Back to Karen Halliday's von Pressentin Family History home page            

Daschow (1730-1804)
Jesendorf (1744-1782)
Kaarz (1402-1784)
Kanoten (from 1833)
Prestin (1270-1872)
Sternberg-Rittersitz (1397-1796)
Stieten (1506-1807)
Weitendorf (1348-1784)
Willkamm (from 1814)


Daschow

Photograph of Daschow before 1870
Daschow, before 1870

Note: Daschow is now a resort hotel. There are pictures on their website at www.schlossdaschow.de

OriginalKaren Halliday's translation
Daschow und Kuppentin
bei Gallin, Kr. Parchim.
1730 bzw. 1732-1804 bzw. 1805.

            1. Daschow, [Lehngut - fief?], 518,6 Hektar gro� (105 Hektar Wiesen und Weiden), altes Stammlehn des 1792 ausgestorbenen Geschlechts v. Dessin, wurde es 1703 von Kammerjunker J�rgen v. Dessin an den Leutnant Otto Friedrich v. Pentz f�r 10 000 Rthl. zu Pfand gegeben. Der Kontrakt wurde 1730 auf Bernd Ulrich II (P. 2) v. Pressentin �bertragen. Dieser nahm seinen Wohnsitz in Daschow, und wie wir unten sehen, erwarb er bald danach auch das angrenzende Kuppentin, zu dessen Kirchspiel Daschow geh�rte. Der beim Reichskammergericht entstandene Proze� wurde durch rechtskr�ftige Erkenntnis vom 19. November 1765 dahin entschieden, da� dem Dessin die Reluitionsbefugnis zuerkannt wurde. Durch Vergleich in Schwerin vom Jahre 1770 zwischen dem Bevollm�chtigten des Majors v. Dessin auf Apenwade und den Erben des inzwischen verstorbenen Bernd Ulrich, n�mlich Georg Christoph (P. 5), Bernd Ulrich IV (P. 6) und Mathias Heinrich (P. 7), wurde dieser Reluitionsbefugnis seitens der Dessin entsagt. Durch Lehnsbrief vom 5. Dezember 1778 wird Georg Christoph als alleiniger Besitzer anerkannt. Dieser starb am 16. Mai 1802 ohne leibliche Lehnserben und Daschow fiel an seinen einzigen noch lebenden Bruder Bernd Ulrich IV (P.6), der zu Schlesien im Domanialamte D�mitz seinen Wohnsitz hatte und am 16. November 1802 den Lehnseid leistete. Die beiden T�chter von Georg Christoph hatten indessen das Erbjungfernrecht, �ber dessen Umfang Streitigkeiten entstanden, welche dadurch beigelegt wurden, da� Bernd Ulrich IV, der in keiner gl�nzenden Verm�genslage war, Daschow an seine Nichte Wilhelmine v. Hartwig f�r 12 750 Rthl. verkaufte2. {Footnote 2: Verkaufs-Kontrakt zwischen beiden vom 24. X. 1804 bei den Gutsakten zu Daschow.} Im Proklamationstermin vom 25 Oktober 1805 meldete sich zwar Johann Wilhelm auf Prestin, doch blieb er durch den Pr�klusiv-Bescheid vom 9. Dezember 1805 unber�cksichtigt.

            Am 23. M�rz 1808 wurde dann dem Ehemann der K�uferin, Hauptmann Georg Gustav v. Hartwig, der Lehnsbrief erteilt. Seitdem ist Daschow nach fast 76j�hriger Pressentinscher Bestizzeit in der Hand dieser Familie verblieben.

            Das alte Wohnhaus, an einem 16 Hektar gro�en See, der an der S�dseite durch einen Park mit sch�nen alten B�umen begrenzt wird, belegen, wurde in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts durch ein unmittelbar davor errichtetes neues und gr��eres ersetzt; im �brigen blieben die anderen Geb�ude erhalten, bis im Jahre 1927 ein furchtbarer Wirbelsturm diese arg besch�digte und teilweise einst�rzen lie�, so da� einige von ihnen neu aufgef�hrt werden mu�ten. Sehr gelitten hatte auch der alte Baumbestand des Parkes, der manche L�cke auswies, und der 78 Hektar gro�e Forst, durch den der Sturm eine scharf abgegrenzte breite L�cke ri�.

            2. Kuppentin, Lehngut im Kreise Parchim, grenzend an Daschow, 557 Hektar gro� (478 Hektar Acker, 37 Hektar Wiesen und Weiden, 33 Hektar Wald) wurde urkundlich schon 1235 genannt, als der dortigen Kirche vom Bischof Brundward von Schwerin ihr Pfarrbesitz best�tigt wurde. Seit 1271 sitzen die v. Preen als werlesche Vasallen auf Kuppentin usw., sp�ter ist dieses an die Cursen gekommen und durch eine Erbtochter derselben (�Cursen dochter� wohl Kruse�sche Erbjungfer) an die v. Restorff. Nach dem aussterben von deren Kuppentiner Linie im Jahre 1504 ging das Gut vor�bergehend zur�ck an die Herz�ge Balthasar und Heinrich, kam dann aber von Ende des 16. Jahrhunderts an wieder in den Besitz der Restorffs. An Kuppentin hatten au�erdem die v. Weltzien und die v. Dessin auf Daschow verschiedene Anrechte (letztere 4 Hufen), die sie bis zum Restroffschen Konkurse von 1732 behielten. Der Dessinsche Anteil ging mit Daschow bereits 1730 in den Pfandbesitz von Bernd Ulrich II (P. 2) �ber, welcher das Hauptgut Kuppentin f�r 6150 Rthl. erstand und das ganze Gut konsolidierte. Nach seinem Tode im Jahre 1769 geht dieses auf seinen Sohn Georg Christoph auf Daschow �ber,der 1771 den Lehnseid leistete. Dieser erwirbt mit lehnsherrlichem Konsens vom 4. Februar 1799 auch den Penzlin-Neuhofer Anteil von Kuppentin f�r 10 000 Rthl. hinzu3. {Footnote 3: Penzlin und Neuhof von etwa 1700-1760 im Besitz der Familie v. L�tzow, wurde durch den P�chter von Vollrathsruhe Souhr vor Gericht als Meistbietendem erstanden. Das Zubeh�r von Kuppentin �berlie� er anschlie�end an Georg Christoph, der damit am 21. VII. 1800 belehnt wurde (Urkunde in Daschow).} Dieser Anteil bestand urkundlich aus: 1. zwei Bauernstellen, 2. dem Dorfkrug, 3. der Wasser- und Windm�hle, 4. einem Katen, �den der Herr Lieutenant v. L�tzow gegenw�rtig inne hat�, und 5. einnem Hinterkaten zur H�lfte.

            Nach dem Ableben von Georg Christoph empf�ngt das Lehn in gleicher Weise wie Daschow sein Bruder Bernd Ulrich IV (P. 6) zu Schlesin und verkauft das Gut mit lehnsherrlichem Konsens vom 21. Juni 1805 an die Erbjungfer Charlotte, Georgs zweite Tochter, deren Ehemann Nicolaus Samuel Ferdinand v. Freyburg 1806 als lehnsmann angenommen wurde. Nachdem dieser bereits 1807 gestorben war und Charlotte 1812 das Zeitliche gesegnet hatte, verkauften die Erben den Besitz an Ernst v. Bl�cher f�r dessen Bruder Helmuth. Das jetzt auf 463 Hektar verkleinerte Gut befindet sich seitdem in der Hand der Familie v. Bl�cher.

            In der sch�nen alten Kirche befinden sich noch verschiedene Andenken an die Adelsfamilien, deren G�ter in Kuppentin eingepfarrt oder die Patrone der Kirche waren. An den W�nden h�ngen mehrere Wappen, die von Sargdekorationen stammen, �ber dem Daschower Stuhl ist zweimal das Doppelwappen Hartwig-Pressentin in Bunt vertreten. Von dem Pressentinschen Erbbegr�bnis war bisher keine Spur auffindbar.

Daschow und Kuppentin
bei Gallin, Kr. Parchim.
1730 bzw. 1732-1804 bzw. 1805.

            1. Daschow, a fief of 518.6 hectares (105 hectares fields and pasture), the old ancestral fief of the the family v. Dessin, which died out in 1792, was in 1703 given in pawn [lien?] by [Kammerjunker] J�rgen v. Dessin to Lieutenant Otto Friedrich v. Pentz for the sum of 10,000 reichsthalers. In 1730 the contract was transferred to Bernd Ulrich II (P. 2) v. Pressentin. The latter took his residence in Daschow, and as we see below, shortly thereafter also acquired the bordering Kuppentin, to the parish of which Daschow belonged. It was decided in the final verdict in the lawsuit before the Imperial Court, given on November 19, 1765, that the [?Reluitionsbefugnis = reluitions authorization?] was awarded to Dessin. In the 1770 settlement made in Schwerin between the representatives of Major v. Dessin of Apenwade and the heirs of Bernd Ulrich, who had died in the meantime, namely Georg Christoph (P. 5), Bernd Ulrich IV (P. 6) and Mathias Heinrich (P. 7), this [?Reluitionsbefugnis] was renounced on the part of Dessin. Georg Christoph was recognized as the sole possessor in the [Lehnsbrief - letter of enfeoffment?] of December 5, 1778. The latter died on May 16, 1802 without living heirs and Daschow fell to his only still-living brother Bernd Ulrich IV (P.6), who had his residence at Schlesien in the [? Domanialamte - provincial seat, perhaps?] at D�mitz and who took the [?Lehnseid - oath of vassalage?] on November 16, 1802. However, Georg Christoph�s two daughters had inheritance rights as spinsters, and disputes arose over the extent of these, which were settled when Bernd Ulrich IV, who was in no shining financial situation, sold Daschow to his niece Wilhelmine v. Hartwig for 12,750 reichsthalers. {Footnote 2: Contract of sale between the two on October 24, 1804 in the property documents of Daschow.} Johann Wilhelm of Prestin also [meldete sich - applied, registered?] in the [Proklamationstermin - proclamation deadline?] of October 25, 1805, but because of the [Pr�klusiv-Bescheid - preclusive ruling?] of December 9, 1805 he was given no consideration.

            Then on March 23, 1808, the letter of enfeofment was granted to the husband of the buyer, Captain Georg Gustav v. Hartwig. Since then, after almost 76 years of Pressentin ownership, Daschow has remained in the hands of this family.

            The old residence, situated on a 16 hectare lake, which is bordered on the south side by a park with beautiful old trees, was replaced by a new, larger one built immediately in front of it in the 1870's; the other remaining buildings were preserved until in 1927 a terrible whirlwind damaged them severely and left them partially collapsed, so that some of them had to be rebuilt. Also suffering damage were the old timber stand in the park, which showed many gaps, and the 78-hectare forest, through which the storm tore a sharply-bordered swath.

            2. Kuppentin, [Lehngut - fief] in the district of Parchim, bordering on Daschow, 557 hectares (478 hectares of cultivated land, 37 hectares meadows and pasture, 33 hectares forest), is named in documents as early as 1235, when the church there was certified as the parish property of Bishop Brundward of Schwerin. From 1271 the v. Preen family were [werlesche?] vassals of Kuppentin, etc., later it went to the Curs family and through an heiress of the same (�Cursen daughter� is probably Kruse�sche spinster heiress) to the family v. Restorff. After the extinction of their Kuppentin line in 1504 the property temporarily went back to the Dukes Balthasar and Heinrich, but then from the end of the 16th century again came into the possession of the Restorffs. In addition, the v. Weltziens and the v. Dessins of Daschow had sundry claims to Kuppentin (the latter 4 [Hufen - form of Hof - farmsteads?)] which they retained until the Restorff bankruptcy in 1732. The Dessin portion had already gone over with Daschow in 1730 in pawn to Bernd Ulrich II (P.2), who bought the main Kuppentin property for 6,150 reichsthalers and consolidated the whole property. After his death in 1769 it went to his son Georg Christoph of Daschow, who took the vassal oath in 1771. On February 4, 1799 the latter also acquired, with the consent of the feudal lord, the Penzlin-Neuhofer portion of Kuppentin for 10,000 reichsthalers. {Footnote 3: Penzlin and Neuhof, in the possession of the v. L�tzow family from about 1700-1760, were bought by the leaseholder [von Vollrathsruhe Souhr - name?] as high bidder before the court. He later left the [Zubeh�r - accessories, equipment - here, maybe other bits of land?] to Georg Christoph, who was enfeoffed with it on July 21, 1800 (documents in Daschow).} This portion consisted, according to documents, of: 1. two farmsteads, 2. the village inn, 3. the water and windmills, 4. a cottage, �which Herr Lieutenant v. L�tzow presently has,� and 5. a [Hinterkaten zur H�lfte - ? half a back-cottage?]

            After the death of Georg Christoph his brother Bernd Ulrich IV (P.6) in Schlesin received the fief in the same manner as Daschow, and sold the property with the feudal lord�s consent on June 21, 1805 to the heiress Charlotte, Georg�s second daughter, whose husband Nicolaus Samuel Ferdinand v. Freyburg was accepted as vassal in 1806. After the latter soon died in 1807 and Charlotte had departed this life in 1812, the heirs sold the property to Ernst v. Bl�cher for his brother Helmuth. The estate, now smaller by 463 hectares, has been in the hands of the v. Bl�cher family since.

            In the beautiful old church there are still various memorials to the noble families, whose estates were in the parish of Kuppentin or who were patrons of the church. Several coats-of-arms hang on the walls, which originate from sarcophagus decorations, over the Daschow chair the double coat-of-arms of Hartwig-Pressentin is represented in color. Of the Pressentin graves, so far no trace was found.

Hosted by www.Geocities.ws

1