| Die Lutheraner verstehen Heilige
nicht als bessere Christen, sondern als Sünder, die durch den Glauben
an Jesus Christus und die ihnen dadurch zuteil gewordene Gnade erlöst
wurden.
Jeder Christ ist gleichermaßen
heilig und sündig.
Die lutherische Lehre von der Weihe
aller Gläubigen beruht auf der Taufe, durch die alle Christen zu Geweihten
Gottes werden und ihm während ihres ganzen Lebens aufgrund ihrer selbstgewählten
Beschäftigungen dienen.
Dabei gelten alle als gleichermaßen
geeignet, um in die Reihen der Jünger Gottes aufgenommen zu werden.
Das Amt des Pfarrers hat im Luthertum
einen besonderen Stellenwert,
da ihm die Berufung durch Gott und durch die Gemeinschaft der Christen
zugrundeliegt.
Im Unterschied zu den katholischen
Priestern darf ein lutherischer Geistlicher heiraten, wobei der Ehefrau
als Pfarrfrau eine besondere Rolle zukommt.
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