FRANCE GALL










![[Das geschieht ihm recht]](thatserveshimright.jpg)

![[Die neue 'Goldene Europa' - der Lack ist ab!]](goldeneeuropa.jpg)

![[Paris brennt, Nero Mitterrand fördert den Multikulturalismus]](multiculturalisme.jpg)
![[Michel Berger auf dem Tennisplatz]](michelbergertennis.jpg)



![[Papierlose]](sanspapiersdemo.jpg)

![[eine typische Schulklasse im Sechseck anno 2012]](hollandegrandefierte.jpg)





|
1Das ist nicht im religiösen Sinne gemeint. Sefardische Juden lassen sich seit je her zum Schein christlich taufen (die Galls sind schon seit Generationen getauft, also lupenreine "Arier" im Sinne der "Nürnberger Gesetze" von 1935 :-), hängen aber insgeheim weiter ihrem alten Glauben an und halten im übrigen - vor allem wirtschaftlich - zusammen wie Pech und Schwefel. Gall macht denn auch später, als sie in der BRD Fuß fassen will, keinerlei Versuche, ihr Judentum auszuspielen, etwa zum Zweck der "Wiedergutmachung", wie dies andere Stars und Sternchen tun; sie verschweigt es vielmehr ganz bewußt. 2Das ging von der Plattenfirma aus. Daß Ginzburg durch ein Titelbild des Magazins Mademoiselle age tendre "zufällig" auf Gall aufmerksam wurde, zählt zu den vielen Legenden, die im Nachhinein um sie gestrickt wurden. Die erste Ausgabe jener Zeitschrift, auf deren Cover sie erschien, kam erst Jahre später heraus - schon im neuen Look, mit langem, blonden Haar, ähnlich wie die Bilder, die "beweisen" sollen, daß sie Gitarre spielen kann:
3Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Das war nichts Ungewöhnliches. Auch davor und danach wurden Siege beim Grand Prix gekauft - dto bei anderen Wettbewerben. (Es galt und gilt der Satz, daß wer zahlt auch die Musik bestimmt :-) Aber 1965 in Neapel wußte es jeder: Die Zweitplazierte - eine Britin -, die sich um den Sieg betrogen fühlte, ohrfeigte Gall in der Garderobe, und Claude François kündigte ihr telefonisch die Freundschaft. (Sie behauptete später, aus "Eifersucht" auf ihren Erfolg, was im Widerspruch steht zu einer anderen Aussage von ihr, wonach er sie bereits vorher angerufen hatte, weshalb sie so aufgewühlt war, daß ihr Auftritt mißlang. Aber so viele verflossene Liebhaber, wie sie verpatzte Liveauftritte hinlegte, kann sie gar nicht gehabt haben; im übrigen scheint die Beziehung zu C.F. erst zwei Jahre später endgültig in die Brüche gegangen zu sein.)
4"Allocations familiales" wurden bereits im Ersten Weltkrieg angedacht und ab 1918 langsam in Gang gesetzt, zunächst durch eine "Solidaritätskasse" mit freiwilligen Beiträgen. 1932 wurden alle Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, in diese Kasse einzuzahlen, und zwar nach "Köpfen", d.h. nach Anzahl der Beschäftigten. Dies führt zu einem weiteren Anstieg der ohnehin schon erschreckend hohen Arbeitslosenzahlen - kein Betrieb konnte sich mitten in der Weltwirtschaftskrise zusätzliche Sozialabgaben leisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Finanzierung auf den Staat - d.h. die Gesamtheit der Steuerzahler - übertragen. (Im Ausland kam der Satz auf, daß man in Frankreich bequem vom Kindergeld allein leben könne :-) Tatsächlich nahm die französische Bevölkerung in den nächsten 30 Jahren langsam, aber stetig zu. Erst unter dem späteren Präsidenten
Giscard d'Estaing
wurde diese Politik ins Gegenteil verkehrt durch die 1975 erfolgte Freigabe der Anti-Baby-Pille und "Legalisierung" des Mordes an ungeborenen Kindern (ca. 300.000 p.a.) durch das "Gesetz Veil" - benannt nach der jüdischen Gesundheitsministerin Simone Veil, geb. Jacob -, was sofort zu einem dramatischen Bevölkerungsrückgang führte und langfristig zum allmählichen Aussterben der nicht-jüdischen und nicht-muslimischen Bevölkerung. [Für Juden und Muslime - denen ein eigenes Ehe- und Familienrecht mit eigenen Gerichten zugebilligt wird - bleibt der Kindesmord natürlich verboten (d.h. der Mord an eigenen Kindern; selbstverständlich dürfen jüdische Ärzte an staatlichen Abtreibungskliniken die ungeborenen Kinder der Gojim ungestraft - und sogar gegen gutes
Unter Veil wurden die "allocations familiales" auch auf Ausländer ausgedehnt, und zwar nicht nur auf solche aus Ländern der Europäischen [Wirtschafts-]Gemeinschaft - also auf vertraglich gesicherte Gegenseitigkeit -, sondern auch auf Immigranten aus Drittländern, deren Kindersegen nichts zum Anstieg der französischen Bevölkerung beitrug. Dies, obwohl es gar nicht notwendig war, etwa Neger, Araber u.a. Muslime durch solche Anreize zum Kinderkriegen zu animieren - deren Fortpflanzungsrate war ohnehin 2-3 mal so hoch wie die der "Françaises de souche" und wäre es wohl auch dann geblieben, wenn man ihnen kein Kindergeld und keine Sozialwohnungen in den Rachen geschoben hätte.
5Die Platte war zuvor - noch bei Philips - auch in Japan erschienen, allerdings auf Französisch, das ja dort niemand versteht, und mit einem irreführend harmlosen Bild, das keinen Hai zeigt, sondern eine Gitarre, und auf den dazu vertriebenen Promotion-Bildern einen toten Speisefisch, der bestimmt niemanden mehr anknabbert.
Es war dies nicht Galls erster "Versuchsballon" in der BRD. Bereits im Vorjahr hatte man dort die ausgekoppelte B1-Seite von "L'Amérique" ("Nous ne sommes pas des anges") auf den Markt gebracht, sowohl im französischen Original als auch in einer deutschen Fassung ("Wir sind keine Engel"). Der Erfolg war allerdings bescheiden. Zwar war an deutschen Oberschulen Englisch noch lange nicht die 1. oder auch nur 2. Fremdsprache (das waren Lateinisch und Griechisch), aber die Sprache Molières war es halt auch nur in der französischen Besatzungszone. Der erste "Franzose", d.h. der erste U-Musiker, der eine Platte auf Französisch in die deutsche Top 20 brachte, war der polnische Jude "Michel Polnareff" - erst "La poupée qui fait non", dann "Tous les bateaux, tous les oiseaux". (Dikigoros erinnert sich noch, wie sein Französischlehrer - er hatte Französisch als 3. Fremdsprache - den nannte: "Dät is önne schwule Jeck." Außerdem könne der weder richtig Französisch noch richtig singen. In letzterem hätte ihm M.P. vielleicht sogar zugestimmt, denn er war eigentlich ausgebildeter Pianist und nach eigenem Bekunden nur zufällig an die Singerei geraten :-)
Die ersten, die in die deutsche Top 10 vorstießen, waren der
6Ursprünglich konnten beim alt-ehrwürdigen San-Remo-Festival mehrere Lieder von denselben
7Man versuchte damals, auch Rachel Fünfhunderter alias "Gigliola Cinquetti" - ebenfalls eine getaufte Sefardin, die nicht mit ihrem Judentum hausieren ging - in den deutschen - und den englischen und den französischen und den japanischen - Plattenmarkt zu drücken, hatte damit aber weniger Erfolg als bei France Gall - die auch ihre italienische Fassung in die Top 20 brachte - obwohl sie viel musikalischer war als letztere (abgeschlossene Ausbildung am Konservatorium, schönere Stimme und besserer Gesang). Am Aussehen kann es kaum gelegen haben; und ihre Aussprache des Deutschen - und des Englischen und des Französischen - war zwar schlecht, aber das sah man anderen Interpret[inn]en ohne weiteres nach. Der Geschmack des Publikums ist halt manchmal unergründlich.
8Man hat France Gall in Frankreich den Satz in den Mund gelegt, sie sei todunglücklich gewesen in Deutschland - wohin sie nur geflohen sei vor den gewalttätigen "Studenten"-Unruhen der "68er" in Paris. Letzteres war eine geschickt gewählte Erklärung, die ihr niemand widerlegen, geschweige denn übel nehmen konnte, denn
[Wirklich todunglücklich mit ihrer Karriere speziell in Deutschland war vielmehr Galls Kollegin Gigliola Cinquetti, die später eine Neuauflage ihrer deutschsprachigen Aufnahmen untersagte - was aber in Italien nicht weiter thematisiert wurde.] Dikigoros will seinen
9Es war die einzige Platte, die Dessca für Gall betextete. Er war damals hauptsächlich für ihren Verflossenen Claude François tätig; allerdings schrieb er vor allem dessen weniger erfolgreiche Lieder - was sich wie ein roter Faden durch seine Karriere zieht. (Wenige - allerdings bedeutende - Ausnahmen, wie "La maladie d'amour" [Michel Sardou], "Un banc, un arbre, une rue" [Séverine] - Siegertitel des Grand Prix 1971 - und "Après toi" [Vicky Leandros] - dto 1972 -, bestätigen die Regel.) Seine größten kommerziellen Erfolge hatte er später als Produzent, auch außerhalb Frankreichs, u.a. mit "I will survive" [Gloria Gaynor]. 10Irgendwo las Dikigoros, Gall habe Hamburger ihrer Kollegin Véronique Sanson "ausgespannt", mit der er zuvor liiert gewesen sei; diese habe sie darob ihr Leben lang gehaßt, ihre Karriere beendet und sei dem Alkohol verfallen. Das hält einer objektiven Nachprüfung nicht stand: Sanson hatte bereits 1973 anderweitig geheiratet - was sogar der Grund gewesen sein könnte, aus dem Hamburger sich mit der in jeder Hinsicht weniger attraktiven Gall liierte. (Sanson hatte nicht nur eine bessere Stimme und sang besser, sondern sie spielte ausgezeichnet Klavier, Gitarre und Baß, komponierte und textete auch selber; eine bessere Partnerin hätte Hamburger kaum finden können. Religiöse bzw. rassische Gründe dürften dagegen keine Rolle gespielt haben; Sanson gehörte wie Gall den Sefardim, Hamburger den Aschkenasim an.) Sansons Karriereknick und ihr Alkoholismus müssen also andere Ursachen gehabt haben, denen Dikigoros hier nicht weiter nachgehen kann. Er will nur noch erwähnen, daß auch Sanson mit Claude François und Julien Clerc liiert war (mit beiden nach Gall, ohne daß ihr jemand vorgeworfen hätte, sie der letzteren "ausgespannt" zu haben), dto mit "Serge Gainsbourg" (angeblich "nur beruflich" - auch wie Gall -; aber Dikigoros fällt es schwer zu glauben, daß der widerliche alte Bock jemals "nur beruflich" mit einer jungen Frau zu tun hatte) und daß ihre Lieblingssänger Ray Charles und Eddy Mitchell waren. (Zufälle gibt's :-) Daß sie Gall gehaßt habe, hat sie stets bestritten. (Daß sie nach Galls Tod erst mehrere Wochen schwieg, bevor sie dieses Dementi noch einmal wiederholte, reicht - entgegen der Klatschpresse - als Indiz für das Gegenteil schwerlich aus.)
11Nachtrag auf Lesermail: Nein, Dikigoros will das nicht überbewerten. Es kann auch sein, daß Gall von Hollande einfach nur für ihre Unterstützung seines Wahlkampfs belohnt wurde. "Johnny Hallyday" und ihrer Kollegin aus Yéyé-Zeiten Annie Chancel ("Sheila") - der ungefähr zur gleichen Zeit wie ersterem ein überraschendes Comeback gelungen war -, wurde das Ritterkreuz der
Er hat sich allerdings erlaubt, den unteren Bildrand des dritten leicht zu 12A.W. schreibt in seiner Gall-Biografie, daß sie bereits als 15-jährige ihre afro-amerikanische Ader entdeckt habe und daß ihr musikalisches Vorbild Ray Charles gewesen sei. Dikigoros - der sich an ein Interview erinnert, in dem sie sagte, ihr musikalisches Vorbild sei der Franzose Eddy Mitchell gewesen und ihr Lieblingslied, das sie immer ihren Kindern vorgesungen habe, "La petite fugue" von Catherine Le Forestier - hegt gegenüber solchen späten "Erkenntnissen" und "Bekenntnissen" grundsächlich ein gesundes Mißtrauen; aber an gewissen Tatsachen kommt auch er nicht vorbei. Udo Jürgens - Galls Nachfolger auf dem Eurovisionsthron - hatte ja in seiner Autobiografie etwas ganz ähnliches von sich behauptet, das Dikigoros zunächst auch nicht glauben wollte, bis er erfuhr, daß U.J. schwul (oder "bi") war und in seinen letzten Jahrzehnten einen jungen Neger zum Lebensgefährten hatte. Und letzteres trifft ja auch auf F.G. zu. Warum sollte sich A.W. dieses Detail also ausgedacht haben? 13Nein, da hat sich Dikigoros keinen Scherz erlaubt, sondern nur etwas gestrichen, das erst in letzter Minute verhindert wurde. Im selben Jahr wie "France Gall" sollte nämlich auch der US-amerikanische Nicht-mehr-Jude "Bob Dylan" - also ein Fremder - zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen werden; aber dagegen erhob sich ein Sturm der Entrüstung (Newspeak: "Shitstorm"), angeführt von der Vorsitzenden des "Front national", Marine LePen (deren Namen Dikigoros eigentlich auch in Anführungszeichen setzen müßte, denn sie heißt in Wahrheit ganz anders :-) - so daß er schließlich von sich aus verzichtete. (B.D. - der in Wahrheit ebenfalls ganz anders heißt - hatte keine echte Lobby in Frankreich, auch und gerade nicht unter Juden. Er gehörte zwar nicht nur rassisch zu den Aschkenasim, sondern war auch religiöser Jude - bis er zum Buddhismus konvertierte und so zum "Renegaten" wurde, was nach mosaïschem Recht - ähnlich wie nach islamischem - das schwerste denkbare Verbrechen überhaupt ist, auf das keine Ordensverleihung, sondern die Todesstrafe steht.) weiter zu Alla Pugatschowa zurück zu Musiker und Musikanten heim zu Von der Wiege bis zur Bahre |