Kirsan Iljumzhinow

(geb. 05.04.1962)

[Kirsan Iljumzhinow]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1962
05. April: Kirsan Nikolajewitsch Iljumzhinow* wird als Sohn des Ingenieurs Nikolaj Dorzhinowitsch Iljumzhinow und seiner Ehefrau, der Tierärztin Rimma Aljeksejewna Iljumzhinowa in Elista* - Hauptstadt der Kalmykischen* ASSR - geboren.


Kalmykien hat erst seit 1958 wieder den Status einer ASSR im Rahmen der Russischen SFSR der UdSSR. 1943 waren die Kalmyken - wie auch andere "Kollaborateure der Nazi-Deutschen" - nach Sibirien deportiert worden und von Stalin zum Aussterben vorgesehen. Erst nach dessen Tod durften die Überlebenden - nur noch knapp 50.000, darunter Kirsans Eltern - in ihre alten Siedlungsgebiete an der Wolga zurück kehren, wo inzwischen weit mehr ethnische Russen leben, die Stalin dort angesiedelt hatte.

[Landkarte Kalmykiens]

1966
Kirsan erlernt von seinen Eltern die Schachregeln.

1972-79
Kirsan besucht die Oberschule Nr. 3 in Elista.

1976/77
Kirsan gewinnt die Schachmeisterschaft von Kalmykien. (Das ist kein gar so großes Kunststück - das Spiel ist dort nicht sehr weit verbreitet :-)

1979
Kirsan schließt die Oberschule mit Auszeichnung (Goldmedaille als Jahrgangsbester) ab und absolviert sein Arbeitsdienstjahr in der Fabrik Swjesda [Stern].

1980-82
Iljumzhinow leistet seinen Wehrdienst in der Roten Armee im Wehrkreis Nord-Kaukasus ab (letzter Dienstgrad: Serzhant [Stabsunteroffizier] d.R.).

1982-83
Iljumzhinow arbeitet ein weiteres Jahr in der Swjesda.

1983
Iljumzhinow nimmt ein Studium am Staatlichen Institut für Internationale Angelegenheiten in Moskau mit dem Schwerpunkt Ostasien auf. (Dies schließt das Erlernen der japanischen Sprache ein.)
Er wird Mitglied der KPdSU.

1988
Iljumzhinow wird wegen wiederholter Trunkenheit am Arbeitsplatz sowohl vom Institut als auch aus der Partei ausgeschlossen, aber nach einem persönlichen Brief an Michaïl Gorbatschow wieder aufgenommen.
Wenn sich Iljumzhinow das nicht - wie so vieles andere in seinem Lebenslauf - nur ausgedacht hat (Dikigoros kann es nicht nachprüfen), dann ist das ein unerklärlicher Vorgang. Ausgerechnet der ob seines Anti-Alkoholismus viel verspottete neue "Mineralsekretär" soll ihm das haben durchgehen lassen?!?

1989
Iljumzhinow heiratet Danara Dawaschkina. (Aus der Ehe geht ein Sohn hervor.)
Iljumzhinow beendet sein Studium und wird Vertriebsleiter bei Liko-Raduga - einem Joint-venture mit dem japanischen Automobilkonzern Mitsubishi.**
(Nach eigenem Bekunden engagiert man ihn "von der Straße weg", hauptsächlich wegen seiner guten Japanisch-Kenntnisse.)
Da er nicht nur ein für russische Verhältnisse fürstliches Gehalt bekommt, sondern überdies mit Prozenten am Umsatz beteiligt ist (alles in US$), wird er binnen eines Jahres zum Millionär (ebenfalls in US$) und kann seine eigene Firma gründen, mit der er noch mehr Geld scheffelt.***

1990
März: Iljumzhinow wird als Abgeordneter Kalmykiens in den Volksrat der RSFSR gewählt. Er ist Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten.

1991
Dezember: Die Sowjet-Union bricht auseinander wird einvernehmlich aufgelöst.


1992
ab September: In Jugoslawien drehen die Ex-Weltmeister Bobby Fischer und Boris Spasskij der so gut wie bankrotten FIDE eine Nase und tragen ihren eigenen "WM-Rückkampf" um ein fürstliches Preisgeld (5 Millionen US-$ - davon zwei Drittel für den Sieger -, gesponsert durch die Privatbank Jugoskandic) aus.

1993
Februar: Daraufhin gründen der amtierende FIDE-Weltmeister Garry Kasparow und sein offizieller Herausforderer, der britische Großmeister Nigel Short, in Erwartung ähnlich lukrativer Einnahmen die "Professional Chess Association [PCA]" als Konkurrenz zur FIDE - für die das sportlich, finanziell und prestigemäßig eine mittlere Katastrofe ist, die vor allem ihrem Präsidenten Florencio Campomanes angelastet wird, der die beiden im
März wutentbrannt aus "seinem" Verband und dessen Weltrangliste streicht.
September: Kasparow schlägt Short in London deutlich mit 12,5:7,5 Punkten.
Gleichzeitig holt sich Karpow die FIDE-Weltmeisterschaft durch einen Sieg gegen den niederländischen Großmeister Jan Timman zurück.
Es gibt da freilich einen kleinen, aber feinen Unterschied: Während die ersteren sich eine Millionenbörse teilen, fahren letztere mangels Masse mit leeren Händen nach Hause - die FIFA kann das großspurig ausgelobte Preisgeld von insgesamt 3,8 Mio US-$ nicht aufbringen.

1994
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1995
April: Auf dem FIDE-Kongreß in Paris tritt Campomanes - dem neben der Abspaltung der weltbesten Spieler auch finanzielle Unregelmäßigkeiten vorgeworfen werden - zurück.
Iljumzhinow - der sich "rein zufällig" auch gerade in Paris aufhält - wird ad hoc zu seinem Nachfolger "gewählt" (ohne Gegenkandidaten).

1996
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1997
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1998
Januar: Die FIDE trägt ihre Weltmeisterschaft aus Kostengründen im "k.o.-System" (also wie einen Pokalwettbewerb) aus. Im Endspiel unterliegt der an Kasparow gescheiterte Ānand auch Karpow.
April: Kasparow gründet die PCA unter dem Namen "World Chess Council [WCC]" neu; er findet jedoch vorerst keine Sponsoren, die ihm einen neuerlichen WM-Kampf finanzieren würden.
Dagegen findet Iljumzhinow ohne Probleme Sponsoren für die nächste Schach-Olympiade, die in Elista stattfindet.
Zu diesem Zweck läßt er ein "Olympisches Dorf" errichten - wie es auch bei den Veranstaltungen des IOC seit Jahrzehnten üblich ist. Freilich gibt es Neidhämmel Gutmenschen, die ob der dabei entstehenden Kosten lamentieren: Das Geld wäre besser angelegt für die armen Negerlein in Afrika hungernden Kinder in der Dritten Welt.

[Karikatur von Götz Wiedenroth]

Juni: Eine der übelsten Hetzerinnen, die jüdische Zeitungsverlegerin Larisa Judina (in Kalmykien sind regierungskritische Publikationen - anders als in vielen Staaten des "Wertewestens", wie z.B. der BRDDR - nicht verboten) wird vor ihrer Haustür von Unbekannten ermessert erstochen. Ihre Gesinnungsgenoss[inn]en Gesinnungsgenießenden in aller Welt beeilen sich, den Mord Iljumzhinow in die Schuhe zu schieben - Messermorde sind ja eine typisch buddhistische Erscheinung. (Der mutmaßliche Täter - ein Muslim - geriert sich als "Kronzeuge" und belastet zwei andere Personen, die angeblich der Regierung nahe stehen, die daraufhin von "unabhängigen" Richtern verurteilt werden - auch das ist in Absurdistan Kalmykien möglich.)
Dikigoros gebraucht die erstere gestrichene Bezeichnung nicht von ungefähr: Kurz zuvor war ein australischer Schmierfink Reporter namens Eric Campbell im Lande und hatte sich geradezu verzweifelt redlich bemüht, irgend jemanden ausfindig zu machen, der gegen Iljumzhinow war. Nach langem Bemühen fand er genau eine Person. Daraufhin bezeichnete er Kalmykien als "Absurdistan".


Auf die Idee, die verbrecherischen Präsidenten der BRDDR für die vielen Messermorde verantwortlich zu machen, die dort von Personen verübt werden, deren Immigration sie so lautstark begrüßt und gefördert haben, ist leider zu deren Glück noch niemand gekommen.

[der Türkenwulff] [IM Larve - der Stasi-Kuckuck] [Frankenstein-Meyer]
Der Türkenwulff - Präsident aller Muslime / Der Kuckuck - Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR ("IM Larve") / Frankenstein-Meier - kein Präsident für alle

1999
August: Wladimir Putin wird Präsident der Russischen Föderation.

2000
Kasparow findet in BrainGames endlich einen neuen Sponsor für einen WM-Kampf und auch einen Gegner: nicht etwa Karpow - der sich im Vorjahr ebenfalls mit der FIDE überworfen und seine Karriere mit 66 Jahren als 48-jähriger beendet hat -, sondern den russischen Großmeister Wladimir Kramnik.
(Eigentlich ein Skandal: Kasparow hatte zuvor einen "Herausforderungskampf" veranstaltet, den Kramnik gegen Aleksej Schirow verloren hatte; aber einen Kampf gegen den war BrainGames nicht bereit zu sponsern.)
In einem todlangweiligen Match unterliegt Kasparow überraschend dem 12 Jahre jüngeren Defensivkünstler - der fünf Jahre zuvor beim Match gegen Ānand noch einer seiner Sekundanten gewesen war - mit 6,5:8,5 Punkten, ohne eine einzige Partie gewonnen zu haben.****

2001
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2002
Oktober/November: Bei der (35.) Schach-Olympiade im slovenischen Bled tritt Kasparow nach 6 Jahren Pause ein letztes Mal für die russische Mannschaft an; er bleibt - wieder an Brett 1 spielend - erneut ungeschlagen.
Es ist zugleich der bis heute letzte Olympiasieg der Russen, die zuvor beinahe ein Abonnement auf die Goldmedaillen hatten, die seitdem Armenier, Ukraïner und Chinesen fast unter sich ausmachen.

2002/03
Verhandlungen mit der FIDE über einen "Wiedervereinigungskampf" verlaufen ergebnislos.******

2003
Iljumzhinow wird der sakartwelische Orden von der Goldenen Ananas vom Goldenen Vlies verliehen.


Eine drollige Auszeichnung, anno 1998 geschaffen und nur für Ausländer bestimmt. Einer der ersten Träger war BRDDR-Kanzler Gerhard Schröder. (Nach ihm kamen u.a. Hejdar Alijew, Elizabeth II, Islåm Karimow, Wiktor Juschtschenko und Recep Tayyip Erdoğan.) Iljumzhinow war der erste - und bisher einzige - Buddhist, der ihn erhielt.

2004
Juni-Juli: Iljumzhinow schanzt seinem Freund, dem allseits beliebten Menschenrechtler (seit 2003 Vorsitzender der Kommission für Menschenrechte der UNO) Gaddafi die "Schachweltmeisterschaft" der FIDE im libyschen Tripolis zu.
Die Veranstaltung gerät zur Farce, da Libyen Juden - die das Gros der weltbesten Schachspieler stellen - die Einreise verweigert. "Weltmeister" wird ein muslimischer Figurenschieber Qualifikant aus Usbekistan, der beim Godesberger SK in der 2. Bundesliga spielt und von niemandem ernst genommen wird.
Darob regt sich freilich kaum jemand auf. Als Iljuzhinow dagegen

2006
das WM-Match zwischen Kramnik und Topalow nach Elista holt, ist das Gezeter groß.
An vorderster Front der Hetzer steht einmal mehr der brdische LÜGEL, der einen Schmierfinken Star-Reporter namens Relotius Großekotze Großekatze Großerköter Maik Whatshisname titeln läßt: "The Dictator and His Hobby. Kalmykian Leader Makes Farce of Chess Championship". (Der Typ hat offenbar null Ahnung vom aktuellen Schachgeschehen, denn es handelt sich um den "Wiedervereinigungskampf" zwischen den bisher zerstrittenen Schachverbänden. Iljumzhinow gelingt es damit, die Schachwelt erneut unter dem Dach der FIDE zu sammeln, so daß man ihr Motto "gens una sumus" endlich wieder aussprechen kann, ohne rot zu werden :-)

[GENS UNA SUMUS]

2007
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2010
Januar: Der norwegische Figurenschieber Sven "Magnus" Carlsen wird Weltranglistenerster und damit ein ernsthafter Anwärter auf den WM-Titel.
[...]
Oktober: Iljumzhinow tritt als Präsident von Kalmykien ab.

2011
März: Der "Wertewesten" beginnt unter fadenscheinigem Vorwand einen Krieg gegen Libyen.
(Treibende Kraft ist der jüdische Präsident von Frankreich Sechseckien, "Nicolas Sarkozy", der davon ablenken will, daß Gaddafi ihm kurz zuvor seinen Wahlkampf finanziert hatte.)
Juni: Um seinen Freund Gaddafi moralisch zu unterstützen, reist Iljumzhinow nach Tripolis und spielt dort demonstrativ eine Partie Schach mit ihm.


Oktober: Davon unbeeindruckt, erschlagen vom Obama-Regime eingeschleuste und militärisch unterstützte "Aufständische" Gaddafi. Libyen verliert den Krieg und wird nachhaltig zerstört.


("Sarkozy" erwischt es erst 14 Jahre später: Nachdem er und seine jüdischen Nachfolger das Sechseck nachhaltig zerstört haben - Ruinen schaffen ohne Waffen - wird er wegen illegaler Wahlkampf-Finanzierung durch Gaddafi zu einer mehrjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt und verschwindet für den mutmaßlichen Rest seiner Tage im Café Viereck.)


Dezember: Iljumzhinow veröffentlicht seine Memoiren unter dem Titel "Des Präsidenten Dornenkrone".


2012
März: Putin wird erneut zum Präsidenten von Rußland gewählt. Es gibt wieder etwas zu hetzen für Kasparow u.a. "Menschenrechtler".

2013/14
Kasparow entblödet sich nicht beehrt sich, für die Präsidentschaft der FIDE zu kandidieren - natürlich erfolglos.
(Kasparow glaubte, sich mit einer geheuchelten Erklärung, die Gründung der PCA sei "ein großer Fehler" gewesen, den er im Rückblick "sehr bedaure", rein waschen zu können; aber daß er die FIDE damit an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hatte, war weder vergessen noch vergeben. Nachdem heraus gekommen ist, daß er versucht hat, einige FIDE-Funktionäre mit namhaften Summen zu bestechen, ihn zu wählen, wird er von der FIDE ausgeschlossen.)

2014
März: Die rechtmäßig gewählte Regierung der Ukraïne wird durch einen von den USA organisierten (und von einer [Unter-]Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, der Fuck-the-EU-Jüdin Nudelmann - Falschname "Nuland" -, persönlich angeführten) Putsch in Kiew gestürzt und durch ein jüdisches Marionetten-Regime ersetzt, das sogleich einen Krieg gegen "seine" russischsprachigen, christlich-orthodoxen Untertanen in der östlichen Landeshälfte beginnt, in dessen Verlauf 'zigtausende Zivilisten getötet und Millionen in die Flucht getrieben werden - der schlimmste Aderlaß seit Stalins "Holodomor". Kasparow schweigt zu diesen Menschenrechtsverletzungen eisern.
Dagegen zetert er laut, als sich daraufhin die Russen im Donetsbecken und auf der Krym für unabhängig erklären und die Wiedervereinigung mit Rußland anstreben.
(Trotz diesbezüglicher Volksabstimmungen, die sich mit überwältigender Mehrheit dafür aussprechen, lehnt Putin dies vorerst ab - außer im Fall der Krym, die er in die russische Föderation aufnimmt.)

2015
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2016
Im US-Präsidentschaftswahlkampf hetzt Kasparow gegen den Kandidaten der Republikaner, Donald Duck Trump, den er als "Rassisten" und "Putin-Versteher" bezeichnet.
Keine gute Idee, denn Trump wird gewählt und im

2017
Januar neuer US-Präsident.

2018
Kasparow behauptet, Putin sei geisteskrank und plane einen Atomkrieg.
(Merkwürdige Aussage für jemanden, der selber noch vor einigen Jahren zum Atomkrieg aufgerufen hatte. Die Unterstellung ist haltlos, denn inzwischen haben sich die Voraussetzungen umgekehrt: Rußland wäre in der Lage, die USA und ihre NATO-Vasallen in einem Krieg mit nur konventionellen Waffen zu besiegen. Wenn also jemand Grund hatte, einen Atomkrieg vorzubereiten, dann waren es letztere.)

2020
Oktober: Kasparow kritisiert die US-Regierung, nicht noch härtere "Anti-Corona-Maßnahmen" zu ergreifen und gibt die Schuld daran Präsident Trump.
Insbesondere müsse der Widerstand der bösen "Impf"-Verweigerer gebrochen werden - notfalls mittels Zwang -; unter den Trump-Wählern liege deren Anteil bei sage und schreibe 40%. (Wie er das heraus gefunden haben will? Dikigoros weiß es nicht; er weiß nur, daß er Umfragen, die solche Fragen miteinander kombinieren, zutiefst mißtraut - wer wäre schon so dumm, darauf wahrheitsgemäß zu antworten?!?)


2021
Der altersdemente Democrap Democrat und LGBT-Aktivist Let's go Brandon Sleepy Joe Biden - dessen Sohn Hunter Biden schon lange auf der Gehaltsliste des Kijiwer Regimes steht - wird neuer US-Präsident.


Kasparow wittert Morgenluft in seinem Kampf gegen Putin. Er ruft die Staaten des "Wertewestens" auf, die russischen Auslandsguthaben zu sperren ("einzufrieren", d.h. de facto zu enteignen).

2022
Februar: Putin rafft sich endlich auf, dem Morden im Donetsbecken ein Ende zu bereiten und läßt Truppen zu dessen Befreiung einrücken.

2023
August: Kasparow fordert die Aufnahme der Ukraïne - die bekanntlich am Nordatlantik liegt - in die NATO.


2024
März: Kasparow ruft zur Ermordung Putins auf. Daraufhin setzt ihn Rußland auf seine "Terroristenliste" und schreibt ihn zur Fahndung aus.


*Eine Fußnote für drei Anmerkungen:

  1. Da K.I. in der RSFSR geboren ist verwendet Dikigoros die russische Namensform. Auf Russisch spricht sich das "Kīrßán Nīkolájäwītsch Īljumzhīnaf" (mit Betonung auf dem "zhī"). Im Kalmykischen entfallen die Namensendungen "-ow" bzw. "owa".
    (Dikigoros kann kein Kalmykisch und kennt auch niemanden, der es kann, aber es schreibt sich mit der kyrillischen Asbuka - er kann es also lesen. Von der neumodischen Umschrift, wie sie in einigen Turk-Republiken der Ex-UdSSR nach der Unabhängigkeit eingerissen ist - "ü" statt "y", "j" statt "zh" usw. - hält er gar nichts. Die Kalmyken sind kein türkisches, sondern ein mongolisch-tibetisches Volk, das sich - anders als die im Mittelalter islamisierten Turkvölker - seinen buddhistischen Glauben bis heute bewahrt hat.)
  2. Das schreibt und spricht sich auf Russisch "Älīsta" und auf Kalmykisch "Älyst"; aber Dikigoros beugt sich ausnahmsweise der im Westen üblichen Transkription, nicht ohne anzumerken, daß das irreführend ist, denn wenn es sich "Elist[a]" schriebe, dann würde es "Jälist[a]" gesprochen.
  3. Bitte folgt doch nicht der brdischen Unsitte, das "Kalmückien" o.ä. zu schreiben - es hat mit Mücken nichts zu tun! Das Land schreibt sich auf Russisch "Kalmykija" und auf Kalmykisch "Khalmyg". (Auch hier entfällt die russische Namensendung "-ija".)

**Dikigoros hat an anderer Stelle wiederholt über "Joint-ventures" - die damals gerade groß in Mode kamen - im allgemeinen und über solche mit sowjetischer bzw. russischer Beteiligung im besonderen geschrieben, kann sich also hier kurz fassen: Die meisten dieser Unternehmungen scheiterten auf lange Sicht - aus unterschiedlichen Gründen - mit hohen Verlusten, vor allem bei den westlichen Vertragspartnern, die Geld in gemeinsame Produktionsstätten vor Ort steckten. Die Japaner waren klüger: Sie gründeten reine Vertriebsgesellschaften, die z.B. in Japan hergestellte Autos - die damals noch ebenso gut und billig waren wie sie heute schlecht und teuer sind - in den fast jungfräulichen russischen Markt drückten und damit in kürzester Zeit Milliardengewinne machten. (Dikigoros rechnet noch immer alles in DM um - in japanischen Yen oder russischen Rubln wären es Billionengewinne :-).

***Womit genau jene famose SAN ihr Geld macht, hat Iljumzhinow nie offen gelegt. Dikigoros enthält sich jeglicher Spekulationen.

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*****.

******Schuld sind bekanntlich immer die anderen. Dikigoros will mal versuchen, die letzlich unvereinbaren Standpunkte der Beteiligten aufzudröseln:

  • Kasparow - der immer noch die höchste Elo-Punktzahl hat und somit Nr. 1 der Weltrangliste ist - will einen direkten WM-Kampf gegen den FIDE-Titelträger Ruslan Ponomarjow, den er leicht schlagen zu können glaubt.
  • BrainGames - ohne dessen Sponsorengelder die Sache finanziell für alle Seiten uninteressant wäre - will, daß "sein" Weltmeister Kramnik den Titel verteidigt.
  • Kramnik will nicht gleich wieder gegen Kasparow antreten, sondern statt dessen gegen den Ungarn Péter Lékó - der eine höhere Elo-Zahl als Ponomarjow und auch eine Art Herausforderungsturnier (ebenfalls von BrainGames gesponsert) gewonnen hat.
  • Ein Kompromißvorschlag - zwei "Halbfinals" zwischen Kasparow und Ponomarjow sowie zwischen Kramnik und Lékó, danach ein Finale zwischen den beiden Siegern - stößt bei der FIDE auf wenig Gegenliebe, da sie (wohl zu Recht) befürchtet, daß "ihr" amtierender Weltmeister dann nichtmal zu einer offiziellen Titelverteidigung käme.
Am Ende verteidigt Kramnik seinen BrainGames-Titel durch ein Remis gegen Lékó, Ponomarjow bleibt FIDE-Weltmeister - und Kasparow außen vor.
Erst nach dessen Rücktritt kommt es 2006 zu einem "Vereinigungskampf" zwischen Kramnik und FIDE-Weltmeister Topalow, der freilich die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllt und weniger durch Schach als durch unerfreuliche Begleitumstände von sich reden macht, die nicht mehr hierher gehören.

*******Vier Anmerkungen - die für den Haupttext etwas zu weit vom eigentlichen Thema, nämlich dem Lebenslauf Kasparows, wegführen - in einer Fußnote:

  1. Dikigoros weiß wohl, daß er, während er das schreibt, im Glashaus sitzt: Die Menschenrechtslage in Libyen war weder vor noch unter noch nach Gaddafi auch nur annähernd so schlecht wie sie es zwei Jahrzehnte später in der BRDDR werden sollte, vor allem für "Bio-Deutsche". (Gemäß UN-Definition gilt als "Menschenrecht" auch die Wahrung der ethnischen Identität, und deren Auslöschung - wie sie seit Sarah Sauer von allen BRDDR-Regimes ganz offen betrieben wurde und wird - ist Genozid [Völkermord].) Und er weiß auch, daß die UNO nicht erst seit 2003, sondern spätestens seit der Amtszeit des böhmischen Juden "Kurt Waldheim" eine kriminelle Vereinigung ist, deren wichtigstes Anliegen der anti-weiße Rassismus ist. Aber er schreibt das aus der damaligen Perspektive, als die UNO noch nicht Typen wie Evo Morales, Julius Nyerere und Fidel Castro zu "Welthelden [World Heroes]" ernannt hatte.
  2. Der Godesberger SK war in Dikigoros' Jugendzeit ein erstklassiger Verein. (Das ist wörtlich zu nehmen: Seine 1. Mannschaft spielte in der 1. Bundesliga und war bis zum letzten Brett stärker besetzt als das ganze Feld, das in Libyen um die "FIDE-Weltmeisterschaft" patzte, einschließlich des besagten Usbeken.) Er denkt noch immer ungern an so manche Niederlage zurück, die er damals gegen sie einstecken mußte.
  3. Dikigoros schreibt das bewußt so apodiktisch und verallgemeinernd - nicht etwa: "Das professionelle Turnierschach..." o.ä. Auch das Interesse am Amateurschach bricht massiv ein. Schach wird wieder zur Randsportart - nicht nur in Deutschland. Folglich gibt es auch keinen guten Nachwuchs mehr; denn intelligente junge Menschen haben kein Interesse, eine solch brotlose Kunst zu ihrem Lebensinhalt zu machen, zumal ihnen immer der Makel anhaften würde, schlechter zu spielen als ein Computerprogramm. (Auch die einst mit Spannung erwarteten und von Millionen verfolgten Duelle "Mensch gegen Maschine" haben ihren Reiz - und ihre Sponsoren - verloren, seit feststeht, daß selbst der mutmaßlich beste Schachspieler aller Zeiten keine Chance mehr gegen letztere hat.)
  4. An der Person des Usbeken bzw. seiner Spielstärkeschwäche scheitern auch nochmals halbherzig geführte "Wiedervereinigungsgespräche"; denn kein Sponsor ist bereit, einen WM-Kampf mit einer solchen Flasche - dessen Ausgang von vornherein feststünde - zu finanzieren. Die FIDE führt zwar auch nach diesem Affentheater noch "Weltmeisterschaften" durch. (Über eine davon - der Dikigoros als Zuschauer live beigewohnt hat - schreibt er an anderer Stelle mehr und kann sich hier weitere diesbezügliche Ausführungen über die Zeit nach Kasparows Rücktritt sparen.) Aber mit der Popularität des Schachspiels und seiner Protagonisten ist es vorbei: In den 1970er Jahren kannte jedes Kind - und erst recht jeder Erwachsene, auch unter denen, die nie selber aktiv Figuren geschoben hatten - die Namen Fischer und Spasskij, dto in den 1980er Jahren die Namen Karpow und Kortschnoj, und in den 1990er Jahren die Namen Kasparow und Ānand. Aber seit Kramnik und Topalow haben alle Weltmeister mehr Schlagzeilen mit ihren wechselseitigen Betrugsvorwürfen gemacht als mit ihren Schachpartien. Und bei der Frage, wer heute amtierender Schachweltmeister ist, müßte selbst Dikigoros erstmal überlegen - wahrscheinlich irgendein Chinese, dessen Namen er nicht mal richtig aussprechen könnte und sich auch nicht die Mühe machen würde, es zu erlernen. Aber nicht nur die Weltmeisterschaft, sondern auch die "Schach-Olympiade" ist zur Lachnummer verkommen: Als sie anno 2022 nach der "Corona"-Pause wieder aufgenommen wurde, waren die beiden einzigen Staaten, die noch Schachspieler von einiger Spielstärke aufzuweisen hatten - Rußland und China - nicht dabei. Statt dessen ließ die FIDE Verbände von körperlich und geistig Behinderten teilnehmen, deren Mitglieder z.T. nicht mal die Schachregeln beherrschten. (Einige Schiedsrichter dem Vernehmen nach auch nicht :-) Das gesamte Feld hätte ein Kasparow wahrscheinlich immer noch in einer einzigen Simultanveranstaltung platt machen können - was aber niemanden mehr interessierte.

********Das sollte man nicht überbewerten. Die geradezu inflationäre Vermehrung der Elo-Punktzahlen und der Großmeister-Ernennungen ist kein Zeichen von besonderer Stärke der Schachwelt insgesamt, sondern ganz im Gegenteil von deren besonderer Schwäche, denn es sind ja nur relative Werte: Unter Blinden ist der einäugige König, und unter schwachen Schachspielern sind halt diejenigen, die wenigstens etwas Können aufs Brett bringen, Großmeister. Der vermeintlich "große" Norweger war ein Scheinriese, den Dikigoros, wenn er noch seine Spielstärke als 20-jähriger hätte - obwohl er wahrlich kein Schachgenie war, sondern nur ein überdurchschnittlich guter Amateur -, leicht und locker von der Platte geputzt hätte; und das gilt auch für tausende andere Spieler seiner Generation. In den 1970er, 1980er und frühen 1990er Jahren wäre ein Figurenschieber von der Spielschwäche eines C. nicht mal Kreismeister, ja nicht mal Bonner Stadtmeister geworden. (Dem steht nicht entgegen, daß C. in seinem Vater und später auch in seiner Ehefrau Manager von überragender Tüchtigkeit hatte, die ihn erst bekannt und dann - als wahrscheinlich letzten Schachprofi der Geschichte - wohlhabend gemacht haben, so daß er es sich leisten konnte, bereits in jungen Jahren - und auf dem Höhepunkt seines Elo-Rankings - zurück zu treten.)


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