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Werner PREDOTA ORF NÖ und Moser Reisen
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Kurzanleitung zum Nachvertonen von geschnittenen Videofilmen:
Nicht umsonst spricht der Fachmann: “Der Ton macht den Film”. Denn erst mit der Nachvertonung erhält Ihr
Videofilm das gewisse “Etwas”. Der Ton ist sozusagen der “Aufputz” oder der “Pfiff”, mit dem Ihr Videofilm erst so richtig abgerundet und einen professionellen Charakter erreicht.
Beim Ton unterscheiden wir:
1. Den O-Ton (Original-Ton). 2. Die musikalische Untermalung. 3. Geräuscheffekte und 4. den eingefügten Kommentar über ein Mikrophon.
Vom Nachvertonen spricht man im allgemeinen, wenn man bei einen fertigen Film den O-Ton entweder mit einer
musikalischen Untermalung, mit einen Geräusch oder durch einen eingefügten Kommentar, ersetzt. Dabei ist das Mischen der verschiedenen Tonsignale durchaus möglich. Zum Beispiel kann man dem Originalton ein Geräusch beimengen, oder während
eines Kommentars im Hintergrund eine leise musikalische Untermalung hinzufügen, usw. Der eigenen Phantasie und Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Dies alles klingt im ersten Moment etwas verwirrend und kompliziert. Ist es aber
nicht.
Überdenken wir vorerst einmal ein allgemeines Problem welches sich uns beim Nachvertonen in den Weg stellen
könnte. Würde man den Videofilm gleich beim Schneiden nachvertonen, dann wird z.B. eine musikalische Untermalung im selben Moment unterbrochen, in dem man bei jeden Schnitt- “Cut Out” auf die Pausetaste drückt. Das Ergebnis wäre eine
ständig unterbrochene musikalische Untermalung oder ein ständig unterbrochener Kommentar. Zudem wäre eine zweite Person, die während des Schnittes, das Audiomischpult und die verschiedenen Audiozuspieler bedient, unbedingt erforderlich.
Das dies bei weitem kein befriedigendes Ergebnis wäre, kann sich jeder selbst leicht vorstellen.
Deshalb rate ich zur folgenden Vorgehensweise. Vertonen Sie nur bereits geschnittene Videofilme. a) entweder
mittels der “Audio- Dub” -Funktion Ihres Videorekorders oder b) während einer weiteren Kopie auf einen zweiten Videorekorder. Zu welcher der beiden Varianten Sie sich letztenendes entschließen, möchte ich schon Ihrer eigenen Entscheidung
überlassen, da sich nicht jeder gleich einen zweiten Videorekorder leisten kann.
Bei beiden Varianten ist allerdings eine Nachvertonungsliste unbedingt erforderlich, will man ein halbwegs
anhörbares Ergebnis erhalten. Dazu wird der geschnittene Videofilm einer peinlich genauen Durchsicht unterzogen. Wir spulen zunächst das Videoband mit dem geschnittenen Videofilm zum Bandanfang und stellen das Zählwerk des Videorekorders
auf “00:00:00”. Danach werden alle Zählwerksanzeigen an all jenen Filmpunkten genauestens notiert, ab- und bis wann ein O-Ton beibehalten wird, ab- und bis wann eine musikalische Untermalung oder ein Kommentar eingefügt, bzw. welcher
Kommentar oder welcher O-Ton mit einer leisen Musik unterlegt werden soll. Und vergessen wir dabei nicht auf jene Geräusche, die wir der einen oder anderen Szene, als Belebung des Filmes, beifügen möchten. Als Vorschlag im folgenden eine
Nachvertonungsliste wie ich sie bei meinen Vertonungen verwende.
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[downloaden der Vertonungsliste]
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Gema-Freie Musik und Geräuscheffekte sind im Fachhandel erhältlich (lesen Sie dazu den Abschnitt
“Video erlaubt?” = gesetzliche Bestimmungen).
Vom Geräteeinsatz ist dazu lediglich ein Audio-Mischpult, mit zwei Linearen- und einen
Mikrophoneingang (im Fachhandel bereits unter 70 Euro erhältlich) notwendig. Die Verkabelung des dazwischengeschalteten Mischpultes ist in folgender Skizze, unter Verwendung von zwei Videorekordern, ersichtlich:
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Richtig. Bei der Nachvertonungsmethode mit zwei Videorekordern leidet bereits enorm die Bildqualität, da das
Original damit zweimal, einmal beim Schnitt, das zweitemal beim Nachvertonen, kopiert wird. Es wäre daher schon zu überlegen, wenn man sich schon irgend ein Zusatz-Gerät zum bearbeiten der Videofilme zulegt, ob man da nicht an Stelle eines
einfachen Mischpultes, sich nicht gleich nach einen Videoprozesseor, der nicht nur zum Mischen von Audioquellen, sondern darüber hinaus auch noch einen Bildverbesserer (für Helligkeit, Kontrast sowie Farbe), und vor allem mit einen
Kopierverstärker ausgerüstet ist, mit dem Sie den Kopierverlust zum Großteil vermeiden können. Ich selbst verwendete beim Schnitt einen S-VHS Videorecorder, um alleine schon damit den Kopierverlust so gering wie nur möglich zu halten. Erst
beim Nachvertonen kopierte ich den Videofilm vom S-VHS Rekorder aus auf einen herkömmlichen VHS Rekorder, mit einen dazwischen geschalteten AV- (Audio u. Video) Prozessor.
Wie auch immer Sie sich entscheiden, alleine an Hand der Skizze sehen Sie, wie einfach es ist, den Ton eines
Videofilmes zu manipulieren. Dabei ist es völlig unerheblich, ob Sie nun ein Mischpult oder einen Video-Prozessor dazwischen schalten. Am Masteranschluß (OUT) des Mischpultes oder des Prozessors gelangen nur jene Tonsignale zum
Aufnahmerekorder, die Sie, gesteuert durch die jeweiligen Schieberegler, mit der von Ihnen eingestellten Lautstärke, zum Aufnahmerecorder durchlassen. Für die Bedienung sollten Sie sich die Bedienungsanleitung des Mischpultes bzw. des
Video-Prozessors genauer ansehen.
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Beim Nachvertonen mittels der Audio-Dub Funktion, schließen Sie Ihren Audo-Rekorder, Ihren CD-Player
oder Ihr Mikrophon an jenen Videorekorder, in dem sich Ihr geschnittener und nachzuvertonende Videofilm befindet, nicht an den Audio-In-Buchsen sondern an der Mikrophoneingangsbuchse
(meist an der Vorderfront in Form einer Klinkenbuchse), an. Suchen Sie dann jene Stelle an Ihren Videofilm an dem die Nachvertonung zu ENDE gehen soll und stellen Sie an dieser Stelle das Zählwerk auf “00:00:00”. Danach suchen Sie jene Stelle Ihres Videofilmes an der die Nachvertonung BEGINNEN soll. Nun gilt es die Aufnahmelautstärke einzustellen. Dazu spielen Sie ein Stück Ihres Musikstückes ab (Beim Mikrophon = Sprechprobe) und stellen den oder die Aufnahmeregler auf die gewünschte Lautstärke ein. Ist dies geschehen, drücken Sie die Pausetaste am Videorekorder und starten Sie GLEICHZEITIG den Aufnahmevideorekorder mittels der “Audio-Dub-Taste” und Ihren Audiorekorder, CD-Player oder Ihren Kommentar über das Mikrophon.
Vorsicht: Die Nachvertonungsaufnahme wird in jenen Moment automatisch
beendet, wenn das Zählwerk Ihre vorhin als erstes eingestellte “00:00:00-Anzeige” erreicht. Sehen Sie allerdings in Ihrem Bedienhandbuch genau nach, wie die “Audio-Dub” (auch A-Dub) Funktion bei Ihrem Gerät eingestellt werden muß. Da diese Funktion von Gerät zu Gerät geringfügig von meiner oben beschriebenen abweichen kann.
Um hier ein wirklich brauchbares Ergebnis zu erzielen, gehört eine Menge Übung dazu. Bei einen ersten
Nachvertonungsversuch würde ich daher nicht gleich den Originalschnitt sondern eine Kopie dazu verwenden, um das richtige Gefühl zur Lautstärkeeinstellung und des gleichzeitigen Gerätestartes zu erreichen. Übrigens, den oder die
Lautstärkeregler können Sie auch dazu verwenden um das zugespielte Tonsignal Ein- bzw. Auszublenden. Bei einen einzufügenden Kommentar würde ich anraten, diesen erst einmal auf einen Aufnahmerekorder aufzunehmen und danach über das Band
einzuspielen. Bei dieser Nachvertongsart bleibt Ihr Bildsignal am Videoband vollständig erhalten. Der Originalton hingegen wird durch die neue “Audio-Dub” Einspielung unwiderruflich zur Gänze in jenen Bereich gelöscht, die Sie zur Nachvertonung am Zählwerk eingestellt bzw. ausgesucht haben. Selbstverständlich können Sie mit dieser Audio-Dub-Funktin, sollten Sie mehrere Audio-Zuspielgeräte besitzen, ein Audiomischpult dazwischen schalten, was sowohl die Lautstärkeeinstellung wie auch das Ein- und Ausblenden des zugespielten Tones wesentlich erleichtert.
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