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Die Orientierungseinheit
– oder „Du hast ´ne halbe Stunde das erste Kölsch zu ordern!“
Meine erste „offizielle“ Uni Veranstaltung war natürlich die Orientierungseinheit
am 8.10.2003. Ich muss sagen ich war schon aufgeregt. Ich kannte ja niemanden.
Ich hatte so ein bisschen eine Horrorvorstellung, dass ich an der Uni ankommen
würde und da nur Leute mit ihrem Laptop unterm Arm rumlaufen würden,
die mir stolz erzählen würden, dass sie aus einer langen Ahnenreihe
von Ärzten kommen und ihrem Vater mit acht Jahren das erste Mal bei
einer OP assisstiert hätten. Naja, ich habe die Uni Köln wohl
ein bisschen mit Harvard verwechselt. :-)
Aber zunächst hatte ich noch ein anderes Problem. Nämlich
den richtigen Hörsaal zu finden. Mit der Wegbeschreibung, die ich
mir ausgedruckt hatte landete ich nämlich im Philosophikum. Hätte
ja sein können, da waren nämlich auch Infoveranstaltungen. Allerdings
für die Oberstufe. Naja, und auch von den anwesenden Studenten und
Prof/Hausmeister (?!) hatte keiner eine Ahnung wo ich hin müsste.
Der Tag fing ja klasse an. Ich hatte noch 15 Minuten. Also bin ich einfach
mal Richtung Uni Kliniken losgedackelt und fragte die Passanten verzweifelt,
wo ich armer Ersti hinmüsse. Ich bekam auch eine Menge mitleidiger
Blicke aber keiner hatte eine Ahnung. Bis, Gott sei dank, mir eine junge
Frau entgegenkam, die genauso unsicher aussah wie ich und Hah! (Verräterisches
Zeichen), eine Campus Karte in der Hand hielt. Zusammen fanden wir dann
auch noch rechtzeitig das richtige Gebäude vor dem schon ein Haufen
anderer Erstis warteten. Ich war fast erschrocken wie normal die alle aussahen.
Und es wurde schnell klar, dass es den meisten wie mir ging. Sie also auch
noch keinen kannten. Wir unterhielten uns eigentlich auch ganz nett, dann
ging die Veranstaltung los. Zunächst bekamen wir ein paar allgemeine
Infos über den Studiengang bevor wir an die Fachschaft übergeben
wurden.
Wir wurden in Kleingruppen aufgeteilt und auf Tutoren verteilt. Die
sollten mit uns eine kleine Rally über den Campus machen, damit wir
alles mal sehen. Das war auch ganz nett und man hatte so mal die Möglichkeit
ein paar Mitstudierende kennenzulernen.
Es gab noch einen Höhepunkt des Tages würde ich sagen, denn zu guter letzt mussten wir alle Antworten der Rally in einem kurzen
Theaterstück darstellen. Faszinierend peinlich! Aber auch sehr lustig.
Aber damit war die Orientierungswoche noch nicht vorbei. Am nächsten
Tag um 4 Uhr ging es auf Kneipentour. Und wer noch nicht am Tag davor gelernt
hatte, dass er sich in einem Raum mit ner Menge netter Leute befand, merkte
es spätestens da. Ich hatte echt einen klasse Abend, und dass obwohl
ich zuerst gar nicht gehen wollte.
Fazit: Die Orientierungseinheit ist eine wirklich gute Möglichkeit
nette Leute kennenzulernen. Geht also hin!! (Ach ja, neben dem kennenlernen und Saufen kriegt man auch ein paar gute Infos übers Studium :-) )
Ihr könnt euch auf jeden Fall auf lustige Tage einstellen!
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