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Ein Garten im Haus

unter Natriumdampflicht



Anbau drinnen unter einer 430W Natriumdampflampe

Die folgenden Informationen stellen lediglich (ausserhalb des Geltungsbereichs des BtMG erworbene) Erfahrungen dar und sollen keinesfalls als Aufforderung zum unerlaubten Anbau von Betäubungsmitteln missverstanden werden! Diese Informationen sind zum Gebrauch in Ländern bestimmt in denen der Anbau und Besitz von Cannabis legal sind oder für Patienten im Geltungsbereich des BtMG mit einer ordnungsgemässen Cannabisgenehmigung von der Bundesopiumstelle.

Natriumdampflampen sind die effizienteste Lichtquelle für den Innenanbau. Nach ermutigenden ersten Versuchen mit Leuchtstoffröhren kaufte ich mir meine erste Natriumlampe, eine Philips SGR-200 mit kombiniertem Reflektor und Ballast. Diese Einheit war recht schwer und unhandlich und erfordert starke Ketten und Haken zur Aufhängung über dem Garten.

Anbauwanne mit Bewässerungsschläuchen Zwei Plastikwannen (aus dem Baumarkt, zum Mörtel mischen) enthielten je acht Töpfe. Die Wannen waren 85cm mal 50cm und 20 cm hoch. Jeder Topf fasste 3.6 Liter Schotter-Vermikulit-Mischung oder Erde-Vermikulit-Mischung. Die Keimlinge wurden direkt in diesen Toepfen aus Samen angezogen. 16 Keimlinge von Silver Pearl wurden produziert.

Die Bewässerungsschläuche führen vom Grund der Wannen zu je einer Pumpe die in einer dritten Wanne unter der linken Anbauwanne hängt. Die Pumpen werden von Zeitschaltuhren gesteuert die die Anbauwannen in regelmässigen Abstaenden mit Wasser fluten. Wenn die Pumpen anhalten fliesst das Wasser durch die Schläuche siphonartig wieder in das Reservoir zurück. Das Wasser im Reservoir wird ständig mit einem Aquariumsblubberstein mit Luftpumpe mit Sauerstoff gesättigt.



Keimlinge sind sichtbar Nun kann es losgehen. Nach dem Einsetzen der Samen (0,5-1 cm tief) dauert es bei täglichem Giessen etwa 3-8 Tage bis die Keimlinge das Erdreich durchbrechen.

Ab diesem Zeitpunkt muss das Licht eingeschaltet werden. Bei guter Beleuchtung wachsen die jungen Keimlinge etwa 1 cm pro Tag. In diesem Stadium verwendet man 16-24 Stunden Licht pro Tag.


Reflektorwinkel angepasst Die Phillips SGR-200 ist für grosse Gärten und Treibhäuser gedacht wo ein weiter Abstrahlwinkel gefragt ist. In den meisten Innengärten ist jedoch ein Reflektor mit einem engeren Bestrahlungswinkel günstiger. Deshalb wurde diese Lampe mit Pappe und Alufolie so modifiziert dass mehr Licht auf die Anbauwannen gebündelt wird. Nach dieser Ernte wurde ein besserer Reflektor und Ballast angeschafft (siehe Garten im Winter).


Lichtgefülltes Pflanzelt Mit 16-18 Stunden Licht pro Tag wie im Hochsommer wuchsen diese Pflanzen zügig. Um das Licht maximal zu nutzen und als Schutz vor den niedrigen Aussentemperaturen (es war inzwischen Januar!) wurde dieses "Zelt" aus mit Alu beschichteten Polypropylenmatten und Klebeband konstruiert das das Licht drinnen und die Kälte draussen hielt.


Starkes Licht führt zu kompaktem Wachstum Der Internodienabstand der Pflanzen blieb sehr kurz (weniger als ein cm) weil einseits genug Licht zur Verfügung stand und andererseits die Temperaturen recht niedrig waren. Die Stengel waren schon 1 cm dick als die Pflanzen etwa 30 cm hoch waren.

Bald nach diesem Bild wurde der Lichtzyklus umgestellt. Auf 12 Stunden Licht folgten 12 Stunden Dunkelheit. Innerhalb weniger Wochen reagierten die Pflanzen darauf mit Blüte.

Von 16 Pflanzen stellten sich sechs als männlich und neun als weiblich heraus.


Reife Männlein mit geöffneten Pollensäcken Sechs männliche Pflanzen

Diese sechs männlichen Pflanzen haben bereits ihren Pollen ausgeschüttet und damit die Weibchen befruchtet die deswegen Samen produzieren.

Die Männlein sind viel weniger potent als die Weibchen. Ausserdem wachsen weibliche Blüten viel kräftiger wenn sie unbestäubt bleiben. Deshalb entfernen die meisten Gärtner Männlein sobald sie als solche erkennbar sind, etwa 1-4 Wochen nachdem die Nacht auf 12 Stunden verlängert wird und ca. 2 Wochen bevor sich die Weiblein als solche zeigen.

Man kann Männlein mit Butter zu Hanfbutter verarbeiten und aus den Stengeln kann man Fasern gewinnen.

Ich wollte diesmal nicht nur Blüten sondern Samen, zum verschenken an andere Leute die gerne gärtnern. So kamen zwar nur 140g Blüten heraus aber die 20g Samen sind ungefähr 1000 Stück. Ein paar davon haben schon neue Besitzer gefunden und einer davon hat bereits wieder geerntet... Er beklagte sich allerdings dass die Erträge etwas mässig ausfielen, was wohl dadurch zu erklären ist dass es sich bei den so produzierten Samen um Nachkommen von Hybriden handelt (F1-Generation).

Blütenbildung

Blütenbildung beginnt Hauptcola wird dichter Viele einzelne Colas

Trotz der gelben Farbe auf einigen dieser Bilder waren die Pflanzen tatsächlich dunkelgrün. Sie erscheinen hier nur wegen des Natriumlichtes gelb. Ein kleiner Lüfter mit Netzspannung blässt ständig Luft durch den Garten damit den Pflanzen nie das CO2 ausgeht und damit es zu keiner Schimmelbildung kommt. Gleichzeitig werden damit die Stengel kräftiger, so kräftig wie im Freien.

Die Nahaufnahme der Pflanze in der Mitte zeigt eine mittlere Cola die expandiert und dichter wird während sie reift. Klebrige einfingrige Blätter strecken sich daraus in alle Richtungen.

Die Zweige im Bild rechts bestehen aus einzelnen Colas, ohne mehrfingrige Blätter. Keine Hanfpflanze sollte vor diesem Stadium geerntet werden.

hps10 Als die Pflanzen geerntet wurden hatten ihre Wurzeln den gesamten Topf durch und durch durchdrungen. So sollten Hanfwurzeln wachsen. Dazu muss man weiche und das Wasser gut ablaufen lassende Erde oder ein Hydromedium verwenden.

Sofern man Erde verwendet sollte man normalerweise nicht täglich giessen sondern nur alle 2-3 Tage, je nach Temperaturen. Das fördert das Wurzelwachstum. Die Erde muss zwischen dem Giessen Gelegenheit bekommen, leicht auszutrocknen. Dabei können die Pflanzen ruhig mal etwas schlaff aussehen, sofern sie bald danach wieder gegossen werden.


Diese neun weiblichen Schönheiten warten auf die Ernte. Hier sieht man die echte grüne Farbe unter Tageslicht. Reife Pflanzen wie diese haben kaum mehr mehrfingrige Blätter sondern bestehen fast nur noch aus kompakten Colas. Wer seine Pflanzen erntet bevor sie dieses Stadium erreichen de verschenkt einen grossen Teil der Ernte.

9 Schwestern 9 Schwestern 9 Schwestern

Die Pflanzen wurden abgeschnitten, mit einer Schere in Zweige zerlegt und dann langsam in grossen Papierumschlägen getrocknet. Innerhalb von zwei Wochen fiel ihr Gewicht auf ein Viertel. Die Blüten waren rauchfertig.

Die Wirkung ist recht kräftig und "psychedelisch".

Nach dieser Ernte kaufte ich mir eine 600 Watt Lampe mit separatem Ballast und einem verstellbaren Hammerschlagreflektor und baute damit "Chive Jamaica" im Winter und "Silver Pearl" im Sommer an.

Gärten unter Kunstlicht:
600 Watt #2: Silver Pearl im Sommer
600 Watt #1: Chive Jamaica im Winter
Anbau mit einem Dochtsystem
Ein Wandschrankgarten
Cannabissorten

Gärten unter Sonnenlicht:
Ein Treibhaus östlich von Paris
Ein Silver Pearl Garten


Cannabislegalisierung in Deutschland!
Cannabislegalisierung in Östereich!
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