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Jahresarbeit der 12. Klasse: Nachhaltige Energieversorgung

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Nachhaltige Energieversorgung

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3. 1 Windenergie

Die Kraft des Windes wird schon lange von dem Menschen genutzt. Sei es nun auf dem Land oder auf dem Wasser. Die erste netzgekoppelte Anlage ging 1982 in Deutschland in Betrieb. Ende 1990 war eine Windenergieleistung von 60 Megawatt installiert. Der eigentliche Boom setzte erst 1991 ein, als die Stromkonzerne durch das Stromeinsparungsgestz (StrEG) verpflichtet worden, den Strom aus Windenergie zu vergüten. Derzeit sind in der Windbranche 35 000 Menschen beschäftigt, davon wurden ein Fünftel 2001 eingestellt. (58)

Heute drehen sich in Deutschland 11 500 Windraftanlagen mit einer installierten Leistung von über 8 750 MW. Allein im Jahr 2001 wurden 2.079 WEA mit einer gesamten installierten Leistung von 2.658,96 MW in Deutschland aufgestellt. Gegenüber den Aufstellungszahlen im Vorjahr ist die neu installierte Leistung um 59,7 Prozent angestiegen.(59) Jahr 2000 wurden 11,5 Mrd. kWh aus Wind erzeugt, das sind 2 Prozent der gesamten deutschen Stromproduktion. In Schleswig Hohlstein trägt die Windenergie mit 17 Prozent zum Energiemix bei. Ein Drittel des weltweit erzeugten Stroms aus der Windkraft wurde in Deutschland erzeugt.



Die Größe einer Windkraftanlage lag 1987 durchschnittlich bei 50 KW. Dies steigerte sich enorm, so dass die Größe 1999 bei etwa 1 MW, dem 20-fachen, lag. Derzeit ist noch nicht abzusehen bei welcher Größe das technische und wirtschaftliche Optimum erreicht sein wird. Die derzeitig größte Anlage hat eine Leistung von 2,5 MW.
Mit der verstärkten Nutzung der Windenergie sind auch Stimmen laut geworden, die über die Geräusche der Windkraftanlagen klagen oder nach dem Tierschutz, speziell nach Auswirkungen auf die Vogelwelt, fragen. Und wieder andere sehen durch die Windräder die Landschaft "verspargelt". Diese drei Gesichtspunkte sind zu beachten. Jedoch sollte man, wenn man eine sachliche Diskussion will, zwischen den Alternativen abwägen. Im Besonderen muss geschaut werden, welche Schädigung der Um-welt an anderen Stellen durch die Windkraft vermieden wird. So vermeidet eine Windkraftanlage mit einer Leistung von 1,5 MW im Laufe ihrer Lebensdauer von etwa 20 Jahren den Einsatz von 80 000 Tonnen Braunkohle in konventionellen Kraftwerken.(60) Das heißt, die Emission von 92 000 Tonnen CO2 kann durch dieses Windrad vermieden werden.

Die Geräuschemission konnte in letzter Zeit durch bestimmte aerodynamische Veränderungen und Geräuschisolationen erheblich reduziert werden. Heute wird an der Anlage ein Schallleistungspegel von 100 Dezibel gemessen. In 50 Meter Entfernung sind es nur noch 55 Dezibel, was einem Radio mit Zimmerlautstärke entspricht. In 500 Metern Entfernung, was der aktuelle Mindestabstand zu Wohngebieten ist, hört man praktisch nichts mehr.(61)

Langjährige Beobachtungen haben gezeigt, dass Vögel tagsüber Windkraftanlagen ausweichen. Allerdings kann beobachtet werden, dass Nachts, aber auch im Nebel, Zugvögel verstärkt gegen jegliche Art von Masten, seien es Strommasten, Sendema-sten oder auch Windkraftanlagen, prallen. Also sollte man Windräder nicht in den Hauptrouten von Zugvögeln oder in geschützte Gebieten errichten.

Zu den Auswirkungen im Landschaftsbild wird jeder seine eigene Meinung haben. Ich persönlich empfinde ein Windrad in der Landschaft als unheimlich schön. Schö-ner als z.B. ein Kohlekraftwerk mit dem dazugehörigen Tagebau.

(58) Bundesverband Windenergie e.V. (Hrsg.): neue Energie, Magazin für erneuerbare Energien, Nr. 2, Februar 2002, S.14 und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Entwicklung der erneuerbare Energien- Aktueller Sachstand -, Berlin, Stand: Januar 2002
(59) Carsten Ender, Deutsches Institut für Windkraft (DEWI), Windenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland - Stand 31.12.2001 -, siehe: www.dewi.de.
(60) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.), Erneuerbare Energien und Nachhaltige Entwicklung, 3. Aktualisierte Auflage, Berlin August 2000, S. 22.
(61) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (August 2000), siehe Anmerkung 7, S. 21.


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Inhalt:
Vorwort
Einleitung
- Thema Umwelt kein Thema mehr?
- Was ist Nachhaltigkeit?
- Begriffsklärung Energie
1. Kapitel - Bilanzen der Energieverbrauchs
- 1.1 Primärenergieverbrauch
- 1.2 Endenergieverbrauch
- 1.3 Stromerzeugung
- 1.4 Verluste bei der Stromerzeugung
- 1.5 Internationaler Energiemarkt 2. Kapitel - Weg in eine Sackgasse
- 2.1 Grenzen des Wachstums

- 2.2 Verknappung der Rohstoffe
- 2.2.1 Sich regenerierende Quellen
- 2.2.2 Sich nicht regenerierende Quellen

- 2.3 Die Veränderung des Klimas
- 2.3.1 Die Erwärmung des Klimas
- 2.3.2 Der Treibhauseffekt
- 2.3.3 Anthropogener Treibhauseffekt
- 2.3.4 Steigerung der CO2-Konzentration
- 2.3.5 Ein neues Politikfeld
- 2.3.6 CO2-Reduktionsziele
- 2.3.7 Wie wird sich das Klima ändern?
- 2.3.8 Auswirkungen in Sachsen

- 2.4 Das Verkehrsproblem 3. Kapitel - Erneuerbare Energiequellen
3.1 Windenergie
- 3.2 Wasserkraft
- 3.3 Photovoltaik
- 3.4 Sonnenkollektoren
- 3.5 Solarthermische Kraftwerke
- 3.6 Biomasse und Biogas 4. Kapitel - Die Zukunft der Energieversorgung?
- 4.1 Steigerung der Effizienz
- 4.2 Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung
- 4.3 Potenziale der Energieeinsparung
- 4.4 Technische Potenziale erneuerbarer Energiequellen
- 4.5 Szenarien und Perspektiven der erneuerbaren Energien
- 4.6 Das Jahrhundert der Umwelt
- 4.6.1 Die Rolle der Kernenergie
- 4.6.2 Eine Wertentscheidung für die Zukunft
Anhang
Heuersdorf - ein Ort kämpft um seine Exsistenz
I. Bericht über die 3. Klimakonferenz der Jugend und zu der Lage in Heuersdorf
II. Vegetationsbestandsaufnahme in Heuersdorf
III. Apfelsaft aus Heuersdorf
IV. Ein kurzer Rückblick in die Geschichte des Ortes
V. Heuersdorf und die Braunkohle

Glossar
Verwendete und weiterführende Literatur
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