Menge

Das bezieht sich jetzt auf erwachsene, soweit gesund Hunde. Alte Hunde und Hunde die sich im Wachstum befinden, trächtige und säugende Hündinnen benötigen eine andere Zusammenstellung und andere Mengen!

Wie haben Sie es beim Fertigfutter gemacht? Auf der Packung steht für Hunde von x bis y kg Körpergewicht soundsoviel Gramm täglich, vielleicht noch aufgeteilt in wenig aktive und normal aktive Hunde. Und wenn Ihr Hund mit der vorgeschriebenen Menge zu dick oder zu dünn wurde, dann haben Sie entsprechend etwas mehr oder etwas weniger gegeben.

Fast genau so ist es bei BARF.
Viele Hunde hören auf zu fressen, wenn sie genug haben. Wenn Ihrer dazu gehört, dann richten Sie sich danach.

Gehört Ihr Hund aber zu denen die sich dick und fett fressen, dann müssen Sie eingreifen.

Lassen Sie ihrem Hund aber etwas Zeit, denken Sie nicht gleich, wenn Sie ihm eine grosse Menge RFK vorsetzen und er frisst alles, dass er zu den sich-tot-fressern gehört. Greifen Sie erst ein, wenn Sie merken dass er zu fett wird.

Normalerweise braucht ein Hund 2% seines Körpergewichts an täglicher Menge, d.h. ein 10 kg-Hund braucht 200 Gramm Futter täglich. *Lach* nur bei BARF bekommt er nicht täglich seine 200 Gramm, mal kriegt er mehr, mal weniger, aber nach 2-3 Wochen sollte er 14x200 Gramm = 2800 bzw. 21x200 = 4200 Gramm Futter bekommen haben.
Bei Hunden ist es wie bei Menschen, manche brauchen bei gleichen Aktivitäten und gleichem Gewicht mehr. Es kann also Hunde geben, die bis zu 3% ihres Gewichts brauchen.


Wenn Ihr Hund bei 2% seines Körpergewichts abmagert, dann heisst das aber nicht automatisch, dass sie ihm vielleicht 2,2 % geben müssen. Das kann dann eher daran liegen, dass die Zusammensetzung nicht seinen Aktivitäten entspricht. Umgekehrt gilt das genau so.

Zusammensetzung

Die Zusammensetzung des Futters liegt bei 40-80% R.F.K. , der Rest mindestens zur Hälfte aus Obst/Gemüse und was dann übrig bleibt aus Fleisch und  Innereien .Innereien so zwischen 5-15%.

Zusätzlich kann es noch  Milch und Hüttenkäse geben, auf alle Fälle aber Joghurt und Eier.

Der Anteil an Obst/Gemüse sollte nie unter die Hälfe des "Restes" gehen: bei 70% R.F.K  also 15% und bei 60% R.F.K. 20%.

Fleischknochen und mageres Fleisch liefern Energie und Proteine.Ein stark aktiver Hund braucht also einen hohen Anteil an R.F.K. und einen hohen Anteil an Fleisch, hier liegt also die Verteilung von Fleisch und Gemüse auf halbe/halbe und ein hoher Anteil R.F.K.. Entsprechend liegt der Anteil an R.F.K. bei einem wenig aktiven Hund niedrig, vielleicht bei 60% und die restlichen 40% teilen sich in 30% Obst/Gemüse und 10% Fleisch und Innereien.

Sie müssen selbst ausprobieren, wie die Zusammensetzung für Ihren Hund hinkommt, sie kann auch während des Jahres wechseln - stark aktive Zeiten und weniger aktive Zeiten.

Sie sehen es Ihrem Hund an, wenn die Rippen nicht mehr zu fühlen sind, muss zuerst der Anteil an Fett (sichtbare Fette abschneiden) runtergehen. Wenn das nicht reicht der Anteil an Gemüse hoch und der an Fleisch, ggf. noch an R.F.K. und und Innereien zurückgehen.

Bei erhöhtem Energiebedarf kann auch der Anteil an pflanzlichen Fetten  hochgesetzt werden.

Nehmen Sie keine Kohlehydrate als Energielieferant!

Füttern Sie ein oder zweimal täglich, wie Sie wollen, nur füttern Sie nicht Weichfutter zusammen mit R.F.K., dann würde er das eine oder andere u.U. stehen lassen. Wenn Sie einmal täglich füttern dann im Wechsel, mal eine Weichmahlzeit, mal R.F.K..

Zur Vereifachung der Weichmahlzeit können Sie sich auch Mixe (Energy Patties) vorbereiten - Siehe Rezepte.

Diese Fertigmahlzeit ist nur fast fertig, Vitamin E muss auf alle Fälle unmittelbar vor Verzehr zugefügt werden, ansonsten weitere Nahrungsergänzungen, so wie Sie es gerade für richtig halten.

Bei Hüttenkäse und Gemüse kann man sich leicht an die vorgeschriebene Menge halten, bei Innereien und Fleisch auch, aber bei R.F.K.sieht das anders aus, wenn man nicht mühevoll die Knochen zersägen will.

Heute ist Makrele im Sonderangebot, kaufen Sie die und wenn sie doppelt soviel wiegt wie Sie eigentlich an link:rkf täglich verfüttern dürfen, fällt die nächste R.F.K. -Mahlzeit eben entsprechend geringer aus.

Oder wenn das Gemüse mal nicht für eine volle Mahlzeit reicht, dann gibt's eben bei der nächsten entsprechend mehr.

Schreiben Sie sich auf, wieviel Sie wovon in einer Woche füttern dürfen und haken Sie ab, was Sie verfüttert haben. Und wenn Sie 100 Gramm R.F.K. in dieser Woche zuviel gefüttert haben, dann ziehen Sie die in der nächsten Woche eben ab.

Wenn Sie z.B. 300 Gramm täglich füttern dürfen und ein Paket 500-Gramm TK Hühnerklein auftauen, dann gibt eben den einen Tag ungefähr 300 Gramm und den nächsten Tag den Rest aus dem Paket

Richten Sie sich nach dem Inhalt Ihrer Tiefkühltruhe, den Sonderangeboten und der Packungsgrösse.

Ohne festen Speiseplan müssen Sie auch nicht, weil gerade Joghurt auf dem Plan steht und Sie keinen mehr haben, noch loslaufen und Joghurt kaufen.

Engen Sie sich nicht selbst durch einen starren Plan ein. BARF ist einfach und bequem.



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