Eine kleine Biographie
Ich wurde im August 79 in der Weltstadt München geboren, doch
beginnt meine Erinnerung nicht in München. Das erste, an was ich
mich erinnern kann, ist der Tag, als mein Bruder Thomas zu uns kam,
und da haben wir schon in Regensburg gewohnt. Ich hatte, glaube ich,
eine glückliche und behütete Kindheit, der schlimmste
Augenblick, an den ich mich erinnere, ist, wie ich im Kaufhaus meine
Mutter verloren habe. Glücklicherweise fand sich sehr schnell
ein Angestellter, der dem heulenden Kind half und eine Durchsage
machen lies.
Als ich gerade 6 Jahre alt geworden war, liesen meine Eltern mich
einschulen. Die Lehrerin war nicht gerade begeistert, früh
eingeschulte Kinder neigen dazu, am Rockzipfel zu hängen, und
im Nachhinein betrachtet war das schon der Fall. Vielleicht suche
ich deswegen auch heute noch gerne Schultern zum Anlehnen.
Was meine schulischen Leistungen anging, konnte sich aber weder die
Lehrerin noch meine Eltern beschweren, ich tat mich sehr leicht und
wechselte nach 4 Jahren aufs Gym. Dort lernte ich Babsie kennen, sie
ist heute noch eine meiner besten Freundinnen, auch wenn wir nur
noch selten Kontakt haben.
Als ich in der 7. Klasse war, sind wir ein weiteres Mal umgezogen,
nach Altdorf, was für ein Kaff! Begründet war dies mit
der Karriere meines Vaters, hat sich wohl auch gelohnt. Nicht aber
für mich, ich habe Altdorf gehasst und tus wohl auch heute noch.
In der Schule kannten sich alle schon, es gab lauter feste Cliquen
und ich war die Außenseiterin. Ich hab mich schon immer schwer
getan, Freunde zu finden, und so hab ich einige Jahre ziemlich
einsam verbracht. Wahrscheinlich hat mir das den Knacks verpaßt.
Mit der Zeit habe ich einige Leute in der Schule und im Judoverein,
in dem ich damals sehr aktiv war, kennengelernt, und mich auch gut
mit ihnen verstanden, aber im Nachhinein waren die meisten in
irgendeiner Weise Arschlöcher. Manche haben mich ausgenutzt,
andere sich hinter meinem Rücken über mich lustig
gemacht... scheiß drauf, heute gebe ich mich nur noch mit
Leuten ab, die mir wichtig sind, und von denen ich glaube, daß
es umgekehrt ebenso ist. Wie zum Beispiel
Tina,
meine beste Freundin,
die ich auch in der Schule kennenlernte - die einzige aus der Heimat,
zu der ich noch Kontakt habe.
Wir sind dann gemeinsam nach Erlangen gezogen, um zu studieren,
die erste Zeit im Wohnheim war die totale Gaudi. Leider blieb das
nicht so, es gab eine Zeit, da dachte ich, unsere Freundschaft wäre
kaputt und würde es auch bleiben. Zum Glück können wir uns
doch sehr gut leiden, so haben wir die Kurve gekratzt und sind inzwischen
wieder super befreundet. In Erlangen hab ich auch neue Leute kennengelernt,
Leute, die ähnlich anomal sind wie ich, kein Wunder, daß ich
mich gut mit ihnen verstehe. Alles Physikstudenten wie ich, zum ersten
Mal im Leben bin ich Mitglied einer festen Clique. Wir haben zwar auch
des öfteren unsere Probleme, zumal wir einen eher rauen Umgangston
pflegen, aber ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen.
So verbringe ich meine kärgliche Freizeit entweder mit ihnen,
wir sind alle begeisterte Kinogänger und Rollenspieler, oder alleine
zuhause beim Malen, Lesen, vor dem Computer o.ä.
Die Zeiten ändern sich
Nachdem ich letzte Woche (mal wieder) nur wenig Zeit hatte, habe ich ja einfach eine alte Biographie von mir online gestellt, die ich vor 4 Jahren geschrieben habe. Inzwischen ist die Seite wie man sieht upgedatet, aber ich finde es ganz interessant, wie sich meine Sichtweise in all den Jahren verändert hat. Deswegen kann man sich auch die alte Biographie noch hier ansehen.
last updated am 06.08.2003 von
Steffi
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