Obst / Gemüse

Ein Hund kann von Gemüse überleben. Gemüse sorgt für ein langes und gesundes Leben. Deshalb ist Gemüse der 2-grösste Anteil des Futters. Aber hier ist es genau so wie bei den Knochen, etwas zur besten Gesundheit würde ihm fehlen, wenn er nur von Gemüse ernährt werden würde.

Rohes Gemüse enthält im Gegensatz zu gekochtem Gemüse Enzyme und ausser den unlöslichen auch noch die löslichen (wasserlöslich) Ballaststoffe. Diese Ballaststoffe unterscheiden sich von denen im gekochten Getreide/Reis wie sie im Fertigfutter zu finden sind und die für Stoffwelchselkrankheiten verantwortlich sind.

Gemüse liefert ausserdem Mineralien und Vitamine. Grünes Gemüse, je grüner um so besser, das Gute liegt im Blattgrün. liefert bis auf das Vitamin B12 und D alle Vitamine die der Hund braucht, anti-oxydants und anti-aging faktoren, provitamine. Nicht jedes Gemüse enthält die gleichen Inhaltstoffe deshalb ist es wichtig, viel verschiedene Gemüse zu füttern.

 

Gemüse hat für den Hund nur einen Haken, der Hund kann die Zellulose von rohen Pflanzen nicht zersetzen, also er kann die Inhaltstoffe des Gemüses nicht aufnehmen und die Zellulose (Ballaststoff) nicht verwerten. Hier müssen Sie eingreifen und das Gemüse zur Suppe zerkleinern.
Es reicht nicht, das Gemüse fein zu hacken oder zu raspeln, damit würden Sie nur einen Teil der Zellwände aufreissen.

Die beste Art die Zellwände aufzureissen ist es, das Gemüse (geben Sie die frischen Kräuter gleich mit dazu) zu entsaften. Aber Achtung, im Saft sind "nur" die Vitamine usw. Im ausgepressten Abfall sind die Ballaststoffe. Also beides wieder zusammenmischen bzw. gleich zusammen in einer grossen Schale auffangen !!!
Und wenn Sie sich ihren Gemüsesaft selbst herstellen, geben Sie die Pulpe ihrem Hund.

 

(Entsafter und Fleischwolf)


Sie können auch das Gemüse durch den Fleischwolf drehen.

Wenn Sie das Gemüse mit dem Mixer zerkleinern, lassen Sie den Mixer so lange laufen bis Sie eine "Gemüsesuppe" haben. Zerkleinern Sie die Kräuter und Eierschale gleich mit dem Gemüse.

Gemüse ist nicht gleich Gemüse. Pflanzen, die ausserhalb ihrer normalen Saison in Gewächshäusern aufwachsen, enthalten im allgemeinen mehr Pestizide und weniger Vitamine als Saisongemüse. Leicht verderbliches Obst/Gemüse das eine weite Reise bis zum Supermarkt hinter sich hat, ist teilweise stark gegen Fäulnis behandelt, "konserviert".
Wenn eine reife Erdbeere nach 3 Tagen verschimmelt ist, dann war sie nicht konserviert - man kann es also bei leicht verderblichen Früchten leicht mit dem Auge erkennen, aber wenn sie durch Schimmel ungeniessbar geworden ist, nützt uns das Wissen, dass sie nicht behandelt war, auch nichts.

Wer einen Garten hat kann von Frühling bis Herbst einen Teil des Gemüses dort ernten wie: Vogelmiere.
Löwenzahn, Giersch, Gänseblümchen, Brennesseln sollten nicht zu oft hintereinander und nicht in zu grossen Mengen und im Frühjahr gefüttert werden, Löwenzahn dann auch noch einmal im Herbst als Gemüse. Während des Sommers können wenige Blättchen davon als Kräuter unter Edelgemüse gemischt werden.

Wer sein grünes Gemüse auf dem Spaziergang sammelt, denkt nicht nur an Autoabgase sondern auch an den Fuchsbandwurm.

Ein Teil des Gemüses kann gut aus "Abfällen" bestehen wie die äusseren Blätter vom Rosenkohl, Strunk vom Brokoli , die Endstücke und Schalen vom Spargel. Das Grün von Kohlrabi steckt voller Vitamine!

75% der Gemüsesuppe sollten aus grünen Gemüsen bestehen, der Rest aus allen möglichen andersfarbigen Gemüsen oder auch Obst.

Die Vielfältigkeit und die 75% grünes Gemüse muss nicht in jeder Suppe sein, Sie sind auch da völlig frei. Sie können z.B. 3 nur grüne Suppen und 1 andersfarbige füttern und wenn Sie gerade viele verschiede Gemüse haben, eine zu 75% grüne Suppe.

Die ganze Vielfalt wird über ein Jahr angeboten. Im Frühjahr gibt's die Entschlackungskur aus Brennesseln, Löwenzahn, Giersch, aber bitte nicht jede Mahlzeit eine Entschlackungskur! Spargel
Im Sommer gibt's Sommergemüse wie Brokoli und Blumenkohl, Kohlrabi und Sommersalate, Sommerspinat,
Im Herbst gibt's dann wieder den guten Herbstlöwenzahn (aber nicht den gelben gekauften), Spinat, Wirsing, die letzten Sommergemüse und Salate
Im Winter Grünkohl, Rosenkohl, Steckrüben, Rote Beete, Wirsing, Rotkohl, Weiskohl.

Das sind jetzt nicht alle Gemüse, nur die, die mir so spontan einfielen.

Gemüse hat einen hohen Anteil an fettlöslichen Vitaminen, enthält aber selbst kein Fett. Deshalb ist es wichtig, dass Sie in jede Gemüsesuppe Fette, einrühren. Es nützt nichts wenn Sie z.B. morgens stark fetthaltige RFK gefüttert haben, bis abends das Gemüse kommt, ist das Fett schon längst aus dem Darm raus oder wenn Sie morgens Gemüse ohne Fett füttern weil Sie abends fette Knochen füttern wollen. Das Fett muss gleichzeitig mit dem Gemüse gegeben werden.
Die Gemüsesuppe ist auch gut geeignet, um die Nahrungsergänzungsmittel an den Hund zu bringen.

Gemüse aus der Kohlfamilie sollte nicht in Mengen und nicht über einen längeren Zeitraum gefüttert werden, das würde zu schmerzhaften Blähungen führen.
Ansonsten kann der Hund fast alle Gemüse roh essen, die roh verzehrt werden dürfen. Siehe Ungesund

Für kurze Zeit können auch Gemüse eingefroren werden. Aber bitte nicht länger als 3 Monate. Beim Einfrieren frieren die Enzyme nicht ein sondern ernähren sich von Vitaminen.

Wenn Sie nur kleine Portionen an Gemüse benötigen, dann frieren Sie sie am besten im Eiswürfelbehälter vor, die sie dann nach dem Anfrieren

aus dem Behälter auslösen und in einzelnen kleinen Würfeln einfrieren

 

Kleine Würfel sind praktisch, wenn ein paar Gramm an einer Gemüsemahlzeit fehlen.

Wildgemüse:

Brennessel
Chlorophyll, Histamin, Gallus-, Gerb- und Ameisensäuure, Glukokinin, Acetylcholin, Vitamin A und E, Mineralsalze wie Eisen (blutbildend), Magnesium, Silizium, Natrium, Kalzium und Phosphor. Pflanzliche Hormone als Phyto- oder Biostimulantien, sowie viele Enzyme. Sie reinigt den ganzen Organismus von Schlackenstoffen und entgiftet. Daher die Anwendung bei Rheuma und Gicht, wirkt blutreinigend bei Hautkrankheiten und gleicht den Homoglobinspiegel im Blut aus. Sie stimuliert die Verdauungsdrüsen (in Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Galle) und hat zudem eine milchbildende, blutzuckersenkende, entgiftende und stoffwechselanregende Wirkung.

Löwenzahn
In den Wurzeln wurden über 50 wichtige Wirkstoffe gefunden. Die haufigsten: Inulin und Taraxerin (vorwiegend im Herbst), Bitterstoffe (Frühling), Taraxin, Cholin, enzymatisch wirkende Substanzen, Gerbstoffe, Saponine, Vitamin B2, C, D, Mineralien wie Eisen, Silicium, Mangan und Schwefel, um nur einige zu nennen. Dank dieser Vielfalt kann der Löwenzahn als "Allerweltsmittel" bezeichnet werden. Er ist blutreinigend, harntreibend, verdauungsfördernd, magenstärkend, regt Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, ja das ganze Drüsensystem an. Kann auch bei leichter Zuckerkrankheit helfen und wirkt aufbauend bei allgemeinen Schwächezuständen. Daher als Frühlings- und Herbstkur zu empfehlen. Seine blutbildende Wirkung zur Behandlung der Blutarmut sei ebenfalls erwähnt. Vorsicht: Bei Erkrankungen der Gallenwege, Geschwüren oder Verengungen im Magen-Darmbereich nicht anwenden.

Vogelmiere
Das blühende Kraut ohne Wurzeln von März bis Oktober

Inhaltsstoffe:Saponine, Mineralien, Vit.C und A(Vorstufe), Kieselsäure, Kalium, Phosphor, Magnesium, Kupfer
reinigt den ganzen Organismus. Vogelmiere zieht und absorbiert Gifte aller Art. ideal für Frühjahrskur, sollte regelmässig den Speiseplan bereichern, wie Salat oder Spinat verwendbar Frischpflanzenzubereitungen sind zu bevorzugen

Giersch
Saammelgut sind die Wurzel und die Früchte der Pflanze. Während die Wurzel im Frühjahr oder Herbst gegraben wird, werden die Früchte im Juli/August gesammelt. Hierzu wird der krautige Teil der Pflanze gepflückt, im Schatten getrocknet um dann die Früchte herauszuklopfen.

entzündungshemmend, harntreibend, reinigend
ätherische Öle, Karotin, viel Vitamin C, sehr viel Kalium, Eisen, Kupfer, Mangan, Titan, Bor, ein Saponin, Polyin, Harz
Kräuterpfarrer Künzle brachte die erwähnte Pflanze endgültig wieder in unsere Zeit und empfahl sie auch als Medizin gegen Krampfadern, bei Verstopfungen, Zahnschmerz und Husten.
Zur Beachtung:
Der Giersch gehört zu den Doldenblütlern, die bei Hautkontakt zu Reizungen führen können. Diese werden durch Sonnenbestrahlung noch verschlimmert.

Blätter, Stengel und Blattstiele Roh schmecken am besten die frischen und jungen hellgrünen Triebe, die praktisch den ganzen Frühling und Sommer aus dem Boden wuchern. Duft und Geschmack nach frischen Möhren und Petersilie (ältere, dunkle Blätter).
Inhaltsstoffe (Angaben immer pro 100g) Vitamin C (201mg ) Provitamin A (0,684mg ) Eiweiß (6,7g) Kalium (380mg) Calcium (90g)- Magnesium (80mg) Silicium (14mg) Ätherische Öle
Gierschblätter findet man während des ganzen Jahres überall dort, wo er regelmäßig abgemäht wird. Wie alle Wildgemüse sind auch Gierschblätter morgens am frischesten. Sie lassen sich in einem geschlossenen Topf im Kühlschrank mehrere Tage frisch halten. In Streifen geschnitten allein oder mit anderen Würzkräutern gemischt eignet er sich zum Einfrieren. Die Früchte sind im Sommer gerade richtig zum Würzen, lassen sich aber auch trocknen.

Und wenn Sie für sich selbst Gemüse kochen, dann tun Sie kein Salz ins Kochwasser (salzen Sie die Butter, die sie später ans Gemüse geben) giessen Sie das Kochwasser nicht in den Ausguss. Lassen Sie die Brühe zugedeckt abkühlen und geben Sie die Ihrem Hund. In dem Kochwasser sind die ausgeschwemmten Mineralien und wasserlöslichen Vitamine.


OBST

Der Hund braucht kein Obst. Der Mensch braucht hauptsächlich nur deshalb Obst. weil er das Gemüse gekocht isst. Der Unterschied zwischen Obst und Gemüse liegt in den vielen Kohlehydraten (Zucker) die im Obst enthalten sind - die gesünder sind als die Kohlehydrate, die in Getreide/Reis enthalten sind.

Aber Hunde lieben Obst, vollreifes, süsses.

Sie können Ihrem Hund Obst geben wann immer Sie wollen, als Fruchtjoghurt, pur als Leckerli, als Geschmacksveränderung von Gemüsesuppe, vollreifes aber kein verrottetes oder angeschimmeltes Obst. Aber wie beim Gemüse, nehmen Sie Saisonobst, dann kommt die Vielfalt über's Jahr schon von allein.
Im übrigen gilt für Obst das gleiche wie für Gemüse - wenn es verwerten soll, dann muss es zur Suppe gemacht werden und Öl (Vitamin E) zugesetzt werden.

Unreifes Obst ist ungesund

Eine zu Unrecht etwas vernachlässigte Obstsorte:
100 g Birnen weisen einen Brennwert von etwa 210 kJoule auf und enthalten etwa 77 g Wasser, 0,5 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 11,5 g Kohlehydrate, 2,6 g Ballaststoffe und 0,1 g ungesättigte Fettsäuren. An Spurenelementen sind etwa 8 mg Kalzium, 0,2 mg Eisen, 2 mg Natrium, 116 mg Kalium, 7 mg Magnesium, 14 mg Phosphor und 0,2 mg Zink enthalten. An Vitaminen ist etwa 4,7 mg Vitamin C, 0,4 mg Vitamin E, 3 µg Vitamin A und 6 µg Folsäure enthalten.Birnen weisen einen hohen, dem Apfel ähnlichen, ernährungsphysiologischen Wert auf und sind nicht wesentlich kalorienreicher als diese; wegen ihres geringen Säuregehaltes erscheinen Birnen im Geschmack jedoch süßer als Äpfel. Lediglich der entwässernd wirkende hohe Kaliumgehalt und der relativ hohe Gehalt an Folsäure unterscheiden Birnen ein wenig von den Äpfeln.


Sie können auch getrocknetes Obst als Leckerli geben. Aber nur naturbelassenes, sonnengetrocknetes, ungezuckert, ungeölt, ungespritzt und ungeschwefelt, nicht konserviert, nicht bestrahlt.

Obst können Sie auch gut vom Spaziergang mitbringen - Brombeeren und Himbeeren wachsen fast überall, mit Glück findet man auch andere Obstsorten. Aber denken Sie auch hier an Autoabgase und den Fuchsbandwurm.




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