Samaria-Schlucht
Erstmal ein paar wichtige Hinweise: Die Schlucht hat nur von Mai bis Oktober geöffnet. Man muss rechtzeitig starten, um das Boot nicht zu verpassen. Tragen Sie geeignetes Schuhwerk! Nehmen Sie genug zu Essen und zu Trinken mit! In der Schlucht gibt es nichts kaufen.
Seit 1962 ist das Gebiet der Samaria-Schlucht ein Nationalpark. Hier gibt es eine Vielfältigkeit an Tieren und Pflanzen, z. B. Zypressen und Pinien, Orchideen, Steinadler, Steinbock. Der Klamm ist durch die Auswaschung eines Flusses entstanden. Der Fluss schwillt im Winter so an, dass eine Wanderung nicht möglich ist. Die Wanderweg beträgt 16 km und alles sollte genau geplant sein, denn man ist schon mal 6 bis 7 Stunden unterwegs. Überlegen muss man genau, ob man Kinder mitnimmt, da diese eventuell den weiten Weg nicht schaffen. Eine Rückwanderung in der Schlucht ist aufgrund der Länge kaum möglich. In der Schlucht gibt es keine Abkürzungen oder ähnliches. Auf den letzten Kilometer läuft man in der prallen Sonne, also Sonnencreme, Sonnenhut und Sonnenbrille nicht vergessen! Am besten nutzt man zur Wanderung eine organisierte Tour. Falls dies nicht gewünscht ist, kann man mit dem Auto oder Bus bis zum oberen Eingang der Schlucht fahren. Am unteren Ende in Agio Roumeli muss man mit der Fähre nach Chora Sfakion fahren. Hier gibt es einen Anschlussbus zurück zum Ausgangsort.
Die Schluchtwanderung besteht nur im Abstieg. Es gibt viele Serpentinen und Holztreppen. Nach ca. 4 km erreicht man die Steinkapelle Agios Nikolaos. Ab hier wird der Weg dann auch etwas flacher. Weiter geht es zu dem verlassen Dorf Samaria. Verlassen ist es seit der Umsiedlung der Bewohner aufgrund der Errichtung des Nationalparks. Die dort noch anzufindene Kirche Ossia Maria ist aus dem 14. Jahrhundert. Wenn man hier angelangt ist, hat man die Hälfte der Strecke geschafft. Jetzt kann man beruhigt erstmal Picknick machen, bevor in die schroffen Felswände geht, wo man mehrmals den Fluss überqueren muss. Die Sideroportes sind 300 m hohe Felswände und an dieser Stelle misst die Schlucht nur 3,5 m. Nach den Sideroportes öffnet sich Schlucht und man gelangt zu einem flachen, aber schattenlosen Flussbett. Dann läuft man nur noch in der Sonne, ganze 2 km. Erreicht man Agia Roumeli ist man am Ziel, kann sich erfrischen und dann zurückfahren.