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Östlich von Paris

In einem einfachen Treibhaus



Die folgenden Informationen stellen lediglich (ausserhalb des Geltungsbereichs des BtMG erworbene) Erfahrungen dar und sollen keinesfalls als Aufforderung zum unerlaubten Anbau von Betäubungsmitteln missverstanden werden! Diese Informationen sind zum Gebrauch in Ländern bestimmt in denen der Anbau und Besitz von Cannabis legal sind oder für Patienten im Geltungsbereich des BtMG mit einer ordnungsgemässen Cannabisgenehmigung von der Bundesopiumstelle.

Cannabis sativa L.

Cannabis sativa L.

Das ist eine von etwa einem Dutzend Pflanzen in einem einfaches Treibhaus in einer kleinen Stadt östlich von Paris. Genauer wollen wir den Ort gar nicht wissen.

Die Sorte die hier wächst wurde unter dem Namen "Southern Lights" vertrieben. Der Gärtner hatte diesen Namen noch nie gehört. Es handelt sich wahrscheinlich um Samen die von "Northern Lights", einer F1-Hybridpflanze der Indica-Richtung, produziert wurden. Der Gärtener bemerkte dass die einzelnen Exemplare recht unterschiedlich wuchsen und reiften, was man auch von Samen aus F1-Hybriden erwarten würde.

Der Gärtner hatte nicht sehr viel Erfahrung aber handwerkliches Geschick und gute Literatur. Alle Pflanzen wurden für den Eigenbedarf angebaut.

Als diese Bilder entstanden waren die Pflanzen gerade 1,8 bis 2 m hoch und hatten im August zu bluehen angefangen. Bis zur Ernte waren es noch 8 Wochen. Alle Männchen waren bereits entfernt worden um Sensimilia zu erzeugen. Einige der reiferen Pflanzen waren hinausgestellt worden um den anderen Pflanzen mehr Platz zu geben.

Einige der Pflanzen entwickeln schon starke Colas während der Rest noch weniger weit entwickelt sind. Insgesamt waren sie noch 4-8 Wochen von der Ernte entfernt. Viele grosse Blätter an dieser Pflanze vergilben während ihr Stickstoff in die Blütenbildung verlagert wird und sie sich darauf vorbereiten abzufallen wenn die Blüten reifen.

Hohe Pflanze treibt Colas aus Hier wächst Hanf statt Wein

Das Treibhaus ist von Weinreben umgeben die die Sicht in mehrere Richtungen verdecken, ausser nach Süden woher der Garten viel Licht erhält (Südhang). Eine starke Plastikfolie die über eine Baustahlmatte gespannt wurde die wiederum auf einem Lattengestell ruht verdeckt die charakteristische Form der Blätter. Das Treibhaus ist etwa 2,50m auf 3m gross und dient hauptsächlich dem Sichtschutz. Es hilft aber auch im Herbst wenn es im Freien schon recht kalt wird. Die letzten Pflanzen wurden erst geerntet als es schon fast November war.

Diese Pflanze hier wurde beschnitten so dass sie mehrere Seitentriebe ausbildete die sich zu Colas entwickeln. Je waagrechter ein Zweig verläuft umso mehr Blütentriebe zweigen davon ab.


Grosse Pflanze mit grossen Blättern Grosse Pflanze mit grossen Blättern vor dem Giessen

Diese Pflanze ist noch in einem frühen Stadium der Blüte. Sie hat noch viele grosse Blätter die Zucker produzieren. Später werden sich entlang des Hauptstammes und der Zweige Blüten bilden und die grossen Blätter fallen grösstenteils ab.

Diese Aufnahme entstand kurz vor dem Giessen. Es ist gut die Erde etwas antrocknen zu lassen damit Luft in die Poren eindringen kann weil die Hanfwurzeln Sauerstoff zum Atmen brauchen. Kurz nach dem Giessen sahen die Blätter wieder prall und kräftig aus.

Die Pflanzen wurden 2-3 mal pro Woche von Hand gegossen, je nach Wetter. Der Boden unter dem Treibhaus bestand aus gefliesstem Beton mit einem Abflussloch in der Mitte.


Pflanztöpfe Pflanztöpfe und Stengeldicke

Die Pflanzen wuchsen in 10 Liter-Töpfen aus Plastik mit guter Pflanzerde. Diese Topfgrösse ist für 2 m hohe Pflanzen ausreichend aber es hätte mehr gedüngt werden sollen.

Einige der grossen unteren Blätter verwelken, entweder weil sie nicht mehr genug Licht bekommen oder weil Nährstoffe aus ihnen in die Blüten verlagert werden. Das wird wahrscheinlich durch den Nährstoffmangel in der Erde noch verstärkt.


Pflanze mit Seitentrieben Beschnittene Pflanze entwickelt Seitentriebe

Diese Pflanze wurde mehrmals beschnitten. Jedesmal entwickelten sich von der Schnittstelle zwei Seitentriebe so dass die Pflanze mehr in die Breite und weniger in die Höhe wuchs. Die Blüten an den Seitentrieben werden kleiner als bei unbeschnittenen Pflanzen aber dafür hat man mehrere Blüten. Diese Pflanze wuchs von Ende August bis zur Oktoberernte noch wesentlich, so dass die Beschneidung half, Höhenprobleme im Treibhaus zu vermeiden.

Die gesamte Ausbeute aus 7,5 qm war 800 g Blüten, viel mehr als der Gärtner braucht. Das Ergebnis der grössten Pflanze war 120 g während 60 g mehr am Durchschnitt lag...


Reifende Cola

Reifende Cola

Hier sieht man den oberen Teil einer der reiferen Pflanzen. Die grossen mehrfingrigen Blätter haben für einfingrige Blätter Platz gemacht die aus den Blütenständen entlang des Stammes in allen Richtungen herauswachsen. Zur Erntezeit werden alle diese Pflanzen so aussehen, aber voller Harz und mit Blüten die bräunlich und klebrig sind.

Die hellgrüne Farbe der meisten Pflanzen weist auf Stickstoffmangel hin. Das kommt vom schnellen Wachstum während des sonnigen Sommers. Die Pflanzen verbrauchten den gesamten verfügbaren Stickstoff im Boden. Ein wasserlöslicher organischer oder chemischer Dünger im Giesswasser hätte das verhindert, z.B. verdünnter Urin, Algenextrakt oder ein Kunstdünger.

Der Gärtner düngte erst nachdem diese Bilder entstanden waren und die Wirkung war durchschlagend. Die Blätter wurden dunkel und die Zweige wurden so schwer dass viele unter ihrem Gewicht abknickten.

Gärten unter Kunstlicht:
600 Watt #2: Silver Pearl im Sommer
600 Watt #1: Chive Jamaica im Winter
430 Watt Natriumdampflampe
Anbau mit einem Dochtsystem
Ein Wandschrankgarten


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