Gründerzeit 1870 - 1890
Wilhelm I. wurde Kaiser und der deutsche Reichskanzler Otto von
Bismarck führte seine Politik die einst einzelnen deutschen Länder
zusammen. Das �Drei-Klassen-Wahlrecht� wurde eingeführt. In
der Chemie- und Elektroindustrie verzeichnete man erhebliche
Fortschritte. So entstanden die erste elektrische Eisenbahn, der
erste elektrische Fahrstuhl und Fahrräder mit Luftreifen und
Drahtspeichen. Die erste elektrische Straßenbeleuchtung wurde
1882 in Berlin in Betrieb genommen.
Das Bürgertum verfügte nun über eine große wirtschaftliche
Macht. Bürger wie Apotheker, Rechtsanwälte, Ärzte und
Ministerialbeamte waren erfolgreich und verdienten gut und
strebten einen adligen Lebensstil an.
Es ging nunmehr darum. soviel Kapital wie möglich zu erwerben.
Die meisten Ehen waren eher zweckbestimmt und der Ehepartner
wurde nach politischen und wirtschaftlichen Interessen ausgewählt.
Die Frauen hatten nach wie vor keine Rechte und zum Teil wurde
ihnen mittels Medizin und Psychologie Intellekt und Sexualität
abgesprochen. Arbeiterinnen verdienten bei gleicher Tätigkeit
denselben Lohn wie Männer.
Die Missstände und die Armut in den Arbeiterfamilien ließen
etliche Frauenorganisationen entstehen und bescherten der
sozialdemokratischen Partei eine steigende Mitgliederzahl.
Die Rolle der Frau war in der Gesellschaft lediglich auf die der
Mutter festgelegt. Vereinzelt gelang es jedoch besonders starken
Frauen ein Studium an einer Universität zu absolvieren.
Durch den zunehmenden Wohlstand des Bürgertums wurden
prächtige Opernhäuser, Kaufhäuser, Brücken und Bahnhöfe
errichtet. In der Inneneinrichtung bevorzugte man schwere
Eichenmöbel, die an die Zeit der Renaissance und des Barock
erinnerten.
Der erste elektronische Webstuhl ermöglichte eine Steigerung der
Produktivität. 1861 wurde die erste mechanisch angetriebene
Wirkmaschine in Betrieb genommen. Aber auch in der chemischen
Industrie schritt die Entwicklung von synthetischen Fasern voran.
Die Maschinenstickerei ermöglichte nun auch den steigenden
Bedarf an modischem Beiwerk zu decken.
Kleidung der Dame
Kleidung des Mannes
Filmkost�me
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