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Herzlich Willkommen Jahresarbeit der 12. Klasse: Nachhaltige Energieversorgung Briefwechsel zur Energiewende Grafikgalerie Energielinks Themen Leserbriefe Reiseberichte Gästebuch
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Nachhaltige EnergieversorgungEinleitung"Ich werfe nicht mit Steinen, denn ich sitze ja selbst in dem Glashaus. Aber ich fange langsam an zu begreifen, dass man schon lange nicht mehr alles tun darf, was nicht verboten ist. Es ist hohe Zeit, dass wir alle einsehen, dass wir Menschen - soviel wir auch entdecken und erfinden - immer zugleich auch Teil der Natur sind. Und wenn wir ihr Schaden zufügen, dann fügen wir im gleichen Moment auch uns Schaden zu. Die Natur ist kein Supermarkt, dessen Regale immer wieder auf-gefüllt werden. Irgendwann einmal bleiben ihre Regale leer, und wenn wir erst dann begreifen, wird es zu spät sein. Werden wir es rechtzeitig begreifen?"(4)Rüdiger Nehberg Thema Umweltschutz kein Thema mehr?Vor ungefähr drei Jahrzehnten, also Anfang der 70er Jahre, rückten erstmals ökologische Probleme in das Bewusstsein der westlichen Industrienationen. Auf der ersten Umweltkonferenz 1972 in Stockholm wurde deutlich, dass man nicht folgenlos die Natur ausbeuten und zerstören kann. Umweltgruppen- und Organisationen, wie Greenpeace wurden gegründet. Der Gedanke des grenzüberschreitenden Umweltschutzes wurde geboren. Durch die beiden Ölkrisen in den 70er Jahren wurde auf sehr eindringliche Weise deutlich, wie abhängig unser Lebensstil von dem Rohstoff Erdöl ist, und was es bedeutet, wenn die Ressourcen in absehbarer Zeit zur Neige gehen.Was ist jedoch heute mit dem Thema Umwelt los? Es verliert bei den Menschen und in den Medien, so scheint es, mehr und mehr an Interesse. Worauf ist das zurückzuführen? Zum einen ist es wohl wie jedes große Thema in der Öffentlichkeit inzwischen abgegriffen und zu wenig ergiebig für große Schlagzeilen. Zum anderen haben andere Probleme, wie z.B. die hohe Arbeitslosigkeit, das Thema Umweltschutz verdrängt. Vor allem beruht es jedoch auf der Tatsache, dass die klassischen Themen des Umweltschutzes, wie die Reinhaltung von Boden, Luft und Wasser, die zu Anfang der Umweltschutzbewegung führten, jetzt im wesentlichen abgearbeitet sind und viele Gesetzte zur Einhaltung und Kontrolle geschaffen wurden. Der Zustand hat sich in vielen Gebieten wesentlich verbessert, jedenfalls in der Bundesrepublik Deutschland. Die qualmenden und stinkenden Fabriken in Ostdeutschland, wegen denen die Bür-ger auf die Straße gingen, sind verschwunden. Das Kapitel Umweltschutz scheint abgeschlossen. Jedoch geht die Zerstörung der Umwelt durchaus und im globalen Maßstab sogar verstärkt weiter. Zu beachten ist aber, dass sich die Art zum Teil erheblich verändert hat. Die heutige Umweltzerstörung geht nämlich mehr im Stillen vor sich. Die Erwär-mung des Klimas, die Abholzung des Regenwaldes, das Artensterben und die Erosion von Böden betreffen keinen direkt und heute, so scheint es jedenfalls. Die Aus-wirkungen sind längerfristig, was aber nicht heißen soll, dass diese dann abge-schwächt werden. Somit kann nicht mehr so vorgegangen werden, wie beim klassischen Umweltschutz der 70er und 80er Jahre: nämlich erst reagieren, wenn ein Schaden sichtbar wird. Das neue Kapitel des Umweltschutzes ist weitaus komplizierter und tiefgreifender als das erste. Es geht nunmehr darum, Zusammenhänge zwischen Natur, Wirtschaft und Gesellschaft zu erkennen, Probleme zu analysieren und diese langfristig zu lösen. Ohne das Verknüpfen der verschiedenen Sachgebiete wird es nicht gehen. Die reichen Industrieländer haben dabei eine hohe Verantwortung gegenüber den Entwicklungsländern. Der Umweltschutz und die Erhaltung der Natur sind nach wie vor, um unser selbst willen, eine zentrale Aufgabe der heutigen Zeit. Die Energiepolitik ist dabei eines der größten, wenn nicht sogar das entscheidende Handlungsfeld, dessen Bedeutung sich jedoch kaum jemand in seiner ganzen Dimension bewusst ist. Unser Energieverbrauch besteht zu über 80 Prozent auf dem Verbrennen von fossi-len Brennstoffen, die dann künftigen Generationen nicht mehr zur Verfügung stehen. In einem Jahr verbrennen wir heute Energieträger, die in Jahr Millionen entstanden sind. Durch das Verbrennen dieser Rohstoffe entsteht Kohlendioxid (CO2), welches erheblich zur Erwärmung des Erdklimas beiträgt. Es ist die große Frage, ob die Menschheit bis zu der absoluten Verknappung der fossilen Brennstoffe Alternativen gefunden hat, und gelernt hat, diese einzusetzen. Es besteht außerdem die Gefahr, dass wegen der Verknappung, Kriege um Vorräte entflammen können. Doch wegen der dringenden Notwendigkeit der Verminderung des CO2- Ausstoßes, und somit der Verhinderung des Weltklima-Kollapses, darf nicht so lange gewartet werden, bis der Erschöpfungszustand der Natur uns zum Einhalt zwingt. Diese Problematik wird noch dringlicher, wenn man bedenkt, dass heute noch zwei Milliarden Menschen nicht am öffentlichen Stromnetz angeschlossen sind. Man kann davon ausgehen, dass der globale Energieverbrauch weiterhin wachsen wird, denn die Entwicklungsländer streben unserem Wohlstand nach. Der Umweltschutz ist also nach wie vor ein aktuelles Thema. Worauf es jedoch jetzt vor allem ankommt, ist das Verhalten und das Bewusstsein jedes Einzelnen. Gesetzte und Verordnungen grei-fen nur in einem bestimmten Rahmen und Maß, die Problematik aber verlangt eine komplette Bandbreite an Aktivitäten. (4) Aus: Rüdiger Nehberg, Yanonámi.Überleben im Urwald, 2. Auflage, München 2000. |
Inhalt:Vorwort Einleitung - Thema Umwelt kein Thema mehr? - Was ist Nachhaltigkeit? - Begriffsklärung Energie - 1.1 Primärenergieverbrauch - 1.2 Endenergieverbrauch - 1.3 Stromerzeugung - 1.4 Verluste bei der Stromerzeugung - 1.5 Internationaler Energiemarkt - 2.1 Grenzen des Wachstums - 2.2 Verknappung der Rohstoffe - 2.2.1 Sich regenerierende Quellen - 2.2.2 Sich nicht regenerierende Quellen - 2.3 Die Veränderung des Klimas - 2.3.1 Die Erwärmung des Klimas - 2.3.2 Der Treibhauseffekt - 2.3.3 Anthropogener Treibhauseffekt - 2.3.4 Steigerung der CO2-Konzentration - 2.3.5 Ein neues Politikfeld - 2.3.6 CO2-Reduktionsziele - 2.3.7 Wie wird sich das Klima ändern? - 2.3.8 Auswirkungen in Sachsen - 2.4 Das Verkehrsproblem 3.1 Windenergie - 3.2 Wasserkraft - 3.3 Photovoltaik - 3.4 Sonnenkollektoren - 3.5 Solarthermische Kraftwerke - 3.6 Biomasse und Biogas - 4.1 Steigerung der Effizienz - 4.2 Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung - 4.3 Potenziale der Energieeinsparung - 4.4 Technische Potenziale erneuerbarer Energiequellen - 4.5 Szenarien und Perspektiven der erneuerbaren Energien - 4.6 Das Jahrhundert der Umwelt - 4.6.1 Die Rolle der Kernenergie - 4.6.2 Eine Wertentscheidung für die Zukunft Heuersdorf - ein Ort kämpft um seine Exsistenz I. Bericht über die 3. Klimakonferenz der Jugend und zu der Lage in Heuersdorf II. Vegetationsbestandsaufnahme in Heuersdorf III. Apfelsaft aus Heuersdorf IV. Ein kurzer Rückblick in die Geschichte des Ortes V. Heuersdorf und die Braunkohle Glossar Verwendete und weiterführende Literatur Energielinks |