Rom ca. 500 v.u.Z.-400 n.Chr.
Kleidung der Dame
Ein langes Untergewand, die Tunika, trugen die Frauen als Hemd, Unter- oder
Hauskleid, sie war aus zwei Stoffstücken zusammengenäht mit einem Kopf-
schlitz und Öffnungen für die Arme versehen, teilweise hatte die Tunika ange-
schnittene oder eingesetzte Ärmel. Oft war sie unter der Brust gegürtet und an
der Schulter mit Knöpfen oder Fibeln verziert. Feines Leinen, feine Wolle oder
Seide verwendete man bevorzugt für dieses Gewand.
Die Stola, ein Übergewand mit gleichem Schnitt wie die Tunika, ähnelte dem
griechischen Chiton, oft war sie weit und schleppend gestaltet. Unter der Brust wurde sie gegürtet.
Kostbare Materialien und Verzierungen, wie Perlen, Fransen, Goldflitter und
Stickereien waren sehr beliebt.
Die Palla, ein glockenförmiger Mantel, teilweise rechteckig geschnitten, drapierte man kunstvoll um den Körper.
Meistens bedeckte sie den Kopf und war in leuchtenden Farben gehalten.
Zubehör und Körperpflege
Die Frauen legten außer Haus einen Schleier an. Die kunstvoll gelockten Haare
legte man in ein Netz aus Gold- und Silbergeflecht das durch kostbare Spangen
und Diademe gehalten wurde.
Das blonde Haar der Germanen war sehr beliebt, deshalb wurden das Eigenhaar
und Perücken gebleicht.
Die Frauen betrieben reichlich Körperpflege, sie badeten in Ziegen- oder
Eselsmilch, zur Gesichtspflege benutzten sie Kleie, Früchte oder Wein.
Mittels Bleichmittel und Salben versuchten die Frauen ihren Teint aufzuhellen,
außerdem setzte man sich falsche Zähne ein.
Gold, Silber, Emaille, Elfenbein und Perlen waren beliebte Materialien für
Schmuck.
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