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fettlösliche
Vitamine
Fettlösliche Vitamine hingegen sind speicherfähig. Bei ihnen sind Hypervitaminosen
(Überdosierungen) bekannt.
Fettlöslich
heisst, dass sie vom Darm nur dann aufgenommen werden können, wenn
gleichzeitig Fett anwesend ist. Das heisst, dass zu
Gemüse und Obst immer Fette (und
Vitamin E) gehören, wenn der Körper die
fettlöslichen Vitamine aufnehmen soll.
Vitamin
A
(Retinol)
kommt in dieser fertigen Form nur in
tierischen Lebensmitteln vor.
Beta Carotin
(Provitamin A)
Beta-Carotin
ist eins der über 400 in der Natur existierenden Carotinoide.
Carotinoide sind Farbstoffe, die in zahlreichen Pflanzen auftreten.
Beta-Carotin ist das am häufigsten vorkommende und bekannteste
Carotinoid.Ein Beta-Carotin-Molekül kann theoretisch in zwei
Vitamin
A-Moleküle gespalten werden. Daher heißt es auch Provitamin
A.
Allerdings wird nur ein Teil des Beta-Carotin im menschlichen
Körper zu
Vitamin A umgewandelt. Der Rest wird gespeichert. Außerdem wird
der
Anteil des zu Vitamin A umgewandelten Beta-Carotin im Körper von
dem
bereits bestehenden Status geregelt, so daß es zu keiner
Vitamin-A-Intoxikation kommen kann. Nur etwa 50 Carotinoide besitzen
Provitamin A-Wirkung, und davon ist Beta-Carotin das aktivste.
Die
besten Quellen des Beta-Carotin sind tiefgelbe bzw. orange Früchte
und
Gemüse sowie dunkelgrüne Blattgemüse wie zum Beispiel:
-
gelbe bzw.
orange Gemüse: Karotten, Bataten (Süßkartoffeln),
Kürbisse;
-
gelbe bzw.
orange Früchte: Aprikosen, Cantaloupe-Melonen, Papayas, Mangos,
Carambolas, Nektarinen, Pfirsiche;
-
dunkelgrüne
Blattgemüse: Spinat, Brokkoli, Endivien, Chicor,e, Kresse
-
sowie die
Blätter von Roten Beeten, Weißen Rüben und
Löwenzahn;
-
sonstiges als
Quelle in Frage kommendes Gemüse und Obst: Tomaten, Spargel,
Erbsen, Kohl, Mais, Sauerkirschen, Pflaumen.
Der
Gehalt von Beta-Carotin in Obst und Gemüsen kann variieren: Er
hängt
von der jeweiligen Sorte, der Jahreszeit oder dem Grad der Reife ab.
Die Bioverfügbarkeit von Beta-Carotin aus Früchten und
Gemüsen ist
abhängig von der Zubereitung vor dem Verzehr. Jegliche Hinweise
auf den
tatsächlichen Beta-Carotin-Gehalt können also lediglich
Schätzungen
sein.
Die folgende kurze
Übersicht zeigt den Beta-Carotin-Gehalt pro 100 9 eßbarer
Anteile auf:
Gemüse:
Karotten (6,6 mg), Kresse (5,6 mg), Spinat (4,9 mg), Brokkoli (1,5 mg),
Tomaten (0,5 mg). Früchte: Mangos (2,9 mg), Melonen (2,0 mg),
Aprikosen
(1,6 mg), Pfirsiche (0,5 mg), Orangen (0,1 mg).
Gallensalze
werden zur Resorption des Beta-Carotin im oberen Dünndarm
benötigt.
Viele Faktoren in der Nahrung, so zum Beispiel Fett und Proteine,
können diese Aufnahme beeinflussen. Ungefähr zehn bis
fünfzig Prozent
des gesamten zugeführten BetaCarotin werden im
Gastro-Intestinaltrakt
resorbiert. Der Anteil des resorbierten Beta-Carotin verringert sich
mit steigender Zufuhr. Innerhalb der Darm-Schleimhaut (Mukosa) wird
Beta-Carotin mit Hilfe des Enzyms Beta-Carotin-15,15'-Dioxygenase in
Vitamin A (Retinol) umgewandelt. Dieser Mechanismus wird vom
Vitamin-A-Status der jeweiligen Person reguliert. Sobald der
Körper
über genug Vitamin A verfügt, wird weniger Beta-Carotin
umgewandelt.
Deshalb ist Beta-Carotin eine Vitamin-A-Resource von hoher Sicherheit.
Eine übermäßige Zufuhr führt nicht zu einer
Vitamin-A-Hypervitaminose.
Überschüssiges Beta-Carotin wird vorwiegend in den
Fettgeweben des
Körpers gespeichert. Die Fettansammlungen von Erwachsenen sind oft
gelb
auf Grund des gespeicherten Carotin, während sie bei Kindern
weiß sind.
Ein überreichlicher Beta-Carotin-Konsum kann zu gelblicher
Hautfarbe (beim Hund zur Fellverfärbung)
führen, die jedoch nach Reduzierung bzw. Einstellung der Zufuhr
rasch verschwindet.
Der
Gehalt an aktiven Carotinoiden in Lebensmitteln kann während des
Lagerungsprozesses etwas abnehmen. Dies ist die Folge von
Enzym-Reaktionen und der Einwirkung von Licht und Sauerstoff. Die
Hydrierung von Pflanzenfetten und die Trocknung von Obst und
Gemüse
sind zwei lebensmitteltechnische Verfahren, die die biologische
Aktivität der Carotinoide erheblich reduzieren. Bei tiefgefrorenen
Lebensmitteln dagegen bleibt diese Aktivität stabil.
Vitamin
D
Vitamin
D ist der Oberbegriff für eine Reihe fettlöslicher
Verbindungen, die
essentiell für die Aufrechterhaltung des
Mineralstoffgleichgewichts im
Körper sind. Es ist auch unter der Bezeichnung Calciferol oder
antirachitisches Vitamin bekannt. Die Hauptformen sind das Vitamin D 2
(Ergocalciferol) aus pflanzlicher Herkunft und das Vitamin D 3
(Cholecalciferol), das tierischen Ursprungs ist. Da Cholecalciferol in
der Haut unter Einwirkung von UV-Licht aus 7-Dehydrocholesterin, einem
in tierischen Fetten weit verbreiteten Cholesterinderivat, gebildet
werden kann, entspricht Vitamin D im strengen Sinne nicht der
klassischen Definition eines Vitamins.
Trotzdem gilt
Vitamin D als essentieller Nährstoff, da seine Synthese von
zahlreichen
äußeren Faktoren wie geographischer Lage, Jahreszeit,
Luftverschmutzung, Ausmaß der Lichtexposition der Haut,
Hautpigmentierung, Alter und anderem abhängig ist.
Die reichhaltigsten Vitamin-D-Quellen sind Fischleberöle
und Salzwasserfische wie Sardinen, Heringe, Lachs und
Makrelen. Eier, Fleisch, Milch und Butter
enthalten ebenfalls geringe Mengen. Pflanzen sind unbedeutende Quellen.
Früchte und Nüsse enthalten praktisch überhaupt kein
Vitamin D. Der
Vitamin-D-Gehalt der Frauenmilch reicht nicht aus, um den Bedarf des
Kindes zu decken.
Vitamin
D ist in Lebensmitteln relativ stabil. Lagerung, Verarbeitung und
Kochen haben wenig Einfluß auf seine Aktivität. Allerdings
können bei
angereicherter Milch durch Lichtexposition bis zu 40 % des zugegebenen
Vitamin D verloren gehen.
Cholestyramin
(ein Harz, das zur Unterbindung der Gallensäuren
Rückresorption
angewendet wird) und Laxantien auf Mineralölbasis hemmen die
Vitamin-D-Resorption aus dem Darm. Hormone mit Corticosteroidcharakter,
Antikonvulsiva und Alkohol können die Calciumresorption
verändern,
indem sie die Reaktion auf Vitamin D reduzieren. Aus Tierstudien
läßt
sich auch ableiten, daß Antikonvulsiva bestimmte Leberenzyme
stimulieren und in der Folge vermehrt Vitamin D abgebaut und
ausgeschieden wird.
Vitamin D
ist essentiell für die Homöostase des Calcium- und
Phosphatstoffwechsels. Seit langem bekannt ist, da8,es für die
Resorption von Calcium und Phosphat im Dünndarm erforderlich ist,
für
deren Mobilisierung aus den Knochen sowie für ihre
Rückresorption über
die Nieren. Aufgrund dieser drei Funktionen spielt es eine wesentliche
Rolle für das einwandfreie Funktionieren von Muskeln, Nerven,
Blutgerinnung, Zellwachstum und der Energieausnutzung. Der Einbau der
Mineralstoffe in das Knochengerüst erfolgt vermutlich aufgrund der
hohen Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Blut und ist somit nur
indirekt auf Vitamin-D-Wirkungen zurückzuführen.
Um
seine biologischen Funktionen ausüben zu können, lagert sich
Calcitriol, ähnlich wie andere Hormone, an spezifischen Rezeptoren
der
jeweiligen Zielzellen an. Derartige Rezeptoren sind bereits in einer
Vielzahl von Geweben nachgewiesen worden. Diskutiert wird auch,
daß
Vitamin D bei folgenden Stoffwechselvorgängen und -reaktionen im
Körper
vermutlich eine wichtige Rolle spielt: Insulin- und Prolaktinsekretion,
Immun- und Strebreaktionen, Melaninsynthese, Differenzierung von Haut-
und Blutzellen.
Zu den ersten
Symptomen eines Vitamin-D-Mangels gehören verminderte Calcium- und
Phosphatspiegel im Serum sowie ein Aktivitätsanstieg der
alkalischen
Phosphatase. Gleichzeitig kann es zu Muskelschwäche und
muskulärer
Übererregbarkeit kommen sowie zu einer steigenden
Infektanfälligkeit.
Kinder zeigen teilweise auch unspezifische Symptome wie Unruhe,
Reizbarkeit, extremes Schwitzen und schlechten Appetit. Die marginale
Hypovitaminose D kann auch zur Knochenbrüchigkeit bei älteren
Menschen
beitragen.
Die am besten
bekannten und am häufigsten diagnostizierten Manifestationen eines
Vitamin-D-Mangels sind die Rachitis bei Kindern und die Osteomalazie
(Knochenerweichung) bei Erwachsenen. Beide Formen sind gekennzeichnet
durch Mineralverluste in den Knochen, in deren Folge es zu
Skelettdeformationen wie den O-Beinen bei Kindern kommt. Betroffen sind
die Endabschnitte der Röhrenknochen sowohl der Arme als auch der
Beine,
und das Wachstum kann verzögert sein. Rachitis führt auch zu
einer
inadäquaten Mineralisation von Zahnschmelz und Dentin.
Es
sind einige seltene Rachitisformen nachgewiesen worden, die trotz
ausreichender Vitamin-D-Versorgung vorkamen. Es handelt sich hierbei um
erbliche Formen, bei denen die Bildung oder Ausnutzung von Calcitriol
gestört ist. Die Osteoporose, eine Erkrankung des
fortgeschrittenen
Alters, bei der es zu einem Verlust an Knochensubstanz kommt, jedoch
nicht zu einer direkten Entmineralisierung, wurde auch mit
Störungen im
Vitamin-D-Stoffwechsel in Zusammenhang gebracht. Die Ergebnisse sind
bislang jedoch widersprüchlich.
Das größte
Risiko eines Vitamin-D-Mangels weisen Kinder und alte Menschen auf,
insbesondere wenn sie nur selten dem Sonnenlicht ausgesetzt
sind.
Bei Frühgeborenen und Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht
sind
die Leber- und Nierenfunktionen teilweise noch nicht ausreichend, um
eine optimale Vitamin-D-Verstoffwechslung zu gewährleisten. Auch
ist
Muttermilch ein schlechter Vitamin-D-Lieferant. Bei älteren
Menschen
stellen Nahrungseinschränkungen einen zusätzlichen
Risikofaktor dar. Es
gibt eine Reihe von Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko
für einen
Vitamin-D-Mangel aufweisen: Menschen mit Erkrankungen, die
Leber-, Nieren- und Schilddrüsentunktionen oder die Fettresorption
beeinträchtigen, Epileptiker unter
antikonvulsiver Langzeittherapie, Vegetarier, Alkoholiker, aber auch
Menschen, die das Haus nicht verlassen können.
Allgemein
gültige Zufuhrempfehlungen für Vitamin D festzulegen ist
schwierig, da
immer der Einfluß des Sonnenlichtes berücksichtigt werden
muß. Gesunde
Kinder und Erwachsene, die sich in normalem Umfang der Sonne aussetzen,
würden unter insgesamt günstigen Bedingungen keine spezielle
Vitamin-D-Zufuhr mit der Nahrung benötigen. Da eine
ausreichende Sonneneinwirkung in mittleren Breiten jedoch nicht
gewährleistet ist und
zudem in den letzten Jahren aus verschiedenen gesundheitlichen
Gründen
zunehmend vor einer intensiven Sonnenexposition gewarnt wird, ist
eine Vitamin-D-Aufnahme mit der Nahrung erforderlich.
Vitamin
E
Unter
dem Begriff "Vitamin E" sind acht in der Natur vorkommende Substanzen
zusammengefaßt. Vier von ihnen sind sogenannte Tocopherole, die
anderen
vier Tocotrienole. Man unterscheidet sie durch die Präfixe -,
beta-,
gamma- und delta-. Alpha-Tocopherol ist die häufigste und
biologisch
aktivste dieser natürlich vorkommenden Formen von Vitamin E.
Die Bezeichnung Tocopherol leitet sich vom griechischen tocos
(Entbindung, Geburt) und Herein (hervorbringen) ab. Die Endung -o/
bedeutet, daß es sich bei der betreffenden Substanz um einen
Alkohol
handelt. Der Name wurde von den Entdeckern dieses Vitamins
geprägt, um
seine Rolle bei der Fortpflanzung verschiedener Tierarten zu
unterstreichen.
Kaltgepreßte Samenöle und Weizenkeime
sind die wichtigsten Vitamin-E-Lieferanten. An zweiter Stelle stehen Nüsse,
Samen, Vollkorn und grünes
Blattgemüse. Einige Grundnahrungsmittel, zum Beispiel Milch
und Eier,
enthalten nur sehr geringe Mengen a-Tocopherol, aber dank der hohen
biologischen Aktivität dieses Vitamins, und weil diese
Nahrungsmittel
in zahlreichen Speisen vertreten sind, können auch sie eine
wichtige
Vitamin-E-Quelle darstellen.
Der Mensch ist wie alle
Primaten zur Deckung seines Vitamin-E-Bedarfs auf eine Zufuhr von
außen angewiesen.
Licht,
Sauerstoff und Wärme, alles Faktoren, die normalerweise die
Qualität
von Nahrungsmitteln bei langer Lagerung beeinträchtigen, sowie die
Verarbeitung von Lebensmitteln können den Vitamin-E-Gehalt in
Speisen
vermindern. Bei einigen Nahrungsmitteln kann der Rückgang nach nur
zweiwöchiger Lagerung bei Zimmertemperatur bis zu 50 Prozent
betragen.
Eine
gleichzeitige Aufnahme von Eisen verringert die Verfügbarkeit von
Vitamin E im Körper; dies ist insbesondere bei anämischen
Neugeborenen
kritisch. Der Vitamin-E-Bedarf hängt von der Menge der
mit der
Nahrung aufgenommenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren
(Polyenfettsäuren) ab. Je hoher ihr Anteil ist, desto mehr Vitamin
E
wird benötigt. Da jedoch polyenfettsäurereiche
Nahrungsmittel
auch Vitamin-E-Lieferanten sind (zum Beispiel Samen und pflanzliche
Öle), decken sie in manchen Fällen den
durch sie verursachten Bedarf selbst.
Bei
jedem Öffnen der Ölflasche füllt sich der leere Teil mit
frischem
Sauerstoff auf, so daß der Vitamin E-Gehalt im Öl stark
reduziert wird.
Je weniger Öl drin ist, um so mehr Sauerstoff passt rein, um so
höher
der Vitamin E-Verlust bis hin zum völligen Fehlen von Vitamin E.
Andere
Antioxidantien wie Vitamin C und Beta-Carotin verstärken die
antioxidative, schützende Wirkung von Vitamin E; dasselbe gilt
auch für
das Spurenelement Seien.
Die Hauptrolle von Vitamin E ist der
Schutz von Körpergeweben vor schädlichen Einflüssen
(Peroxidation), die
durch zahlreiche Stoffwechsel Vorgänge und exogene toxische
Substanzen
verursacht werden. Speziell vermag Vitamin E biologische Membranen wie
in Nerven, Muskeln und im Herz-Kreislauf-System zu schützen; die
Lebensdauer der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) zu
verlängern; dem
Körper zu helfen, Vitamin A optimal zu verwerten.
In Tierstudien hat Vitamin E zudem eine Schutzwirkung gegen
verschiedene Umweltschadstoffe und Zigarettenrauch gezeigt.
Vitamin K
Vitamin
K kommt in zahlreichen verschiedenen Formen vor. Vitamin K 1
(Phyllochinon, Phytomenadion) ist natürlicherweise in Pflanzen
enthalten. Vitamin K 2 (Menachinon), das etwa 75 % das Potentials von
K1 aufweist, wird im Intestinaltrakt des Menschen und verschiedener
Tiere durch Bakterien gebildet. Vitamin K 3 (Menadion) und Vitamin K 4
sind synthetische Verbindungen, die im Intestinaltrakt in
binverfügbare
Vitamin-K-Verbindungen umgewandelt werden können.
Die beste Nahrungsquelle für Vitamin K sind grüne
Blattgemüse wie Spinat, Broccoli, Kohl
und Kopfsalat. Andere sehr gute Quellen sind Rinderleber,
Sojabohnen und grüner Tee. Wichtige Lieferanten sind aber auch Eidotter,
Hafer, Vollweizen, Kartoffeln, Tomaten, Spargel, Butter
und Käse. Geringere Werte werden in Rind- und Schweinefleisch gefunden, in Schinken, Milch,
Karotten, Mais, den meisten Früchten und vielen anderen
Gemüsesorten.
Eine
wichtige Vitamin-K-Quelle ist die Bakterienflora im Dünndarm
(Jejunum
und Ileum). In welchem Umfang das von den Mikroorganismen des Darms
synthetisierte Vitamin K 2 (Menachinon) ausgenutzt wird, ist unklar.
Wichtigste Funktionen
Vitamin
K ist ein wesentlicher Faktor im Blutgerinnungssystem, das mit seinen
Funktionen bei Verletzungen (Schnittverletzungen und anderen offenen
Wunden) sowie bei inneren Blutungen vor dem Verbluten schützt.
Vitamin
K ist essentiell für die Prothrombinsynthese, einem Protein, das
im
Blut zirkulierendes lösliches Fibrinogen in seine unlösliche
Proteinform Fibrin überführt, den Hauptbestandteil eines
Blutgerinnsels.
Die einzelnen Vitamin-K-Formen sind notwendig für
die Bildung von Prothrombin (Koagulationsfaktor 11) und weiterer
Proteine (Faktor Vll, IX, X, Protein C, M, S und Z), die an der
Regulation der Blutgerinnung beteiligt sind. Vitamin K spielt eine
essentielle Rolle bei der Entstehung der Gamma-Carboxyglulamat-Reste
aus Glutaminsäure (Aminosäure). Fehlt das Vitamin K, werden
diese
Protein-Faktoren zwar synthetisiert, sind aber nicht
funktionsfähig.
Ein
nahrungsbedingter Vitamin-K-Mangel ist selten. Am häufigsten kommt
es
zu Mangelzuständen nach Antibiotikatherapien und im Zusammenhang
mit
einer Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme.
Fettresorptionsstörungen
oder Lebererkrankungen bedingen regelmäßig ein erhöhtes
Risiko für
einen Vitamin-K-Mangel.
Deutliche Gewichtsverluste können zu einer
Verringerung der Faktoren Vll und X führen mit nachfolgender
Verminderung der Koagulationsfähigkeit. Auch hier kann eine
Vitamin-K-Supplementierung erforderlich sein.
Selbst wenn große
Mengen Vitamin K 1 oder K 2 über einen längeren Zeitraum
aufgenommen
wurden, konnten keine toxischen Veränderungen festgestellt werden.
Dies
gilt jedoch nicht für das Menadion (Vitamin K 3).

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