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Depression
Glaubst du, das du verloren bist in einer Welt die du hast bestellt, glaubst du an die Einsamkeit in einem Bienenschwarm, glaubst du an einen Tag ohne Morgen, hast du kein Gesicht, wenn du in den Spiegel schaust .
Wenn deine Tränen fließen, sich über glühende Wangen ergießen, wenn jeder Sinn erblasst, hast du den Entschluss gefasst, diese Welt nun zu verlassen, und für immer zu verblassen.
Glaube mir, es kommt der nächste Morgen, und er ist voller Kummer, voller Sorgen, denn Tote stehen wieder auf, nehmen neue Welt in Kauf.
Kommen immer wieder, haben neue Glieder, haben neues Herz, tragen in ihm den alten Schmerz.
Den Schmerz aus der alten Welt, den sie sich hierher bestellt, werden keinen Frieden finden, wenn sie den Sinn des Lebens nicht ergründen.
Welten werden kommen, werden gehen, nur du wirst den Sinn verstehen, bist der Herr der Welten, in der deine Stimmen gelten.
Sprechen stets aus deiner Kehle, stammen tief aus deiner Seele, sind verborgen in dem Sein, das du gewähnt allein.
Sind verbunden mit dem Licht, aus dem auch deine Seele spricht, sind versunken in dem Denken, dein Geschick auf Erden fernzulenken.
Tragen alle deinen Namen, wussten genau woher sie kamen, wohin sie gehen , lehren dich zu verstehen.
Kommen heute, morgen und auch später, bereiten Weg, Meter für Meter, rufen laut „erinnere dich", an den Geist, der in dir ist- ewiglich.
Darum lass ruhig die Tränen fließen, über glühende Wangen sich ergießen, aber stehe wieder auf, führe deinen Schicksalslauf.
Bleibe stets in deiner Mitte, dies ist Gebot, nicht Bitte, schaue stets auf deine Welt, denn du hast sie hierher bestellt.
Jenseits des Ufers deines Geistes, im Bardo so heißt es, wo du hast diese Welt ersonnen, hast du den Gipfel bereits erklommen.
Du bist hier in dieser Welt, weil du dich hierher bestellt.
Hartmut Alt
Ich möchte mich an dieser Stelle, für den wunderschönen Vortrag meines Gedichtes im Göttinger Stadtradio bei der Moderatorin bedanken, die es auf eine wunderbare Weise verstanden hat, das Gedankenwerk so vorzutragen, wie ich es im tiefsten Herzen wünschte.
Hartmut Alt
Das Gedicht als mp3-Datei aus der Sondersendung des Dr. Dieter Porths am Heiligen Abend 2004 im Göttinger Stadtradio von 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr.
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Einsamkeit macht Depression, Depressionen machen einsam ?
Im Satz „Einsamkeit macht Depression" steckt das Wort „Macht" . Wörter haben Macht, üben Macht auf uns aus. Worte durchdringen unseren physischen Leib und erreichen uns auf der Seelenebene. Jene Ebene, die es eigentlich gar nicht gibt, vorhanden ist in unserem Geist, in unserer Vorstellung. Doch was ist Geist. Ist es nicht etwas Schemenhaftes. Ein schemenhafter Geist, also etwas nicht Fassbares und doch vorhanden. Ist die Seele ein schemenhafter Geist, nicht greifbar, vorhanden in unserer Vorstellung ? Aber was hat es mit der Einsamkeit zu tun, die für Depressionen verantwortlich ist ? Warum fühlen wir uns einsam, und warum haben Kinder in einem gewissen Alter nie das Gefühl einsam zu sein, haben imaginäre Spielgefährten und kennen Depressionen nicht ? Was ist mit unserem Geist passiert, das er annimmt, er wäre plötzlich allein ? Und welche Sehnsüchte und Gefühle treiben manche Menschen dazu sich aus lauter Einsamkeit das Leben zu nehmen. Ist es die Sehnsucht wieder zurück in jene Welt zu gelangen, aus der wir stammen, wo es das Gefühl der Einsamkeit nicht gibt ? Auch Depressionen scheinen einsam zu machen, weil depressive Menschen Signale an andere Menschen senden, sie allein zu lassen, oder aber Signale, die in anderen Menschen Ohnmacht oder Hilflosigkeit auslösen. Was können wir tun, wenn jemand traurig und verzweifelt sagt, „es ist besser, wenn du mich jetzt allein lässt." Oft entsteht Einsamkeit aus der verlorenen Bindung zu einem Menschen, dessen Physis und Psyche uns so vertraut war, als sei es ein Teil von uns. Waren wir von Geburt an eins, so sind wir nach dem Verlust eines liebgewonnen Menschen nur noch ein halber. So hat dieser Mensch etwas bei seinem Hinübergehen von uns in die andere Welt mitgenommen, dass wir verloren wähnen. Der Körper des anderen kann es nicht sein, denn der ist fest mit ihm verbunden. So ist es doch die Seele, die mit unserer verbunden war, und noch ist, die in die andere Welt eintauchte. Aber mutet es nicht seltsam an, dass wir uns angesichts von 6 Milliarden Menschen einsam fühlen können ? Nein, denn es gibt nicht 6 Milliarden mit mir verbundene Seelen, erkennbar daran , dass mich alle Schicksale nicht gleichsam stark bewegen.
So lassen Sie uns in Zukunft von den Seelen als unsere Verbindungen in andere Welten sprechen. Wir können und brauchen nichts materielles mitzunehmen, da es dort nicht von Nöten ist. Alles was wir brauchen ist unser Bewusstsein, mit dem wir gesegnet sind, seitdem der erste Funke Lebens in uns war. Und wir sind weder einsam, noch brauchen wir Angst vor Einsamkeit zu haben, denn wir sind immer umgeben von Seelen, die vor uns gegangen sind, und nach uns gehen werden.
Hartmut Alt
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Jenseitsgeburt
Geboren aus jenseitiger Welt, dem Glanz der uns einst erhellt, dem Licht uns ward beschienen, uns des irdisch zu bedienen.
Wieder und wieder kommt die Zeit, in der für die Prüfung sind bereit, in der zu lieben größte Pflicht, in der zu leben, Menschgesicht.
Wir sind geboren, Gottes Sohn, wir sind Teil von seinem Thron, wir sind Teil seiner ewig Liebe, wir sind Teil der ewig bliebe.
Wäre da nicht unser Ich, eigentlich ganz unwesentlich, eigentlich zu kurz da, in der Dimension, die uns so nah.
Wäre da nicht Wirklichkeit, wäre da nicht alle Zeit, wäre da nicht Gegenwart, die hier ist und stets verharrt.
Sind da die Engel d´roben, in den Himmel sind verschoben, von des Menschbewußtsein so naiv, spielen Harfe hoch und tief.
Sind die Geister in der Zwischenwelt, zwischen Erd und Himmelszelt, wissen nicht, daß sie längst tot, kommen nach dem Abendrot.
Sind es all´s nur Ammenmärchen, Kind im Arm mit Teddybärchen, jähes Ende, aus und vorbei, Mensch gewesen , sei wie es sei.
Soviel Arbeit, soviel Müh, Mensch geschaffen und auch Vieh, mitgegeben Seele, Geist, damit es letzlich Friedhofserde speist.
Wäre da nicht uns Verstand, wäre da nicht großer Geist, in dem transversalen Land, der es ewiglich bereist.
Keine Grenzen, keine Zäune, keine noch so hohen Bäume, halten Seelenreisen auf, die Erkenntnis nimmt ihren Lauf.
Sind wir alle Teilchen, Schwingung, sind wir all Gott´s Bedingung, für den freien Menschenwillen, Verlangen denken, und auch stillen.
Gestorben in jenseitige Welt, dem Glanz der uns einst erhellt, dem Licht uns ward beschienen, uns des wieder des irdisch zu bedienen, nicht mehr zu kommen, wenn´s beliebt, da es mehr als einen Himmel gibt.
Hartmut Alt
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