Marathon des Sables
Marokko

Eine schlaflose Nacht ---- Die Vorbereitung ---- Die Anreise ---- Der Check-In ----
1.Etappe
--- 2.Etappe --- 3.Etappe --- 4.Etappe --- 5.Etappe --- 6.Etappe --- Ende ---
Meine Ausruestung
---- Eine strenge Satzung ---- Viele Links und Hilfen

Die Anreise

Die Laufsachen bzw. den gesamten Rucksack packte ich am Sonntag dem 25.03.01. Petra und Eric besuchten Guna und mich zuhause und brachten ihre Ausr�stung
mit, damit wir miteinander vergleichen konnten und sicher gingen nichts Wesentliches zu vergessen zu haben.

Die ruhige Vorbereitung war damit zu Ende, da ich vom 26.-28. zu einem Seminar nach Reading, �stlich von London, durfte. Ein Paar Laufschuhe begleiteten mich und nahmen am letzten Auslaufen vor dem Start in Marokko teil. Das unversch�mt teure Hotel bot bei 5 Grad Aussentemperatur noch nicht einmal den Komfort einer Heizung; die Nachwirkungen sollte ich noch zu sp�ren bekommen. Am 28. gegen 22 Uhr traf ich dann wieder zuhause ein, gerade genug Zeit, um den Koffer f�r den n�chsten Tag umzupacken.

29.M�rz 2001
Nach einem Akkordschlaf von 4h stutzte der Fris�r gleich morgens um 8 Uhr meine Haare auf eine w�stenfreundliche L�nge von 1cm. Filme und Batterien f�r den Fotoapparat waren dann wirklich die letzten Kleinigkeiten, die an der Ausr�stung noch fehlten.
Zum Gl�ck hatte Guna nur 2h Unterricht und zauberte noch ein Nudelgericht vor dem Abflug auf den Teller. Mein Magen war zwar mit Aufregung schon bis zum Rande gef�llt, aber ein paar Nudeln fanden dazwischen doch noch Platz. Guna und ihr Bruder Rainer brachten mich anschliessend zum Flughafen Rhein-Main. Dort trafen wir kurz vor 13Uhr in der Abflughalle gleich auf Petra, Eric und noch einen Rainer aus der Passtschon98 Gilde. Dieser Rainer verabschiedete jeden von uns Dreien mit einem "pfundschweren" Gl�cksbringer
- in Samt eingebettet - aus eigener Werkstatt.
Der Abflugschalter vom Air Maroc war schon von einem Grossteil der MdS-Teilnehmern belagert, die leicht an ihren Gep�ckst�cken und ultra sportlichen Outfit zu erkennen waren.
Schnell machte Guna noch einige von Fotos von uns
und der wuseligen Truppe , um unseren "Zustand vor dem Abflug" zu dokumentieren. Danach verabschiedete sie sich schnell, da uns anzumerken war, dass wir uns gedanklich schon "auf der Reise" befanden und bereits "abgehoben" hatten. Bald waren alle froh, endlich im Flugzeug zu sitzen und dem jetzt besseren Wetter entgegen zu fliegen. Unsere Geduldsprobe war jedoch noch lange nicht zu Ende...

Nach einem sehr ruhigen und entspannenden Flug in Casablanca angekommen, mussten wir fast 6h auf den Anschlussflug nach Ouarzazate warten
. Die Zeit wurde genutzt, um einige andere Teilnehmer etwas n�her kennen zu lernen und den Erz�hlungen von MdS erfahrenen L�ufern staunend zu folgen. Mitten in der Nacht wurden wir nach einer kurzen Busfahrt vom Flughafen Ouarzazate ins Hotel gefahren und auf die Zimmer verteilt.

30.M�rz 2001 Mein Zimmernachbar - noch ein - Rainer (aus Mering bei Augsburg) und ich wurden dann kurzzeitig gegen 5Uhr vom Muezzin geweckt, als der zum ersten Gebet die Moslems aus ihrem Schlaf riss. Gegen 7:30 versuchten wir bei Weissbrot, Marmelade und Kaffe langsam wach zu werden.
Unsere Gep�ckst�cke verschwanden schnell in einem der Busse und in einer Kolonne von fast 10 Bussen begaben wir uns auf die Fahrt nach Osten gen Erfoud. Die etwa 330km lange Reise wurde durch die immer karger werdende Landschaft und die st�ndig ansteigenden Temperaturen gepr�gt. Die Strassen wurden enger und bei Gegenverkehr mussten die unbefestigten Randstreifen mit genutzt werden. Das Mittagessen aus der T�te verzehrte ich im Schatten einer Mauer.

"Sonne meiden", war mein oberstes Gebot. Die ungeheizten N�chte in Reading hatten mir n�mlich eine Stirn-und Nebenh�hlenentz�ndung eingebracht, die ich mit viel Trinken und Nasensp�lungen in den Griff bekommen wollte. Das Aufregendste an der Busreise war das Studium unseres Roadbooks
. In diesem Roadbook waren alle Etappen exakt beschrieben.
Die Addition der Gesamtkilometer
ergab dann f�r uns alle erstaunliche 243km - fast 20km mehr als im Durchschnitt der letzten Jahre. Die lange Etappe war dann auch gleich 82km statt der erwarteten 76km. Also "leicht" w�rde es nicht werden, da bereits die Streckenbeschreibungen �ber sehr viel Sand berichtete.

Ein Wettrennen der besonderen Art brachte uns dann zu unserer Zeltunterk�nften. Nach der sehr bequemen Busfahrt warteten vieh�hnliche Transportwagen auf uns, die uns von der befestigten Landstrasse etwa 4km weiter in die W�ste bringen sollten. Unsere Gep�ckst�cke warfen wir auf die Ladefl�che und hievten uns dann selber hoch. Die Fahrer mieden die "Staubfahnen" ihrer Kollegen, indem jeder versuchte vorne zu fahren. Breit gef�chert suchte daher jeder Fahrer den schnellsten aber nicht immer bequemsten Weg durch die verdammt unebene W�ste. Nur auf den Fu�ballen stehend konnte ich die fast unged�mpften Schl�ge des LKWs einigerma�en abfedern. Trotzdem war ich heilfroh die letzten gefahrenen Meter �berstanden zu haben. Von jetzt an und f�r die n�chsten 8 Tage war isch ausschliesslich auf meine eigenen F��e angewiesen!

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