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Die Insel Kreta

Chania & Nordwesten

Chania verfügt über einen gut erhaltene Altstadt. Hier kann man genüsslich bummeln. Der venezianische Hafen ist einzigartig und besitzt einen alten Leuchtturm. Die Hafenpromenade verziert pastellfarbene Hausfassaden und es gibt viele Cafes und Restaurants. Chania ist die zweitgrößte Stadt Kretas.

In Chania kann man Sightseeing-Tours machen, baden gehen und es gibt ein Nachtleben. Schaut man von Chania nach Süden, sieht man die Weißen Berge, die meistens mit Schnee bedeckt sind. Am westlichen Stadtviertel Nea Chora gibt es einen Sandstrand.

Seit den Minoern war diese Stadt ununterbrochen besiedelt. Zu minoischer Zeit stand auf dem Kastelli-Hügel ein Palast, wo zur Zeit die Ausgrabungen stattfinden. Auch zur venezianischen Zeit befand sich auf dem Hügel ein Palast des Stadthalters. 1538 wurde die Stadtmauer errichtet, die die Türken ohne Weiteres im Jahr 1645 überwinden konnten. Von Chania aus steuerten dann die Türken die Eroberung Kretas.

Die Straßen in dieser Stadt sind rechtwinklig angelegt und es gibt neoklassizistische Bauten. Gepflegte Villen mit Gärten gibt es in dem Stadtteil Chalepa.

Die Stadtmauer steht heute noch zum größten Teil. Ein Besuch auf der Schiavo-Bastion und dem Fort Firkas lohnt sich.

Im ehemaligen Stadtviertel Evraiiki, waren Juden ansässig. Diese wurden von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg fast vollständig ausgelöscht. Dieses Stadteil findet man zwischen der Schiavo-Bastion und Kastelli.

Am Hafen findet man ein auffälliges Gebäude: die Djamissi. Es ist das älteste türkische Bauwerk in dieser Stadt und ist heute ein Ausstellungsraum.

Chania beherbergt ein Nautisches Museum, welches im Fort Fikas zu finden ist. Hier sind Schiffsmodelle und Rekonstruktionen von Seeschlachten zu sehen. Besonders sehenswert ist die Dokumentation der Schlacht um Kreta im Obergeschoss.

Das Byzantinische Museum wurde in der venezianischen Kirche San Salvatore hergerichtet. Es gibt Ikonen zu sehen und ein frühchristliches Mosaik.

Die venezianische Altstadt liegt im Stadteil Topanos. Es gibt den Renieri-Palast, eine Loggia und eine Synagoge (Etz Hayyim) zu sehen. Das Archäologische Museum ist gleich nebenan im Stadteil Evraiiki zu finden. Im Kern war es mal eine gotische, katholische Klosterkirche, die später von den Türken zur Moschee umgebaut wurde. Die ausgestellten Exponate beginnen im Neolithikum über die Römerzeit, Venezianische Herrschaft und Türkische Herrschaft. Es gibt z. B. ein römisches Fußbodenmosaik zu sehen.

Die Klöster Moni Gouverneto und Moni Katholiko liegen auf der Halbinsel Akrotiri. Moni Gouverneto ist dabei als Festung angelegt und hat den Stil der italienischen Renaissance. Geht man einige Meter oberhalb des Klosters, so hat man einen schönen Blick über das Meer. Hier findet man auch ein Denkmal der Opfer der Deutschen Besatzungszeit. Hier beginnt auch der 30-Minuten-Fußweg zum Kloster Katholiko auf dem die „Bärenhöhle“ liegt. Das Kloster liegt versteckt in einem Schluchtgrund, halb eingebaut in eine Höhle. Daneben liegt die Johannishöhle mit Tropfsteinen. Das Kloster besitzt eine Brücke, die über den Schluchtbach führt. Hier versammeln sich die Menschen zum Heiligenfest am 6./7. Oktober.

Ein Ausflug in die Weißen Berge lohnt sich ebenfalls. Diese liegen südlich von Chania. Fährt man die Asphaltstraße nach Theriso, kommt man an der Therisino-Schlucht vorbei. Von Theriso kann man zum Zourva fahren, einen fast verlassen Weiler. Auf dem Weg fährt man immer an den Berghängen der Weißen Berge entlang und man hat eine wunderschöne Aussicht.

Die Halbinsel Akrotiri liegt nördlich von Chania. Die Stadt dehnt sich jedes Jahr weiter nach Osten aus, so dass schon ein Teil Chanias auf der Halbinsel liegt. Am Stadtrand im Osten findet man die Grabstätte des Eleftherios Venizoles. Es ist ein Park auf einem Plateau weit über dem Meer. 1905 wurde hier zum ersten Mal die griechische Flagge gehisst. Im Süden und Osten der Halbinsel findet man nur den Flughafen und Militärbasen, von daher nicht weiter sehenswert. Im Norden der Insel liegt direkt am Meer eine 400 m hohe Gebirgskette.

Der Strand von Elafonisi ist einmalig schön! Etliche Kilometer nur Sand, touristisch unerschlossen. Es gibt am Strand keine Hotels oder Restaurants. Da sich diese schöne Lagunenatmosphäre herumgesprochen hat, ist der Strand immer mit Touristen voll, aber nicht zu voll. Ein ganztägiger Badeausflug lohnt sich! Elafonisi liegt an der Südwestküste Kretas.

 

 

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