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Die Insel Kreta

Ca. 537000 Einwohner leben auf Kreta. Sie sind sehr freundlich und zuvorkommend. Die Kreter halten eine strikte Mittagsruhe von 14 bis 17.30 Uhr ein. In dieser Zeit ruhen sie sich aus, essen nicht. Erst ab 17.30 Uhr wird Kaffee getrunken, meist Frappé (eiskalter Kaffee, aber sehr lecker). Das Abendessen wird erst spät eingenommen: zwischen 21 und 22 Uhr.

Die Kreter lieben Geschichten. Deshalb reden sie gern und geben versprechen, die sie am nächsten Tag oft vergessen haben. Ihr Wesen kann man so beschreiben: abwechselnd gleichgültig oder teilnahmsvoll, leidenschaftlich, entspannt oder niedergeschlagen, aber immer authentisch.

Gastfreundschaft wird auf Kreta groß geschrieben. Leider sind es mittlerweile so viele Touristen, dass die Kreter nicht jeden einladen können. Trotzdem kann es passieren, dass man spontan einen Kaffee, ein Raki oder eine Einladung zur Teilnahme an einer Mahlzeit angeboten bekommt. Man kann sagen, die Kreter haben Freude am Geben. Sollten Sie so ein Angebot bekommen, lächeln sie oder sagen sie Danke auf griechisch.

In jedem Ort gibt es mindestens ein kafenion (Café). Vor diesem Cafés findet man meistens ältere Männer, die sich unterhalten, starken Kaffee trinken, spielen, sich unterhalten oder politisch diskutieren. Das kafenion ist ein inoffizieller Männerclub. Frauen brechen ab und zu mal diese Traditionen und kehren auch in diesen Cafés ein. Dies wird von den Männern ungern gesehen. Bei Touristen macht man aber eine Ausnahme und heißt sie herzlich willkommen, egal ob männlich oder weiblich.

Die Kreter unternehmen sehr oft einen Abendspaziergang, die voltá. Dieses wurde einst von den Venezianer eingeführt. Rund um den Dorfplatz oder an einer Uferpromenade entlang wird dann geschlendert. Familie oder Paare bleiben stehen, um zu schwatzen, Männer und Frauen tratschen oder flirten. Die voltá ist eine gute Gelegenheit, sich schön zu machen und herauszuputzen, zu sehen oder gesehen zu werden.

 

 

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