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Kurzübersicht zur Videobearbeitung am PC.
Weit über 75% der Haushalte verfügen heute schon über einen PC und in einigen stehen längst schon zwei dieser
Rechner zur Verfügung. Es wird also nur mehr ganz wenige Videokamerabesitzer geben, die neben ihrer Videokamera nicht auch über einen solchen Heimcomputer verfügen. Da wäre doch die Überlegung äußerst nahe liegend, bevor man sich einen
zweiten Videorekorder und sündteure Schnittgeräte, Prozessoren und Mischpulte zulegt, die Videonachbearbeitung, auf einen, im Endeffekt weit aus kostengünstigeren aufgerüsteten PC umzusteigen.
Was also ist empfehlenswert um einen PC Videotauglich aufzurüsten?
War es vor Jahren noch nötig mehrere Steckkarten, wie eine Overlay-Karte - als Schnittstelle (die Verbindungskarte, Video zum PC und zurück zum Aufnahmerekorder), einer
Grabberkarte - zum digitalisieren der Videosignale und oder einer Genlockkarte - zum betiteln und durchschleifen der Videobilder, im PC einzubauen, erhält man heute bereits AV-PC-Videokarten die nicht nur diese Funktionen in sich vereinen
sondern darüber hinaus, einerseits den CPU (PC-Prozessor) wesentlich entlasten und andererseits neben den bisherigen Composite- und Hi8- Ein- und Ausgängen bereits über einen digitalen Video Ein- und Ausgang verfügen. Der PC sollte
wenigstens über einen Pentium II mit 400 MHz, einen freien 32-Bit PCI-Steckplatz, einer 16-Bit Grafikkarte mit DirectDraw Treibern, einen CD-Rom-Laufwerk, einer kompatiblen 48-kHz Soundkarte, einen 500 MByte freien Festplattenplatz,
auf einen 20-GByte Festplattenlaufwerk und den Systemprogramm Windows 98 oder 98SE, respektive anderenfalls einer Windows NT, besitzen.
Die vorhin erwähnte Systemvoraussetzung ist einem Betriebshandbuch einer solchen modernen digitalen
AV-Video-Karte entnommen worden. Leider ist es mir nur möglich,
über jene PC-Aufrüstung zu sprechen, mit der ich meine bisherigen persönlichen Erfahrungen machen konnte. Zum einen einmal bin ich vor längerer Zeit auf einen Pentium III mit 800 MHz umgestiegen und habe andererseits diesen IDE-PC auf SCSI
umgerüstet. Der Grund: IDE-Festplattenlaufwerke besitzen die Eigenschaft einer Zwischenjustierung des Lese- bzw. Schreibarmes, was im herkömmlichen normalen PC-Betrieb weder auffällt noch störend ist. Beim Speichern von Videoclips kann es
allerdings passieren, das in diesen Zwischenjustiermomenten Frames (Videobilder) ausgelassen, bzw. nicht abgespeichert werden, was ein unschönes “ruckeln” des Videofilmes nach sich zieht. Dies wird mit einen SCSI-Laufwerk, welches über
eine eigene SCSI-Steuerungssteckkarte verfügt und keine Zwischenjustierung mehr benötigt, zur Gänze vermieden. Bei dieser Umrüstung habe ich auch gleich alle anderen IDE-Laufwerke auf SCSI umgerüstet (getauscht) und ein zusätzliches
20-GByte SCSI-Laufwerk (welches ich ausschließlich nur für Videoaufnahmen verwende) eingebaut, den RAM-Speicher auf 523152 KByte erhöht, die Grafikkarte mit der videotauglichen “ASUS V3400TNT” und die Sound-Karte mit der “CREATIVE Sound
Blaster Live” getauscht. Als digitale Videokarte habe ich mir die “Pinnacle DV500 E4”, mit Overlay und einer so genannten “blueBOX” (einer externen Anschlußbox für Composite. Hi8 (bzw. S-VHS) und Stereo Ein- und Ausgängen), zugelegt. Der
digitale Ein- bzw. Ausgang ist mit einen eigenen IEEE-1394 Kabel an der DV500 Karte anschließbar. Der Versuch mit den Systemprogrammen Windows 98 SE, Windows 2000 und Windows NT, hat mir gezeigt, dass das Windows SE, in Verbindung mit der
Videoschnittkarte “DV500 E4” und dem Nachbearbeitungsprogramm “Premiere RT 5,1a” von Adobe, für meine Videonachbearbeitung am geeignetsten ist und am problemlosesten funktioniert.
Natürlich bleibt es jeden selbst überlassen mit welcher Hard- bzw. Softwarezusammenstellung man arbeiten will.
Wenn man allerdings überhaupt keine Ahnung hat, ist der eine oder andere gute Tip, beinahe mit Gold aufzuwiegen. Ersparen Sie mir bitte hier all jene Varianten aufzuzeigen, mit denen ich vor dieser Kombination, aus Unwissen und
Unerfahrenheit, leider völlig unbefriedigt, gearbeitet habe. Wäre allerdings äußerst dankbar wenn sich fortgeschrittene Videoamateure, die ebenso mit Ihrer ureigenen PC Hard- und Software zufrieden sind wie ich, im Abschnitt “Tips &
Tricks / für Fortgeschrittene” und der Seite “Video & PC”, Ihre PC-Zusammenstellung auf eine ähnliche Art und Weise beschreiben könnten, um damit einen weiteren Überblick von möglichen und brauchbaren Hard- und
Softwarezusammenstellungen zu erhalten. Erzeuger- und oder Händlerfirmen sollten deshalb nicht beleidigt sein, wenn Ihre Hard- und Software hier nicht erwähnt wird. Zudem derartige Hard- und Softwarefirmen ohnedies die Möglichkeit
besitzen, Ihre Waren und Erzeugungen, betreffend Audio/Video und deren Nachbearbeitung, in den “Tips & Tricks - von Profis” -Seiten und dessen Abschnitt “Video & PC” und auf der “Firmenlinkseite”, vorzustellen und näher zu
beschreiben. Wofür ich mich, im Namen aller Video-Amateure dieses Videoringes, schon im vorhinein auf das herzlichste bedanke. Zudem dürften derartige Firmen mit Ihren brauchbaren “Tips & Tricks von Profis” sogar durchaus mit einen
erhöhter Absatz diesbezüglicher Erzeugnisse rechnen. Ein Umstand der (meiner Meinung nach) ja auch nicht gerade von der Hand zu weisen ist. Vorausgesetzt, das all diese Firmen überhaupt ein Interesse haben, Ihren Umsatz zu erhöhen und als
Dank dafür uns Videoamateuren mit Tips & Tricks unter die Arme zu greifen. Die Zeit wird es zeigen, welche Firmen interessiert sind Ihre Kunden zufrieden zu stellen oder ob sie nur darauf aus sind, das Geld Ihrer Kunden, mit
herkömmlicher Werbung, aus der Tasche zu ziehen.
Eine richtige, brauchbare und vor allem eine kompatible Zusammenstellung von Hard- und Software ist für mich
das Fundament, der Grundstein jeder Videonachbearbeitung überhaupt. Ohne technischen Wissens der jeweiligen kompatiblen Hard- und Software, werden die meisten Videoamateure, bei unbefriedigten Ergebnissen, eher das Handtuch werfen und ihre
Pläne; Videofilme nachzubearbeiten, meist endgültig aufgeben. Eine zufriedenstellende, eng verbundene Zusammenarbeit, zwischen Profis (sprich Erzeugern) und Anwendern (sprich Kunden), sehe ich im Interesse all der verzweifelten
Video-Amateure und der einzelnen Erzeugerfirmen, daher als unumgänglich. Zwei primitive Beispiele dazu: Schuhe kaufe ich mir ja auch nicht nur weil sie mir besonders gut gefallen, sie müssen darüber hinaus ja auch noch die richtige Größe
besitzen und was am allerwichtigsten ist, ich muss damit auch gut gehen können. Oder: Ein Waschmittel deren Werbung greifbare “Lügen” beinhaltet, werde ich auch nicht kaufen. Diese einschlägigen und verwandten Video- und Softwarefirmen
dürfen diese, noch höflich ausgedrückten Hinweise ruhig als eine Rüge auffassen und verstehen. Jedenfalls sind mir genügend Amateure aus jener Zeit, wo ich selbst noch völlig Unerfahren und Unwissend war bekannt, die aus Unzufriedenheit,
das Videofilmen überhaupt aufgegeben haben und zum Fotografieren zurück gekehrt sind. Jeder einzelne gelernte Fotograf ist heute eher gewillt und in der Lage, seine Kunden über die Vor- und Nachteile von Kameras und einigen Tricks beim
Aufnehmen, besser zu beraten, als es in den Bedienungsanleitungen (die zudem leider noch zu oft nur aus unverständlichen, fremdsprachigen Hinweisen bestehen) zu finden ist. Wohin aber wendet man sich als angehender Video Amateur ?
Wer bitte hilft und unterstützt uns bei der Lösung unserer Probleme ? Verfallen Sie doch bitte nicht in den Irrglauben, das wir alles längst ausgefuchste Profis mit hervorragenden Fremdsprachenkenntnissen sind. Ich denke das ich damit ausreichend begründet habe, weshalb ich jeden einzelnen Erzeuger von Video- und deren Zusatzgeräten und Programmen einlade und ersuche, jedenfalls enger und aufschlussreicher als bisher, künftig mit uns Video Amateuren zusammen zu arbeiten.
Bevor Sie allerdings Ihren Heimkomputer auf einen videotauglichen PC umrüsten, sollten Sie sich von Ihren
Komputerhändler genau beraten lassen und ein Angebot über die geplante Umrüstung erstellen lassen. In einigen Fällen kann es für Sie durchaus günstiger sein, wenn Ihnen Ihr Händler gleich einen neuen PC liefert, der nach Ihren
Wünschen (siehe oben) zusammengestellt ist. Achten Sie allerdings auf alle Fälle darauf, das der Umgerüstete oder der Neue über einen CPU von hoher Geschwindigkeit besitzt und der Arbeitsspeicher sowie die SCSI-Festplatte eine hohe
Speicherkapazität aufweist. Dies ist dazu unbedingt nötig, damit Sie problemlos 50 Halbbilder, bzw. 25 Vollbilder pro Sekunde, plus den dazugehörenden Audiosignaldateien auf der Festplatte speichern bzw. abspielen können. Das für
diese enormen Speichermengen ein sehr schneller und mit großer Speicherkapazität versehene Komputer nötig ist, werden Sie leicht selbst verstehen. Bei dieser Gelegenheit lassen Sie am besten auch gleich eine brauchbare Videoschnittkarte,
an der Sie Ihre Videokamera und Ihren Videorekorder anschließen können, von Ihren Komputerhändler einbauen. Sollten Sie eine digitale Videokamera besitzen, dann sollte auch diese Videoschnittkarte über einen digitalen Eingang verfügen. Und
machen Sie Ihren Komputerhändler eindringlichst darauf aufmerksam, das bei einigen Videoschnittkarten vor dem Einbau derselben, das Videobearbeitungsprogramm (in meinen oben ersichtlichen Fall, das Premiere 5,1 von Adobe) installiert sein
muss (dies trift z.B. bei Videoschnittkarten von Miro = DC 10, DC 20 und DC 30 zu). Bei der Pinacle DV500 ist der Einbau der Schnittkarte vor der Installation des Bearbeitungsprogrammes zwar möglich, jedoch die Installation der zur
Schnittstellenkarte gehörende Software, ist unbedingt erst nach der Installation des Bearbeitungsprogrammes, zu installieren. Der Grund: viele Softwarepakete von Schnittstellen sind mit einigen Bearbeitungsprogrammen kompatibel und
benötigen diese bereits installierten Bearbeitungsprogramme um bei der Softwareinstallation der Schnittstellenkarte Ihren Komputer richtig Konfigurieren zu können. Denken Sie allerdings auch daran, dies muss ich hier leider derart
schonungslos erwähnen, dass es nur wenige Komputerhändler gibt, die über einen korrekten, kompatiblen Aufbau eines videotauglichen PCs Bescheid wissen. Woher auch. Denn viele sind ja noch nicht einmal damit konfrontiert worden. Achten Sie
daher auch unbedingt auf die Kompatibilität Ihrer Video-Schnittkarte mit dem Video-Nachbearbeitungsprogramm, und kaufen Sie nicht PC-Steckkarten und Programme, so verlockend die eine oder andere Beschreibung oder der Preis auch sein mag,
die miteinander nicht kompatibel sind. Damit handeln Sie sich nur die größten Schwierigkeiten ein.
Besitzen Sie nun einen zufriedenstellenden Video-PC, müssen Sie als erstes Ihre Videokamera und Ihren
Videorekorder am “ausgeschalteten PC” anschließen und diese konfigurieren. Das heißt: Ihr PC benötigt nun einige Daten Ihrer Videokamera und in manchen Fällen auch Ihres Videorekorders, um die angeschlossenen Geräte vom PC aus
bedienen und steuern zu können. In Ihren Benutzer- oder Bedienhandbuch Ihrer Video-Schnittkarte finden Sie garantiert eine ausführliche Beschreibung und verständliche Verkabelungsskizzen, um all Ihre Geräte richtig anzuschließen und
installieren zu können. Eine allgemein gültige Beschreibung oder Skizzierung ist hier leider nicht möglich, da dies leider von Gerät zu Gerät zu unterschiedlich ist. Desgleichen gilt für den praktischen Einsatz Ihres installierten
Video-Nachbearbeitungsprogrammes. Studieren Sie auch in diesen Fall eingehendst das dazugehörende Handbuch. Der einzige Tip den ich Ihnen dazu geben kann ist jener, das Sie Ihren PC-Händler, beim besorgen der von Ihnen gewünschten Geräte
und oder Programme, sollten Sie keine Englisch Kenntnisse besitzen, das all die dazugehörenden Bedienungsanleitungen in deutscher Sprache mitgeliefert werden.
In einigen Fällen wäre es vielleicht sogar anratbar, erst einmal in Ruhe abzuwarten, bis der eine oder andere
fortgeschrittene Video Amateur oder Profi, uns seine PC-Geräte- und Programmzusammenstellung verrät, um daraus eventuelle klare Schlüsse ziehen und eine bessere Übersicht zu bekommen.
Im folgenden eine kleine Zusammenfassung über die Einsatz Möglichkeiten jener Video-Schnittstellenkarte “DV500
E4” von Pinnacle, die ich zu meiner vollsten Zufriedenheit verwende. Beim installieren dieser Schnittstellenkarte wird einerseits auch ein so genanntes “Overlay” Programm zum Einstellen der Aufnahmen und Wiedergaben, sowie andererseits ein
so genanntes “DVTools” Programm zum Durchsuchen und Aufnehmen von Videoclips, mit installiert. Zudem ist das Video-Nachbearbeitungsprogramm von Premiere, dieser Schnittstellenkarten-Lieferung bereits beigelegt, so das dafür keine
gesonderten Kosten entstehen.
Mit dem DVTolls Programm werden alle Videoclips, von der aufgenommenen Kamerakassette durchsucht und in einer
übersichtlichen Clipschnittliste, mit allen Cut In und Cut Out
Zeiten vollautomatisch festgehalten. Aus dieser Clip Galerie habe ich nun die Möglichkeit all jene Filmszenen zu löschen, die ich nicht in meinen Videofilm verwenden möchte. Es werden daher nur jene Videoclips auf die Festplatte kopiert die ich zuvor ausgesucht habe. Es besteht auch die Möglichkeit über eine eigene, am DVTools zu öffnende Gerätesteuerung, mit der man die Kamera vom PC aus bedienen und steuern kann, Clips bereits hier zu schneiden (zu kürzen) und so genannte “Schnappschüsse” (einzelne Videobilder [Frames]) aus den Videoclips herauszusuchen und abzuspeichern. Sind diese Vorbereitungsarbeiten erledigt, habe ich die Möglichkeit über das DVTools das Nachbearbeitungsprogramm von Premiere zu starten.
Mit den Premiere (in meinen Fall die Version 5,1) besitze ich nun die Möglichkeit einen eigenen Vorspann mit
eigenen Logo und Titeln (analog am Ende des Filmes einen Abspann) anzufertigen. Danach positioniere ich die einzelnen Videoclips nach meinen Wünschen und wenn nötig, versehe ich sie mit den einen oder anderen Untertitel. Für den Übergang
von einer Videoszene zur anderen stehen mir weit über 150 Überblendmöglichkeiten und eine Menge an Bild (Farb-, Kontrast- Bildschärfe)-, Zeit (Zeitlupe, Zeitraffer)- und Trickfiltern zur Verfügung, um dem Video einen professionellen
Charakter zu verleihen. Es gibt mehrere Videospuren um Filme, wenn gewünscht, übereinander zu legen oder verschiedene Bildfarben in Transparent umzuwandeln. Dazu gibt es mehrere Audiospuren, einige durch den Original Ton bereits synchron
belegte, die man wahlweise löschen und mit geeigneter Nachvertonungsmusik oder selbst aufgesprochenen Dialogen ersetzen bzw. hinzufügen kann. Spielt man nun das so entstandene Video am PC ab, kann man es, verbunden über der blueBOX, auf
einen Videorekorder in S-VHS (Composite) oder VHS (Analog RGB), aber auch, sollten Sie einen digitalen Videorekorder besitzen, eben digital aufnehmen und dem Bekanntenkreis, bzw. wenn Sie GEMAfreie Musik verwenden, der Öffentlichkeit mit
Stolz vorführen.
Mit einer solchen Ausrüstung (digitalen Kamera, Video-PC und einen herkömmlichen VHS-Rekorder), in Verbindung
mit Ihrer Kreativität, können Sie auf alle Fälle Videofilme produzieren, die den professionellen Video-Anstalten um nichts mehr nach stehen. Die Anschaffung ist allerdings nicht gerade billig, jedoch wesentlich kostengünstiger und weitaus
weniger Zeitaufwendig als wenn ich mir einen zweiten Videorekorder, Betitelungsgeräte, Videoprozessoren, Schnittgeräte und Mischpulte anschaffe.
Auf nähere Details, die ohnedies in den einzelnen ausführlichen Handbüchern zu finden sind, möchte ich hier
nicht eingehen. Sollten Fragen oder Probleme auftauchen dann möchte ich auf das “Forum” verweisen, wo man diese leicht und ausführlich beantworten bzw. klären und lösen kann.
Damit wünsche ich all den PC-Video-Amateuren viel Spaß und Freude und ein gutes, zufriedenstellendes Gelingen.
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