*Dieser - 1950 in Stuttgart gegründete - westdeutsche Verband usurpierte zwar Namen und Wappen des - 1900 in Leipzig gegründeten - gesamtdeutschen DFB, hatte mit diesem jedoch weder rechtlich noch organisatorisch etwas zu tun. (Übertüncht wurde das dadurch, daß man den ehemaligen Reichstrainer Sepp Herberger als "Bundestrainer" übernahm.) Colorandi causa bildet Dikigoros die Wappen des alten und neuen DFB ab, wie sie die Spieler bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften auf ihren Trikots trugen. ("1911" ist falsch - es muß richtig "1912" heißen.) Fällt Euch etwas auf, liebe Leser? Richtig: Die BRD übernahm 1949 als Staatswappen nicht etwa das der "Weimarer Republik", sondern das des DFB von den Olympischen Spielen in Amsterdam!
Dikigoros kann hier nicht näher auf die Geschichte der National-Mannschaft vor Beckenbauer eingehen. Interessent[inn]en Interessiert:innen empfiehlt er dazu das sehr lesenswerte Buch "Im Dress der elf Besten" von Gerd Krämer. (Kauft möglichst nicht das Original von 1961, sondern die Taschenbuchausgabe von 1965; die trägt im Anhang den Stand bis Ende 1964, also fast bis zu Beckenbauers Länderspieldebut, nach.)
**Für den FC Bayern war das besonders ärgerlich, da er in der "sportlichen" 12-Jahreswertung immerhin 59 Punkte vor dem TSV 1860 lag, der jedoch als letzter Meister der Oberliga Süd automatisch qualifiziert war. (Allerdings lag der FC Bayern auch 94 Punkte hinter Kickers Offenbach, das seinerseits hinter Eintracht Frankfurt zurück stehen mußte.)
Es gab seinerzeit viel Kritik an diesem Vorgehen - vor allem aus den übergangenen Landeshauptstädten Düsseldorf, Hannover und Kiel, aber auch aus Aachen, Essen und Mönchengladbach. Doch der DFB hatte durchaus gute Argumente für sich: Wären einzelne Vereine in Konkurs gegangen, hätte das Experiment "Profi-Fußball" unweigerlich Schaden genommen. (Manchen Vereinen, die sportlich qualifiziert gewesen wären, schien das finanzielle Risiko denn auch zu hoch, und sie verzichteten auf eine Bewerbung.) Da sie damals hauptsächlich von Zuschauer-Einnahmen "lebten", hätte eine zu enge räumliche Zusammenballung - z.B. im Ruhrgebiet, und erst recht in ein- und derselben Stadt - genau dazu führen können. Daß das Saarland und vor allem Westberlin aus politischen Gründen vertreten sein "mußten", ist ebenfalls nachvollziehbar - obwohl weder der 1. FC Saarbrücken noch Hertha BSC sportlich etwas in der Bundesliga verloren hatten. (Wohl aber der maßlos unterschätzte Meidericher SV - der gleich im ersten Jahr Vizemeister wurde - und die Braunschweiger Eintracht aus dem "Zonenrandgebiet", die vier Jahre später sogar Meister werden sollte.) Die übrigen Fehleinschätzungen des DFB wurden bald von der Praxis korrigiert: Binnen weniger Jahre waren die meisten "Muß"-Kandidaten abgestiegen und die meisten abgewiesenen aufgestiegen - mit Ausnahme von Holstein Kiel, das zwar wiederholt Meister der Regionalliga Nord wurde, aber in den Aufstiegsspielen stets scheiterte. Vorübergehend kam fast die Hälfte der Vereine aus dem Ruhrpott. Auch stellten einige Städte - neben München noch Hamburg, Stuttgart, Köln, Berlin und Bochum (incl. Wattenscheid, obwohl das geografisch näher an Gelsenkirchen liegt :-) - zeitweise mehr als einen Verein; auf die Dauer halten konnte sich allerdings kein einziges dieser "Doppel".
***Das war nicht immer so. Vorvorgänger des legendären Sepp Maier im Bayerntor war 1957-61 Árpád Fazekas. (Bitte nicht aussprechen wie Fatzes Käse, sondern "Fósekosch" - mit weichem, stimmhaften "s". Ungarisch mag eine schwierige Sprache sein, aber die Ausspracheregeln sind ganz einfach: Alles schreibt sich so, wie es sich spricht :-) Der war 1954 ungarischer Nationaltorwart geworden, nachdem Gyula Grosics ob der WM-Finalniederlage gegen die DFB-Auswahl in Ungnade gefallen war. Als 1956 der Aufstand gegen die sowjetischen Besatzer ausbrach, nutzte er die Gelegenheit zur Flucht in den Westen. Er trug 1957 wesentlich zum erstmaligen Gewinn des DFB-Vereinspokals bei und sollte noch mit erleben, wie der FC Bayern Rekordsieger in diesem Wettbewerb wurde.

So sah der "alte" DFB-Pokal (links) aus - den Bayerns Lokalrivale München 1860 anno 1964 zum letzten Mal gewann; danach wurde er, da er einst von den bösen Nazis gestiftet - und, horribile dictu, nach dem Reichssportführer Tschammer benannt, also "faschistisch verseucht" war - durch einen neuen, fast dreimal so großen, gut-demokratischen Pokal (rechts) ersetzt. Auf die Idee, den alten Pokal umzubenennen, etwa in
"Stauffenberg-Pokal"
oder "Airmarshall-Harris-Pokal", kam offenbar niemand. Ein boshafter - ausländischer - Kommilitone von Dikigoros meinte mal, man sollte den neuen Pokal nach
Winston Churchill
benennen und "WC-Pokal" abkürzen; er sei ja groß genug, daß alle Spieler für die Doping-Probe hinein pinkeln könnten. Ein ebenso boshafter - Berliner - Kollege, dem Dikigoros das Jahre später erzählte, meinte: "Aber nein, der wird doch schon seit 1985 immer hier bei uns ausgespielt, und seit über 10 Jahren kommt jedesmal diese regierende Schwuchtel, um ihn den Süßen zu überreichen; man sollte ihn 'Wowi-Pokal' nennen!"
****N.Y. Cosmos war 1971 von zwei türkischen Schallplatten-Produzenten zu Werbezwecken gegründet worden, die später von Warner Brothers "geschluckt" wurden, deren Präsident Steve Ross ein großer "Socker"-fan war, der auch maßgeblich zur Gründung der "Nord-amerikanischen Fußball-Liga (NASL)" - der deutschen Bundesliga vergleichbar - beitrug. 1976 kaufte er die Spielzeug-Computer-Firma Atari auf und verpflichtete in den folgenden Jahren zahlreiche ehemalige Weltklasse-Fußballer nicht nur für den Verein, sondern auch als Werbeträger ("ambassadors") für Computerspiele. Cosmos gewann 1977, 1979 und 1980 die US-Meisterschaft. Die NASL ging 1984 mangels Zuschauerinteresses ein; ein Jahr später wurde auch Cosmos aufgelöst. Als offizielle "Gegenleistung" für die Vergabe der Fußball-WM an die USA 1994 (die inoffiziell geflossenen Schmiergelder konnten aus verständlichen Gründen nicht publik gemacht werden :-) wurde die NASL 1993 unter dem Namen "Major League Soccer [MLS]" auf dem Papier neu gegründet. 1996 nahm sie mit sage und schreibe 10 (zehn) Mannschaften (aus ganz Nordamerika - mehr Interessenten gab es nicht!) den Spielbetrieb wieder auf - und machte gleich immense Verluste. Was sich der Jude Robert Kraft bei dieser Neugründung dachte, entzieht sich Dikigoros' Kenntnis. Seine Claqueure führen "filanthropische Gesinnung" als Beweggrund an; u.a. mit dieser Begründung erhielt er anno 2019 auch den "Genesis"-Preis - das jüdische Gegenstück zum Nobelpreis -, der nur an Individuen vergeben wird, die sich in besonderem Maße um die Befolgung des alt-testamentarischen
Gebots
an die Hebräer verdient gemacht haben, alle nichtjüdischen "Gojim [Untermenschen]" auszurotten, Mann und Weib und Kind und Vieh. (Nie gehört oder gesehen, liebe Leser? Dann solltet Ihr mal ein wenig in der Bibel blättern, wenn Ihr noch eine habt. Und wenn nicht, dann googelt mal nach "Grausame Bibelzitate" und/oder "Schöner Morden mit der Bibel"!) Letzter Preisträger - Stand 2022 - war übrigens Albert Bourla, für das Verdienst,
den tödlichen Pseudo-Impfstoff von Pfizer
("BioNTech") ohne die eigentlich vorgeschriebenen, Jahre langen Prüfungen, in Rekordzeit, d.h. binnen weniger Monate, in den Markt gedrückt (und damit langfristig den Tod von Milliarden Gojim herbei geführt) zu haben. [Das wollt Ihr nicht glauben? Dann lest es nach, es steht ganz offen in der amtlichen Begründung!]
*****An dem Streit über die (Vorder- und Hinter- :-) Gründe will sich Dikigoros nicht beteiligen. (Nur soviel: Zwei Theorien hält er für völlig abwegig: 1. Der DFB war so moralisch, daß er keine geschiedenen Spieler aufstellen wollte, 2. Das Finanzamt München legte sein Veto gegen die Berufung eines "Steuerflüchtlings" ein.) Jede Seite - Verband, Verein, Spieler, Trainer - schiebt andere vor macht andere geltend.
(Eine kleine juristische Anmerkung kann sich Dikigoros freilich nicht verkneifen: Europäische Vereine waren und sind verpflichtet, ihre Spieler für Welt- und Europameisterschaften abzustellen. Im Gegenzug sind die nationalen Verbände verpflichtet, den Vereinen den finanziellen Schaden zu ersetzen. Für amerikanische Vereine galt das nicht. CNY war also nicht verpflichtet, Beckenbauer freizustellen - schon gar nicht unter Fortzahlung seiner Bezüge; der DFB wäre seinerseits nicht verpflichtet gewesen, dem Verein Beckenbauers Bezüge zu erstatten. Auf die Frage, ob Beckenbauer bereit gewesen wäre, auf sein Gehalt zu verzichten - eine Prämie vom DFB hätte es ja nur im Falle eines Titelgewinns gegeben - und NYC womöglich noch eine Entschädigung für seinen Ausfall zu zahlen, mag jede[r] Leser[in] eine eigene Antwort finden.)
Beckenbauers Version kann man in einem aus diesem Anlaß verfaßten Buch nachlesen.
Noch eine kleine Randnotiz für Autogrammjäger[innen] Autogrammjagende Autogrammjagend:inne: Schriftsachverständige, die Dikigoros für kompetent hält, haben ihm versichert, daß die vier o.g. Unterschriften unmöglich vom selben Urheber stammen können - auch nicht unter Berücksichtung einer altersbedingten Entwicklung. Welche mag echt sein? Die auf dem Buch? Oder eine der beiden auf den Autogrammkarten? Oder die auf dem Werbeplakat, das ihn - passend zum Namen - als "Renovierungs-Spezialist für Türen und Küchen" ausweist? (Auf einem Werbeplakat für Obi gibt es übrigens eine identische.) Oder vielleicht keine einzige?
******[...]

*******Für diese Entwicklung wird oft das so genannte "Bosman-Urteil" von 1995 verantwortlich gemacht. Das hält einer nüchternen Nachprüfung nicht stand: Jene Entscheidung (die Dikigoros für uneingeschränkt richtig hält - nicht nur im Tenor, sondern auch in der Begründung) betraf aussschließlich Staatsangehörige von EU-Mitgliedern. Das waren Rußland und Georgien nie, und Polen und Bulgarien noch lange nicht, als diese Entwicklung einsetzte. Auch der massive Anstieg der Spielergehälter seit Mitte der 1990er Jahre dürfte eher eine zeitliche Koïnzidenz gewesen sein. Die Vereine sparten zwar nun bei einer Verpflichtung nach Vertragsende die "Ablöse" an den bisherigen Verein und konnten somit dem Spieler ein entsprechendes "Handgeld" zahlen; aber im übrigen hätten sie darob keine höheren Gehälter zu zahlen brauchen. Daran hält Dikigoros fest, auch wenn alle ehemaligen Fußballer, mit denen er darüber gesprochen hat, anderer Ansicht sind. Vielen trüben Neid und Mißgunst den Blick. (Wofür Dikigoros sogar ein gewisses Verständnis hat: Welchem Bundesliga-Spieler der Mittsechziger bis Mittneunziger Jahre sollen nicht Tränen der Wut in die Augen schießen, wenn er sieht, was heuer selbst ein mittelmäßiger Drittliga-Spieler verdient?!?) Er erinnert sich besonders an zwei Fälle:
- B. arbeitete als "Animateur" in einem Ferienclub an der türkischen Riviera. Er war in den 1970er Jahren Ersatzbankdrücker beim FC Bayern gewesen, obwohl er nach eigenem Bekunden "auch nicht schlechter war als die Stammspieler. Aber die Mannschaftsaufstellung schrieb ja der Beckenbauer dem Trainer vor; und ich gehörte halt nicht zu seinen Spezis. Ich habe mal ausgerechnet, daß ich in insgesamt vier Spielzeiten, Bundesliga, DFB- und Europapokal zusammen genommen, nicht mal auf 100 Einsatzstunden gekommen bin. Und nun sitze ich hier und muß den Pausenclown geben für Leute, aus denen nie gute Beach-Volleyballer oder Windsurfer werden. Ja, ich weiß, daß ich jetzt von euch kein Bakschisch mehr bekommen werde; aber es ist ja nicht das Geld alleine. Es ist so verdammt frustrierend, auch jetzt keinen sportlichen Erfolg zu haben. Wofür habe ich eigentlich den Trainerschein gemacht, wenn mir niemand eine Chance gibt?!?"
Dikigoros war kein überragender, aber ein leidlich guter Volleyballspieler, weil er hochgewachsen und sprungstark war; doch barfuß im Sand kann man nicht gut springen - jedenfalls nicht, wenn man gewohnt ist, auf Hallenboden zu spielen. Und Windsurfen war halt nicht sein Ding; daran hätte auch der beste Trainer nichts ändern können. Es war das erste und letzte Mal, daß er einen "Cluburlaub" buchte; schuld war seine Frau, die es "satt" hatte, "alle paar Tage woanders hinzufahren und neue Hotels und Restaurants zu suchen"; sie wollte "endlich mal ein paar Wochen gemütlich an einem festen Ort bleiben" und sich "bespaßen" lassen; aber auch sie lernte weder gut Beachvolleyball spielen noch Windsurfen. Ihr Mann hatte schon eine Fahrt
entlang der südlichen Schwarzmeerküste
minutiös geplant, auf den Spuren der
Argonávten
- eine von drei nie gemachten Reisen, denen er heute noch nachtrauert, denn nun ist es dafür zu spät, aus vielerlei Gründen. Die zweite war eine Reise von der Osttürkei über den Îrân und Afģānistān bis nach Kashmīr, auf den Spuren seines seligen Reisefreunds Melone. Die dritte behält er für sich; aber er verrät so viel, daß die Route weder durch Zentralafrika noch durch Rotchina geführt hätte; und alle anderen Flecken der Erde hat er gesehen, auch wenn er nicht über alle geschrieben hat - einige waren einfach nicht interessant genug.
Nachtrag: Ach, warum soll Dikigoros aus seinem Herzen eine Mördergrube machen? Seine treuen Leser werden aus der Lektüre einiger anderer seiner Webseiten ohnehin erraten haben, daß es sich um eine Reise mit der Transsibirischen
Eisenbahn
nach Wladiwostok handelte. Aber zu Sowjet-Zeiten wäre das langweilig gewesen, denn man hätte ihn zusammen mit anderen NSW-Ausländern in einen Extrawaggon gesetzt, und mit denen hätte er sich auch im Westen unterhalten können; außerdemn war W. damals für Ausländer gesperrt. Nach dem Zusammenbruch der SU wurde eine solche Reise plötzlich gefährlich, denn breiten Bevölkerungsschichten ging es in der Anfangsfase des Kapitalismus noch dreckiger als zuvor im Kommunismus, und die Kriminalität nahm massiv zu. An russischen Bahnhöfen soll es damals zugegangen sein wie an brdischen Bahnhöfen seit der
Masseninvasion
durch 'zig Millionen muslimischer Rapefugees nach 2015; und potentiell reiche Ausländer waren natürlich die bevorzugten Opfer. Inzwischen ist es wieder besser geworden; aber nun fürchtet Dikigoros Repressalien des Berliner Verbrecherregimes gegen Untertanen, die sich in das Reich des bösen Putin begeben - sicher sind das doch allesamt Staats- und Verfassungsfeinde, oder? Dikigoros sieht das freilich genau umgekehrt: Er würde die herrschenden Politbonzen - die er allesamt für Staats- und Verfassungsfeinde hält - am liebsten nach Sibirien schicken, aber einfach, ohne Rückfahrkarte; dafür verzichtet er dann gerne auf eine eigene Reise dorthin! (Als er das seiner Frau erzählte, meinte die: "Das ist doch viel zu undifferenziert. Ich würde Merz auf den Mars schießen, Lauterbach in den Lauterbach werfen, Wüst in die Wüste schicken und Spahn nach Spandau." Tja, der Ärger ist nur: Die Briten haben das Spandauer Gefängnis, in dem sie
Rudolf Heß
ermordet haben, sofort danach abgerissen; der Lauterbach ist zu flach, um darin zu ertrinken - selbst als Nichtschwimmer -; und Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück :-)
B. hatte Bosman persönlich gekannt und dessen Prozess[e] aufmerksam verfolgt. In seinem Kommentar mischen sich Neid ("von dem Geld, das ihm am Ende zugesprochen wurde, hätte ich bis ans Ende meiner Tage gut leben können; aber der hat alles durchgebracht") und Verachtung ("was ich hier tu' mag ja nicht das Gelbe vom Ei sein; aber der hat sich völlig gehen lassen und lebt jetzt von Sozialhilfe").
- J. stammte aus dem selben Kaff wie Frau Dikigoros ("B., jetzt W." steht im Ausweis); aber der Kontakt riß ab, als er 1973 vom FC Kölle zum FC Bayern wechselte. Anfang der 1990er Jahre - also vor "Bosman" - liefen sie sich zufällig in Düsseldorf wieder über den Weg, wo inzwischen Dikigoros' Schwester Helli lebte (die nach der "Wiedervereinigung" Berlin verlassen hatte, an dem sie plötzlich kein gutes Haar mehr ließ). J. war bester Laune: "Weißt du, Niko, der Ruhm aus vergangenen Zeiten schmilzt schnell dahin." (So übersetzt Dikigoros - etwas frei - "Les neiges d'antan..." J. war auch ein großer Fremdsprachen-fan, und es machte ihm immer Spaß, sich mit Landsleuten auf Französisch zu unterhalten; er war in 1. Ehe mit einer Kommilitonin von Frau Dikigoros verheiratet - beide studierten auf Lehramt für Französisch.) "Was haben die Weltmeister von 1954 und 1974 denn davon gehabt? Eine gepachtete Tanke? Eine Lotto- und Toto-Annahmestelle? Einen Job als Assistenz-Hütchenaufsteller beim Nachwuchs-Trainer? Oder ein Gnadenbrot als Stadionsprecher? Den meisten Weltmeistern von 1990 wird es bald genauso gehen. Und nun schau mich an: Ich müßte dem Macker (wer eine bessere Übersetzung für "mec" kennt darf Dikigoros gerne
mailen
:-), der mir damals vor der WM das Knie kaputt getreten hat, eigentlich dankbar sein, denn dadurch bin ich auf die Idee gekommen, Medizin zu studieren und Chirurg zu werden. Und heute bin ich wohlbestallter Oberarzt an einem renommierten Krankenhaus hierselbst. Da staunste, was?" Sie tauschten Visitenkarten aus, und J. staunte auch ein wenig; aber der Kontakt riß wieder ab, diesmal für noch länger.
Anfang 2020, auf seiner mutmaßlich letzten Reise nach Thüringen, kurz vor Verhängung der Reisebeschränkungen infolge der "Corona"-Panhysterie, traf Dikigoros J. ebenso zufällig noch einmal. (Die Welt ist klein :-) Er selber hatte sich gerade zur Ruhe gesetzt, J. noch nicht. Nanu? "Ja weißt du, Niko, ich habe ein halbes Dutzend hungrige Mäuler zu stopfen." Dikigoros nahm das nicht ganz ernst: "Lauter adoptierte Ossis?" (Diesmal sprachen sie Sächsisch, um einander zu demonstrieren, daß sie nicht bloß mal so durchgereist waren; und die anderen Sprachen, die sie inzwischen hinzu gelernt hatten - Dikigoros Japanisch und Hindi, J. Arabisch - sind ja leider nicht kompatibel.) "Na hör mal, ich habe doch vor 20 Jahren nochmal geheiratet, die Tochter meines Medizin-Professors, der auch mein Knie wieder hinbekommen hat; wir haben sechs Kinder. Und Ihr? Bist du noch mit E. verheiratet?" Ja, das ist er; aber es würde zu weit führen, wenn Dikigoros dieses Stunden lange Gespräch hier in voller Länge ausbreiten würde, denn sie haben beide ungeheuer interessante Lebensreisen - privat und beruflich - hinter sich. Doch er will seinen Lesern Jojos letzten Satz nicht vorenthalten: "Ich stelle mich ja nicht mit Messi oder Ronaldo auf eine Stufe; aber es gibt heute hunderte Spieler, die auch nicht besser sind als ich es mal war, und die in einem Jahr mehr verdienen als du und ich in unserem ganzen Leben - ist das gerecht? Und alles wegen Bosman!"
********Mal ein Nachtrag als Fußnote: Dikigoros hat mit seiner Prognose Recht behalten, allerdings nur, weil sich manche Rekorde aus formellen Gründen nicht mehr brechen lassen. (Er denkt da z.B. an den Speerwurf-Weltrekord mit dem schönen alten Speer, dem er bis heute nachtrauert.) Es wird wohl nie wieder eine Welt- oder Kontinental-Meisterschaft im Fußball geben, die man mit nur sechs Spielen gewinnen kann, denn die Megalomanie greift immer weiter um sich. Anno 2026 veranstaltete die FIFA ein Turnier, an dessen Endrunde sage und schreibe Mannschaften von 48 Verbänden teilnahmen. (Dikigoros zögert, es als "Weltmeisterschaft" zu bezeichnen, denn einige der besten Teams waren aus politischen oder sonstigen unsportlichen Gründen nicht vertreten, dafür einige, die nicht mal zur Top 100 der Weltrangliste zählten.) Bis zum Titelgewinn waren acht Partien zu absolvieren; und die kann man nun mal nicht mit weniger als 7 eigenen Toren gewinnen. Und wer sollte dabei weniger als 4 Gegentore kassieren? Antwort: Die Spanier! Sie schafften es mit nur einem Gegentor - das war bisher noch nie gelungen, nicht mal in der guten alten Zeit, als solche Turniere noch mit nur 16 Endrunden-Teilnehmern ausgetragen wurden! (Aber wer weiß... theoretisch ist ja auch das noch zu unterbieten, mit 0 Gegentoren bei vielleicht demnächst 96 Endrundenteilnehmern :-)
*********Dikigoros nennt seinen Namen nicht - das wäre politisch unkorrekt, denn er wurde anno 2022
gecancelt,
als Strafe für die Weigerung, seinen Trainer-Job bei einem russischen Fußballverein zu kündigen und den russischen Präsidenten ob seines "völlig unprovozierten Angriffskriegs gegen die Ukraïne" zu verurteilen. Er war also nie der erfolgreichste Spieler - u.a. Rekordnationalspieler - und Trainer der Ukraïne, ja er hat dort nie auch nur gegen den Ball getreten, denn alle amtlichen Unterlagen darüber wurden - wie
Orwell
das in "1984" so schön beschrieben hat - ins "memory hole" entsorgt und neu geschrieben. Auch Dikigoros findet diese Weigerung schwer verständlich. Er persönlich hätte überhaupt kein Problem damit, einen solchen Krieg zu verurteilen (wenn man mal davon absieht, daß er ebenso wenig Richter ist wie A.T., so daß er das von Rechts wegen gar nicht könnte :-), wobei er von einem solchen freilich nichts weiß. Er weiß nur von einem ebenso gerechtfertigten wie gerechten Befreiungskrieg der Menschen im Donetsbecken gegen die - anno 2014 durch einen von Washington D[istrict of] C[riminals] gesteuerten blutigen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten an die Macht gelangte - jüdische Verbrecherbande in Kijiw, mit dem er sich voll und ganz solidarisieren kann. (Besagter Spieler - selber ein Kind des "Donbass" - wußte schon, warum er nach seinem Engagement beim FC Bayern nicht zurück in die Ukraïne ging, sondern nach Rußland.)
![[Wir stehen zusammen - mit Rußland]](mywmestesrossiej.jpg)
Es würde Dikigoros auch nicht stören, wenn dabei das Hauptnest jener Verbrecherbande vollständig zerstört würde. Das alte Kiew, Hauptstadt der Rus und Wiege Rußlands, das er ein halbes Menschenalter zuvor
besuchte,
gibt es längst nicht mehr. Die Grenzländer selber haben es mutwillig ausgelöscht, indem sie Jahr[zehnt]e lang die alte Bausubstanz durch häßliche Wolkenkratzer und sonstige Betonklötze ersetzt haben, so daß die Stadt am Dnepr/Dnipro - einst die schönste Hauptstadt Europas - heute fast aussieht wie die Downtown von Jew York City oder irgendeinem x-beliebigen anderen Moloch in den Vereiniggerten Staaten von Nordamerika.

Mach diese seelenlose Betonwüste platt, lieber Wladimir Wladimirowitsch, und gib dem amerikanischen Bonmot "Build back better!" seine gute alte Bedeutung wieder: Baue Kiew hinterher schöner wieder auf, so wie es früher mal war! (Und wenn Du noch den einen oder anderen Kinzhal für Berlin, Brüssel und/oder andere Sitze von Verbrecher-Regimes in Westeuropa erübrigen kannst - auch Parislām und Londonābād sind nicht mehr das, was Paris und London mal waren -, dann... aber Dikigoros will nicht allzu weit vom Thema abschweifen :-)
**********Das mußte ja mal kommen... Aber was war der konkrete Anlaß? Das wissen nur die wenigsten Fußball-fans, denn der Kicker hat es nicht breit getreten, und wo sonst kann/soll/darf man sich diesbezüglich schon politisch-korrekt informieren? Anno 2012 hatte der 1. Frauenfußballclub Turbine Potsdam die deutsche Meisterschaft gewonnen und dabei eine Gegentor-Bilanz hingelegt, die zwar nicht ganz so sensationell war wie die der Spanier zwei Fußnoten weiter oben, aber dennoch viel böses Blut machte. Warum? Nun, es ist allgemein bekannt, daß
Neger in der Regel keine guten Torhüter abgeben
- pardon, da ist Dikigoros ein Satz aus einer anderen Geschichte in die Tastatur gerutscht -, daß Frauen in der Regel - und auch dann, wenn sie die gerade nicht haben - keine guten Torhüterinnen abgeben. (Warum das so ist? Dikigoros weiß es nicht genau; es hat wohl damit zu tun, daß sie ein schlechteres räumliches Sehvermögen haben als Männer und Bälle nicht richtig vor der Brust festhalten können.) Doch nun stand zwischen den Pfosten der "Turbinen" plötzlich die Weltklasse auf zwei Beinen...
Nein, Dikigoros muß etwas weiter ausholen. Also: Es war einmal ein Junge namens Anton, der mit vier Jahren begonnen hatte, in der Kindermannschaft - Jungen und Mädchen gemischt - von Eislingen (wer das nicht kennen sollte: es ist ein Vorort der einstigen Handball-Hochburg Göppingen) Fußball zu spielen, zunächst als Stürmer, dann als Läufer, dann als Verteidiger - ohne jemals über Kreisklassenniveau hinaus zu kommen. Mit 16 wechselte der Jüngling ins benachbarte Faurndau und versuchte sich dort als Torhüter, ebenfalls mit recht bescheidenem Erfolg. Nach zwei Jahren verabschiedete man ihn mit den - wohl nicht ganz ernst gemeinten - Worten: "Mit der Leistung kannste es höchstens mal bei den Mädchen probieren." (Es war ja allgemein bekannt, daß selbst die weltbesten weiblichen Torhüterinnen keinem männlichen Torhüter der 3. Liga das Wasser reichen können, und daß umgekehrt selbst ein mittelmäßiger männlicher Torhüter verglichen mit allen weiblichen "Weltklasse" war.) Aber Anton - mittlerweile volljährig - nahm das wörtlich und wechselte unter dem Namen "Anne" zur Frauenmannschaft (welch ein Wort - Absicht oder contradictio in adiecto?) des VfL Sindelfingen; das war weit genug weg, dort hatte ihn noch niemand nackt unter der Dusche gesehen - und sollte das auch künftig nicht. Jedoch sahen ihn, pardon, das muß ja jetzt "sie" heißen, auf dem Platz zunächst die Trainerin der Nationalfrauschaft - "sie" wurde prompt in die U19-Auswahl berufen - und dann auch die Talentscouts von Turbine Potsdam, die "sie" schließlich unter Vertrag nahmen. Nun mußte man schon blind sein oder beide Augen fest vor der Realität verschließen, wenn man nicht sehen wollte, daß das keine Frau, sondern eine Transe war: Gardemaß der alten preußischen Armee (so groß wie Dikigoros' Opa, der ja auch in Potsdam gedient hatte, beim Gardegrenadierregiment "Alexander" - aber das ist eine andere Geschichte), Gesicht ohne die geringsten weiblichen Züge, Bizeps wie ein Preisboxer, Arme tätowiert wie ein Vollmatrose, Brust flach wie ein Brett und vor allem ein Adamsapfel, wie ihn eine echte Eva unmöglich haben konnte. Mehr sah man ja nicht - aber die Spielerinnen und Funktionäre der anderen Vereine sahen natürlich auch so, was Sache war und gingen hinter den Kulissen auf die Barrikaden, von wegen "Betrug". Das paßte der Bundesregierung nun gar nicht, denn sie hatte ja Großes vor: Zum einen ein Gesetz zur beliebigen Geschlechterwahl - männlich, weiblich oder "divers" - per Erklärung beim Standesamt, und zum anderen das Erreichen nachhaltiger Erfolge mit der Fußballnationalfrauschaft - da kam "sie" gerade recht. Und da wollten ihnen so ein paar blöde
Genderphobe
in die Suppe spucken? Denen mußte doch mal gezeigt werden, wo der... äh, nein, der nicht... wo der Hammer hing! Zu diesem Zweck wurde also jene famose Erklärung abgegeben!
Der Rest ist schnell erzählt, deshalb will ihn Dikigoros colorandi causa noch nachtragen: "Anne" sollte eine internationale Karriere sonder gleichen machen - vor allem in England, dem Mutterland Gebärenderelternteilland des Fußballs, wo man "ihr" freilich nahe legte, endlich den häßlichen Adamsapfel beseitigen zu lassen, was "sie" auch brav tat - den tumpen Medien-Konsumenten wurde das als "Schilddrüsenkrebs-Operation" verkauft. Als sie zum - finanziell krönenden - Abschluß ihrer Karriere in die USA wechseln wollte, kam doch dieser doofe Trump daher und versprach im Wahlkampf, er würde
Transen vom Frauensport ausschließen
- obwohl das gar nicht in seine Kompetenz als US-Präsident fiele! Aber für alle Fälle verlobte "sie" sich mit einer "lesbischen" Mitfußballernden (von deren Lesbentum freilich bis dato noch nie jemand gehört hatte :-), um unter Beweis zu stellen... na usw. "Sie" spielt noch immer in New York - und natürlich in der brdischen National"frau"schaft.
So schön kann doch kein Mann sein... der/die/das beste Torhütende die beste Torhüterin der Welt? Adidas, VW, Asics und Campino lassen grüßen!
Aber wenn "sie" nach Beendigung "ihrer" Karriere von "ihrem" Recht auf Rückkehr zu "ihrem" alten Geschlecht Gebrauch machte und mit ihrer - pardon, das müßte dann ja wieder seiner heißen - Ehe-"Lesbe" viele liebe Kinder bekäme, dann würde das Dikigoros auch nicht wundern. Er freut sich schon auf die Neufassung ihrer seiner Autobiografie und muß dabei an den "die" deutsche Meisterin und Rekordhalterin im Stabhochsprung Yvonne Buschbaum - zehn Jahre älter als "Anne" - denken, "die" nach Beendigung "ihrer" Karriere beschloß, doch lieber wieder als Mann herum zu laufen. Als solcher verfaßte sie er eine Autobiografie mit dem Untertitel "Frauen wollen reden, Männer wollen Sex", was die WELT zu einem lobhudelnden Artikel mit der Überschrift "Der Mann, der erkannte, was Frauen wirklich wollen" veranlaßte - während Frau Dikigoros das nur mit dem spöttischen Satz kommentierte: "Der Kerl hat eben keine Ahnung, was Frauen wollen."

(Wie sagte man früher: "Die hat alles, was ein Mann sich wünscht: Muskeln, Haare auf der Brust und einen Bart!")
***********Von Paris und anderen Städten Sechseckiens ist das ja schon lange allgemein bekannt und läßt sich daher kaum vertuschen. Bei anderen "Hochburgen" dieser Art wird dagegen alles getan, um es unter den Teppich zu kehren, u.a. durch das ja auch in der BRDDR bestehende Verbot, Bevölkerungsstatistiken nach Rassenzugehörigkeit zu führen - während das z.B. in den USA noch zulässig und sogar üblich ist. Aber Dikigoros schreibt so etwas nicht leichtfertig daher. Vor einigen Jahren sprach ihn ein - farbiger - US-Kollege, der gerade auf Geschäftsreise durch Europa war und der von einem gemeinsamen Bekannten wußte, daß Frau Dikigoros dort vor Jahrzehnten mal studiert hatte, darauf an. Er war Bürger von Philadelphia, dessen alter Beiname "city of brotherly love" eine so furchtbare neue Bedeutung angenommen hat. Ja, furchtbar, denn man muß sich dort - wie in manchen europäischen Großstädten ja auch - seit einiger Zeit fürchten, abends auf die Straße zu gehen. Von Städten wie Detroit, Cleveland usw. weiß man das schon lange, aber die Entwicklung ist - ähnlich wie in Frankreich - nicht stehen geblieben. Allerdings gibt es da einen grundlegenden Unterschied: Die Kriminalitätsrate in den USA ist, jedenfalls solange man im "richtigen" Viertel bleibt, erheblich niedriger als in Europa. "Sie wissen ja, daß man bei uns in getrennten Stadtteilen unter sich bleibt, um keine Reibereien zu provozieren."
(Zwischenbemerkung Dikigoros: In Philadelphia gibt es
[...])
Aber Sie ahnen ja nicht, wie verzweifelt ich in Lyon nach einem passenden Hotel in einem passenden Viertel gesucht habe. Telefonisch und auch via Internet war partout nichts in Erfahrung zu bringen.
[...]
************Dikigoros verkneift sich im Haupttext den Nebensatz: "... nachdem ihm Qatar Airways den millionenschweren Werbevertrag gekündigt hatte" und verschiebt ihn hier in die Fußnote. Bitte versteht Dikigoros nicht falsch. Er ist kein Freund der Golfstaaten im allgemeinen, geschweige denn jenes Scheißchtums im besonderen. Er ist grundsätzlich gegen die Ausrichtung von Weltmeisterschaften in der Gluthitze der Wüste, zumal bei Sportarten, für die sich unter den Eingeborenen Eingeborend:innen Bademantelträgern Bademanteltragend:innen kaum jemand interessiert, wie Leichtathletik oder Fußball. (Gegen Kamelwettrennen - oder
Gespensterwettflüge
- hat er selbstverständlich nichts :-) Aber man muß doch auch mal die Alternativen sehen: 2010 und 2014 fand die Fußball-WM in den beiden Ländern mit der weltweit höchsten Kriminalitätsrate statt - für Spieler und Fans war die Teilnahme lebensgefährlich. (Dagegen gibt es in Qatar Dank drakonischer Strafen - pfui aber auch! so gut wie keine Schwerkriminalität.) Die Staaten konnten die damit verbundenen Kosten (Einnahmen gehen an die FIFA - steuerfrei, das müssen ihr alle Bewerber vorab garantieren -, Ausgaben trägt der Ausrichter) kaum stemmen. Qatar dagegen legte leicht und locker 220 Milliarden US-$ auf den Tisch, um 9 hypermoderne, voll klimatisierte Fußballstadien, 200 ebensolche Hotels und ein sie verbindendes Straßen- und Metro-Netz in den Sand setzen aus dem Boden stampfen zu lassen.
![[Baustelle in Qatar]](qatarstadionbau.jpg)
Westliche Unternehmer -
auch solche aus der BRDDR - verdienten sich daran mehr als eine golden Nase. (Ohne Rücksicht auf menschliche Verluste; sie - nicht die Scheichs! - ließen kaltlächelnd Dutzende, wenn nicht sogar hunderte Gastarbeiter aus Süd- und Südostasien auf den Baustellen verrecken.) Auch für die FIFA-Funktionäre lief es wie geschmiert. (Dikigoros will nicht auf die Einzelheiten eingehen, welche die Spatzen von den Dächern pfiffen.) Und als alles fertig war, fing das große Heucheln und Zähnefletschen Heulen und Zähneklappern an, und die Krokodilstränen flossen in Strömen.

Lieber wäre es den Kritik[ast]ern Kritiker:innen Kritisierenden Kritisierend:innen freilich gewesen, wenn statt dessen Bier o.a. alkoholische Getränke geflossen wären. Deren Produzenten - allen voran Budweiser - jammerten mit am lautesten, weil Qatar deren Ausschank in und unmittelbar vor den Stadien verboten hatte, um Pöbeleien randalierender Besoffener vorzubeugen, wie sie im gut-demokratischen
Wertewesten
vor, während und nach Fußballspielen an der Tagesunordnung sind. (Entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil ist in den meisten islamischen Staaten Alkohol nicht generell verboten, sondern nur für Muslime. Ausländer, die glaubhaft machen, Nicht-Muslime zu sein, können ein "Alcohol permit" beantragen und bekommen es in der Regel auch. Sie dürfen sich bloß nicht erwischen lassen, wenn sie den damit erworbenen Alkohol an Muslime weiter verkaufen - das ist strafbar!) Dikigoros hält es auch nicht für ein Mensch*innenrecht (sondern für Dummheit), sich bei 50° im Schatten die Sonne unverhüllt auf den Kopf und/oder andere Körperteile scheinen zu lassen - das würde er seiner Frau nicht zumuten, geschweige denn seiner eigenen Glatze. Und was Schwulitäten anbelangt: Die - und die Werbung dafür bzw. das Bekenntnis dazu - sind nur in der Öffentlichkeit verboten; was in den eigenen vier Wänden, im Hotel und/oder in der Spielerkabine abgeht, schert die Sittenpolizei nicht. (Aber Dikigoros hat gut reden schreiben: Er trinkt keinen Alkohol, ist nicht schwul und hat auch kein Interesse daran, live dabei zu sein, wenn 22 Milionarios einem Plastikball nachlaufen und einander dabei in die Knochen treten :-) Beckenbauer bleibt zuhause und spart sich das Geld für Budweiser - für das öffentliche Trinken von Erdinger alkoholfrei bekommt er dem Vernehmen nach sogar noch etwas heraus.

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