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HABILITATIONSPROJEKT

vom Dr. (UKR) Andriy D’yakov

 

Das Thema meiner wissenschaftlichen Arbeit („Die Typologie der Sprachinterferenzen und ihre Rolle in der Formierung nationaler Zweigfachwortsysteme“), mit dem ich im Jahre 1988 an Taras-Ševčenko-Universität in Kyiv (Kiew) promovierte, betrifft die sozio­linguisti­schen Aspekte der Entwicklung der Fachwörtersysteme unter verschiedenen extralinguisti­schen Einflüssen.

Meine Doktordissertation beleuchtete die folgenden Fragen, wie die Arten der Sprach­inter­ferenzen, ihre Klassifizierung, die Motivierung der Terminologieeinheiten, die Außenform der Terminologieeinheiten als das Objekt der Sprachinterferenzen sowie verschiedene Faktoren der Terminologieplanung insbesondere und Sprachplanung insgesamt. (Der Volltext der englischen Version der auf meinem wissenschaftlichen Thema beruhenden Monographie befindet sich auf der Webseite http://www.geocities.com/ukrterm/monograph/monogr_eng_contents.html).

Als Forschungsmaterial wurden über 2000 englische, deutsche und russische wirtschaftliche Fachwörter und Fachwortverbindungen verwendet. Sie wurden nach von mir erarbeiteten Kriterien analysiert und verglichen (der Artikel mit dem Vergleich und der Analyse dieser Fachwörter befindet sich auf der Webseite http://www.geocities.com/ukrterm/article_1/external_form.html).

Die Außenform terminologischer Einheiten schließt einen etymologischen und einen graphischen Aspekt ein. Der etymologische Aspekt der Außenform terminologischer Einheiten kommt in den Möglichkeiten der Bildung neuer Fachwörter zum Ausdruck (Lückenbeseitigung): direkte Entlehnung terminologischer Elemente oder ihre Übersetzung. Der graphische Aspekt kann als orthographische Gestaltung dieser Fachwörter verstanden werden. Die englischen, deutschen und russischen Fachwörter aus dem Bereich Marketing wurden einer kontrastiven Untersuchung im Hinblick auf die beiden genannten Aspekte unterzogen. Dabei sollte der Grad ihrer Internationalisierung durch die Feststellung der Prozentsatz-Korrelation von internationalen und nationalen Elementen eruiert werden. Alle Einheiten wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Monokomponent- und Multikomponentfachwörter. Je nach Grad ihrer Internationalisierung wurden diese Fachwörter in drei Kategorien eingeteilt: internationale, teilweise internationale und nicht internationale terminologische Einheiten.

Für meine Habilitation habe ich vor, dieses Thema fortzusetzen. Dafür beabsichtige ich insbesondere, die folgenden Fragen weiter zu beleuchten:

1.    Verschiedene extralinguistische Wirkungsarten auf die englische Fachsprache;

2.    Der Vergleich der englischen soziolinguistischen Verhältnissen der Entwicklung der Fachsprache mit denjenigen im Deutschen sowie in anderen west- und osteuropäischen Sprachen; Der Vergleich der englischen soziolinguistischen Verhältnissen innerhalb der Varianten der englischen Sprache (British English, American English, Canadian English usw.);

3.    das Prozentverhältnis der internationalen und nichtinternationalen Elementen in verschiedenen nationalen Fachsprachen;

4.    die Besonderheiten der Syntax verschiedener nationaler Fachsprachen;

5.    die Interdependenz zwischen der englischen Fachsprache und dem englischen / amerikanischen Slang sowie verschiedenen beruflichen Jargons;

6.    der Einfluss auf die englischen Fachsprachen von verschiedenen Berufs-, Geschlechts- und Altersgruppen.

 

20.09.2004

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