Lang, lang ist's her...
Dies ist nicht meine erste Homepage, auch wenn meine älteren Werke inzwischen wieder aus dem WWW verschwunden sind, weil sie selbst im Vergleich zu dieser Seite hier dilettantisches Machwerk sind. Und so gab es auch auf meiner ersten Homepage (anno 1998) eine Biographie von mir, wie man sieht, haben sich inzwischen die Dinge und Sichtweisen ziemlich geändert.
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Biographie
Ich heiße Steffi und bin am 4.8.79 im schönen München geboren. Meinen Eltern zufolge war ich ein sehr liebes Kind (...da warst du noch sooo brav...), aber ich glaube das ja nicht. Denn schon damals hatte ich einen sadistischen Trieb: ich biß meine Cousine, besetzte den ganzen Spielplatz und schrie mit Vorliebe mitten in der Nacht.
Doch meine unbeschwerte Kindheit war mit einem Schlag zuende, als mein Brüderchen Thomas in mein Leben trat. In kürzester Zeit führte er eine Invasion durch, der mein Zimmer, meine Spielsachen und mein Sadismus zum Opfer fielen. Wie jeder kleine Bruder beherrschte er es perfekt (auch heute noch), mich auf die Palme zu bringen, und wenn ich ihn dann mit etwas härteren Mitteln zum Aufhören bewegen wollte, flüchtete er in die schützenden Arme unserer Eltern(... die Stefanie will mich hauen!).
Ich hatte damals schon so eine Ahnung, daß es noch schlimmer kommen würde, und sie sollte sich bestätigen: kurz nach meinem 6. Geburtstag steckten mich meine Eltern in die Schule, "...damit du endlich mal etwas gescheites lernst...". Ich hatte damals die Schule sofort als Kinderbeschäftigungstherapie entlarvt, und investierte gerade genügend Zeit, damit meine Noten meine Eltern stolz machten. Und als ich nach der vierten Klasse ins Werner-von-Siemens-Gymnasium in Regensburg durfte, hatte ich endlich mein Ziel erreicht: meine Eltern erlaubten mir, reiten zu lernen.
Die Folge war unausweichlich: vom männlichen Geschlecht unverstanden, von den Eltern belächelt und von mir heiß ersehnt - der Pferdewahn. Neun lange Jahre drehten sich nun ein Großteil meiner Gedanken um die Rösser, bis mir eines Tages die Erkenntnis kam, daß ich das Ausmisten haßte und daß ich im Reiten auch keine Fortschritte mehr machte. Und schwupps, weg war er, der Pferdefimmel.
Doch zurück zum Gymnasium, kaum hatte ich mich da eingelebt und eine neue beste Freundin, die Babsie gefunden, da beschlossen meine Eltern auf einmal, nach Altdorf bei Nürnberg umzuziehen. Ich bin der festen Überzeugung, daß durch diesen Gewaltakt von authoritärer Seite meine rebellische Ader erweckt wurde. Denn einen Tag vor dem großen Umzug rissen Babsie und ich kurzerhand aus, um der Tragödie zu entgehen. Leider zeigte sich das als wenig effektiv, als wir am nächsten Tag wieder auftauchten, packte mich meine Mutter ins Auto und ehe ich mich versah, stand ich vor unserem neuen Haus.
Tja, was soll man zu Altdorf groß sagen, es ist ein Kaff. Zum Glück ist Nürnberg gleich in der Nähe, dort geht wenigstens die Post ab. Von der Schule, dem Leibnizgymnasium, war ich auch nicht unbedingt begeistert, aber ich hab sie doch mit Anstand hinter mich gebracht bis zum bitteren Ende - sprich Abitur.
Allerdings habe ich im Laufe meiner Schulkarriere irgendwann meine sadistische Ader wiederentdeckt, und angefangen, Judo zu machen. Seitdem verbringe ich meine Abende mit Judotraining und meine Wochenenden mit Wettkämpfen, sei es, um die Männermannschaft unseres Vereins in der Regionalliga anzufeuern, oder um selbst in der Bayernliga oder Bundesliga zu kämpfen. Ich kann nur sagen, es macht einen Heidenspaß, probiert es doch mal aus!
Aber wie ging es mit mir nach dem Abitur weiter??? Ich flog kurzerhand für vier Monate als Au-pair nach Amerika, und es war absolut der beste Sommer meines Lebens! Die Amerikaner sind wesentlich offener als die Europäer, das Land ist wunderschön (ich wohnte vier Häuser vom Strand entfernt!), das Essen ist superlecker und nicht zuletzt erlebt man einfach jede Menge, schließlich ist Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
Doch diese Zeit hatte leider ein Ende, und ich mußte nach Deutschland zurückkehren. Glücklicherweise überfiel mich dort nicht die Langeweile, denn mein erstes Semester an der Uni stand direkt vor der Haustür. Schon in der elften Klasse entschied ich mich, Physik zu studieren, denn mein Lehrer, Herr Lorenz, brachte es doch tatsächlich fertig, mich für dieses bis dahin so öde Fach zu begeistern. Im Rückblick kann ich nur sagen: DANKE! Und da die Erlanger Uni die nächste ist, stand ich am Semesterbeginn vor dem Physikum der Friedrich-Alexander-Universität, bereit zu allen Schandtaten.
Damit begann die wohl beste Zeit meines Lebens, den binnen kürzester Zeit hatte ich alles, was man für das Unileben braucht: gute Freunde, eine Fahrgemeinschaft, eine Mensakarte, Hausaufgaben zum abschreiben, Flyer für die nächste Uniparty und nicht zuletzt gute Gründe, die Vorlesungen zu schwänzen. Mit kleinstmöglichem Aufwand habe ich mich nun durch die ersten beiden Semester geschlagen und stolzerweise kann ich sagen, daß ich trotz meiner minimalistischen Lebenseinstellung alle Scheine bekommen habe. So fröne ich also dem Studentenleben mit allen Höhen (bestandene Klausuren, Studentenparties, Chemiepraktikum) und Tiefen (Lernen für die Klausuren, Morgen nach den Studentenparties, Mensaessen, frühes Aufstehen, Parkplatzsuche). In Kürze ziehe ich mit meiner besten Freundin Tina in ein Appartment im Erwin-Rommel-Studentenwohnheim, und dann geht die Post erst richtig ab! Jetzt bleibt mir nur noch die Moral von meiner Geschichte: Man lebt nur einmal, also genießt es... ich jedenfalls gebe mir alle Mühe!
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last updated am 06.08.2003 von
Steffi
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