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PERUGIA
        27. Juli 
Dort hoffen wir auf Maria Sole zu treffen, jenes Mädchen von der Insel Monte Argentario. Alles, besonders aber Ralf, hofft sehr auf eine Duschgelegenheit. Nach ein paar Tagen ohne diese fühlen wir uns ein wenig unhygienisch, wir wollen nicht sagen, dass sich schon ein gewisser herber Duft einstellt. Nach stundenlangem Hin und  Her durch die gepflegte Stadt, nach dutzenden Anlaberaktionen finden wir die Adresse. Ralf hat schon wieder negative Erfahrung sammeln müssen. Eine Seniorita, deren Auskunft er begehrte, flüchtete mit schnellen Schritten. Aber wir haben richtig Pech. Maria ist gerade in Tunesien, wie uns der Nachbar erzählt. Die Stimmung sinkt auf den Nullpunkt, zumindestens bei unseren Duschfanatikern. Ralf will jetzt unbedingt an den westlich von Perugia gelegenen See fahren. Wir zwingen uns aber dann doch gleich an die Ostküste zu donnern. So wird Perugia verlassen und nach einem Gewaltsmarsch erreichen wir noch am selben Tag Ancona, beziehungsweise Sirilo, südlich davon. 

Markus ruft noch mal kurz zu Hause an, sein Vater hat heute seinen 50sten Geburtstag. Stinkend und verschwitzt rennen wir noch durch das Adriadorf in dem gerade eine Art Volksfest stattfindet. Bis auf Ralf, der mit Anne telefonieren will, versuchen wir drei uns noch eine Pizza zu besorgen. In einer Pizzeria verlangen wir drei Pizzen zum mitnehmen. Zum Mitnehmen ist nämlich billiger, man zahlt keine Coperti. Jedoch ist man in dieser Pizzeria so eine Bestellung nicht gewohnt, hat demzufolge auch keine derartigen Verpackungsmaterialien. So erhalten wir unsere Mahlzeit dann in einem Platikbeutel. Gesättigt, abgesehen von Ralf, aber immer noch dreckig, geht’s dann in die Saccos. Schlafplatz ist diesmal ein durch den Bus abgetrenntes Dreieck im Einfahrtsbereich einer Kreuzung. Untergrund: Asphalt. Die Emotionen gehen wieder zurück, zuvor war es zu kleinen Meckereien gekommen. Kein Wunder, schließlich waren wir ja so lang wie noch nie auf Achse, Marcus saß fast zehn Stunden am Steuer. 

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