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 Existenzgeld 

"Den Druck gegen die Erwerbslosen zu verstärken – dafür gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens – sei es durch „aktivierende Maßnahmen“ oder durch Ausgrenzung und Kürzung der Sozialleistungen. Insgesamt wird eine historisch überholte, autoritäre Arbeitsgesellschaft fortgesetzt, in der alle mehr oder weniger argwöhnend gegeneinander konkurrieren, ein großes Verlustspiel für die meisten. Und das, obwohl die unterschiedlichsten Alternativen durchaus machbar wären, z.B. ein ausreichend hohes Existenzgeld oder eine selbstorganisierte Lebensgemeinschaft (Inseldorfprojekt)." (Robert Ulmer)

Gibt es ein ’gutes Leben’ in Armut ?

Praktische Überlebenshilfen aus Geschichte und Gegenwart Mitten im Überfluss gibt es bei uns ein Leben in dauerhafter Armut.
Für viele aus der Generation der heute 30 bis 50-Jährigen wird Altersarmut zur fast sicheren Zukunftsperspektive, denn die versorgungssichere, lebenslange Vollzeiterwerbstätigkeit wird zum Auslaufmodell. Das betrifft FreiberuflerInnen und KünstlerInnen ebenso wie Projektefrauen und -männer, geschiedene Hausfrauen ebenso wie SozialhilfeempfängerInnen oder Langzeitarbeitslose. Dieser Kurs versteht sich ausdrücklich als wohnbezirksnahe Überlebenshilfe. Die Frage, wie es für Arme möglich ist, ‚gut' zu überleben, soll ebenso wie die der Altersarmut wirklichkeitsnah gestellt werden. Zu diesem Zweck wird auch in der Geschichte der Armut geblättert; tatsächlich gelebte Überlebensentwürfe aus Geschichte und Gegenwart werden gezeigt. Als konkretes Ergebnis sollen die TeilnehmerInnen eine gemeinsam aufgestellte Liste von Bedingungen und Möglichkeiten zur eigenen Überlebenssicherung mit nach Hause nehmen können.
Ein Reader 'Armutsforschung' kann für ca. 3,50 EHLP.XUVOHLWHU erworben werden.
TS10.11B Wolfgang Ratzel, 27.04. - 18.05.2004, 8 UStd.4 x Di, 18:00-19:30,Kolleg Schöneberg, Nürnberger Straße 63,Raum 109,0,00 €

 B I O M A C H T 

Ratzel-Seminar über Biomacht
Gibt es Kontinuitäten zwischen dem frühneuzeitlichen 'großen Einsperren' ins Arbeitshaus und der modernen Deportation in das Lager. Kann das Lager als 'verborgene Matrix des politischen Raums' (Agamben) im Zeitalter der Bio-Macht bezeichnet werden?
In einem zweiten Schwerpunkt geht es um einen Vergleich zwischen den Überlebenstechniken der 'überflüssigen Menschen' des 18.Jh mit denen des 20.Jh. Gab es eine alte 'moralische Ökonomie der Armen' (E.P.Thompson)? Überlebte diese moralische Ökonomie unsichtbar im Schatten der Ökonomie der Kapitalakkumulation? Kann oder muß die Moralische Ökonomie in den 'Zonen der Ausnahme' wiederkehren? Und wenn ja, wie? Als eine von den Umständen erzwungene 'Ökonomie des Notbehelfs' (Hufton)? - oder als gewollte postmoderne Moralische Ökonomie der Sorge?
Die beiden Fragestellungen werden durch eine fortlaufende Zeitungsauswertung aktualisiert, deren Ergebnisse u.U. als Nachrichtensendung im TV-Programm des Offenen Kanals ausgestrahlt werden.

19.Mai

Texte

Georgio Agamben

Soziale Aneignung - Rekuperation

  • BUKO Bundeskoordination Internationalismus - über 150 Dritte-Welt-Gruppen
  • Medico Projektinformationen Mexico
  • »México Bárbaro«
  • Die Aneignung des Lebens - Marx, Brecht und die Situationisten(MIRROR)
  •  Biosozialismus & Sozialdarwinismus

     Bionomie 

    Biopolitik - Links