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Die Zeit
Mit jedem Ticken, mit jeder Bewegung des Sekundenzeigers schreitet dein Leben voran. Du wirst älter und älter. Kein Ticken, kein Schlagen der Uhr macht dich jünger. Und während du darüber nachdenkst, diese Zeilen liest ist wieder Zeit voran geschritten. Und so verweisen auch viele Lebensweisheiten wie „so jung wie heute kommen wir nie wieder zusammen“ auf den Umstand des Voranschreitens der Zeit. Mit jeder Beobachtung der Bewegung eines Sekundenzeigers wird mir bewusst, dass der Körper immer mehr altert und der Zerfall nicht aufhört, sondern auch ständig voran schreitet. Dennoch wächst auch mit jedem Schlag, jedem Ticken der Uhr mein Bewusstsein von der Zeit getragen zu werden, getragen in eine neue Dimension, eine, die vielleicht ganz ohne Zeit ist. Einmal, als ein für Deutschland recht ungewöhnliches Beben die Erde erschütterte, und mich aus dem Schlaf riss, hatte ich das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben. Es war dunkel, mitten in der Nacht, und die Zeit stand still. So hatte ich mir also das Ende der Zeit vorzustellen. Ich vermochte an nichts mehr zu denken, ein Schock, Stillstand der Zeit und Stillstand von allem. Dann plötzlich stürmte mein Leben auf mich ein; wo war ich , wo befand sich meine große Liebe, war ich allein auf der Welt? Das unheimliche Gefühl ganz allein auf diesem Planeten zu sein hielt noch eine unbestimmte Zeit an, ich war wie gelähmt ! Schließlich konnte ich meine Gedanken wieder ordnen, ich war daheim, in meinem Bett und fast herausgefallen, meine Frau neben mir. Bis heute ist mir dieses Erlebnis in Erinnerung als wäre es gerade geschehen. Was wäre ein Leben ohne Zeit ? Gäbe es nur Stille und Stillstand ? Wären wir von dem Gefühl der Ohnmacht befallen ? Aber was ist die Zeit Wir können sie nicht sehen, hören, schmecken riechen ...bei Fühlen bin ich mir nicht so sicher . Unsere Wahrnehmung der Zeit basiert auf die Wahrnehmung von Bewegung. Wir schauen einer Sanduhr in der Sauna zu, und wissen wie viel Zeit „verronnen“ ist. Wir beobachten einen Zeiger an einer Uhr, und „sehen“, wie Zeit vergeht. „Vergeht“.. warum vergeht ? Wo geht die Zeit hin, und wo kommt sie her ? Wir glauben an eine Linearität, an Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wenn ich die Uhr beobachte, sehe ich wie die Sekunden vom Jetzt in das neue Jetzt springen, und der Versuch mental die letzte Sekunde festzuhalten, die Umklammerung der Vergangenheit darstellt. Nicht aber gelingt mit die Vorstellung von der nächsten Sekunde in der Zukunft ! Ich kann sie mir nicht vorstellen, weil es sie nicht gibt. Denn wenn ich in der vermeintlichen Zukunft angelangt bin, so ist es kurz Gegenwart und schon wieder Vergangenheit. Und wie labil ist die Zeit. Wenn ich voll großer Erwartung bin, so vergeht die Zeit in schleichender Art. Möchte ich ein Ereignis freudiger Art festhalten, einen Moment des Glücks ausdehnen, so ist es rasend schnell vorbei. Zeit kann man einfach nicht fassen, was nützt uns das Messen der Zeit, wenn subjektiv empfunden Zeit unterschiedlich schnell voran schreitet. Zeit schreitet immer voran, bleibt niemals stehen, nicht wirklich oder ? Warum brauchen wir Zeit ? Für wen ist Zeit wichtig ? Was war, als es noch keine Zeitmesser gab, die ohnehin nicht objektiv für jedes Subjekt, jede Situation, jeden menschlichen Parameter die Zeit in einem objektiven Maßstab herzeigen kann. Ist Zeitmessung für unser tägliches Leben unabdingbar, oder ist es aus materialistischer Sicht nur ein Mittel, um Menschen zu bewegen Materie in Gang zu setzen, damit diese sich verändert oder vermehrt, und dabei einige wenige glücklich macht ?
Hartmut Alt
English Translation :
The time
Your life ticks with everybody, makes progress with every movement of the second hand. You get older and older. No-one beats none tick, makes you to the watch younger. And while you think these lines read time has stridden first again. As young as today we never "come together" on the circumstance of the making progress of the time and refer also many maxims so as again. With every observation of the movement of a second hand this one gets conscious to me that always more ages bodies and the disintegration does not stop but also permanently first strides. The watch nevertheless grows also with every blow, everybody tick to be my consciousness of the time carried, usedly in a new dimension, one, these without time is perhaps whole. For Germany quite unusual earthquake one shook the earth and me from the sleep tore once when I had the feeling, the time had stopped. It was dark in the middle of the night and the time stood still. So so I had to imagine the end of the time. I was able to think of nothing more, a shock, interruption of the time and interruption of everything. My life suddenly then assailed me; where was I, where was my great love, was I alone in the world? The weird feeling being quite alone on this planet,still stopped an uncertain time, I was as paralyzed ! Woman thinks next to me I finally could organize my thoughts again, I was at home, fallen out in my bed and almost. To this day, this experience in memory is for me as if it had just happened. What would be a life without time? Would there be only silence and interruption? Would we be seized by the feeling of the faint? But what is we cannot see, hear her liking the time smell... I am not so sure feeling. Our perception of the time is based on the perception of movement. We watch a sand-glass in the sauna and how much time know "elapsed" is. We notice an indicator in a watch and "see" how time passes. Passes " . why passes? Where does the time go and where does she come here? We believe in a linearity to past, presence and future. If I watch the watch, I see like the seconds of the one who represents embrace of the past present jump into the new present and the attempt to hold the last second tight mentally. The idea of the next second is not successful in the future, however! I cannot imagine her because there is not she. I have arrived in the putative future, it is that way briefly for presence and again past because if. And how unstable the time is. If I am fully more greatly expectation, then the time passes in a creeping way. If I liked to hold an event of joyful manner tight, for a moment of the luck extends, is that way fast terrifically past it. One simply can not take hold of time, what does measuring the time use us if time strides fast felt subjectively differently first. Time makes progress always, never stops really or, isn't that right? Why do we need time? To whom is time important? What was when there were no timekeepers yet the time in an objective scale herzeigen can unobjectively anyway for every subject, every situation, every human parameter do? Time measurement is indispensable for our daily life or it is only a means from the materialistic view to make people put matter into walk so that this changes or increases and at this some few makes happy?
Hartmut Alt
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