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Die SAVANNAH war das erste mit Kernenergie angetriebene Handelsschiff (Kombi Stückgutfrachter /Passagierschiff) der Welt. Sie war Teil des von U.S.-Präsident Eisenhower initiierten „Atoms for Peace“-Programms, mit dem friedliche Anwendungsmöglichkeiten der Kernenergie demonstriert werden sollten. Die Taufe durch die Präsidentengattin Mrs. Eisenhower und der anschließende Stapellauf fanden am 21.07.1959 statt. Nach Fertigstellung und Ausrüstung wurde die SAVANNAH schließlich am 23.03.1962 in Dienst gestellt. Als Versuchsschiff war sie zwar technisch durchaus erfolgreich, bei den niedrigen Ölpreisen vor der Ölkrise aber im Vergleich zu konventionell angetriebenen Schiffen wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig. Daher wurde sie bereits 1970 außer Dienst gestellt und eingemottet. Nach derzeitiger Planung sollen der Reaktor und die anderen radioaktiven Teile entfernt werden, so daß die SAVANNAH in Zukunft als Museum genutzt werden kann. Weitere Informationen zum Original gibt es bei der U.S. Department of Transport Maritime Administration (MARAD).

Modell: Das Modell wurde aus einem Revell-Bausatz für ein Standmodell im Maßstab 1:380 zum ferngesteuerten Schiffsmodell umgebaut. Es ist 474 mm lang, 64 mm breit und wiegt 370 g. Es handelt sich also wie auch bei der Chris-Craft (und streng genommen auch der MicroMagic) um ein so genanntes Mikromodell.

Als R/C-Funktionen sind ausgeführt:
–Antrieb (stufenlos vor-/rückwärts) Als Antriebsmotor dient ein Speed 250 von Graupner. Dieser treibt einen von 20 mm auf ca. 16 mm Durchmesser heruntergedrehten 3 Blatt Propeller von Graupner an. Trotz des kleinen Propellers ist der Antrieb immer noch Rennbootmäßig überdimensioniert. Als Fahrtregler dient ein Pico-2W von Conrad (leider nicht mehr lieferbar). Die elektrische Versorgung übernimmt ein 7,4 V LiPo Akku von Graupner mit einer Kapazität von 1250 mAh. Bevor der lehr ist, ist einem schon drei mal langweilig geworden.
–Ruder Als Ruderservo dient ein Hitec HS-55 (11 Ncm bei 4,8 V; 8 g). Das Ruder selbst wurde deutlich größer als Scale gebaut. Bei Fahrt voraus ist die Wirkung dann auch sehr gut, bei Fahrt zurück aber dennoch eher bescheiden.
–Navigationslaternen Die Navigationslaternen bestehen aus 3 weißen (2 * Topplicht, 1 * Hecklicht), 1 grünen (Seitenlicht steuerbord) und 1 roten (Seitenlicht backbord) LED. Die LEDs sind von oben angefräst und so mit silbernem Lack bemalt, dass jeweils nur in die korrekten Sektoren Licht abgestrahlt wird.
–Signalhorn Als Signalhorn dient ein kleiner Lautsprecher aus einem Mobiltelefon. Dieser wird über eine kleine, dem Buch “Mikromodelle” von M. Christl et al aus dem vth-Verlag entlehnte Schaltung angesteuert. Im wesentlichen besteht die dort als Blinkmodul bezeichnete Schaltung aus einem NE555 sowie ein paar Wiederständen und einem Kondensator.
Als Empfänger dient ein 16 g leichter Webra SCAN DS6. Navigationslaternen und Signalhorn werden von einem seinem Gehäuse beraubten Conrad 2 Kanal memory Servoline Schalter angesteuert.

Das Modell ist durch 2 Schotts in 3 wasserdichte Abteilungen unterteilt. Zunächst wurden die Decks nur aufgelegt. Halten tun sie so prima, aber überkommendes Wasser konnte leicht eindringen. Insbesondere die vordere Abteilung mit dem Akku stand öfter unter Wasser, was dann zu beängstigender Schlagseite führte. Deshalb wurde ringsum nun eine Dichtung aus Badezimmer-Silikon angebracht. Um dafür zu sorgen, dass das Silikon nur am Rumpf haftet und diese nicht dauerhaft mit den Decks verklebt, wurden die Decks vorher mit silikonfreiem (!) Trennmittel behandelt.
(c) 2007 Lutz Paelke
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