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L´Aquila
        26. Juli
Getreu unserer Devise. “Learning by Verfahring” fahren wir einfach rein und schauen was da so los ist in L´Aquila. Als wir durch eine extrem enge Gasse fahren geht es plötzlich nicht mehr weiter. Ein Transporter vor uns möchte gern zurückstoßen, da die Straße durch eine Baustelle nicht durchfahrbar ist. Dummerweise haben es die italienischen Bauarbeiter versäumt ein Sackgassenschild aufzustellen. Uns so rammeln alle hinein und nach etlichen, knappen Wendemanövern auch wieder heraus. Doch wir besitzen kein so wendiges, kleines Automobil, wie der Rest, sondern einen voluminösen T2. Ralf versucht also zu wenden und wie die anderen Autofahrer rückwärts die Gasse raus zu fahren. 

Aber ein Wagen ist so genial geparkt, dass dieser Plan aufgegeben werden muss. Frustriert überlässt Ralf Markus das Steuer. Dieser versucht nun eine noch viel kleinere Nebengasse im Rückwärtsgang zu bewältigen. Eine derart knappe Millimeterarbeit habe ich auch noch nicht erlebt. Links parken Autos, rechts stehen die Häuser, in der Mitte wird der Bus rangiert. Es passt kein Blatt Papier mehr dazwischen. An einer Stelle ist es so eng, dass unser Reifen an dem Spritzlappen eines der parkenden Autos schleift. Selbst den zuschauenden Italienern, den Einparkteufeln schlechthin, ist die ganze Aktion nicht ganz geheuer. Schließlich trennen uns nur noch wenige Meter von der rettenden Breite des hinter uns liegenden Platzes. Um ein Haar hätte noch unser rechter Außenspiegel dran glauben müssen, als die Wand näher kam als geplant. Doch alle Mühen waren vergeblich, eine kleine Kurve macht die Gasse für uns doch noch unpassierbar. Jetzt heißt wieder vorwärts. 

Mit der gleichen Maßarbeit kämpft man sich wieder zurück. Einige Liter Schweiß und einige Meter Nerven später  haben wir es dann geschafft uns frei zu bekommen. Schnell wird das Auto geparkt, brav warten die drei Guys ab bis Tobias seine sieben Sachen beisammen hat und schon ziehen wir durch L´Aquila. Als fast erste Amtshandlung besuchen wir wieder einmal einen Supermercato. Damit wir auch wirklich ein paar Kilo zu schleppen haben, wenn wir durch die Stadt laufen. Ein erhebendes Gefühl mit sechs 1,5 Literflaschen Wasser auf dem Rücken durch die Stadt zu latschen. Aus diesem schwerwiegenden Grund setzen wir uns auch nur auf den Marktplatz und beobachten die Menschen. Haben kleinen Blickkontakt mit ein paar Mädchen, amüsieren uns köstlich als einer Passantin ihre Eiswaffel zu Boden geht und kehren L´Aqulia dann schon wieder den Rücken. In Richtung Rieti geht es nun, es ist aber schon wieder an der Zeit sich einen Schlafplatz zu suchen. Zum Abendbrot gibt es diesmal Suppe, dazu wird Wein genossen. Marcus ist  immer noch nicht in Besitz seiner Uhr. 

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