990er Jahren nicht nur die Schachszene der Frauen - sie stellen wiederholt die Weltmeisterin -, sondern sind auch die einzigen, die ohne weiteres bei den Männern "mithalten" können. (Judit schlägt 1998 sogar den noch immer amtierenden FIDE-Weltmeister Karpow in einem inoffiziellen Match mit 5:3 Punkten, ohne eine einzige Partie zu verlieren.) Dikigoros erwähnt das, weil Fischer in jungen Jahren mal gesagt hatte, daß Frauen es nie schaffen würden, Schach-Großmeister zu werden; daraufhin hatte die FIDE - wie er meinte, nur um ihn zu ärgern, denn das geschah kurz nachdem sie ihm den Weltmeistertitel entzogen hatte - neue Regeln aufgestellt, wonach Frauen ein Großmeisterin-Titel für 200 Elo-Punkte unterhalb der für Männer geltenden Norm verliehen werden konnte. Die Polgár-Schwestern wären aber auch nach der letzteren allesamt Großmeister geworden. (Judit schaffte das sogar schon im Alter von 15 Jahren und 3 Monaten, womit sie Bobbys 33 Jahre alten Rekord brach - das war Jahr und Tag bevor er nach Ungarn übersiedelte.) Letztlich waren sie jedoch nur Ausnahmen, welche die Fischer-Regel bestätigten, wie wir heute wissen: Die amtierende Weltmeisterin - die Chinesin Hu Yi-fan - ist nicht in der Top 300 der Weltrangliste; die beste deutsche Großmeisterin - Ex-Weltmeisterin Elisabeth Pähtz - nichtmal in der Top 1.000.******** Wie dem auch sei, es gab im Schach sicher schlimmere Fehl-Prognosen, z.B. daß "ein Computer niemals einen Menschen würde besiegen können", wie mal ein englischer Großmeister meinte. (Aber er war lernfähig: Als er seinen Irrtum erkannte, kaufte er Aktien eines Schachcomputer-Unternehmens, mit denen er - anders als mit seinem Schachspiel - reich wurde :-)

1995
April: Der glücklose, korrupte und entsprechend unpopuläre Campomanes tritt als FIDE-Präsident zurück. Sein Nachfolger wird der millionenschwere Präsident von Kalmykien, Kirsan Iljumzhinow, der sich die "Wiedervereinigung" der dreigeteilten Schachwelt unter FIDE- (und damit seiner) Regie zum Ziel gesetzt hat.

1996
Iljumzhinow - von klein auf ein großer Fischer-fan - sucht diesen in Budapest auf, legt ihm 100,000 US$ Tantiemen für sein Buch auf den Tisch - angeblich, d.h. seinen Memoiren zufolge, aus eigener Tasche - und testet ihn in einem Mini-Wettkampf auf seine aktuelle Spielstärke. (Er ist selber kein ganz unbeschriebenes Blatt, zwar kein Ex-Weltmeister wie Euwe, aber immerhin Ex-Landesmeister von Kalmykien.) Nachdem Fischer ihn 3:0 besiegt hat, bietet er ihm im Namen der FIDE einen gut dotierten WM-Titelkampf gegen Karpow an. Fischer lehnt jedoch wieder ab.
Warum er das tut ist nicht ganz klar. Dikigoros vermutet, daß das Match in Kalmykiens Hauptstadt Elista statt finden sollte - also in Rußland -, und daß Fischer dort nicht antreten wollte. Der Tatar Kamskij hatte da keine Berührungsängste, obwohl er sieben Jahre zuvor aus der SU "desertiert" war und inzwischen die US-Staatsbürgerschaft angenommen hatte. (Wieso auch? Dikigoros würde gerne mal nach Elista reisen, wenn er nicht die Repressalien des Berliner Verbrecherregimes fürchtete. Als er jung war und der "Wertewesten" noch keinen Krieg gegen Rußland führte, standen all die schönen neuen Tempel und Kirchen, die Iljumzhinow dort bauen ließ, ja noch nicht.) Kamskij nahm das dicke Geld - das er auch als klarer Verlierer gegen Karpow bekam - dankend mit und setzte sich noch im selben Jahr zur Ruhe.

[Der Goldene Tempel in Elista/Kalmykien] [Statue vor dem Goldenen Tempel]

2000
Januar: Nachdem sich Fischer mit den Polgárs überworfen hat, zieht er nach Japan, wo er mit Miyoko Watai, der Präsidentin des japanischen Schachverbandes, zusammen lebt.
Dikigoros will keine Spekulationen über diese Beziehung anstellen, aber ein paar Worte über das merkwürdige Verhalten Fischers in Sachen Aufenthaltsstatus verlieren: Ihm fällt nichts dümmeres besseres ein, als sich ein befristetes Touristenvisum ausstellen zu lassen und alle drei Monate kürzer oder länger auf die Pilipinen zu reisen, um es dann jeweils zu erneuern. Eine schwächere juristische Basis kann man kaum haben (nicht mal als Asylant :-). Fischer hat sich die kommende Entwicklung also weitgehend selber zuzuschreiben.

2001
11. September: Am Abend der Kamikaze-Angriffe auf das World Trade Center in New York City gibt Fischer einem pilipinischen Sender ein schadenfroh-hämisches Interview, indem er die Auffassung vertritt, die USA hätten sich diese aufgrund ihrer von Juden gesteuerten anti-islamischen Politik wohl verdient.


Eine gewagte These.********* Abgesehen davon, daß die im WTC umgekommenen Menschen nichts für die Politik der US-Regierung konnten, wüßte Dikigoros nicht, inwiefern die letztere ausgerechnet 2001 oder in den Jahren unmittelbar davor maßgeblich von jüdischen "decision makers" bestimmt worden wäre. (Da gäbe es ganz andere Zeitpunkte und -räume!) Außerdem stammten die meisten Täter aus Sa'udi-Arabien, und mit dessen Regime pflegten die USA, egal unter welcher Regierung, seit je her die allerbesten Beziehungen. Am Hindukusch hatten die USA sogar muslimische Terroristen Extremisten "Freiheitskämpfer" - die so genannten "Talibän" - in ihrem Kampf gegen die weltliche Regierung in Kābul Jahre lang massiv unterstützt und sollten das später - Stichwort "Arab spring [arabischer Frühling]" - in Libyen, Tunesien, Ägypten, Syrien und Irāq ebenso halten.

2003
Die USA erklären Fischers Reisepaß heimlich (d.h. ohne ihn davon in Kenntnis zu setzen; eine - angebliche - Benachrichtung, zugestellt an sein bevorzugtes Hotel in der Schweiz, wäre rechtlich unbeachtlich) für ungültig und beginnen, ihren Vasallen Verbündeten Japan unter Druck zu setzen, ihn wegen "Benutzung eines ungültigen Ausweispapiers" festzunehmen.

2004
Juli: Nach einigem Zögern gibt die japanische Regierung nach, nimmt Fischer als "illegalen Ausländer" fest und in Abschiebehaft.
Fischers Schilderung der Haftbedingungen hielt Dikigoros lange für übertrieben; erst nach Berichten von Sportfreunden über die "Quarantäne-Bedingungen" während der Covidiotischen Spiele von Tōkyō 2021 glaubt er jedes Wort. Die Japaner sind seitdem für ihn gestorben.**********

[Bobby Fischer] [Abschlußfeier der Covidiotischen Spiele 2021]
Bobby Fischer nach seiner Haftentlassung/Fahnenträger der Covidiotischen Spiele im Mindestabstand mit Narrenkappe vorm Maul

Um der drohenden Auslieferung in die USA zu entgehen, beantragt Fischer die deutsche Staatsbürgerschaft mit der Begründung, daß sein Vater Deutscher war. Diese wird ihm jedoch verweigert mit der Begründung, daß Hans-Gerhard Fischer nicht sein leiblicher Vater gewesen sei - ein bis dahin unerhörter Vorgang.***********
Für Nicht-Juristen: Das Kind einer Mutter, die bei dessen Geburt verheiratet ist - und sei es auch erst seit ein paar Stunden -, galt und gilt nach deutschem Recht als Kind ihres Ehemannes. (Um Unklarheiten vorzubeugen, wie sie uns etwa in dem Spielfilm "Kundschafter des Friedens" begegnen, darf eine gebärfähige Frau erst neun Monate nach einer Scheidung wieder heiraten :-) Mit Ausnahme dieser beiden Personen - juristischer Vater und juristisches Kind - hat niemand das Recht, die Vaterschaft anzufechten - auch nicht der "biologische" Vater. Aber die BRDDR ist 2004 schon kein Rechtsstaat mehr.]
September: Fischer - noch in Haft - und Watai heiraten. (Nach japanischem Recht ist das jedoch kein Grund, einem "illegalen Ausländer" eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen.)

2005
Januar: Daraufhin stellt Fischer einen Antrag auf Erteilung der isländischen Staatsbürgerschaft; die Regierung in Reykjavik stellt ihm jedoch - aus Furcht vor US-Repressalien - lediglich einen "Fremdenpaß" aus, was wiederum den japanischen Behördern nicht genügt, um Fischer nach Island ausreisen zu lassen.
März: Das isländische Parlament überstimmt die Regierung und verleiht Fischer die volle Staatsangehörigkeit.
(Das "Althing" ist keine bloße Quasselbude zum Abnicken von Regierungsentscheidungen, wie etwa der "Bundestag" der BRDDR, sondern Island ist noch ein Rechtsstaat, in dem eine klassische Gewaltenteilung herrscht.)
Nun läßt Japan Fischer samt seiner Ehefrau - die zur persona non grata geworden ist - nach Island ausreisen. (Die US-Regierung schäumt vor Wut.)


Mai: Spasskij sucht Fischer in seinem neuen Domizil auf, um ihn zu einem dritten Wettkampf zu überreden - ohne Erfolg.

2008
17. Januar: Robert ["Bobby"] Fischer stirbt in Reykjavik im Alter von 64 Jahren - "für jedes Spielfeld auf dem Schachbrett eines", schreibt ein Nachrufer - an Nierenversagen. Er wird auf dem katholischen Laugardælir-Friedhof von Selfoss beerdigt.

[Grabstein mit Springer]

2010-2011
In einem äußerst schäbigen Erbschaftsprozeß (von seinem 1992er Preisgeld sind noch knapp 2 Mio US$ übrig) versuchen sein Neffe und seine Nichte (Kinder seiner Schwester Joan), die uneheliche Tochter seiner (angeblichen) pilipinischen Geliebten (die behauptet, Fischer sei im Januar 2000 nicht gleich nach Japan gezogen, sondern habe zunächst zwei Jahre in Baguio gelebt) und last not least der US-amerikanische Fiskus, Fischers Nachlaß an sich zu bringen. Am Ende obsiegt jedoch seine Witwe Miyoko.
Der Rechtsstaat Island verfügt neben einem unabhängigen Parlament auch noch über eine unabhängige Justiz, die nicht nur Fischers Eheschließung in Japan anerkennt, sondern sich auch die Mühe macht, seine Leiche ausbuddeln exhumieren zu lassen, um einen DNA-Vergleich mit der Möchtegern-Tochter vorzunehmen - der negativ ausfällt. (Im Sinne der Regierung wäre es gewesen, Neffe und Nichte obsiegen zu lassen, die in der höchsten Erbschaftssteuerklasse mit dem niedrigsten Freibetrag gelegen hätten.)

2011
Liz Garbus bringt "Bobby Fischer against the World" in die Kinos, einen Zusammenschnitt alter Filmaufnahmen und Interviews mit Leuten, die ihn kannten bzw. vorgeben, ihn gekannt zu haben.

[Bobby Fischer Against the World]

2012
Auch Spasskij wird am "Wertewesten" irre, läßt sich scheiden und kehrt Frankreich den Rücken. Bis zu seinem Tode (2025) lebt er wieder in Moskau.

2014
Edward Zwick bringt unter dem Titel "Pawn Sacrifice [Bauernopfer]" die dramatisierte Geschichte des WM-Kampfes zwischen Fischer und Spasskij 1972 heraus.
(Dikigoros schreibt bewußt nicht "in die Kinos", denn dorthin gelangte der Film erst 2015. Er wurde jedoch bereits 2014 auf dem Internationalen Filmfestival von Toronto uraufgeführt.)

[Pawn Sacrifice] [Das Bauernopfer] [Le prodige]

Kenner der Schachgeschichte mögen den Titel wörtlich genommen haben: Das angenommene "vergiftete" Bauernopfer in der "Sizilianischen Verteidigung" gilt als die Hauptwaffe, mit der Fischer Spasskij besiegte. Aber das greift zu kurz. Fischer war im übertragenen Sinne selber ein Bauernopfer, nämlich der US-Regierung, die ihn zum ideologischen Kampf gegen die Sowjet-Union mißbrauchte und später fallen ließ, ihm sogar in den Rücken fiel. (Über den dümmlichen französischen Titel braucht man kaum ein Wort zu verlieren - Fischer war kein "Wunderkind"; er erarbeitete sich erst als Jugendlicher Schritt für Schritt seine Spielstärke.) À propos Spasskij: Der ist Ehrengast bei der deutschen Erstaufführung 2015 in Berlin.


*Anders als auf den meisten anderen seiner biografischen Webseiten verzichtet Dikigoros hier auf die Erwähnung oder gar Abbildung von Büchern, die er zur Person gelesen hat, denn voll überzeugt hat ihn keines. (Memoiren von Frauen, die behaupten, ein Verhältnis mit Fischer gehabt zu haben, hat er gar nicht erst gelesen; sie scheinen ihm für das Thema Schach irrelevant zu sein.) Er stützt sich hauptsächlich auf das, was er noch aus eigener Erinnerung präsent hat - er war selber aktiver Turnierschachspieler (und selbstvertändlich Fischer-fan :-).

**Die These, daß Fischer von sich aus absagte, weil man ihm nicht den Platz am 1. Brett einräumen wollte, und die fehlende Beurlaubung durch die EHS nur vorschob, hält Dikigoros für abwegig.
(Er erinnert sich noch an seinen eigenen Ersteinsatz bei einem überregionalen Mannschaftspokal. Sein neuer Verein hatte ihn eigens dafür angeworben und gleich ans 1. Brett gesetzt - er war damals so alt wie Fischer 1958 -, und er konnte dazu schlecht nein sagen. Aber eigentlich war er darob gar nicht so glücklich, denn sein erfahrener Gegner zwang ihn mit geschickter Verteidigung in ein langes, zähes Endspiel, das er zwar mühsam gewann, aber seine Mitstreiter waren weniger erfolgreich; und da ein Sieg am 1. Brett keinen Punkt mehr einbringt als einer an den Brettern 2 bis 8, schieden sie schon in der 1. Runde aus :-(
Noch etwas zum Thema Intelligenz und Schach: Wer des Russischen mächtig ist oder zumindest kyrillische Buchstaben lesen kann, schaue sich doch mal die Signaturen von B. Spasskij und A. Karpow an! Sie sind vielleicht nicht genial, offenbaren jedoch - in der Verbindung von "Б+C" bzw. "A+К" - ein Höchstmaß an Originalität und Einfallsreichtum. Wer so [unter]schreibt ist zum Schachmeister prädestiniert:

[Unterschrift Spasskijs] [Unterschrift Karpows]

Aber das ist noch gar nichts, verglichen mit der Unterschrift des russischen Flugzeug-Konstrukteurs Andrej Tupolew. Er schreibt das "n" und das "d" seines Vornamens so, daß man es durch die Verbindung mit einem Oberstrich auch als den ersten Buchstaben seines Nachnamens - "T" - lesen kann. Genialer geht es kaum:

[And. Tupolew]

***Am 20. Juli 1944 hatte der feige Graf Schenk von Stauffenberg ein "todsicheres" Attentat auf Hitler stümperhaft verpfuscht.
Am 17. Juni 1953 hatten "Arbeiter" in Ost-Berlin einen von West-Berlin gelenkten "spontanen" Aufstand gegen eine geplante Erhöhung von Arbeitsnormen in der "DDR" begonnen, obwohl dieser Plan schon längst zurück genommen war und diesen ebenfalls verpfuscht.


Dumme Jungen glauben, sie könnten Panzer mit Pflastersteinen bekämpfen

(Beide Ereignisse galten nicht etwa als abschreckende Beispiele besonderer Unfähigkeit, sondern als besonders erinnerungswürdige Heldentaten :-)
Erst 23 Jahre später sollte das FIDE-Motto "Gens una sumus" [lateinisch für "Wir sind ein Volk"] in Deutschland zu Ehren kommen, der 17. Juni als Feiertag abgeschafft und zum bloßen "Gedenktag" degradiert werden. Im 21. Jahrhundert wurden gewisse - bis dahin sehr populäre - Bilder jenes Ereignisses "gecancelt", da sie dem Verbrecherregime von Scholzland der gut-demokratischen Bundesregierung - die inzwischen selber in Ost-Berlin residierte - ob ihrer Aktualität allzu peinlich geworden waren. (Dikigoros schreibt diese Zeilen an einem 17. Juni - fast ein Menschenalter später.)


Dummes Mädchen glaubt, es könne ein Verbrecherregime mit Pappe bekämpfen

****So übersetzt Dikigoros "sowetskij tschelowek" (wörtlich "Sowjet-Mensch"). Er meidet das Wort "Sowjet-Russe". In sowjetischen Ausweispapieren war zwar stets eine Nationalität angegeben, aber die konnte jeder Untertan frei wählen - wovon besonders Juden regen Gebrauch machten, um nicht als solche diskriminiert zu werden. (Auch Aljechin wollte kein Jude sein :-) Spasskij wählte "Russe", war aber mit hoher Wahrscheinlichkeit [Halb-]Jude. Falls Fischer das gewußt haben sollte - was indes nicht sicher ist -, dann spräche das gegen die These, daß er "alle Juden haßte". (Auch mit Tal war er befreundet, vielleicht nicht ganz so eng wie mit Spasskij, aber der war ganz unzweifelhaft Volljude, was allgemein bekannt war - auch Fischer. Und wenngleich Dikigoros auf Fischers Beziehungen zu Frauen nicht näher eingehen will: Er wußte sicher auch, daß die Polgár-Schwestern Jüdinnen waren.) Er haßte halt die Machenschaften bestimmter jüdischer Politiker und Funktionäre - was Dikigoros gut nachvollziehen kann. Er glaubt auch nicht, daß Fischer an "Verfolgungswahn" litt. Er wurde tatsächlich verfolgt - nicht nur von Juden. Man kann allenfalls darüber streiten, inwieweit er sich das nicht selber zuzuschreiben hatte.

*****Die FIDE hatte dieses System 1970 eingeführt. Es war nach dem ungarischen Großmeister Arpad Elo benannt, der es schon in den 1960er Jahren entwickelt hatte, angeblich für die USCF - die aber erstmal gar nicht daran dachte, es zu übernehmen, sondern noch lange weiter ihr eigenes System anwendete. Dikigoros kennt noch immer sein höchstes - und sein letztes, weniger hohes - USCF-Rating; aber er hat sich nie die Mühe gemacht, es in Elo-Punkte umzurechnen. Dagegen machten sich in Europa alsbald die Korinthenkacker Erbsenzähler daran, solche Umrechnungen vorzunehmen - bis zurück ins 19. Jahrhundert. So kann man heute die fiktiven Elo-Zahlen selbst von Spielern nachlesen, die bei deren Einführung längst verstorben waren.

******Wie war es möglich, in einem Land, das so gut wie bankrott war, eine solche Summe - und dazu noch in Devisen - aufzutreiben? Das ist eine gute Frage, die sich auch Dikigoros seinerzeit stellte. Inzwischen glaubt er die Antwort zu kennen: Der inflationsgeplagte jugoslawische Dinar war schon lange auf dem absteigenden Ast, so daß sich alle halbwegs gescheiten Vögel bemühten, ihm zu entfleuchen.

Wer im Ausland als Gastarbeiter Devisen verdient hatte (Slovenen und Kroaten meist in Österreich oder der BRD, Serben meist in Frankreich) brachte diese entweder dortselbst auf die Bank oder versteckte sie zuhause in Form von Bargeld unter der Matratze - niemand war so dumm, sie in Dinare umzutauschen, die fast täglich an Wert verloren. Um dem entgegen zu wirken, hatte die Staatsbank schon vor Jahren so genannte "Devisenkonten" eingerichtet, auf die tatsächlich ein paar Dumme herein fielen. Als jedoch heraus kam, daß die Staatsbank munter weiter Papier bedruckte, stellten sich manche die Frage, wie der Staat jene Einlagen - ganz zu schweigen von Zinsen - jemals sollte zurück zahlen können, und die Klügeren begannen, ihr Geld abzuheben, bevor es zu spät war. Aber wohin damit? Inzwischen hatte sich herum gesprochen, daß Guthaben im Ausland "eingefroren" werden können, wenn man die falsche Staatsangehörigkeit hat. Aber dem eigenen Staat traute man auch nicht über den Weg. Da traf es sich gut, daß anno 1990 eine neue Privatbank gegründet wurde, die so genannte "Jugoskandic". (Dikigoros hat den Schriftzug am unteren Rand des Bildes oben extra nicht abgeschnitten.) Wer wollte der nicht gerne sein Geld anvertrauen? Daß deren Gründer rein zufällig der bisherige Präsident der Staatsbank war, wußte man damals noch nicht - Dikigoros hat ihn nicht umsonst einen "Bankster" genannt.
Einige Leser kennen vielleicht den Spruch "Was ist schon ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" oder auch "Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank" oder so ähnlich - schon die Vielzahl der Varianten ist ein ziemlich sicheres Indiz dafür, daß das kein echtes Zitat von Bert Brecht ist, dem das gemeinhin zugeschrieben wird, sondern die posthume Erfindung eines Anonymus. (Wer Dikigoros' umfangreiche Webseite über Brecht gelesen hat - oder auch nur die Einführung seiner Theaterseite Die Bretter, die die Welt [be]deuten" - weiß ja, daß das kein Einzelfall ist. Niemand sonst hat so viele Zitate Anderer geklaut und verfälscht wie er; und der Spruch ist ja nicht schlecht, also durchaus klauenswert :-)
Kurzum: Wer Devisen hatte, trug sie nun dorthin und gratulierte sich bald, denn noch im selben Jahr sperrte die Regierung erst alle Devisenguthaben bei der Staatsbank und stellte sie dann auf wertlose Dinare um, d.h. die Kunden wurden de facto enteignet.

Bei "Jugoskandic" hingegen... dauerte es etwas länger. Wo das Geld geblieben ist, kann sich wohl jeder, der bis hier gelesen hat, denken. Immerhin verschwand es nicht vollständig in den Taschen von J.V. - 5 Millionen US$ gingen an die beiden Schachspieler.

*******Es ist schwierig, den Hintergrund der "Jugoslawienkriege" im allgemeinen und die Rolle der USA im besonderen in einer kurzen Fußnote abzuhandeln - Andere sind, auch wenn sie erheblich mehr Zeit und Platz dafür zur Verfügung hatten, mehr oder weniger kläglich gescheitert. Dikigoros will es gleichwohl mal versuchen:

  • 1974 hatte Tito eine neuen Verfassung eingeführt, in der das Selbstbestimmungsrecht der Völker Jugo-Slawiens betont wurde.
    (Vielleicht hatte er knapp drei Jahrzehnte nach seiner Machtergreifung endlich begriffen, daß die Völker Süd-Slawiens trotz all seiner Bemühungen nie ganz zusammen wachsen würden, weil sie nach Jahrhunderten unterschiedlicher Entwicklung nicht [mehr] zusammen gehörten.)
  • 1975 hatte die "Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa [KSZE]" in ihrer "Schlußakte von Helsinki" genau das Gegenteil verkündet, nämlich den Vorrang der Unverletzlichkeit der bestehenden Staatsgrenzen über das Selbstbestimmungsrecht der Völker.
    Auch auf der "Folgekonferenz" 1977 in Belgrad war nichts Anderes herausgekommen, so daß es vorerst bei deren formaler "Autonomie" im Rahmen der "Bundesrepublik Jugo-Slawien" blieb.
  • Als sich im Juni 1991 Kroatien und Slovenien für unabhängig erklären, stellen sich die KSZE-Mächte folgerichtig auf die Seite Jugo-Slawiens - dessen Truppen in die "abtrünnigen" Regionen einrücken - und verhängen Sanktionen gegen die neuen Staten, die sie zunächst nicht als solche anerkennen.
  • Als die SU im Dezember 1991 aufgelöst wird, entdeckt die BRDDR - seit dem Vorjahr "wiedervereinigt" und von "garantierten Staatsgrenzen" im Sinne der KSZE-Schlußakte nicht mehr viel haltend - das "Selbstbstimmungsrecht der Völker" neu und erkennt im Alleingang Kroatien und Slovenien diplomatisch an. Die anderen EG-Mitglieder - vor allem Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien - sind entsetzt, da auch bei ihnen mehr oder weniger unterdrückte Minderheitsvölker (Schotten, Iren, Bretonen, Korsen, Katalanen, Basken, Lombarden u.a. "Padanier") leben, deren Unabhängigkeitsbestrebungen sie fürchten wie der Teufel das Weihwasser.
  • Im Januar 1992 vollzieht auch die UNO - auf Veranlassung der USA - eine Kehrtwende und erkennt die neuen Staaten an. Daraufhin erklärt Bosnien-Herzegowina im März 1992 ebenfalls seine Unabhängigkeit.
  • Im April 1992 schließen sich Serbien und Montenegro zu einer neuen (Rest-)Republik Jugo-Slawien zusammen, die den Ausgleich mit Kroatien sucht. (Aus Slovenien haben sich die serbischen Truppen längst zurück gezogen; inzwischen ist auch die Trennung von Makedonien - friedlich - erfolgt.) Auch die anderen EG-Staaten erkennen nunmehr zähneknirschend die neuen Staaten an.
  • Den serbischen Minderheiten in den neuen Staaten gefällt das gar nicht; sie erklären nunmehr, ebenfalls auf das "Selbstbestimmungsrecht der Völker" pochend, die Unabhängigkeit derjenigen Gebiete, in denen sie eine Mehrheit bilden, vor allem der kroatischen "Krajina" [Grenzgebiet, vgl. russisch "Ukraina" - für alle Leser, die die Parallelen ein halbes Menschenalter später nicht schon erkannt haben sollten] und der Herzegowina, und kämpfen sie frei - mit Waffen, die das jugo-slawische Militär bei seinem Abzug (bereitwillig?!?) zurück gelassen hat.
  • Im Mai vollzieht die UNO - abermals auf Veranlassung der USA - eine erneute Kehrtwende, erkennt das "Selbstbestimmungsrecht der Völker" für Serben in Kroatien und Bosnien nicht an, sondern pocht auf die Unverletzlichkeit der neuen Staatsgrenzen. Sie erkennt nicht einmal die neue "Republik Jugoslawien" an, sondern verhängt gegen "Serbien" und "Montenegro" - zwei Staaten, die es nach dem Wunsch der Völker dortselbst gar nicht [mehr] gibt -, Sanktionen, u.a. einen totalen Wirtschaftsboykott.
  • Auf der Londoner "Jugoslawien-Konferenz" im August 1991 einigen sich alle Staaten - mit Ausnahme der von UNO und EG nicht anerkannten, dafür aber diejenigen, die das eigentlich gar nichts angeht - auf eine Quadratur des Kreises, nämlich Friede Freude, Eierkuchen, Respektierung des "Selbstbestimmungsrechts der Völker" und der bestehenden Staatsgrenzen. Die Kämpfe gehen indes weiter; die Sanktionen gegen Serbien und Montenegro (wo Sveti Stefan liegt) bleiben bestehen.

Dies ist der Stand zu Beginn des Matches zwischen Fischer und Spasskij.
Über die weitere Entwicklung hat Dikigoros an anderer Stelle geschrieben; er will sich hier nicht wiederholen, sondern lediglich einmal mehr sein persönliches Fazit zum besten geben:

  1. Das "Selbstbestimmungsrecht der Völker" war und ist - wie das ganze "Völkerrecht" - das Recht des Stärkeren. Wer stark genug ist, sich selbst zu behaupten - sei es militärisch durch Siege auf dem Schlachtfeld, sei es diplomatisch durch Drohungen am Verhandlungstisch - hat auch das Recht, über sich selbst zu bestimmen.
    ("Und das ist ja auch gut so" pflegte sein seliger Doktorvater zu ergänzen, während ein gewisser Thilo Sarrazin ein halbes Jahrhundert später etwas zurückhaltender schreiben sollte: "Und im Vergleich zu einem allgemeinen Weltenbrand ist dies vielleicht auch das kleinere Übel.")
  2. Das gleiche gilt für die Unverletzlichkeit der [Staats-]Grenzen. Wer stark genug ist, seine Grenzen zu verteidigen - sei es nach innen, sei es nach außen -, der macht sie unverletztlich.
  3. Wer diese Stärke[n] nicht hat, hat auch kein[e] diesbezügliche[s/n] "Recht[e]".
    [Wehe den Besiegten!]

********Immerhin blieb dem Schach eine peinliche Entwicklung erspart wie sie andere Sportarten - Leichtathletik, Fußball, Gewichtheben, Schwimmen und sogar Boxen - heimsuchte, nämlich daß sich Männer einfach zu "Trans-Frauen" erklären und dadurch Vorteile verschaffen konnten, die eigentlich echten biologischen ["Cis"-]Frauen vorbehalten sein sollten. Dikigoros ist jedenfalls kein Fall bekannt, daß ein Schachspieler durch "freie Geschlechtswahl" zur Schach-Großmeisterin geworden wäre.
Nachtrag auf Lesermail: Nein, Marius Meier ist kein Gegenbeispiel: "Transe" ist die Abkürzung von "Transvestit"; das ist jemand, der sich als Frau verkleidet und dann kackfrech behauptet, eine zu sein. M.M. hat sich aber - ein Jahrzehnt, nachdem er anno 1980 seine Schachkarriere beendet hatte, kastrieren lassen einer "geschlechtsanpassenden Operation" unterzogen und heißt seitdem amtlich "Annemarie Meier". Das geschah völlig unabhängig von ihrer Schachkarriere - die sie 1995, als inzwischen 38-jährige, wieder aufnahm - und lange bevor man in der BRDDR beliebig oft sein "Gender"-Geschlecht durch bloße Erklärung ändern lassen konnte. Sie hat zwar anno 2003 die "Deutsche Schachmeisterschaft der Frauen" gewonnen und sogar einmal die IM-Norm für Frauen erfüllt, und der Deutsche Schachbund bezeichnet sie seitdem eigenmächtig als "Internationale Meisterin"; aber diesen Titel kann offiziell nur die FIDE vergeben, und die weigert sich seit je her, Geschlechtsumwandlungen - auch echte - anzuerkennen, wenn jemand einmal unter seinem "Bio"-Geschlecht bei ihr registriert war. Und im August 2023 hat sie - wohl als Reaktion auf die Ausrufung eines "Transgendertags" durch den dementen US-Präsidenten Creepy Sleepy Joe Biden im März 2023 - klar gestellt, daß sie "freie Geschlechtswahl" ohne Kastration auch dann nicht anerkennt, wenn der Betreffende zuvor noch nicht als Mann bei ihr registriert war, wie z.B. Joaquim alias "Yosha" Iglesias, den außerhalb Frankreichs niemand als "Französische Meisterin" bzw. "Internationale Meisterin" führt. Die USCF hatte zwar - vor Biden katzbuckelnd - zunächst erklärt, Transen künftig bei den Frauen mitspielen zu lassen, aber sofort einen Rückzieher gemacht, als dessen Nachfolger Donald Trump den ganzen Genderquark im Sport nach zwei Jahren wieder abschaffte.

*********Nein, nicht aus juristischen Gründen, denn das war eine bloße "opinion", die vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt war - die USA waren 2001 noch ein Rechtsstaat mit unabhängiger Justiz. Ganz anders liegt es bei diversen - von Fischer nicht vertretenen - "Verschwörungstheorien", wonach der Anschlag auf das WTO mit Wissen (und Wollen?!?) der US-Regierung erfolgt oder gar von dieser selbst inszeniert worden sei. Das wären Tatsachenbehauptungen, und deren Richtigkeit müßte jemand, der darob etwa wegen Beleidigung irgendwelcher Sesselpupser Regierungsbeamter belangt würde, vor Gericht beweisen - er trüge die Beweislast -, was de facto kaum möglich wäre. Daher referiert Dikigoros hier nur unstreitige Tatsachen:

  • Kurz vor dem Anschlag schloß der Pächter des WTO - der Jude Larry Silverstein - eine Versicherung gegen Terror-Anschläge ab (was völlig unüblich war, da die Versicherungsprämie, zumal angesichts der äußerst geringen Wahrscheinlichkeit eines solchen Anschlags, exorbitant hoch war).
  • Die Versicherung weigerte sich, die vereinbarte Summe auszuzahlen, da ihre Gutachter bezweifelten, daß der Einsturz der Türme durch die Flugzeuge der Terroristen verursacht wurde - sie waren so konstruiert, daß außer den direkt vom Einschlag betroffenen Stockwerken eigentlich keine weiteren Teile hätten in Mitleidenschaft gezogen werden können. (Außerdem meinten sie, daß Silverstein im Keller des WTC große Mengen Sprengstoff gelagert hatte, wie er auch zum Abriß älterer Hochhäuser benutzt wurde.)
  • Im anschließenden Prozeß verurteilten die - jüdischen - Richter die Versicherung gleichwohl, die vereinbarte Versicherungssumme auszuzahlen, und zwar nicht nur in voller, sondern sogar in doppelter Höhe, mit der Begründung, es habe sich um zwei Anschläge gehandelt, die völlig unabhängig voneinander erfolgt seien, nämlich durch zwei Flugzeuge.

Daraus mag nun jeder seine eigenen Schlüsse ziehen und sich dann eine entsprechende (Verschwörungs-?)Theorie basteln.

**********Nicht nur für ihn und nicht nur im übertragenen Sinne. Japan - infolge der Gebärfaulheit seiner Frauen ohnehin bereits kurz vor dem Zusammenbruch seiner Bevölkerungspyramide stehend - hat durch seine irrsinnige "Corona"-Politik kollektiven Völkerselbstmord begangen, indem es alle Untertanen ab 6 Monaten (!) der Zwangsimpfung mit der mörderischen mRNA-Substanz ausgesetzt und damit eine ganze Generation weggeworfen hat. (Das vom sogenannten "Spike[Stachel]"-Proteïn ausgelöste "frame shifting" wirkt bei Kindern und Jugendlichen, die sich noch im Wachstum befinden, mit schnellerer Zellteilung als im Alter, binnen kürzester Zeit tödlich.) In der BRDDR und anderen Corona-Diktaturen wird das mittels rigoroser Zensur tot geschwiegen; aber das ändert nichts daran, daß die Japaner in wenigen Jahrzehnten ausgestorben sein werden.
Hätte Fischer das noch mit erlebt, wäre ihm sicher nicht entgangen, daß die Urheber jener weltweiten Corona-Panhysterie durchweg Juden waren und daß sich nicht nur die, sondern auch seine geliebten Araber, so sie sich auf ihren islamischen Glauben beriefen, "aus religiösen Gründen" von der Impfpflicht befreien lassen konnten - was für Angehörige anderer Religionen nicht galt.

***********Es war noch nie vorgekommen, daß jemandem, dessen amtliches Vater-Sohn-Verhältnis - seit über 60 Jahren! - juristisch unangefochten war, vorgehalten wurde, er sei nicht der biologische Sohn seines Vaters (also kein "Bio-Deutscher", wie man heute sagen würde).
Hinter vorgehaltener Hand wurde freilich gemunkelt, der wahre Grund für die Verweigerung der Einbürgerung sei gewesen, daß Fischer ein "Holocaust-Leugner" sei. Dikigoros kennt allerdings kein brdisches Gesetz, wonach auf dieses weltweit einzigartige Delikt der Verlust der Staatsbürgerschaft stünde, und ihm ist auch kein belastbarer Beweis bekannt, daß Fischer dieses Delikt etwa begangen haben könnte. Doch das ist Auslegungssache: Außerhalb der BRDDR glaubt niemand mehr das Märchen, daß "6 Millionen Juden" in deutschen Konzentrationslagern umgekommen seien. Selbst die Israelis haben längst eingeräumt, daß es sich dabei lediglich um eine "symbolische Zahl" handele, um mehr "Wiedergutmachungsgelder" abzugreifen. Tatsächlich trifft wohl eher die zeitnahe Schätzung des Roten Kreuzes der damals noch neutralen Schweiz zu, wonach in deutschen Konzentrationslagern insgesamt - also einschließlich Nicht-Juden - ca. 300.000 Opfer zu Tode kamen, übrigens auch durch alliierte Luftangriffe. Etwa gleich hoch dürfte die Zahl der Todesopfer unter deutschen Juden sein, die entweder nach dem Ha'avara-Abkommen via London in das britische Mandatsgebiet Palästina auswandern wollten und seit 1939 von den Briten als "feindliche Ausländer" gefangen gehalten oder 1945 aus deutschen Konzentrationslagern "befreit" und nach Cyprus verschleppt wurden, wo sie in britischen "Concentration Camps" verreckten, da man sie unter keinen Umständen nach Palästina gelangen lassen wollte, um die dort lebenden Araber nicht zu provozieren. Sollte Fischer davon gewußt und sich diesbezüglich mal geäußert haben? Dikigoros weiß es nicht; aber wenn einen das zum "Holocaust-Leugner" macht, dann ist er auch selber einer!
Damals brachte das BRDDR-Regime, vermutlich auf US-amerikanischen Druck, die Geschichte in Umlauf, Bobbys Vater sei ein 1952 verstorbener ungarischer Jude gewesen, von dem in diesem Zusammenhang noch nie die Rede gewesen war; seitdem wird dieses Gerücht in allen Dikigoros bekannten Publikationen - und auf allen Webseiten - als der Weisheit letzter Schluß breit getreten.
Grundlage sind der "Report" der Magd einer obskuren US-Zeitung sowie die plötzliche "Erkenntnis" des US-Geheimdienstes FBI, daß H.G.F. "nie in den USA gewesen" sei - desselben FBI, das 1971/72 das Gerücht in die Welt gesetzt hatte, Fischer habe ein zerrüttetes Verhältnis zu seiner Mutter, da diese Kommunistin war und man ihn doch weltweit als Vorkämpfer gegen die kommunistische SU verkaufen wollte. Tatsächlich starb Fischer mit einem Foto seiner Mutter in der Hand.


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