Willkommen auf Planet Brazil
Die ersten Worte ...
Hallo Familie, Freunde, Bekannte und sonstige Besucher (wie auch immer es euch auf diese Seite verschlagen hat). Tja, es gibt sie tatsächlich: Eine Website zu meinem kleinen Aufenthalt in Brasilien. Wenn es hier teilweise noch etwas baustellenartig aussieht, dann liegt das daran, dass ich das ganze schon in Deutschland Dummy-mäßig vorbereitet habe, damit ich in Brasilien nicht irre werde, falls ich das hier mit 'nem normalen Editor bearbeiten muss. Also wenn links irgendwo Einträge der Form "Seite X" erscheinen, könnt ihr die getrost ignorieren, da gibts noch nix zu sehen! Ich gebe zu, das Design ist auch etwas schlicht, aber man hat ja keine Zeit bei dem ganzen Vorbereitungsstreß ;-)
Letztendlich soll das hier eine Art Auslands-Erlebnis-und-dann-muss-ich-keine-Leute-mit-Mails-Nerven-die-gar-keine-haben-wollen-aber-sich-nicht-trauen-das-zu-sagen-Web-Log werden. Und veröffentlicht wird das erst wenn ich in Brasilien bin und der erste Eintrag steht ... wehe ich sehe hier vorher jemanden ;-)
Ach und sollte jemand per www.freye-soeldner.de.vu hierher gekommen sein: Ja hier sollte mal eine Seite der lustigen Mittelaltergruppe hinkommen, leider hat sich da bis heute nichts ergeben, darum wird der Space jetzt erstmal zweckentfremdet ;-) Aber was nicht ist, kann ja noch werden ... wenn ich wieder da bin ... we'll see ...
By the way: Der Internet Explorer 6.0 is'n #§@?~%grmpf! Der macht komische Sachen mit meiner NavBar. Keine Ahnung warum und auch kein Bock das rauszufinden um ehrlich zu sein. Zur Not nehme man IE 5.0 oder Netscape (in der Version 6.2 scheint der tatsächlich was zu taugen).
29/08/2004     Angekommen
Oh man, der erste Eintrag auf deiser Seite und dass gleich am ersten Tag, na wenn dass nix ist!?
Es war echt anstrengend, gestern um 19:10 ging es in Hannover los, auf nach Frankfurt. Die eine Stunde war ja kein Problem aber dann 12 Stunden von Frankfurt nach Rio. Hallo Ruecken. Irgndwie glauben die bei McDonnald Douglas anscheinend, Leute ueber 1.80 fliegen nicht. Schade, so fing die ergonomisch geformte Kopstuetze da an, wo bei mir noch die Schultern sitzen. Naja war halb so schlimm nur so richtig gut schlafen konnte ich nicht und wenn man die Beine in den Gang streckt und dabei einschlaeft wird man regelmaessig ueberfahren oder ueberlaufen ... Aber dort habe ich dann meine erste brasilianische Bekanntschaft gemacht ... nachdem sie die ersten 2/3 des Flugs geschlafen hatte. Verstaendlich denn sie kam grade aus Seoul (ist das nicht in Korea?) wenn ich das richtig verstanden habe und hatte schon viele Stunden Flug hinter sich, plus nun noch 12 von FRA nach RIO. Sie (Ana) sprach verdammt gutes englisch. Und um die maennliche Leserschaft ein wenig neidisch zu machen: Sie war 2 Monate in Seoul weil sie dort als Model gearbeitet hat :-) Aber zurueck zum wesentlichen ;-) um 5:00 Ortszeit war ich dann in Rio und hier sprechen die Leute gleich ein bisschen weniger englisch aber es hat trotz allem gut geklappt und um es kurz zu machen um 11:30 war ich nach ca. 24h Reise in Florianopolis und konnte vom Flugzeug aus schonmal einen umwerfenden Blick auf die Insel werfen ... Nicole, ihre Schwester und ihr Freund haben mich schon am Flughafen erwartet und kurz darauf hatte ich meine erste brasilianische Autofahrt ... Alex, du haettest deine wahre Freude, Ayrton Senna laesst gruessen. Ausserdem ueberall Bumper, diese Verkehrsberuhigungshuckel. Aber nicht son Firlefanz wie in Deutschland sondern Maennerhuckel!!! Und deren Sinn schient mir auch schleierhaft, da sie eher als Sprungschanzen dienen (aua meine Birne). Mit 60 Sachen ueber nen Bumper, da ist das Jetlag erstmal weggefegt ...
Aber die Familie hier ist total nett ich habe ein schoenes Zimmer und fuer die Aussicht aus dem Wohnzimmer wuerdet ihr mich umbringen ;-) Ich hoffe ich kann euch mal ein Foto zeigen, irre! Man hat auch gleich mal ein kleine Barbeque veranstaltet und mcih einigen Freunden vorgestellt, aber Jetlaggeplagt hab ich das ganze nur halb miterlebt. Na gut soviel fuer heute. Mal sehen wann ich wieder Zeit finde.
30/08/2004     Caldo de Cana
Ich habe meinen ersten caldo de cana getrunken, Zuckerrohrsaft. Helmut, Nicoles Freund hat mich heute ein bisschen durch die Gegend gefahren und wir haben an einem Stand angehalten, wo es das gab. Und es schmeckt wirklich lecker, hat aber verdammt viele Kalorien. Auf jeden Fall wird der Saft frisch hergestellt. Da wird einfach ein Stueck Zuckerrohr in eine Maschine gesteckt und unten kommt der Saft raus. Wenn ihr jemals nach Braslien kommt: unbedingt probieren.
Ansonsten war es interessant mal die Gegend kennzulernen. Es ist alles ziemlich gruen hier (Pflanzen, you know!?!) Und ich muss mich korrigieren, nicht alle fahren hier wie die bescheurten. Helmut zum Beispiel faehrt ziemlich gelassen. Er hat mich auch heute seiner Familie vorgestellt, sehr nette leute, vor allem sein Vater. Deren Nachname ist Heidenreich (ja, irgendein ur-ur-ur...-Verwandter ist deutscher (Mama, du hattest recht:-)und wollte unbedingt wissen, was der Name nun bedeutet. So richtig viel konnte ich ihm nicht dazu sagen, wenn irgendwer verlaessliche Infos hat, immer her damit.
Apropos trinken, es ist ziemlich irre was es hier an Fruechten gibt (mein Opa (unten) haette seine wahre Freude) Habe heute goiaba-Saft und noch irgendeinen seltsamen Fruchtsaft getrungen, great stuff, koennen wir das bitte auch in Deutschland importieren?! Morgen steigt hier eine kleine Party, weil Nicoles Mom uebermorgen Geburtstag hat und fuer 14 Tage auf Reisen geht. Ach ueberhaupt ist sie sehr witzig. Sie hat letztens eienn deutschen Tramper mitgenommen und ihn heute gleich mal angerufen, damit ich mit ihm sprechen konnte. Wusste zwar nicht worueber, war aber irgendwie witzig. So, gute Nacht!
31/08/2004     Autorennen
Heute muss ich jemandem meinen Dank aussprechen und zwar Jens U. dafuer, dass er mich Autofahrtechnisch derart abgehaertet hat, dass ich hier echt gelassen bleiben kann. Heute haben wir naemlich Nicoles Mom zum Flughafen gebracht, Nicoles Schwester ist gefahren und wir haben noch eine kleine Tour ueber die Insel unternommen. Und es ist doch recht krass, da wird um jeden Meter gekaempft, Zentimeter hinter einem anderen Auto ausgeschert um auf der anderen Spur 1 Meter weiter vorne zu stehen und dass machen alle so (ausser anscheinend Helmut). Ausfahrten werden grundsaetzlich im letzten Augenblick genommen, Motoradfahrer qutschen sich ueberall durch und bei Fahrspurverengungen (2->1) wird bis zum Anschlag vorgefahren und ruebergezogen, bis irgendwer nachgibt. Sehr spannend :-) Aber es hoert sich schlimmer an, als es ist, irgendwie haben die es hier naemlich echt drauf. DIe muessen ein unglaubliches Reaktionsvermoegen haben, in Deutschland haette es auf meiner Fahrt heute mindestens 5 mal gekracht. Und gehupt wird auch nur wenn man sich zu krass verhaelt, es faehrt hier halt jeder so.
Aber was ist heute noch so passiert? Ach ja heute morgen war die Haushaelterin da, kommt einmal die Woche und ich musste mich auf portugiesisch verstaendigen. Da ich kein Wort verstanden habe, habe ich sie gebeten es mir aufzuschreiben, dann flott uebersetzt und mir eine Antwort zurecht gebastelt. Dauert zwar ewig, aber besser als nix. Mein Portugiesisch muss besser werden :-) Ach ja morgen ist mein erster Arbeitstag, wahrscheinlich werd ich mich heilos mit dem Bus verfahren und nie ankommen ... *fuercht* ihr werdet es erfahren, vorrausgesetzt, ich finde wieder nach Hause ;-)
Oh und nochwas, wir sind wie gesagt etwas auf der Insel rumgefahren und haben in einem Kuestenort (mit netten Haeusern im alten portugiesischen Stil) Shrimps und Austern gegessen. Die ersten Austern meines Lebens und ich muss sagen, es sieht schlimmer aus als es schmeckt. Im Grunde schmecken die sogar recht gut. Ueberhaupt soll Florianaopolis ein super Ort fuer Seafood sein. Gleich neben der WOhnung ist auch eine Sushibar, muss bei gelegenheit mal ausprobiert werden (wenn ich auf portugiesisch bestellen kann ;-). Was aber bei der Fahrt heute und auch gestern auf jeden Fall deutlich wird, sind die krassen Unterschiede hier. Auf der einen Seite die eher reichen Leute in den grossen meist bewachten Hochhausern und die aermeren in einfachen Haeusern und manchmal eher Huetten. Denen geht es aber noch beser als den leuten in de favelas (Slums) Hier in Florianopolis ist das alles halb so wild, immerhin ist dies die Stadt mit der hoechsten Lebensqualitaet in Brasilien (so wurde mir gesagt). Aber auch hier gibt es eine favela, die sich den Berg hochzieht. Wirklich schlimm ist es aber natuerlich in Rio und Sao Paulo. Bei gelgenheit werde ich auch mal die Florianopolis Seite um einige Infos ueber die Stadt und Insel berreichern.
Ausserdem gibt es heute die ersten Bilder vom Balkon aus. Das erste zeigt etwas mehr vom Meer, nach links ist noch ganz schoen viel davon, das zweite ist etwas weiter rechts aufgenommen und man sieht, wie sich die Stadt an der Kueste entlangzieht. Ausserdem sieht man die 2 Nachteile dieser Wohnung: Sie liegt direkt an einer Hauptstrasse und nebenan wird grad ein Hotel gebaut. Das dritte hab ich grad geschossen, Florianopolis bei Nacht mit lustigen Effekten, weil lange Belichtungszeit, musste halt mal mit meiner Kamera rumspielen. Ich denke fuer das erste Nachtfoto ist es gar nicht schlecht, vor allem ohne Stativ :-) Ach so, ab morgen gehst dann auf der September Seite weiter, klar ne!?!? ;-)


