Schöpfung

 

 

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Schöpfung-Evolution

An dieser Stelle soll auch kurz der immer noch häufig angenommene Widerspruch von Evolution und Schöpfung angesprochen werden:
Dieser Widerspruch existiert nicht!!! Dies hat auch der Vatikan bereits erklärt.
Die Schöpfungsberichte der Bibel gelten heutzutage als Lobpreis auf die Schöpfung. Man muss, wenn man über die Schöpfung im Sinne der Bibel spricht, auch bedenken, wann diese Berichte entstanden sind.
Der Bericht in Gen 1 stammt aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, der in Gen 2 aus dem 10. Jahrhundert vor Christus.
Die Menschen hatten damals natürlich keinerlei Ahnung von einer Evolution, suchten aber nach einer Erklärung für die Entstehung der Welt.
Erklärtes Ziel der Schöpfungsberichte war es, klarzustellen, dass z.B. Tiere keine Götter sind, sondern alle Lebewesen auf der Erde Geschöpfe Gottes sind.

Der Einklang von Schöpfung und Evolution besteht darin, dass Gott derjenige ist, der die Evolution in Gang setzte und sie steuerte und auch weiterhin steuert.
Gott ist nicht nur der, der das Leben auf der Erde ermöglichte, sondern der in die Erdgeschichte weiterhin eingreift.
Man kann sich dies - im Bild gesprochen - so vorstellen, dass jemand (dieser jemand ist Gott) eine Kugel einen Berg hinunter rollt. Gott ist derjenige, der die Kugel anstößt und sie dann aber nicht sich selbst überlässt, sondern weiterhin steuert.
Durch diese Steuerung, wissenschaftlich gesprochen wäre dies die Evolution, sind schließlich all die Tier- und Pflanzenarten und schließlich auch der Mensch entstanden.
Auch sehr viele Wissenschaftler sind heutzutage gläubig. Für sie können all die Dinge in der Natur - auch die Entstehung des Menschen - nicht einfach einem Zufall entsprungen sein, sondern müssen auf einen "Initiator" zurückgehen.

Papst Johannes Paul II.

Papst Johannes Paul II. äußerte sich in einer von der offiziellen Zeitung des Vatikans, dem Osservatore Romano, veröffentlichten Botschaft an die Päpstliche Akademie der Wissenschaft zu diesem Thema. Der Papst berührt mit seinen Ausführungen die oftmals diskutierte Frage, wie sich der biblische Schöpfungsmythos von Adam und Eva mit der vor über 100 Jahren vom britischen Naturforscher Charles Darwin und anderen Wissenschaftlern aufgebrachten Vermutung, der Mensch habe mit den heute lebenden Affen gemeinsame Vorfahren, vereinbaren lässt.

Johannes Paul II. weist in seiner Botschaft ausdrücklich darauf hin, dass sich das Lehramt der katholischen Kirche mit diesen Fragen bereits befasst habe, so 1950 sein Vorgänger Pius XII. in der Enzyklika Humanae generis. Im Licht des damaligen Forschungsstandes habe dieser die Doktrin des Evolutionismus als »ernstzunehmende Hypothese bewertet, die einer Erforschung und vertiefenden Reflexion würdig sei«.
Heute, etwa ein halbes Jahrhundert nach der Veröffentlichung der Enzyklika, bringen neue Erkenntnisse uns dazu, die Theorie der Evolution nicht mehr nur als eine »reine Hypothese zu erachten«, merkt Johannes Paul II. dazu an. Diese Theorie habe sich bei den Forschern schrittweise durchgesetzt. »Die weder gesuchte noch provozierte Übereinstimmung der Ergebnisse von unabhänig voneinander ausgeführten Arbeiten stellt für sich ein bedeutsames Argument zugunsten dieser Theorie dar«, schreibt Johannes Paul II.

Einen kurzen Hinweis gibt er zudem auf seine eigenen Äußerungen von 1992 über den Fall des Naturwissenschaflters Galileo Galileo, der 1633 die damals neue Erkenntnis, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, unter der Todesdrohung der päpstlichen Inquisition widerrufen und fortan unter Hausarrest gelebt hatte.
Johannes Paul II. hatte dazu 1992 erklärt, die Theologen der damaligen Zeit hätten geirrt in der Annahme, der Wortsinn der Bibel beschreibe den physikalischen Zustand der Welt.

So viel zum theologischen-naturwissenschaftlichen Thema "Schöpfung-Evolution".
Es konnte hoffentlich deutlich werden, dass es zwischen diesen Themen keine Widersprüche gibt.
Vielmehr sind besonders heute in einer Zeit immer größer werdender ökologischer Probleme und ethischer Fragen die Theologie und Biologie wichtige "Brückenpfeiler" zur Lösung vieler menschlicher Probleme und Nöte.
Die Aufgabe der Theologen und Biologen ist es, eine Brücke zwischen diesen Pfeilern zu schlagen!

Ein jeder von uns sollte sich - des göttlichen Auftrages zur Bewahrung der Schöpfung bewusst - für einen rücksichts- und verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten Erde einsetzen!

 

 

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