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8.-10. April 2001 - Ende
Richtig gut ausgeschlafen wachte ich am 8.April auf. Rainer war schon fr�hzeitig verschwunden, um etwas von Ouarzazate zu sehen. So duschte ich in aller Ausf�hrlichkeit und fr�hst�ckte mit Petra, Eric und Torsten, die auch etwas sp�ter das typisch arabisch-franz�sische Buffet aufsuchten, was nicht gerade meinen Vorstellungen von einem kr�ftigen Fr�hst�ck entsprach.
Eigentlich h�tte ich mir die nun nachfolgende Prozedur gerne erspart. Zum Kauf von Souvenirs (Sweatshirts, Schals, Buffs, B�chern, CDs) sollte man sich fr�hzeitig anstellen, meinten unsere erfahrenen "W�stenf�chse", damit man noch eine ausreichende Auswahl hat. In 10ner-Gruppen wurden dann die "Souvenir-Geier" reingelassen. Es dauerte �ber eine Stunde bis wir an der Reihe waren. F�r mich war dieser Basar sehr entt�uschend und ich habe nichts erstanden. Die Qualit�t der Kleidungsst�cke war teilweise sehr schlecht und die MdS-Logos oder Aufdrucke sehr lieblos bzw. einfallslos aufgebracht bzw. ungeeignet platziert.
So verplemperte ich fast 2h und ergatterte dann einen Liegestuhl im Schatten einer Palme am
Swimmingpool . Hier traf uns alle das Ironie des Schicksals, da wir (alle MdS-Teilnehmer) diesen Swimmingpool wegen der m�glichen Infektionsgefahr f�r die anderen Hotelg�ste nicht benutzen durften.
Teilweise d�send, teilweise unterhaltend und teilweise diesen Bericht auf meinen Pocket PC, schreibend verbrachte ich dann die Zeit bis zur Siegerehrung.
Mit einem Folklore-Spektakel wurde die Ehrung durch
Patrick Bauer eingeleitet, die mit den Gewinnern bei den
Herren und
Damen begann und sich sehr mechanisch und nicht besonders aufregend fast zwei Stunden dahinqu�lte. Die deutsche Gruppe war auch an drei Ehrungen beteiligt.
Georg (71 Jahre alt), lief mit 63 seinen ersten Marathon, gewann die Wertung der Altersklasse �ber 70, Holger erhielt f�r seinen selbstlosen Einsatz beim Zusammenbruch von Guido einen Fairnesspokal und Albert �berreichte eine riesige 3*4m grosse MdS-Fahne, die er selbst gemalt hatte, dem Veranstalter Patrick Bauer.
Ein 17 j�hriger Japaner und der 78j�hriger Franzose, der bei der langen Etappe aus dem Rennen genommen wurde, bildeten die "Altersgrenzen" beim diesj�hrigen MdS.
Trotzdem war ich, wie die anderen wohl auch, froh, als sich die Pforten zum Abendessen �ffneten und das Zelt 71 wieder einen gemeinsamen Tisch gefunden hatte. Adressen wurden getauscht, bei Rotwein, Bier, Cola und arabischem Essen wurden die Erlebnisse der letzten Tage aufgefrischt. Da das Wecken gegen 4Uhr erfolgen sollte, zog ich mich gegen 23 Uhr zur�ck.
Nach 5h Schlaf erwachte ich gut ausgeruht und folgte auf Rainers Spuren, der schon das Zimmer verlassen hatte, als ich das Bad aufsuchte.
Etwas versp�tet folgte die Abfahrt zum Flugplatz von Ouarzazate und danach lief alles wie geplant. Abflug nach Casablanca um 6:30, Abflug nach Frankfurt um 8:30, Ankunft in Frankfurt um 14 Uhr.
Obwohl ich schon �fters �ber die Meeresenge von Gibraltar geflogen bin , hatte ich noch nie eine so gute Sicht bzw. Blickwinkel auf diesen geographisch so bekannten Ort. Die gute Sicht hielt exakt bis zu den Pyren�en. Von dort an bedeckte eine geschlossene Wolkendecke das nachfolgende Europa, selbst die Alpen waren nicht zu erkennen bis zur Landung auf dem mit Nieselregen und etwa 9 Grad Celsius "eingenebelten" Frankfurter Flughafen.
Die Koffer waren fast so schnell in der Gep�ckausgabe angelangt wie wir, die den langen Marsch in den Frankfurter Empfangshallen durchstehen mussten. An der Gep�ckausgabe erfolgte auch die grosse Verabschiedungsk�r, wobei sich viele sicher waren, sich bei irgendeinen der n�chsten grossen Laufevents (Hamburg-Marathon, Mainz-Marathon, Rennsteiglauf, Jungfraumarathon usw.) wieder zu treffen und nat�rlich auch einige beim n�chsten MdS. Manche aus Tradition, andere hatten da noch so eine "Rechnung" offen, die sie auf jeden Fall begleichen wollte...
Guna und ihr Bruder Rainer empfingen unser Team mit jeweils einer Rose und einer dazugeh�rigen gro�en Packung mit s�ssen St�rkungsmitteln. Noch am gleichen Nachmittag habe ich die Filme zur Entwicklung gebracht.
Beim Auspacken meiner Sachen beschloss ich meine getragenen Laufsachen - Cool Cap, T-Shirt, halben Leggings, Socken - weder zu waschen noch nochmals zu tragen.
So fuhren Guna und ich am n�chsten Tag in eine Galerie und �bergaben die Sachen der Galeristin, damit sie sie unter einen Glasrahmen eindost und verewigt. Die Komposition hat nun in meinem B�ro einen Platz an der Wand gefunden. Schliesslich ist das Laufdress aufgrund der Sponsorship von Compaq entstanden und soll sich dort auch ausruhen.
Der "Alltag" ist inzwischen wieder eingekehrt, doch der MdS wird wohl aus vielen Gr�nden noch sehr lange nachschwingen.
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