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Heißer Kandidat für den Medienwitzbold im
Mai 2008 war der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten Thomas Langheinrich.
Der hatte anläßlich der Vorstellung eines Gutachtens aus dem Hans-Bredow-Institut zur Rolle der Finanzinvestoren in der Medienwirtschaft nach mehr als einem Jahrzehnt endlich erkannt, dass die publizistische Qualität der privaten Rundfunkwirtschaft mehr als dürftig ist. Langheinrich forderte,
“den Ausbau publizistischer Qualität mit besonderen Privilegien” zu
belohnen und drohte andererseits auch mit dem Schaumgummihammer stärkerer Regulierung in Form von vorgeschriebenen “Leistungskatalogen”, in denen formuliert ist, was die Privaten an Information zu leisten haben. Das
brachte natürlich Ayatollah Doetz postwendend zum Jaulen.Dennoch reichte es nicht für einen ersten Platz für Langheinrich. Den holte sich Ex-”Spiegel”-Chefredakteur
Stefan Austab. Wobei der Anlass letztendlich weniger lächerlich als traurig ist:
In einem Gespräch zwischen dem ehemaligen Frankfurter Polizeipräsidenten Knut Müller und dem Mitkämpfer von Joschka Fischer zu Zeiten des Frankfurter Häuserkampfes, späteren Frankfurter Stadtkämmerer und
Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs im Kosovo, Tom Koenigs, das das Frankfurter Blatt “Pflasterstrand” veröffentlichte, plauderte der Moderator des
Gesprächs, Reinhard Mohr, aus dem Nähkästchen. Mohr, der selbst Mitte der ‘70er-Jahre AStA-Vorsitzender in Frankfurt war und später für den “Spiegel” immer
wieder Artikel schrieb, in denen er meinte, sich für seine Vergangenheit entschuldigen zu müssen (die taz widmete dem Renegaten seinerzeit als running Gag eine eigene kleine Artikelserie:
“meinhard rohr zur lage der nation im spiegel seines wissens”), über eine wenig skrupulöse Anweisung des damaligen “Spiegel”-Chefredakteurs
anläßlich
der Kampagne um die angeblichen Angriffe des Ex-Aussenministers auf einen Frankfurter Polizeibeamten zu Zeiten des Frankfurter Häuserkampfes:
“Aus einem dieser Organe, bei dem ich damals arbeitete, kann ich berichten, dass dort der
Chefredakteur sagte: ’Es ist mir egal, was mit Fischer passiert. Aber wenn er fällt, dann fällt er durch uns.’ Es wurde dann sogar ein ehemaliger 2. Juni-Kämpfer und
Stasispitzel, Till Meyer, für den Spiegel hier in Frankfurt als Rechercheur tätig. Soviel zum seriösen Organ.”
Soviel zu Stefan Aust. Und zum Weiterlesen über Till Meyer hier. weitere Witzbolde finden Sie hier
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