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Rohe Fleischknochen
Unter Fleischknochen sind Knochen gemeint, die
fleischummantelt sind, 50% Fleisch, 50% Knochen.
Deshalb kommt man auch mit einer kleinen zusätzlichen
Fleischmahlzeit
aus bzw. kann, wenn der Fleischanteil an einem Knochen mal stark
erhöht
war, in der Fütterungsperiode (2-3 Wochen) eine Fleischmahlzeit
durch
eine Gemüse-
oder Milch-
oder Innereienmahlzeit
ersetzen.
Dem Hund die ausreichende Menge an RFK zu geben ist die
einzige Möglichkeit, seinen Kalzium/Phosphorbedarf richtig zu
decken.
Knochen sind kein Kaugummi. Knochen
sind ein lebendiges Material wie alles andere Futter auch. Sie enthalten
ein grosses Spektrum an Substanzen: Mineralien,
insbesonderee Eisen, blutbildende Elemente, die in Proteinen
eingebettet sind, Fett. Rohe Knochen enthalten ausserdem
Anti-oxydant/anti-ageing Faktoren einschliesslich Enzymen. Sie
müssen nur so weich sein, dass der Hund sie vollständig
fressen kann.
Und das ist wieder abhängig vom Hund. Grosse, starke Hunde
können
Knochen zerbeissen und ganz auffressen, an denen kleine Hunde sich die
Zähne ausbeissen würden.
An einem Knochen der zu hart zum zerkauen
ist, kann der Hund sich einen Zahn ausbeissen. Aber meistens sind die
Hunde zu schlau und knabbern nur dran. Es bleibt Ihnen überlassen
ob
Sie das Risiko eingehen und ihrem Hund ab und zu, also maximal 1 mal
wöchentlich die Freude eines harten Knochens machen.
Gut
für ihn wär es ab und zu einen harten Knochen abzunagen, in
der
äusseren Schicht, der Haut die er abnagt liegen wertvolle
Substanzen.
Lassen Sie ihm dann den abgenagten Knochen als Spielzeug oder
Trophäe oder zum Einbuddeln. Die
Proteine der Knochen (bekannt als Gelatine) enthalten kein Methionin,
dafür aber einen hohen Anteil an Lysine, der für ein normales
Knochenwachstum erforderlich ist. Zum Ausgleich dafür enthält
das
Fleisch, das ja zu 50% am Knochen sein soll, in angemessener Menge
Methionin, so dass beides zusammen alle Amminosäuren enthält,
die der
Hund braucht um seine Muskeln zu regenerieren oder aufzubauen.
Rohe Knochen enthalten essentielle
Fettsäuren.
Geflügelknochen enthalten viele essentielle Fettsäuren. Das
Fett von
Rinder- oder Lammknochen enthält weniger essentielle
Fettsäuren.
Die fettlöslichen Vitamine A, D und E sind im
Knochenfett enthalten.
Weil Knochen Fett und Proteine enthalten, sind sie voller Energie
für den Hund.
(Bei
dicken Hunden muss also zur Gewichtsreduzierung der Anteil an
sichtbarem Fett an RFK und ggf. auch der Prozentsatz von RFK
herabgesetzt werden, aber nicht unter das Minimum gehen!)
Der Kalzium/Phosporanteil ist ausgeglichen.
Geflügelknochen
sind die besten. Hälse, Rücken und Flügel sind im
richtigen Verältnis
von Knochen und Fleisch, der Anteil an essentiellen Fettsäuren ist
am
grössten.
Geflügelknochen können Bakterien enthalten, z.B.
Salmonellen. Einem gesunden ausgewachsenen Hund macht das nichts.
Achten Sie aber darauf, dass Sie die gleiche Hygiene walten lassen, wie
Sie es tun, wenn Sie Geflügel für sich selbst zubereiten,
sonst bleiben
die Salmonellen an Ihnen hängen.
Geflügelknochen sind von jungen Tieren, sofern Sie kein Suppenhuhn
kaufen, also weich und nicht bis kaum toxisch belastet.
Sie sollten also überwiegend aber nicht nur
gefüttert werden.
Ganze Hähnchen sollten
nicht als Knochen gegeben werden,
da ist zuviel Fleisch am Knochen. Sie können aber vom
Hähnchen die
Brust auslösen und vom Schenkel Muskelfleisch abschneiden (aber
eine
gute Schicht um den Knochen lassen) und das dann für sich selbst
verwenden - oder es dem Hund als Fleisch
geben.
Rinderknochen
Wenn Sie die Möglichkeit haben darauf zu verzichten (d.h. Lamm-
oder Wildknochen füttern können), dann verzichten Sie darauf.
Als
Rinderknochen können Knochen von alten Tieren angeboten werden,
die
sind hart und können mehr Toxine enthalten. Ausserdem sind im
Rinderfett die wenigsten essentiellen Fettsäuren und haben
letztlich
den geringsten Fleischanteil.
Kalbsknochen
sind weich, toxisch
nicht so belastet, das Fleisch ist mager,
enthält aber wie Rindfleisch wenig essentielle Fettsäuren.
Ochsenschwanz
ist eine gute Abwechslung.
Lammknochen
Können
sehr viel Fett dran haben, das sollten Sie dann auf alle Fälle
reduzieren. Manche Hunde bekommen Durchfall von Lammknochen. In dem
Fall müssen Sie ganz darauf verzichten.
Kaninchenknochen
Hier
ist das Fett, der anteil essentieller Fettsäuren, ziemlich
ausgeglichen. Wenn Sie die bekommen können, dann ist das eine gute
Abwechslung für den Hund.
Ganze Seefische (Fettfische) mit Gräten und
vor allem Kopf zählen zu RFK
wie
Hering, Lachs, Sardinen. Makrelen enthalten Jod, viele essentielle
Fettsäuren und sind im Verhältnis von Omega3- und Omega6 -
Fettsäuren
ausgeglichen.
In den Augen sind wertvolle Vitamine!
Fische sollten nur in geringen Mengen gefüttert werden,
höchstens 2x wöchentlich.
Keine Angst vor dem im Fisch enthaltenen Enzym das Thiamin vernichtet,
es ist wie alle Enzyme nur von kurzer Lebensdauer.
Es dürfen nur rohe
Knochen verfüttert werden. Geben Sie Ihrem Hund niemals
gekochte, gebratene, gebackene oder gegrillte Knochen. Durch
das Erhitzen trocken die Knochen aus und werden spröde und
brüchig, splittern, ganz abgesehen davon, dass der Knochen durch das Erhitzen aus
Ernährungssicht wertlos wird.
Was
bei rohen Knochen oder starken Fischgräten passieren kann ist,
dass sie
sich im Maul quersetzen und zwischen den Zähnen (zwischen rechten
und
linken Zähnen, so wie eine Brücke) einklemmen. Da
müssten Sie dann
eingreifen und sie rausholen. Das passiert aber höchst selten.
Füttern
Sie Knochen nie zusammen mit Gemüse oder anderen
"Weichmahlzeiten".
Wenn der Hund grossen Hunger hat, würde er eher das Weiche
fressen,
weil es schneller zu fressen ist und dann lägen die Knochen rum,
wenn
er keinen grossen Hunger hat, würde er erst die Knochen nagen und
das
Weichfutter stünde rum und würde an Vitaminen verlieren.
Das
Abnagen von Knochen macht nicht nur die Zähne sauber, es ist auch
eine
Vollkörpergymnastik. Nackenmuskel, Beinmuskeln,
Rückenmuskeln, alle
muss er straffen und wieder entspannen.

Er
kann nicht so schnell fressen, d.h. der Magen hat genügend Zeit
die zur
Verdauung erforderlichen Säfte bereitzustellen. Durch das
langsamere
Fressen kann er auch das Signal, dass er satt ist, wahrnehmen, was beim
schnellen Fressen von anderem Futter nicht wahrgenommen wird.
Das
Abnagen von Knochen ist für den Hund auch eine emotionale Sache.
Es
macht ihm Spass, ihn glücklich, er kann Aggressionen abbauen. Er
kann
sein Bedürfnis etwas zu zernagen ausleben.
Durch das Fressen
von Knochen wird der Kot gehärtet. Das hat nicht nur den Vorteill,
dass
Sie ihn besser aufheben können. Auf seinem Weg nach draussen
schabt der
harte Kot an den Analdrüsen vorbei, die dadurch dann geleert
werden.
Das erspart dem Hund, diese durch Rutschen auf dem Hinterteil zu
entleeren und besonders, was noch schlimmer ist, sie durch eine
unangenehme Operation entleeren zu lassen.
Ein Hund
kann nur von Fleischknochen überleben, aber nicht alt werden. Er
ist
gesund aber nie ganz gesund. Deshalb muss eine Ergänzung durch
andere
Produkte erfolgen.
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