Terrestrisches Digitalfernsehen: Berliner Strohfeuer für eine Technologie?
Dunkle Wolken über DVB-T: in den geplanten weiteren Verbreitungsgebieten für terrestrisches Digitalfernsehen an Rhein und Ruhr, in Norddeutschland und in Bayern kommen die
Beteiligten nicht zu Potte. Die Unterzeichnung von gemeinsamen Verpflichtungserklärungen, wie sie in Berlin Grundlage für die erfolgreiche Einführung der neuen Ausstrahlungstechnologie war,
wird immer weiter hinausgezögert. Schuld daran sind vor allem die Interessen der privaten Veranstalter, denen DVB-T tendenziell zu teuer ist und die knallhart um finanzielle
Förderungen, Reduzierung der Regionalprogramme und andere Vorteile feilschen. Mit der fatalen Folge, dass sich DVB-T kurz nach der Einführung schon auf dem Weg in die Sackgasse befindet. weiter
Nachdem schon Ende letzten Jahres der Bayerische Oberste Rechnungshof in seinem Jahresbericht 2002 die Subventionen im dreistelligen Millionenbereich für das digitale Radio
nach dem europäischen DAB-Standard massiv kritisiert hatte, stellen nun auch die Rechnungshöfe von Berlin und Brandenburg in jeweils gleichlautenden Passagen die
juristische Grundlage für die anhaltende Förderung dieser Technologie in Frage. weiter