Vor ein paar Jahren baute dieser Gärtner von dem diese Bilder stammen einige Pflanzen auf einer sonnigen Terasse vor seinem Haus irgenwo in Mitteleuropa an. Die meisten Pflanzen auf diesen Bildern sind "Silver Pearl" von Sensi Seeds die ein Freund eines Freundes in den Niederlanden gekauft hatte. Ausserdem hatte er noch "Hindu Kush" und "Super Skunk". Silver Pearl sind die mit den relativ schmalen Blättern.
Im März wurden die Samen direkt in eine Plastikbadewanne mit Erde gesäht. Dort wurden sie gegossen und eine Woche lang wachsen lassen. Dann wurde sie von dort in Töpfe mit Erde verpflanzt. Die Töpfe fassten zwischen 2 und 10 Liter. Es wäre besser gewesen, die Samen direkt in den Töpfen keimen zu lassen. März war unnötig früh für den Anbau und Mai oder Juni wäre besser gewesen. Diese Bilder stammen von Ende September als diese noch längst nicht ganz reifen Pflanzen geerntet werden mussten. Noch vier Wochen hätten eine wesentlich bessere Ausbeute an Blüten bedeutet.
Draussen hat man viel Sonnenlicht und Platz damit sich Pflanzen verzweigen können. Dadurch wird die Topfgrösse schnell zum begrenzenden Faktor. Wenn die Wurzeln erst mal den ganzen Topf ausfüllen dann können sie schnell die ganzen Nährstoffe aufbrauchen. Töpfe mit 20 Liter sind ideal und 10 Liter sind auch in Ordnung. Recht viel kleinere Töpfe sind draussen nicht zu empfehlen. Man muss dann entweder später umtopfen oder mehr Samen in vielen kleinen Töpfen ansetzen. Ausserdem trocknet ein grosser Topf nicht so schnell aus und ist einfacher zu giessen als mehrere kleine Töpfe. Diese Pflanzen wurden alle drei Tage gegossen. Dem Giesswasser wurde ein Kunstdünger für Erdbeeren zugesetzt (4-8 ml auf 10 Liter Wasser alle zwei Wochen). Das war aber scheinbar zu wenig weil einige der Pflanzen Anzeichen von Nährstoffmangel zeigten. Gut geeignet ist übrigens Geraniendünger.
Die Pflanze im kleinen roten Topf ist weniger weit entwickelt als ihre Schwester im grossen braunen Topf weil ihr Nährstoffe fehlten.
Je kleiner die Töpfe um so kleiner waren die Pflanzen die darin wuchsen (siehe die kleinen Pflanzen links unten). Es lohnt sich nicht wenn man bei der Topfgrösse spart.
Durch das Abschneiden der Triebspitzen wurden diese Pflanzen gezwungen, sich horizontal zu verzweigen, wodurch sie mehr Sonne empfangen. Das wurde hauptsächlich dazu gemacht, um die Pflanzen kurz genug zu halten damit sie von den Weinreben vor neugierigen Nachbarn versteckt wurden.
Diese Pflanzen haben die meisten grossen Blätter abgeworfen und es wachsen nur noch einfingrige Blätter aus ihren reifenden Blütencolas.
Die Blüten an diesen Zweigen waren noch nicht ganz reif und hätten noch viel weiter wachsen können, aber leider mussten sie aufgrund äusserer Umstände schon Ende September geerntet werden.
Die Colas wurden mit Bindfäden horizontal heruntergebunden damit die Blütenbildung nicht nur an der Pflanzenspitze erfolgte:
Nach der Ernte wurden die Blüten teilweise getrocknet und dann in anschliessend mit einem Korken und Klebeband versiegelten Bambusröhrchen verpackt. Dadurch konnte das Grass langsam fermentieren. Der Rauch war mild und die Wirkung nicht so schwer wie bei reinen Indica-Sorten.
Gärten unter Kunstlicht:
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