




























|
*Für jüngere Semester: Die Werbung für Milch und Milchprodukte galt damals noch nicht als politisch unkorrekt. Erst als im neuen Jahrtausend aus den Vereinigten die
**Es werden nicht gleich die selben "Abenteuer" auf den deutschen Markt gebracht wie auf den italienischen. So erscheint z.B. Barks' erklärte Lieblingsgeschichte - die auch
verfilmt wurde - "Lost in the Andes [Verirrt in den Anden]" in Italien schon 1949 als "Das Geheimnis der Inka" (und in Brasilien, wo die Mickey-Mouse-Hefte 1952 eingeführt werden, immerhin 1957), in der BRD dagegen erst 1963 (in 5 Fortsetzungen, ohne ein einziges Mal auf dem Cover zu erscheinen) als "Im Land der viereckigen Eier", noch dazu gekürzt um die vom Zensor als "gewaltverherrlichend" eingestufte Schlußsequenz, in der Donald - der keine Eier mehr sehen kann - ein Restaurant verwüstet, nachdem man ihm dort eine Speisekarte mit lauter Eierspeisen vorgelesen hat.
Ab 1953 erscheinen auch Sonderhefte mit abgeschlossenen "Abenteuern". (Die Monats- und Wochenhefte bringen nur Kurz- und Fortsetzungsgeschichten, um den Verkauf "in Gang" zu halten.)
Ab 1962 veröffentlicht Ehapa abgeschlossene Disney-Geschichten auch in seinem Comic-Magazin "Mickyvision".
Das Taschenbuchformat wird dagegen erst 1967, also nach Disneys Tod, eingeführt. Darin werden die meisten alten Geschichten nachgedruckt, aber - ebenso wie in der "Barks Library" - in Bild und Text nach den Gesetzen der "political correctness" massiv zensiert - eine Parallele zu den Werken des belgischen Comic-Zeichners "Hergé", insbesondere seinem "Tintin. ***Es wird oft so dargestellt, als sei das eine Reaktion auf die Kino-Mißerfolge der letzten Jahre gewesen. Das darf indes bezweifelt werden. Disney war ein vorsichtiger Mann. Wiewohl er die - seit 1940 bestehende, heute weitgehend vergessene - Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor und Regisseur Perce Pearce auch nach den Flops von "Fantasia", "Bambi" und "Victory" nicht einstellte, drückte er ihm doch ab 1946 das finanzielle Risiko aufs Auge: Die Filme wurden zwar in den Disney-Studios produziert, Produzent im juristischen Sinne war jedoch Pearce. Als dieser im Juli 1955 überraschend verstarb - er war noch keine 56 Jahre alt - verzichtete Disney vorerst auf weitere Projekte dieser Art. Das könnte aber auch daran gelegen haben, daß er wegen der jüngsten Mißerfolge so schnell keinen neuen Produzenten fand. Einen neuen Regisseur fand er dagegen schnell in Robert Stevenson, der bereits bei "20,000 Leagues" als solcher für die Disney Studios tätig war und es auch noch über den Tod von Walt Disney hinaus blieb.
****Disney legt Wert darauf, daß es sich nicht etwa nur um einen Amüsierpark für Kinder handelt. Er wirbt sogar ganz gezielt um erwachsene Besucher. Legendär wird
"Disneyland after dark [Disneyland bei Nacht]",
das 1962 erst als Fernsehsendung, dann auch als Kinofilm erscheint, mit
Louis Armstrong
als "The Pied Piper of Jazz" (Anspielung auf die in angelsächsischen Ländern verharmloste Geschichte des Rattenfängers von Hameln, der dort "Pied Piper" heißt). Disney verleiht ihm dafür die
*****Eine Fehlbesetzung, die ganz wesentlich zum Mißerfolg des Films beitrug. Böhms schauspielerische Leistung war jämmerlich, vor allem wegen seiner geradezu peinlichen Unmusikalität, wenn man z.B. die lächerliche Figur sieht, die er als Dirigent abgab. (Solche Filme sehen sich hauptsächlich Leute an, die etwas von Musik verstehen, und denen fällt das sofort äußerst unangenehm auf.)
Damit konnte Disney freilich nicht rechnen beim Sohn eines renommierten Komponisten und Dirigenten und einer professionellen Opernsängerin. Ansonsten ist gegen "The Magnificent Rebel" nicht viel zu sagen. Beethoven ist nun mal eines der schwierigsten Sujets auf diesem Gebiet; und auch davor und danach wurde nie ein Film gedreht, welcher der Lebensgeschichte des großen Musikers vollauf gerecht geworden wäre. ******Teile des Drehbuchs wurden 1998 für eine nochmalige Neuverfilmung unter dem gleichen Titel wieder verwendet.
*******Mit ihm stirbt auch der Erfolg des Familien-Unternehmens, das von Roys Sohn Roy iun. und Walts Schwiegersohn Ron Miller binnen eines Jahrzehnts vor die Wand gefahren wird. ********Dies ist Dikigoros' eigene Wortschöpfung. Er bezeichnet damit diejenigen Angehörigen des "auserwählten Volkes", die es als ihre Berufung ansehen, sich als Schmarotzer über alle anderen Völker der Welt zu "zerstreuen" - mit der verlogenen Begründung, von diesen dazu gezwungen worden zu sein -, um sich ihnen wie Läuse in den Pelz zu setzen und sie auszusaugen. Sie sind die Todfeinde der "Zionisten", die es - angeregt von einigen osteuropäischen Juden, vor allem dem aus Österreich-Ungarn stammenden Benjamin 'Theodor' Herzl und seiner Schrift "Der Judenstaat" - unternommen haben, sich im Land ihrer Vorfahren ("Erez Israel", "Zion") mit ihrer Hände Arbeit eine neue Heimstätte zu schaffen und aus den Wüsten, die arabische Eroberer im Laufe der Jahrhunderte geschaffen haben, wieder blühende Gärten zu machen. Dieses Unterfangen ist den "Zerstreuten" ein Dorn im Auge, da es ihre eigene Existenzberechtigung in Frage stellt. Ihr sehnlichster Wunsch ist die Zerstörung des Staates Israel und die Ausrottung der "Zionisten", weshalb sie stets auf der Seite seiner arabischen und sonstigen muslimischen Feinde stehen.
Der Zerstreuungsjude Gabler wurde Anhang: Walt Disneys Erben (von Bernhard Kempen) weiter zu Albert[o] Uderzo zurück zu Künstler des 20. Jahrhunderts heim zu Von der Wiege bis zur Bahre |