Modellstudiengang Medizin Köln - Ein Erfahrungsbericht




 
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Psychologie/Soziologie
"Bist Du Schizotypisch, oder was?"

Das erste was einem in der Psychologie Vorlesung gesagt wird ist folgendes:" Psychologie ist KEIN Laberfach und die Klausur kann auch nicht nur mit normalem Menschenverstand bestanden werden. Ihr müsst schon etwas dafür tun!" Hmm... Das mag ja auch tatsächlich stimmen (Es sollen schon Studenten durch die Klausur gefallen sein), allerdings muss man auch ganz klar sagen, dass der Lernaufwand für die Psychologie/Soziologie Klausur beiweitem der geringste in der ganzen Vorklinik ist! Das mag damit zu tun haben, das viele der Themen tatsächlich durch simples Denken einfach zugänglich sind, aber auch an der dankbaren Eingrenzung der Themen durch die Professoren: Gefragt wurde das, was in der Vorlesung behandelt wurde und nicht viel mehr. Das bedeutet einerseits, dass man sich beim lernen strikt an die Vorlesungsfolien halten konnte (zumindest in der Psychologie, die ihre Vorlesungen komplett online gestellt haben, für Soziologie brauchte man Mitschriften, da hier nur wenige Folien ins Netz kamen), aber auch, dass man diese Themen teilweise im exakten Wortlaut des Unterrichts bei der Klausur parat haben musste. Hilfreich war auch der Lernzielkatalog für Psychologie, den man vor der Klausur systematisch durcharbeiten sollte. So, jetzt hab ich ja direkt mit der Physikumsklausur angefangen....Hier noch ein paar Infos zum Kurs selbst: Die Vorlesungen für Psychologie/Soziologie werden keineswegs als "kombiniertes Fach" gehalten, so dass ihr sowohl eine Psychologie, als auch eine Soziologie Vorlesung besuchen müsst. Ich mööchte euch diese Vorlesungen noch einmal dringendst empfehlen, da sie absolut Klausurrelevant sind!! Zusätzlich müsst ihr noch ein Psychologie und ein Soziologie Seminar besuchen, in deren Rahmen ihr auch je ein kleines Referat halten müsst. Diese Seminare sind mal wieder ganz Dozenten abhängig, köönnen aber besonders bei drückendem Sommerwetter in einer lästigen Notwendigkeit enden. Solltet ihr Glück haben erwischt ihr aber eine interessante Gruppe (Jede Gruppe behandelt ein anderes Schwerpunktthema. Ihr macht also nicht alle das selbe.) und euer Dozent ist ein wahres Rhetorikwunder. In dem Fall: Herzlichen Glückwunsch! Da jedoch jeder mal ein Referat halten muss, besteht das Seminar zum Grossteil aus eben diesen und man kann euch nur enthusiastische Kommilitonen wünschen. Wir haben hin und wieder auch recht amüsante Unterhaltungen zustande gebracht,die das Seminar ungemein beleben können. Z.B. als wir diskutierten, welche Fernsehfigur welche persöönlichkeitsstöörung hat.So sind Jack Nicholson in "All about Schmidt" und Detective Monk schizotypisch, Howard Hughes zwanghaft und Winona Ryder in "Girl, interrupted" borderline veranlagt. Und glaubt mir wenn ich sage, dass die Unterhaltung, zumindest in eurem Kopf, dort nicht endet. Ihr werdet euch in mindestens 2 Persöönlichkeitsstöörungs-Charakterisierungen in mehr oder minder starker Ausprägung wiederfinden! Das gibt 'ne nette Pausenunterhaltung: "Na...Du bist doch auch leicht histrionisch veranlagt, oder?" Die "Handouts" eurer Mitstudenten solltet ihr allerdings auf alle Fälle aufheben, da sie in der Physikumsvorbereitung, ganz besonders wenn man Psych/Soz mündlich hat, nützlich werden köönnten! Ich fand das Fach meistens recht interessant, musste jedoch in der Physikums-vorbereitungs-Zeit sehr aufpassen, dass es nicht total im Anatomie/Biochemie/Physiologie Stress unterging, da man auch hier den Lernaufwand unterschätzen kann (Frei nach dem Motto "Ach..Psych/Soz schaff ich an einem Tag!"...Äh....Eher nicht!) Haltet euch immer mal wieder vor Augen, dass ihr mit Psych/Soz eigentlich sehr gut Punkte im Physikum gut machen köönnt um eure Note ein bisschen zu pushen. Ein wenig Zeit zu investieren und zu den Vorlesungen zu gehen lohnt sich also!


 
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