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GARDASEE
10. Juli  -  13. Juli
Ohne besondere Vorkommnisse erreichen wir den Gardasee. Suchen am Südufer nach einem Zeltplatz, 
finden deren auch viele. Die Preise sind allerdings der Horror. Mit dem dritten Platz finden wir einen relativ günstigen. Zelt aufbauen, essen, baden, nach Mädels gucken. Irgendwann geht’s ins Bett. Endlich ausschlafen. 
 

Dienstag, 11. Juli

In den frühen Morgenstunden flüchtet Marcus  dann in den Bus. Grund: Ich würde mich zu breit machen. Nach dem Aufstehen, im Gegensatz zum Abend regnet es nicht, wird sich erst einmal frisch gemacht. Ich rasiere mich zum ersten Mal mit einem Handrasierer und blute  nur an ganz wenigen Stellen. Danach  wird Kaffe gemacht. Doch anscheinend ein bißchen zu stark, denn selbst Starkkaffeetrinker Marcus ist er etwas zu heftig. Aber fünf Minuten später gibt es Verdünnung von oben. Platzregen - ab in den Bus und ins Zelt. Nur wenig später scheint wieder die Sonne und wir brechen auf nach Verona. Die Markusse wollen zu McDonald´s, ich probe den Aufstand. Mal sehn was wird. Übrigens, seit kurzer Zeit haben die drei Guys ihren bayerischen Pseudodialekt abgelegt. Wir fahren Gott sei Dank nicht zu McDonald´s. Dafür nach Verona. Dom, Balkon von Julia, wir besichtigen alles. Am Balkon sind auch ein paar hübsche Bayerinnen. Die drei Guys wollen mir und einem der Mädchen den Eintritt zum Balkon sponsoren, wenn sie mich oben küsst. Leider habe ich keinen Erfolg und so bleibt der Balkon unbetreten. Gehen auch fett einkaufen fürs heutige Abendbrot und morgige Frühstück. Können das Zeug fast nicht wegschleppen. M.+M. wollen uns ärgern (lassen uns nicht in Bus), darauf gibt Ralf dem Bus eine Gingerdusche. Der ganze Bus klebt von diesem Zeug. 

Auf dem Weg zurück nehmen wir noch einen jungen Burschen ein Stück weit mit. Er kommt aus Kanada. Zurück auf dem Zeltplatz kochen wir dann die eingekauften Nudeln und werfen die Hälfte weg, war einfach zuviel. Ein besonderer Gag sind die Freisinger Mädchen von nebenan. Wollten 21 Uhr zu uns kommen, durften von ihren Lehrern aus aber nicht. Wollen also wir zu ihnen kommen (O-Ton Ralf: Ich dachte wir geh´n jetzt da hoch und nehmen die Mädchen durch). Ich geh schon mal vor. Versuche durch das Fenster ein zu steigen. Erster Versuch mißlingt, ich habe einen Teil des Fensters in der Hand. Zweiter Versuch: ich reiße die Gasflasche um.  Schaffe es irgendwann. Drinnen sind eine Handvoll hübscher Mädchen, die sich aber untereinander nicht verstehen. Der Rest meiner Gruppe darf leider nicht mit rein. Die Sache wird dann ziemlich heikel, denn ein paar Mädchen haben mich und die Mädchen an die Lehrer verpfiffen. Weiber sind so blöd. Schnell zum Fenster wieder raus geklettert. Treffe auf M.+M., wir gehen ein Stück spazieren, werden blöderweise von den Lehrern angehalten und zur Rede gestellt. Mit Polizei wird uns gedroht. Ich versuche krampfhaft alles abzustreiten, aber es hat keinen Zweck. Fühle mich irgendwie blöde. Andererseits müssen die Mädchen auch selber wissen was sie tun. Hoffe es gibt keinen weiteren Ärger. Werde dann schlafen gehen, denke ich zumindest. 
 

Mittwoch, 12 Juli

Mit den Mädchen gab´s keinen Ärger mehr. Haben auf einem unserer T-Shirts unterschrieben, sollen unbedingt bei ihnen in Freising vorbeischauen, wenn wir zurück sind. Brechen irgendwann in Richtung Florenz auf. Auf den abgelegensten Straßen fahren wir durch die herrliche Landschaft der Toscana. Ein bißchen Verfahren ist auch mit drin, was zu kleinen Verstimmungen führt. Einigen uns an einer Talsperre kurz vor Florenz unser Nachtlager aufzuschlagen. Die Talsperre ist ein Traum. Erinnert an Kanada. Wir haben Glück diesen wunderbaren Platz gefunden zu haben. In Verona haben wir eine Art Maisbrot gekauft, sind uns aber noch über die Zubereitung unschlüssig. Wir fragen dazu einen jungen Herren, der uns das erklärt. Er meint ebenfalls, dass wir die völlig falsche Spaghetti-Sorte gekauft haben. Da Regen  in der Nacht nicht ganz ausgeschlossen werden kann, sollte man eigentlich noch das Zelt aufbauen. Das ist allerdings gar nicht nötig. Auf dem Platz steht eine Art Bühne und unser Ernährungsberater erlaubt uns da zu schlafen. Nach einem kraftvollen Abendbrot entbrennt noch eine etwas haarige Diskussion um die Frage, wer was und wieviel ißt. Bezahlt die Gemeinschaftskasse nun alles oder nur das Notwendige, soll sich jeder selber versorgen, oder wie ? Marcus wird bei dieser Diskussion etwas lauter als sonst. Ralf und ich geben nach einer kurzen Überschlagung der Kosten unsere Bedenken auf. Schließlich haben wir noch eine Menge Spass als wir Markus in seinem Schlafsack gefangen setzen. Die Nacht verbringen wir also auf dieser Bühne. Leider habe ich vergessen meinen Schlafsack mit einer Decke zu verstärken und friere ganz ordentlich.
 

Donnerstag, 13 Juli

Bin als erster wach, wegen der Kälte. Warte sehnsüchtig bis die Sonnenstrahlen auch unser Gebiet erreichen. Mit dem Fernglas hole ich mir die mediteranen Gebäude vom anderen Ufer näher, genauso den vom Schein der Sonne betonten Wald. Und ich friere immer noch barbarisch. Nachdem Markus dann auch munter ist, werfen wir den Kocher an und wärmen uns mit Kaffee auf. Auch der Rest der Truppe kriecht dann langsam aus den Federn. Ein weiterer Genuss ist das Bad in dem klaren Wasser. Später Treibe ich mit Markus auch noch Morgensport.
 

Auf dem Campingplatz in Sirmione am Gardasee. Weiter oben in Bildrichtung wohnten die Freisinger Mädchen.
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