Nahrungsergänzung

Die hier gemachten Mengenangaben sind für einen ausgewachsenen, erwachsenen Hund. Welpen und Hunde im Wachstum haben einen anderen Bedarf.

Ich gebe meinem Hund jeden Abend ein kleines Schälchen Mineralwasser. Ich rühre einen Teil der Kohlensäure raus, etwas muss noch drin sein, das reizt ihn zum Trinken.

Essentielle Fettsäuren müssen sein - siehe Fette. Ein guter Schuss davon in die Gemüsesuppe.

Der ungefähre Bedarf für einen 10-kg-Hund ist ein halber Teelöffel täglich.

Fett ist ein guter Energielieferant. Wenn zusätzlich Energie gefüttert werden muss, dann über gesunde Fette.

Eine Mischung aus Meeresalgen, z.B. Seameal von Solid Gold. angereichert mit weiteren Vitaminen und Jod (Menge siehe Herstellerangabe) oder Kelp aus dem humanen Bereich, für einen 10-kg Hund 1/2 Teelöffel täglich.
Täglich bezieht sich nicht zwingend darauf, dass es auch täglich gefüttert wird.
Am besten eignen sich Gemüsesuppe, Joghurt. Wenn Sie also eine Gemüsesuppe oder Joghurt füttern, dann geben Sie die 3 oder 4 fache Tagesmenge, je nachdem, wann Sie das letzte Mal Seameal oder Kelp gefüttert haben.

Nüsse wie Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln (Allergien beachten). fein gemahlen.
Der Nachteil ist, dass sie ein schlechtes Kalzium/Phosphorverhältnis haben, was man aber ausgleichen kann, wenn man sie in der Gemüsesuppe zusammen mit der Eierschale, die einen Kalziumüberschuss hat, füttert.
Mangold und Zuccini haben ebenfalls einen hohen Kalziumüberschuss und können gut Nüsse und Samen vertragen.

Der Hund braucht täglich 15 Minuten Sonnenlicht, im Freien, nicht hinter der Fensterscheibe, um Vitamin D herzustellen. Das heisst, im Herbst/Winter, wenn es tagelang trübe ist, Lebertran zufüttern. Aber Achtung, eine Überdosierung ist schädlich!

Bierhefe enthält fast den ganzen Vitamin B-Komplex.
Genau wie es unterschiedliche Arten gibt, Biere zu brauen, gibt es unterschiedliche Bierhefen, je nachdem aus welcher Brauart sie genommen werden. Die bei uns handelsübliche Bierhefe in Tabletten- und Flockenform soll aus untergärigem Bier sein und von Hunden (Vielleicht auch von Menschen, keine Ahnung) nicht aufgenommen werden. Besser sollen Hefeflocken aus obergärigem Bier sein.

Der Nachteil von Tabletten und Flocken ist auf alle Fälle, dass sie keine lebende Mikroorganismen enthalten. Empfehlenswert ist  entweder frische Bierhefe - aber Achtung, die geht im Magen auf, nur in kleinen Portionen füttern - oder  Lebendhefe,  ein Hefepräparat mit lebenden Hefekulturen zur Stabilisierung der Darmflora.


Vitamintabletten:
Dr. Billinghurst ist für Vitamintabletten. Wie er sagt stellt der Hund nur soviel Vitamine selbst her wie der im Minimum braucht, danach würde der Körper die Produktion aussetzen. Um die optimale Verorgung mit Vitaminen zu erreichen, braucht es dann eben Tabletten.



Wasserlösliche Vitamine B + C (eine Überversorgung ist nicht toxisch) werden nicht gespeichert und müssen täglich zugeführt werden.



Vitamintabletten die den gesamten B-Komplex enthalten.
Achtung, Vitamin-B-Tabletten nur zusammen mit Futter geben, es kann sonst zu Magenverstimmungen kommen.


Vitamin C schützt nicht nur vor Erkältung, es wird besonders in Verbindung mit Vitamin E zum Verhindern von Oxydationen gebraucht.

Flach gesagt: beide Vitamine zusammen verhindern die "mutwillige" Zerstörung von anderen Vitaminen und Fettsäuren im Körper.

Der Bedarf ist unterschiedlich.

Bei Stress braucht der Hund wesentlich mehr.
Stress-Situationen:
Reise,
Vergiftungen (auch durch Spritzmittel an Gemüse)
Krankheit
Säugen
Training
Wetterumschwung

Eine tägliche zus. Dosis von 50/100 mg per kg Hundegewicht könnte der Hund vertragen.

Zuerst fand ich diese Dosis reichlich hoch, fand dann aber im Humanbereich folgendes:

Bei gesunden Personen sind täglich 200 mg Vitamin C optimal •

Vertreter der höher dosierten Zufuhrempfehlungen leiten ihre Empfehlungen von den täglichen, bei Tieren gebildeten Vitamin C-Mengen her. Sie gehen davon aus, dass der Mensch, wäre er noch in der Lage Vitamin C selber zu produzieren, täglich etwa 2 – 4 g Vitamin C bilden würde. Unter Streßbedingungen würde seine Vitamin C-Bildungskapazität sogar bis auf 15 g Vitamin C täglich anwachsen.

Danach könnten die von Dr. Billinghurst genannten Mengen doch schon hinkommen.


Erhöhter Verbrauch des Hundes in Stress-Situationen:
Leichter Stress ca. 100 mg/kg
Mittlerer Stress ca. 200 mg/kg
Hoher Stress ca. 300 mg/kg
Starker Stress ca. 350 mg/kg

Keine hohen Dosen auf einmal, der Körper kann nur gewisse Mengen auf einmal aufnehmen. Geben Sie über den Tag verteilt keinere Dosen. (Beim Menschen habe ich folgendes gefunden: Optimal sind kleine aber häufige Vitamin C-Gaben von 100-200 mg)
Eine Überdosierung ist nicht schädlich, führt nur zu Durchfall. Das heisst testen Sie die benötigte Dosis über Durchfall aus. Erhöhen Sie die Tagesdosis so lange bis der Hund Durchfall bekommt und dann gehen Sie wieder auf die geringere Menge die Sie zuvor gegeben haben zurück, so haben Sie den wirklichen Bedarf ermittelt.


Schwieriger ist es mit den fettlöslichen Vitaminen, die bei Überdosierung toxisch wirken. Diese Vitamine werden kurzzeitig im Körper (Leber) gespeichert.
Diese Vitamintabletten nur in Verbindung mit fetthaltigem Fressen geben, z.B. gleich nach einer R.F.K. Mahlzeit oder mit in die Gemüsesuppe geben.



Vitamin A (Retinol) ist nur in tierischen Produkten enthalten. Der Hund stellt selbst Vitamin A her aus dem Provitamin A (Carotine), das in Mengen in Karotten, mässig in grünem Blattgemüse enthalten ist. Eine Überdosierung an Beta-Carotin aus Gemüsen/Obst ist nicht schädlich.
Der Hund stellt aber nur so viel Vitamin A her, wie er Carotine zur Verfügung hat und wie er im Minimum benötigt, d.h. dass keine Unterversorgung entsteht. Zwischen dem Minimum und Überdosierung liegt die optimale Vitaminversorgung.

Weil Vitamin A über Tage in der Leber gespeichert wird, schwankt auch der Anteil an Vitamin A in der Leber, die man verfüttert.
Über den Daumen kann man sagen dass ein Hund, der zweimal wöchentlich eine volle Lebermahlzeit erhält, ist optimal bzw. bis an die Grenze des Erlaubten, mit Vitamin A versorgt ist. Nachteil der Leber ist der hohe Schadstoffgehalt, so dass man besser darauf verzichtet, solche Mengen an Leber zu füttern. Ausserdem würden dann die in anderen Innereien enthaltenen Stoffe zu kurz kommen, weil man ja irgendwas weglassen müsste.

Der Lebertran (Vitamin E nicht vergessen), der im Winter gegeben wird, enthält ebenfalls Vitamin A (Retinol).

Eine zeitweise Zufütterung an Vitamin-A Tabletten, nicht wenn Lebertran oder viel Leber gefüttert wird, wäre gut. Zeitweise heisst, 1 Monat lang Tabletten, dann 1-2 Monate aussetzen.

100-200 ie je kg Hundegewicht kann gegeben werden.

Kein Vitamin A dürfen Sie füttern wenn:
Eine Vitamin-A Diät durchgeführt wird
Eine Leber- oder Nierenerkrankung vorliegt
Wenn der Hund allergisch dagegen ist.

Achtung - es werden Vitamin-A Tabletten angeboten, die jedoch kein Vitamin-A (Retinol) enthalten sondern das Provitamin A (Beta Karotin). Isoliertes Beta Karotin soll in Mengen schädlich sein. Aber ganz davon abgesehen erhöhen diese Tabletten nicht den Vitamin A - Haushalt, weil Beta Karotin nur dann in Vitamin-A (Retinol) umgewandelt wird, wenn eine Unterversorgung vorliegt. Nur Vitamin A Tabletten die fertiges Vitamin A (Retinol) enthalten können den Vitamin A - Haushat von Mindestversorgung auf gute Versorgung erhöhen.

Vitamin D
Ist bei ausreichend Sonnenlicht keine Mangelware.
Im Winter, wenn nicht ausreichend Sonnenlicht ist, Lebertran zufüttern.


Vitamin E

Vitamin E dient u.a. dazu, das Ranzigwerden von Fett im Körper zu verhindern. Ranziges Fett entzieht dem Körper Vitamin A.
Vitamin E wird vermehrt in Verbindung mit ungesättigten Fettsäuren gebraucht, um diese vor Oxydation zu schützen.

Hier kann leicht ein Mangel auftreten, wenn Sie Pflanzenöle mit mehrfachungesättigten Fettsäuren füttern.

Gute Vitamin-E Lieferanten sind Samen und Nüsse, Eigelb, Butter und Weizenkeime (frische). Fettfische (Lachs, Makrele,Hering)

Vitamin E gehört auf alle Fälle zum Pflanzenöl, zusätzliche Vitamin E-Tabletten können in geringer Dosis in Abständen zugefüttert werden.


Vitamin K

Ist ein weiterer Grund, den Hund mit vielfältigem Futter zu füttern. Hohe Vitamin K-Vorkommen sind in den äusseren Blättern von Kopfsalat, in fast allen dunkelgrünen Blattgemüsen, in Leber, Nieren und in Fisch und besonders viel in Kot. Hunde die Kot fressen, haben im allgemeinen keinen Vitamin-K-Mangel. Es kann ausserdem direkt vom Darm absorbiert werden, d.h. gesunde Hunde leiden im allgemeinen nicht unter Vitamin K-Mangel.

Wenn Vitamin K zugefüttert werden muss, kein synthtisches Vitamin K!!!



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