Welpen

Das Futter des Welpen bestimmt die Gesundheit für sein ganzes Leben.

Wenn Sie nicht zu denjenigen gehören wollen deren Welpe nicht frisst, dann sollten Sie alles vergessen, was Sie bisher über Welpenernährung gehört haben.

Ein Welpe darf nicht so viel fressen wie er will, er hört nicht von selbst auf, wenn er satt ist, er übrfrisst sich. Die Folge sind Magenverstimmung und Koliken, so dass er anschliessend tagelang nicht frisst.

Wenn Sie einen Welpen ins Haus holen, dann vermisst er seine Familie, sein Zuhause. Er hat Heimweh, fühlt sich verlassen. Lassen Sie ihn in Ruhe die Umgebung kennenlernen, spielen Sie mit ihm, stellen Sie ihm nur eine Schüssel mit Wasser hin damit er trinken kann wann er will. Wenn er nach kurzem Spiel ruhen will, dann lassen Sie ihn ruhen. Geben Sie ihm in den ersten 24 Stunden nichts zu fressen.





Damit er die erste Nacht gut durchschläft, geben Sie ihm vor dem Schlafengehen einen Milchdrink:

125 ml Milch

1 Eigelb

1 TL Fette

1 TL kaltgeschleuderter Honig

1 kleine Prise Salz


Am nächsten Morgen ist er hungrig. Geben Sie ihm wenige Geflügelflügel. Sollte er sie nicht fressen, geben Sie ihm etwas von dem Fertigfutter des Züchters. Der Welpe darf sich aber nicht satt essen. Nach ein paar Stunden geben Sie ihm dann etwas mehr Hühnerflügel, aber wieder nicht so viel, dass er satt ist. Ein Welpe muss immer etwas hungrig sein. Füttern Sie diesen Tag 5 x , Geflügelflügel und weiche Fleischknochen wenn er sie zerkauen, also ganz fressen kann.


Das Leben eines Welpen besteht nicht aus langweiligen Spaziergängen an der Leine sondern aus Schlafen, Spielen, Fressen und viel Liebe. Den ganzen Tag über sind sie im Freien, in der Sonne.






Sie jagen noch nicht ernsthaft, also kriegen sie nur das was die Alten ihnen übrig lassen und das sind ein paar Fleischknochen, manchmal etwas Innerei und Mageninhalt. Ansonsten müssen sie sich ihr Futter selbst suchen. Sie fressen alles was sie finden können, Kot (Mikroorganismen, Enzyme) Erde (Mikroorganismen) Gras (Enzyme), natürlich auch Beeren, Pilze, Wurzeln, Insekten. Sie fressen fast alles, aber alles roh und der überweigende Teil sind rohe Fleischknochen.
Hunde sind Allesfresser, ihr Verdauungssystem ist darauf ausgelegt, aber ihr Verdauungssystem ist auch auf rohes Futter ausgelegt und nicht auf gekochtes.

Weil sie immer hungrig sind, fühlen sie sich nicht nur in niederer Rangordnung, sie wachsen auch langsam auf, die Knochen schiessen nicht so in die Länge.

Der einfache Weg Knochenproblemen vorzubeugen ist, Hunde mit RRF, mit BARF aufwachsen zu lassen.


Soweit Kalzium benötigt wird, RFK sollten die einzige Form sein, wie der Welpe an sein Kalzium kommt. Diese Fleischknochen dienen zur Ausbalancierung all der anderen Nahrung die der Hund bekommt, sie helfen, die Schnelligkeit des Wachstums zu kontrollieren.

Am wichtigsten für ein langsames Wachstum ist aber, den Hund schlank und immer etwas hungrig zu halten.


Das Welpenfutter unterscheidet sich kaum vom Erwachsenenfutter. Auch der Welpe bekommt nicht jeden Tag eine voll ausgewogene Nahrung, er bekommt auch nicht jeden Tag gleich viel, den einen Tag mehr, den anderen Tag weniger, er darf, muss aber nicht, auch mal einen Tag hungern. Gewöhnen Sie ihm auch keine festen Zeiten an, zu denen es Fressen gibt.

Welpennahrung ist so ungefähr

60% RFK

30% Obst/Gemuese

und der Rest ist Innereien, Fleisch und zusätzlich, Joghurt und Eier (und natürlich ein paar Reste gekochtes Gemüse vom Tisch).


Einem Welpen dürfen Sie wenn er dringend ein paar Kalorien braucht, einen Brei machen:

Instant-Haferfocken 1 Stunde in Wasser, Milch oder besser Gemüsesaft einweichen. Ei oder Eigelb, kaltgeschleuderter Honig und naturbelassene Trockenfrüchte und frische Kokosnuss (kleingemixt) untermischen. Eine kleine Portion dieses Breis können Sie 1-2 mal wöchentlich geben, er erhält damit Vitamine und Energie.

Es ist abhängig vom Hund, von der Rasse, von der Grösse, wie die Anteile von RFK, Obst/Gemuese und Fleisch sein müssen. Grundsätzlich ist es so, dass ein Welpe eine energiereiche, proteinreiche Nahrung braucht wie ein stark aktiver Hund, eine schnellwachsende grosse Rasse weniger RFK bzw. Fleischanteil im Mix als eine kleine Rasse.

Fangen Sie mit einem Anteil von 50% RFK an.

Bereiten Sie einen 50% Obst-Gemüse 50%Fleisch Mix (Energy Patties) Siehe Rezepte .

Lassen Sie den Mix zugedeckt und lichtgeschützt auftauen, lassen Sie ihn manchmal nur so weit auftauen, dass er in der Mitte noch ganz leicht gefroren ist - im Winter bleibt wilden Tieren auch nichts anderes übrig als gefrorenes zu fressen.

Vor dem Füttern fügen Sie noch Vitamin E zu - auf 5 kg Hund kommen 100 i.e. oder 100 mg täglich.

Füttern Sie den Mix und die Fleischknochen im Wechsel. Füttern sie das was der Hund weniger mag dann, wenn er am meisten Hunger hat.

Geben Sie ihrem Welpen auch grössere Knochen, er braucht was, worauf er den ganzen Tag rumkauen kann.

Geben Sie ihrem Welpen täglich Lebertran - auf 5 kg Hund 1-2 ml. Täglich.

Füttern Sie kein zusätzliches Kalzium.

Geben Sie täglich Vitamin C - 20mg pro kg Körpergewicht.


Füttern Sie einen Welpen bis zum Alter von 2-3 Monaten 3-4 x täglich,

vom 3.-6. Monat 2-3 x täglich, vom 6.-12. Monat 2 x täglich und ab 1 Jahr reicht eine Mahlzeit pro Tag.


Die Gesamtmenge die Sie füttern sollte Zweidrittel dessen was maximal in ihn reinpasst.

Die beste Methode,wieviel das ist, finden Sie so heraus:

Geben Sie Ihrem Hund täglich 10% seines Körpergewichts. Wenn Ihr Hund 5 kg wiegt also 250 Gramm RFK und 250 Gramm Fleisch/Gemüse-Mix = insgesamt 500 Gramm.

Teilen Sie diese Tagesmenge auf die Anzahl der Mahlzeiten auf, die Ihr Hund seinem Alter entsprechend kriegt, mal eine RFK - Mahlzeit, mal eine Weichmahlzeit.

Füttern Sie so einige Tage lang, wenn der Hund dann nicht mehr fressen kann, dann haben Sie das Maximum erreicht. Reduzieren Sie nun die Menge von 10% seines Körpergewichts auf 6.67 % (= 2/3 von 10%) seines Körpergewichts als Tagesration.

Andererseits, wenn der Welpe immer noch hungrig ist, nachdem er einige Tage lang 10% seines Eigengewichts gefressen hat, füttern Sie täglich etwas mehr bis er soweit ist dass er nicht mehr frisst, also einen kleinen Rest in der Schüssel lässt. Angenommen sein Maximalfutter war 650 Gramm (halb R.F.K. halb Mix), dann sind das 13% von seinem Gewicht von 5 kg, Zweidrittel von 13% sind 8,67% seines Körpergewichts.

Denken Sie aber daran, dass Ihr ständig Hund zunimmt, Sie müssen ihn also täglich wiegen um zu wissen, wieviel Gramm die z.B. 8.67% seines Körpergewichts sind.

Wiegen Sie ihn aber immer zum gleichen Zeitpunkt, am bestens morgens, nach dem Gassi gehen und vor seiner ersten Mahlzeit.

Was Sie weiter tun müssen ist, den Hund beobachten.

Wenn Sie merken dass er mager wird, dann füttern Sie zu wenig RFK

Aber geben Sie jetzt nicht abrupt mehr RFK , das hätte einen unerwünschten Wachstumsschub zur Folge. Erhöhen Sie langsam die Futtermenge wieder bis zum Maximum was der Hund frisst - Während Sie die Futtermenge erhöhen, erhöhen Sie auch gleichzeitig ganz sanft die RFK Menge von bisher 50% stückchenweise auf z.B. 55% RFK und 45% Mix - und gehen Sie dann anstelle von 2/3 wie bisher 3/4 oder 4/5 von der Menge. Zum Beispiel: Wiegt der Hund jetzt 8 kg und die Maximum-Menge ist 1360 Gramm, dann wären das 17% vom Körpergewicht, dann geben Sie als Tagesmenge insgesamt 4/5 von 17% = 13,6% vom Körpergewicht oder 3/4 von 17% = 12,75 %.

Wächst der Hund dann aber zu schnell, gehen Sie mit dem Anteil an RFK wieder auf 50% zurück und verändern das Gemüse/Fleischverhältnis in grösserer Anteil an Gemüse/Obst und kleinerer Anteil an Fleisch.

Wird der Hund dagegen zu dick, wenn Sie ein Verhältnis 50% RFK und 50% Mix füttern, dann reduzieren Sie Gesamtmenge die Sie füttern, reduzieren Sie den Fleischanteil im Mix bzw. entfernen Sie sichtbares Fett an den Fleischknochen.

Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht:

Hunger und Gemüse verlangsamen das Wachstum, Sattsein, Fleischknochen und Fleisch beschleunigen es.

Die Menge und Zusammensetzung des Futters muss so sein, dass er schlank und kräftig ist, langsam wächst.

Babyspeck und schnelles Wachstum sind ungesund.

Eine andere Methode herauszufinden, wieviel der Hund fressen kann ist über Zeitlimitierung.

Stellen Sie dem Welpen reichlich Futter hin und lassen Sie ihn eine Zeitlang fressen. Die Menge, die er in einer bestimmten Zeit fressen kann ist das Maximum an Menge. Hier ist aber die Frage, wieviel Zeit lässt man dem Hund. Der eine Hund frisst schnell, der andere langsam. Hunde sind wie Kinder und es gibt oft Wichtigeres als Fressen, d.h. die Fliege die er gerade sieht ist ihm wichtiger und er jagt sie lieber, er vergisst im Spiel, dass er Hunger hat. Da müssten Sie dann erst herausfinden, ob Ihr Hund ein Schnellfresser, ein Langsamfresser oder eine Spielernatur ist, um ihm dann vielleicht 10 Minuten oder 20 Minuten das Fressen stehen zu lassen oder ob Sie die Fresszeiten zwischen den Ablenkungen zusammenaddieren müssen.



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