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Die Insel Kreta

Rethimno & Umgebung

Rethimno ist die drittgrößte Stadt und hat 25000 Einwohner. Hier findet man im Wechsel venezianische und türkische Gebäude und diese Stadt gilt als geistiges Zentrum von Kreta. Die Türken eroberten die Stadt im Jahre 1646 und blieb unter deren Herrschaft bis 1879. Bis 1898 hielt Russland die Stadt besetzt.

Die venezianische Befestigungsanlage verfügt, anders als in den anderen kretischen Städten, über eine Zitadelle. Die Anlage hatte 1573 ihren Baubeginn und war 1587 endlich fertig. Zur Türkenherrschaft wurde an der Stelle der Kathedrale die Moschee Sultan Ibrahim Tzami errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Festung von den Deutschen als Artilleriestützpunkt genutzt.

Das Archäologische Museum befindet sich ebenfalls in der Festung, in einem einst venezianischen Gefängnis. Hier gibt es interessante Funde aus der Region zu sehen, z. B. spätminoische Sarkophage der Nekropole von Armeni. Geht man zurück, so kommt man an der Kanakakis Art Gallery vorbei mit moderner Kunst.

Der kleine, alte venezianische Hafen hat einen alten Leuchtturm. Im Hafen kann man sehr gut in Restaurants und Tavernen speisen.

Der Altstadtkern befindet sich hinter dem Hafen. Hier sind venezianische Renaissancefassaden erhalten geblieben. Hier gibt es auch eine Loggia, wo sich einst die venezianische Oberschicht traf. Heute ist dies ein Verkaufs- und Ausstellungsraum des Kulturministeriums.

Der Rimondi-Brunnen hat vier schlanke Säulen mit korinthischen Kapitellen und Löwenköpfe, die als Wasserspeier dienen. Um diesen Brunnen gibt es zahlreiche Cafes. Von hier kann man das kretische Leben beobachten.

Der Konzertsaal Odeion war früher eine Kirche. Zur Zeit der Türken wurde sie in eine Moschee umfunktioniert.

Das Folklore-Museum findet man in einem venezianischen Palast aus dem 17. Jahrhundert. Hier sieht man landwirtschaftliche Geräte, altes Kunsthandwerk und Trachten.

Das Megali-Porta ist Teil der alten Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert. Hier geht noch heute die Hauptstraße zur Altstadt durch.

In der Neustadt befindet sich die klassizistische Kirche Tesseron Martiron. Es ist ein neuerer Kirchenbau mit farbenprächtigen Heiligbildern.

In der Neustadt findet man auch die Moschee Kara Mousa Tzami des 17. Jahrhunderts. Sie begrenzt die Altstadt nach Osten und liegt in einem kleinen, schönen Garten. Von hier gelangt man zur Odos Arkadiou, die Haupteinkaufsstraße der Stadt.

Die Melidoni-Höhle (in der Nähe des Ortes Perama) ist eine interessante Tropfsteinhöhle. Hier soll einst der Riese Talos gewohnt haben. Aber eigentlich ist es eine Märtyrergedenkstätte der Kreter: hier wurden 370 Kreter im Jahr 1824 (im Unabhängigkeitskrieg) ausgeräuchert.

Der Gegend von Preveli liegt an der Südküste Westkretas. Hier gibt es kleine Dörfer, Olivenhaine und zahlreiche Schluchten. Auch gibt es zwei Klöster: das Moni Kato Preveli, welches im 17. Jh. erbaut wurde und heute eine Ruine ist und das Moni Preveli, welches in 200 m Höhe liegt und Ende des 17. Jahrhunderts errichtet wurde. In der Bucht Preveli gibt es einen Kiesstrand, Palmen und sie ist wie eine Lagune.

Fährt man weiter an der Südküste in Richtung Westen werden die Küsten flach und weit. Hier liegt der Ort Frangokastello mit seinem 1371 errichteten venezianischen Festung, die noch sehr gut erhalten ist und einen Besuch hierher sich lohnt.

Der Ort Georgioupoli liegt an einem Fluss, der das ganze Jahr Wasser führt. Um diesen Ort findet man auch den längsten Sandstrand Kretas, wobei der Hauptstrand der von Kalivaki ist. 5 km entfernt liegt der Kournas-See, der einzigste Süßwassersee auf der Insel mit 40 m Tiefe.

In dem Ort Argiroupoli gibt es zahlreiche Ruinen venezianischer Herrenhäuser. Hier gibt es auch eine Höhlenkirche (Agia Dynamis). Im Altstadtkern findet man ein venezianisches Portal und das Folklore-Museum.

 

 

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