Cannabissorten
Zur Cannabisgenetik
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Die folgenden Informationen stellen lediglich (ausserhalb des
Geltungsbereichs des BtMG erworbene) Erfahrungen
dar und sollen keinesfalls als Aufforderung zum unerlaubten Anbau
von Betäubungsmitteln missverstanden
werden! Diese Informationen sind zum Gebrauch in Ländern
bestimmt in denen der Anbau und Besitz von Cannabis legal sind
oder für Patienten im Geltungsbereich des BtMG mit einer
ordnungsgemässen Cannabisgenehmigung von der Bundesopiumstelle.
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Wer schon mal versucht hat, aus Vogelfutter oder anderen Industriehanfsamen
Marihuana zu gewinnen der wird inzwischen wissen, wie wichtig gute Samen sind.
Nicht ohne Grund ist daraus inzwischen ein Markt gewachsen in dem Millionen
umgesetzt werden. Gramm für Gramm sind legale Medizinalhanf-Samen (z.B. in
den NL, GB, A, CH) inzwischen teurer als illegales Marihuana.
Ganz grob kann man alle zur Drogenproduktion geeigneten Cannabissorten in zwei
Gruppen teilen, sativa und indica. Sativa kommt vorwiegend aus
tropischen Regionen wie z.B. Thailand, Kolumbien, Afrika, Indien. Indica
dagegen kommt ursprünglich aus Gebirgen in Zentralasien, insbesondere dem
Hindukusch in Afghanistan, verbreitete sich dann aber nach Indien, Persien
und das Osmanische Reich bis nach Marokko.
Sativa
Diese Sorten haben längliche, schmale Blätter. Sie wachsen relativ dünn und gestreckt. Die Pflanzen werden relativ hoch. Die Blüte dauert 3 Monate und mehr und die Pflanzen haben einen sehr hohen Lichtbedarf. Die Erntemenge ist relativ niedrig. Das High der Pflanze ist klar und belebend, zu Aktivitäten inspirierend. Klassische Sativa-Sorten sind Thai, Colombian Gold, Acapulco Gold, Malawi Gold, Durban Poison und (Original) Haze.
Indica
Diese Sorten wurden ursprünglich zur Haschischproduktion gezüchtet und verbreiteten sich im gesamten Nahen Osten, von Marokko bis Pakistan. Nach der Invasion von Afghanistan durch die Sowjets in 1980 öffneten sich Handelswege zur Finanzierung der Mujahedeen. Gleichzeitig wurden afghanische Samen in die Niederlande gebracht und dort zum Grundstock von zahlreichen Neuzüchtungen. Nachdem mexikanisches Marihuana aus der Luft mit Paraquat besprüht worden war schoss der inländische Anbau in den USA in die Höhe und die traditionellen tropischen Sativasorten waren dazu nicht ohne weiteres geeignet. Für den Anbau in gemässigten Breiten und unter Lampen war Indica sehr gut geeignet. Die Pflanzen blühen im Herbst früh, sind nach 45-60 Tagen Blüte reif, wachsen dicht und haben hohe Erträge.
Die meisten heute im Handel befindlichen Sorten sind entweder reine Indica-Sorten oder Sativa-Indica Mischformen. Das High von Indica-Sorten ist "schwerer" als bei sativa. Man bleibt eher auf der Couch hängen und zieht sich Fernsehen oder Musik rein statt produktiv zu sein. Man denkt nicht so viel. In mancher Hinsicht ist dieses High viel eher mit einem Alkoholrausch vergleichbar als das bei Sativa der Fall ist.
Silver Pearl
Eine Hybridsorte von Sensi Seeds. Ein FeF verwendete die Sorte vor etlichen Jahren im Garten in Deutschland und ich verwendete sie auf einem verwilderten Feld im Ausland. Drinnen habe ich sie im Schrankgarten, im Winter unter einer 430 Watt SON-Agro Lampe und im Winter unter einer 600 Watt HPS Lampe angebaut. Die besten Ergebnisse hatte ich unter Natriumdampf, die zweitbesten unter Leuchtstoff aber auch die Freilandergebisse waren nicht schlecht. Ein Exemplar aus der 430er Ernte ist z.Zt. mein Lieblingsgrass. Als Hybridsorte (F1) eignet sich diese Sorte aber nicht zur Herstellung von Samen.
Power Plant
Eine stabilisierte Sativa-Sorte von DutchPassion mit südafrikanischem Ursprung. Treibhaus und drinnen. Klares Sativa High:
"Sehr viel sativa, etwas indica (wenig), extrem süsser und leckerer geschmack, wow. Jetzt habe ich gerade Power Plant geerntet und bin (nach dem 'curing') wirklich begeistert. Sehr sativa, nicht zuuu heavy aber trotzdem was für kleine purjoints. Erinnert mich vom effekt sehr an gutes thaigrass, aber mit längerer wirkung"
Stonehedge
Eine Sativa-Sorte von Sagarmatha mit kambodschanischem Ursprung. Dichter Wuchs, akzeptable Blütezeit.
Western Winds (Kali Mist)
Eine fast reine Sativa-Sorte von Sagarmatha mit asiatischem Ursprung. 10-11 Wochen Blütezeit.
Haze
Original Haze wurde von den Gebrüdern Hayes irgendwo in Nordkalifornien entwickelt (ich vermute mal, in Mendocino County oder in der Gegend). Seine Ahnen stammen aus Kolumbien, Mexiko und Thailand. Sativa High.
Silver Haze
Von Original Haze abgeleitet, grössere Erträge und wird schneller reif.
Thai
Thaigrass ist zwar berühmt, aber die Pflanzen sind auch berüchtigt dafür, schwierig anzubauen zu sein. Es kommt oft zu Zwittern die die Pflanzen bestäuben. Das kann davon kommen dass Thaigrass empfindlich auf Streulicht in der Dunkelperiode reagiert. Die Pflanzen wachsen nicht sehr kompakt, brauchen lange um reif zu werden und wollen sehr viel Licht. Dafür ist das High sehr klar.
Acapulco Gold
Eine fermentierte mexikanische Sativa-Sorte. Inzwischen wird aber auch in Mexiko viel Indica angebaut und um Acapulco Gold ist es still geworden. Mexiko-Grass in den USA ist nun vor allem Billigware.
Colombian Gold
Eine fermentierte Sorte aus Kolumbien die es in den 1970ern gab. Später gab es dann aus Kolumbien nur noch Kokain und Heroin, weil das einfacher zu schmuggeln war. Ich hatte einmal Anfang der 80er Colombian Gold von einem deutschen Lieferanten. Es war damals eine der besten Sorten die es gab.
Durban Poison
Eine Sativa-Sorte aus Südafrika die wahrscheinlich von indischen Plantagenarbeitern während
der britischen Kolonialzeit eingeführt wurde, auf die selbe Weise wie Marihuana nach
Jamaica kam. Gedeiht in Mitteleuropa im Freiland, hat keine Probleme auch mit feuchtem Wetter und blüht im Herbst früh genug um vor dem Frost reif zu werden.
Malawi Gold
Habe ich mal im südlichen Afrika geraucht (siehe Fermentieren). War was ganz feines!
Northern Light
Ein gängiger Hybride von Sensi Seeds. Bei komerziellen Anbauern beliebt weil potent, ertragreich und schnellreifend. Die Sorte die ich probiert habe war nicht das Original, da nicht von Sensi Seeds. Möglicherweise war es eine F2-Generation. Mir gefiel das High nicht.
Chive Jamaica
Eine Sativa-Sorte die ich in Deutschland gekauft hatte als der Besitz von Samen noch legal war. Sie blühte spontan schon vor der Dunkelperiode-Umstellung, was sie für Deutschland für's Freiland geeignet machen könnte. Allerdings ist der Lieferant nicht mehr erreichbar da Hanfsamen für den Anbau seit 1.2.1998 nicht mehr verkauft werden dürfen. Eine Pflanze dieser Sorte ist mein zweiter Favorit unter allen meinen Ernteergebnissen.
Jamaican Sensi
Eine Sativa-Sorte die ich vor ein paar Jahren in einem Laden in Deutschland gekauft habe. Ich hatte kein Glück mit den Pflanzen. Sie wuchsen nicht kräftig und waren sehr anfällig für Schädlinge. Ich kam nie zu dem Vergnügen, Blüten zu ernten...
Afghani
Habe ich mal mit einem amerikanischen Freund geraucht. Das wird bei dem in der Gegend seit 1984 angebaut. Knallte ziemlich rein und ich wurde total müde davon. Das ist wie wenn ich zuviel Wein trinke. Mag ich nicht. Auch Hindu Kush von Sensi Seeds gefiel mir nicht, selbe Wirkung.
Gärten unter Kunstlicht:
600 Watt #2: Silver Pearl im Sommer
600 Watt #1: Chive Jamaica im Winter
430 Watt Natriumdampflampe
Anbau mit einem Dochtsystem
Ein Wandschrankgarten
Gärten unter Sonnenlicht:
Ein Treibhaus östlich von Paris
Ein Silver Pearl Garten